Christliche Polyamorie?

http://www.idea.de/detail/frei-kirchen/detail/theologin-bejaht-mehrere-liebesbeziehungen-gleichzeitig.html  (3.5.):

Frauen und Männer können mehrere Liebesbeziehungen gleichzeitig führen und dabei ethisch verantwortlich handeln sowie auf der Basis christlicher Werte leben. Diese Meinung vertrat die Geschäftsführerin des Verbandes „Evangelische Frauen in Deutschland“, die Theologin Eske Wollrad (Hannover), auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hamburg. Sie war Teilnehmerin einer Diskussion unter dem Titel „Was ist gerecht in Sachen Geschlecht? Frauen, Männer, Gender oder ganz neue Wege“. Wollrad wünscht sich nach eigenen Worten eine Kirche, die sich leidenschaftlich für Gerechtigkeit einsetze, auch für Schwule, Lesben, Inter- oder Transsexuelle. Aber auch polyamouröse Beziehungen – also Liebesbeziehungen zu mindestens zwei Menschen zur gleichen Zeit – müsse man in den Blick nehmen. Wollrad beklagte, dass die Kirche zu sehr im Geist der Verzagtheit lebe und meine, alles bewahren zu müssen. Genau das Gegenteil sei der richtige Weg.

Dem widersprach der Theologische Vizepräsident der Evangelischen Kirche von Westfalen, Albert Henz (Bielefeld): Die Beweglichkeit habe ihre Grenzen. Man könne nicht in einer „totalen Offenheit“ alles völlig gleichsetzen.

Wollrad erläuterte auf Nachfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea ihre Position. Sie sei dagegen, Beziehungen nur über das klassische Zweiermodell zu definieren: Es sei nicht die einzig mögliche Form des Zusammenlebens. Christliche Werte wie Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, gegenseitiger Respekt oder Achtsamkeit könnten in „allen möglichen Beziehungen“ gelebt werden. Dafür wolle sie sensibilisieren: „Es ist gut, diese anderen Lebensformen zu haben.“ Es sei an der Zeit, den Raum dafür zu öffnen. Die „Evangelischen Frauen in Deutschland“ sind ein bundesweiter Dachverband, dem 40 Verbände mit rund drei Millionen Mitgliedern angehören.

So ein Unfug! Und die Leidtragenden sind vor allem die Kinder.

Ergänzung 13.5.2013:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2073:ehedefinition-wenn-die-daemme-brechen&catid=1:neuestes&Itemid=33  (12.5.):

Groß war die geheuchelte Aufregung, als Philippe Cardinal Barbarin, Erzbischof von Lyon, vor kurzem warnte, eine Umdefinition der Ehe könne auch die Polygamie als „Ehe“form umfassen, weil es dann keine Grenzen mehr gebe. Die Heuchler können ihre Erregung nun wieder herunterfahren: in Mayotte, einem französischen Übersee-Departement im Indischen Ozean, wird von der dortigen mohammedanischen Mehrheit die Legalisierung der Polygamie bereits gefordert. … „Warum Nein zur Polygamie, aber Ja zur Homoehe?“, steht auf dem Plakat.

Die Dämme brechen. Auf dem „Evangelischen Kirchentag“ in Hamburg forderte die feministische Theologin Eske Wollrad (49) die Anerkennung „polyamorer“ Beziehungen …

Ergänzung 9.6.2013:

Der holländische Homo-Aktivist Boris Dittrich, „Vater“ der „Homo-Ehe“ in den  Niederlanden, gab bekannt, dass man dort jetzt über die Mehrehe diskutiere.
http://www.dijg.de/blog/ehe-familie/homo-ehe-polyamorie-niederlande-204  (26.3.):

… Es werde allerdings noch einige Jahre dauern, bis die Öffentlichkeit für „den Anfang von etwas völlig Neuem“ bereit sei.

