Krippenproblematik: Bindungsdefizit entsteht auch bei den Eltern

Gertrud Martin (FreieWelt.net): http://www.freiewelt.net/blog-5343/unf%E4hige-eltern%3F.html  (30.4.):

…Der überwiegende Teil der Lehrer vermisst bei den Eltern (…) ausreichend Zeit für die Kindererziehung.“ Na, sowas! Tut die Politik — unwidersprochen von den Lehrern! — nicht alles, um die Eltern von ihren Kindern fernzuhalten?

Da fließen Abermillionen an Subventionen, damit die Eltern ihre Kinder ab einem Jahr in fremde Hände geben, um ihre Arbeitskraft der Wirtschaft zur Verfügung zu stellen.

Die frühe Abgabe der Verantwortung bedeutet, dass viele Eltern sich auch in aller Zukunft nicht mehr hinreichend zuständig fühlen für ihr Kind. Das Bindungsdefizit entsteht also nicht nur beim Kind, sondern auch bei den Eltern.

Aber hört man nicht ständig die Klage, der Schulerfolg dürfe nicht abhängig sein vom Engagement des Elternhauses? Die rot-grüne Bildungspolitik ist auf dem besten Wege, das gründlich zu ändern. Frei nach Friedrich Engels wird die Familie abgeschafft, und die Kinder werden vom Staat erzogen. Chancengleichheit für alle Kinder bedeutet eine Chancengleichheit auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner. Und das größte Elend dabei ist, dass die Konservativen das doch auch ganz „fortschrittlich“ und „modern“ finden!

Kommentator Klaus Kolbe ergänzt zurecht:

Mit Friedrich Engels, Frau Martin, haben Sie es auf den Punkt gebracht!
Genau das war schon immer die Kernforderung der Kommunisten: die Frauen an die Werkbank, um die kleinste Zelle der verhaßten Bourgeoisie, nämlich die Familie, zu zerstören.

Erwünschte Nebeneffekte:
Indoktrinierung, pardon, Erziehung der Kinder durch die Partei – die DDR läßt grüßen;
erhöhtes Steuereinkommen etc.;
das größte zerstörerische Menschheits-Experiment, genannt Gender, ist erst später hinzugekommen.

Von Konservativen aber, Frau Martin, falls Sie CDU/CSU damit meinen, kann schon längst keine Rede mehr sein. Auf vielen Feldern schon versucht diese die Linken und Grünen links zu überholen.

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4 Antworten zu Krippenproblematik: Bindungsdefizit entsteht auch bei den Eltern

  1. Nonnen schreibt:

    Krippenproblematik: Unkenntnis wissenschaftlicher Erkenntnisse bezüglich frühkindlicher Basalerziehung. Niemand kann sich an die ersten drei Lebensjahre direkt und konkret erinnern, da dort komplexe Reifungs- und Verschaltungsvorgänge in den Gehirnen ablaufen, in welche nur sehr behutsam eingegriffen werden sollte.
    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

  2. Mitchell Owens schreibt:

    bereits erniedrigt durch die Vorherrschaft des Mannes und die Konkurrenz von Sklavinnen. Man lese in der „Odyssee“, wie Telemachos seine Mutter ab- und zur Ruhe verweist. Die erbeuteten jungen Weiber verfallen bei Homer der Sinnenlust der Sieger; die Befehlshaber wählen sich der Reihe und Rangordnung nach die schönsten aus; die ganze „Ilias“ dreht sich bekanntlich um den Streit zwischen Achilleus und Agamemnon wegen einer solchen Sklavin. Bei jedem homerischen Helden von Bedeutung wird das kriegsgefangene Mädchen erwähnt, womit er Zelt und Bett teilt. Diese Mädchen werden auch mit in die Heimat und ins eheliche Haus genommen, wie Kassandra von Agamemnon bei Äschylos; die mit solchen Sklavinnen erzeugten Söhne bekommen einen kleinen Anteil am väterlichen Erbe und |66| gelten als Vollfreie; Teukros ist ein solcher unehelicher Sohn des Telamon und darf sich nach seinem Vater nennen. Von der Ehefrau wird erwartet, daß sie sich das alles gefallen läßt, selbst aber strenge Keuschheit und Gattentreue bewahrt. Die griechische Frau der Heroenzeit ist zwar geachteter als die der zivilisierten Periode, aber sie ist doch schließlich für den Mann nur die Mutter seiner ehelichen Erbkinder, seine oberste Hausverwalterin und die Vorsteherin der Sklavinnen, die er sich nach Belieben zu Konkubinen machen kann und auch macht. Es ist der Bestand der Sklaverei neben der Monogamie, das Dasein junger schöner Sklavinnen, die dem Mann gehören mit allem, was sie an sich haben, das der Monogamie von Anfang an ihren spezifischen Charakter aufdrückt, Monogamie zu sein nur für die Frau, nicht aber für den Mann. Und diesen Charakter hat sie noch heute.

  3. Wolfgang Heuer schreibt:

    Für gesunde Entwicklung brauchen Kinder ein Umfeld, in dem sie sich bedingungslos geliebt wissen können. Nur so kann beim Kind das bedingungslose Vertrauen wachsen bzw. erhalten bleiben, das sie brauchen, um zu gegebener Zeit – vor der / bis zur Pubertät – den Schritt zum wahren Erwachsenen tun zu können, zum GANZEN, HEILEN, Menschen; um die INITIATION absolvieren zu können, den Bewußtseinswandel, den Wechsel vom „automatisch“ dominierenden „Niederen Selbst“ / „Ego“ zum frei gewählt herrschenden „Höheren / wahren Selbst“.

    Ohne diesen Wechsel bleibt der Mensch im „Larven-Zustand“ und ist nicht wahrhaft er selbst und kann auch seine wirkliche Wirklichkeit – einschließlich des FEINstofflichen Teils – nicht wahrnehmen. Folglich weiß ein solchermaßen unfertiger Mensch nicht, um was es geht oder was zu tun ist.
    Diese Entwicklungs-Reifungsstörung steckt schon sehr lange in der zivilisierten Gesellschaft. Schon Moses und Jesus waren damit konfrontiert und haben Beschreibungen / Kommentare dazu hinterlassen – die leider noch nicht zur grundlegenden Heilung führen konnten.

    Die Soziologie nennt diese Störung die „Kollektive Neurose“. Ich selbst nenne sie seit 1992 die „Kollektive Zivilisations-Neurose“. Grundlegende – natürliche – Heilung ist jederzeit möglich; auch und vor allem im Einzelfall, unabhängig vom Kololektiv.

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