Die eingetragene Lebenspartnerschaft, so Dittrich, sei nur der erste Schritt eines größeren Plans gewesen … Das effektivste Mittel, um die gleichgeschlechtliche „Ehe“ in den Niederlanden einzuführen, sei laut Dittrich gewesen, „sich auf die Prinzipien der Gleichheit und der Nicht-Diskriminierung zu konzentrieren“ und die Trennung zwischen Kirche und Staat zu betonen …

Ergänzung 6.9.2013:

http://pius.info/archiv-news/934-moderne-gesellschaft/8224-protestanten-uebertreffen-sich-im-kampf-gegen-das-naturrecht  (4.9.):

Nachdem die EKD („Evangelische Kirche in Deutschland“) mit ihrem Positionspapier zu Ehe und Familie nicht nur die objektiven Maßstäbe des Naturrechts in Bezug auf Ehe und Familie, sondern auch die biblische Lehre unseres Herrn Jesus Christus auf den Kopf gestellt hat, kommt jetzt der Verband der „Evangelische Frauen in Deutschland“ daher und verteidigt die Bigamie als eine Lebensform, die durchaus mit „verantwortlichem Handeln auf der Basis christlicher Werte“ vereinbar ist.

Dies alles zeigt, dass die offiziellen Protestanten nicht nur vom Heiligen Geist, sondern auch von allen guten Geistern verlassen sind. Und es zeigt den Unsinn ökumenischer Gespräche mit der EKD.

Nach Auffassung der Geschäftsführerin des Verbandes „Evangelische Frauen in Deutschland“, Eske Wollrad, die auch ein sogenanntes Theologiestudium absolviert hat, können Frauen und Männer mehrere sogenannte „Liebesbeziehungen“ gleichzeitig führen und dabei ethisch verantwortlich handeln sowie auf der Basis christlicher Werte leben. Dies berichtete die evangelische Nachrichtenagentur IDEA bereits am 3. Mai 2013, allerdings ohne dass dies auf weitere Resonanz stieß.

Natürlich wird dies unter dem Titel der „Gerechtigkeit“ abgehandelt, denn sie führte weiter aus, auch für Schwule, Lesben, Inter- oder Transsexuelle müsse es „Gerechtigkeit“ geben.

Auf Nachfrage der Agentur IDEA erläuterte die „Theologin“, sie sei dagegen, Beziehungen nur über das klassische Zweiermodell zu definieren: Es sei nicht die einzig mögliche Form des Zusammenlebens. Christliche Werte wie Verantwortlichkeit, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit, gegenseitiger Respekt oder Achtsamkeit könnten in „allen möglichen Beziehungen“ gelebt werden.

Die „Evangelischen Frauen in Deutschland“ sind ein bundesweiter Dachverband, dem 40 Verbände mit rund drei Millionen Mitgliedern angehören.

Das Ungeheure an solchen Aussage ist, dass schwere Sünden gegen die göttlichen Gebote auch noch mit religiösem Gesülze gerechtfertigt werden. Wir hoffen, dass diejenigen Protestanten, die sich der Heiligen Schrift und den Geboten Christi verpflichtet fühlen, erkennen, dass es nur die katholische Kirche ist, die der Wahrheit verpflichtet ist, und dass sie in die katholische Kirche eintreten.

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16 Antworten zu Christliche Polyamorie?

  1. heureka47 schreibt:

    In Gottes Universum, Schöpfung, Evolution usw. ist ALLES möglich – wenn es im Einklang ist mit den geltenden Gesetzmäßigkeiten, den „Geistigen Gesetzen“, dem „guten Lebens-Gesetz“, dem „HERRN“.
    Solange alles im bzw. aus dem Bewußtsein der göttlichen Liebe / Lebens-Energie geschieht, ist alles in Ordnung.
    Aber genau HIERAN sind ja die Menschen der zivilisierten Gesellschaft gehindert – durch die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“.
    Die rational einseitig überbetonten Kollektivneurotiker denken sich immer wieder neue – theoretische – Konzepte aus, aber vergessen dabei völlig die Grundlage. Und deshalb werden alle diese theoretischen Konzepte nicht funktionieren – weil den Menschen, die nach diesen Konzepten leben würden wollen / sollen, von der Grundlage des Lebens im Bewußtsein abgetrennt sind – und es nicht wissen und nicht merken.
    Eigentlich merken es mehr und mehr Menschen – anhand von Problemen, Krankheiten, Krisen usw. – aber es mangelt ihnen an der Befähigung, die Zusammenhänge bzw. Ursachen zu erkennen.
    Die Bewußtseine der meisten Menschen in der zivilisierten Gesellschaft schließen sich sehr früh unter dem Eindruck der Mängel – und öffnen sich erst wieder unter großem Leidensdruck. Und auch dann manchmal nicht – so daß die himmlischen Rettungsangebote nicht gehört oder nicht angenommen werden (können).

  2. Das Nagetier schreibt:

    „So ein Unfug! Und die Leidtragenden sind vor allem die Kinder.“
    weil…?

  3. Das Nagetier schreibt:

    Kinder brauchen Stabilität brauchen, Treue (ihnen gegenüber), Liebe, ein sicheres Nest, das ist eine Konstante über alle Zeitalter hinweg.

    Carolus, Du schreibst von einer Versuchsanstalt.
    Jede Form des Zusammenlebens ist ein Wagnis, das eingehen einer Ehe, das Gründen einer Familie. Jedem Wagnis wohnt die Möglichkeit des Scheiterns inne. Polyamor zu leben ist davon nicht ausgenommen, nur ist es ein Weg, den noch nicht viele zuvor beschritten haben, nicht breit und ausgetreten.

    Mehr als zwei erwachsene Bezugspersonen zu haben, ist bei den heutigen Kleinfamilien eher die Ausnahme als die Regel. Jahrtausende des Zusammenlebens in Sippen und Grossfamilien haben Kindern auch kein Leid zugefügt. Warum sollte Polyamorie da die Ausnahme sein?

    Polyamorie sollte natürlich niemals Mode sein, oder die vorherrschende Norm einer Gesellschaft. Wer die Exklusivität des Partners benötigt, sollte natürlich genau so die Finger von der Polyamorie lassen, wie umgekehrt ein polyamor l(i)ebender Mensch nicht ein unhaltbares Monogamie-Versprechen abgeben sollte.

    Wenn (mehr als zwei) erwachsene Menschen das Wagnis eingehen und dem Weg ihres Herzens folgen, einander zu glücklich zu lieben ohne daß Eifersucht oder der Wunsch nach Exklusivität die Stabilität der Famile gefährden, sehe ich nicht, daß die Kinder darunter leiden müssen.

    • Carolus schreibt:

      Nach meinem Kenntnisstand funktioniert Polyamorie in der Praxis nicht. Und die Kinder spüren das und leiden darunter. Auch sind Patchworkfamilien eine Not-„Lösung?“. Anzustreben ist das alles nicht. Großfamilien sind eine andere Konstellation, die sich bestens bewährt hat.
      Aber der „Zeitgeist“ will uns jetzt abweichende Lebensformen zu unserem Schaden einreden, und da halte ich dagegen.

      • Das Nagetier schreibt:

        Im Gegensatz zur Ehe, bei der die Scheidungsraten bekannt sind, kenne ich für Polyamorie zwar keine verlässlichen Zahlen (Hast Du welche?), aber Polyamorie >generell< als nicht funktionierend hinzustellen, ist genauso kurz gegriffen, wie die Behauptung mancher Ehegegner, daß die Ehe nicht funktioniere.

        Denn:
        Es gibt sowohl treue Eheleute, als auch polyamor lebende Menschen, deren Beziehungsleben funktioniert, sie haben gesunde, glückliche Kinder unterschiedlichsten Alters.

        Ein bevormundender Zeitgeist, welcher versucht den Menschen eine bestimmte Lebensform einzureden, egal ob es sich dabei um Monogamie oder Polyamorie handelt, oder darum, wie "uncool" es ist, mit 20 Jahren noch im Elternhaus als Grossfamilie zu leben, anstatt die Gründung einer eigenständigen Kleinfamilie vorzubereiten,
        solche ein Zeitgeist ist stets zum Schaden der Menschen, da alternative Optionen ausblendet und diskreditiert werden.
        Das hilft den Menschen nicht, die sich sowieso für einen Weg entschieden hätten, nimmt aber den Menschen, die eine für sie bessere Wahl getroffen hätten, die Alternativen.

        Wenn Frau Wollrath sagt, das Zweiermodell "sei nicht die einzig mögliche Form des Zusammenlebens" so geht es um das Zulassen der Alternativen, deshalb ist kein Mensch genötigt, sich einem irgendwie gearteten Zeitgeistdiktat zu beugen und die Monogamie über Bord zu werfen.

        Die Monogamie wird auch Bestand haben, wenn sie neben anderen Alternativen existiert. Jene Menschen, für die Monogamie die richtige Wahl ist, werden auch monogam bleiben, wenn ihre Nachbarn polyamor sind.

      • Carolus schreibt:

        Nein, nein. Ich kenne meine Pappenheimer. Das läuft ähnlich wie bei der Homo-„Ehe“. Unter dem Vorwand von „Nichtdiskriminierung“, „Minderheitenschutz“ etc. soll die Familie zerstört werden. Und es führt nicht zu mehr Freiheit, sondern zum Tod der Liebe.

      • heureka47 schreibt:

        Polyamorie – und vieles andere – funktioniert NICHT in KRANKEN menschlichen Gemeinschaften / Gesellschaften / Systemen. Andererseits funktioniert im Grunde ALLES, wo die universelle, reine, bedingungslose, göttliche, Liebe zur Herrschaft erkoren wurde und die Grundlage bildet.

        Von dieser Liebe – auch „Lebens-Energie“ genannt oder bei den alten Germanen „Od“ – jedoch ist die zivilisierte Gesellschaft im Bewußtsein abgetrennt, und deshalb funktioniert in dieser Gesellschaft letztlich NICHTS. Diese kranke Gesellschaft wird untergehen – wie alle Hochkulturen der Geschichte untergegangen sind. Und letztlich werden die letzten AUSSTERBEN. Sie sterben oberflächlich betrachtet vielleicht an irgendwelchen Krankheiten oder weil sie sich gegenseitig das Leben schwer machen oder sich aktiv mit Waffen bekämpfen. Aber in Wahrheit werden sie gestorben sein an der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ bzw. einer der „Krisen“ / „Schübe“ dieser Krankheit, die man zu Recht „Kollektive Psychose(n)“ nennt.

        NOCH ist die grundlegende Heilung der Kollektiven Neurose der zivilisierten Gesellschaft möglich. Auf ganz natürliche Weise: Durch Nachholen der versäumten Initiation, des geistig-seelischen Teils der Pubertät; durch das Nachholen des Aufstiegs zur höheren Bewußtseins-Ebene, dem wahren Erwachsenen-Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“, dem FEINSTOFFLICHEN Bewußtsein, auch „Christus-Bewußtsein“ genannt.

        Millionen Wissenschaftler / Schulmediziner weltweit wissen von dieser Möglichkeit der GRUNDLEGENDEN Heilung NICHTS – weil sie mit einem verkürzten / verstümmelten Weltbild geistig vergiftet sind. Und selbst Opfer der – evtl. latenten – Angst und der Verdrängung, die die Hauptsymptome der Kollektiven Zivilisations-Neurose sind.

        Und die „Verantwortlichen“ in der Politik, in der Gewaltenteilung, in den maßgeblichen Institutionen, verlassen sich auf die „wissenschaftliche“ Expertise. Und so irren letztlich etwa 99,x% der Bevölkerung. Leben im Irrtum, in der Lüge. Und wollen auch nicht wissen, daß es so ist oder warum.

  4. Das Nagetier schreibt:

    Wie läuft die Zerstörung der Familie Deiner Meinung nach ab?

    • Carolus schreibt:

      Dieser Blog beschäftigt sich recht intensiv mit diesem gesellschaftlichen Vorgang. Einfach entsprechende Kategorie anklicken und nachlesen. Polyamorie ist ja nur die Nadelspitze dieses Eisbergs.

      • Das Nagetier schreibt:

        Ich habe einmal die Rubrik „Kampf gegen Ehe die Familie“ angeklickt, da mir diese am passensten erschien. 2/3 der Artiekl beschäftigen sich mit Homosexualität. Zur Polyamorie ziehst Du die Parallele, daß es hierbei ähnlich laufe.

        Nehmen wir mal an, wir lebten in einem Land, in dem Homo-Ehe und Poly-Ehe sowie entsprechende Adoption staatlich erlaubt und gefördert wären.
        Was wären wohl die häufigeren Antworten der Leute auf der Straße auf folgende Fragen:

        Warum gründen Sie keine Familie?
        a) Weil meine homosexuellen Nachbarn das auch dürfen.
        b) Weil der Job nicht sicher genug ist.
        c) Weil eine gute Ausbildung erstmal vorgeht.
        d) Weil noch kein passender Partner dabei war.

        Warum ist Ihre Ehe gescheitert?
        a) Weil mein Partner fremdgegangen ist.
        b) Weil meine Ehe nichts mehr wert ist, seitdem auch Polyamore heiraten dürfen.
        c) Weil mein Partner sich gehen lässt und trinkt.
        d) Weil wir uns ständig übers Geld streiten.

        Warum verbleiben Sie in einer unglücklichen Ehe?
        a) Wegen der Steuervorteile.
        b) Wegen der Kinder.
        c) Wegen unserem gemeinsamen Besitz.
        d) Die Homos sind schuld.

        Die größte Gefahr für Ehe und Familie sehe ich nicht in der rechtlichen Gleichstellung von alternativen Familienkonzepten begründet, sondern in gesellschaftlichen Verhältnissen, in denen sich die Frage nach der Familiengründung den wirtschaftlichen Verhältnissen unterzuordnen hat, in denen Karriere höher geachtet wird, als das großziehen von Kindern, in der nicht aus Liebe, sondern für die Steuervorteile geheiratet wird, in denen Kleinkinder schon von ihren Eltern entfremdet werden, damit beide Elternteile einem übersättigten Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen können, in denen „Alleinerziehend“ oft gleichbedeutend mit „Armut“ ist.

        Die Probleme anzupacken, Ehe und Familie wirklich zu schützen, würde den Aufwand bedeuten, den Wert von Kindern nicht nur in Sonntagsreden schön zu reden, sondern wirklich etwas für Familien zu tun, Ressourcen für Familien einzusetzen.
        Da ist es doch viel bequemer, von den wirklichen Problemen abzulenken und mit einem emotionalen Thema eine jahrelange Scheindebatte um um Gleichstellung zu entfachen. Rotes Team gegen blaues Team. Aber egal wie die Sache ausgeht, es nimmt den Herrschenden nichts weg und alle beteiligten Politiker haben brav Demokratie gespielt.

        In Frankreich schaffen sie es, eine halbe Million von Menschen gegen die Homo-Ehe auf die Straße zu stellen, aber dagen, daß wer-weiß-wieviele Kinder in den Banlieus ohne Ausbildung und Perspektive verrotten, erheben sich die wenigsten.

        Um nochmal auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:
        In der Anerkennung von Familienformen jenseits des Mann-Frau-Zweiermodells sehe ich keine Bedrohung der Familie. Nicht mal so ein bischen.

      • Carolus schreibt:

        Vieles von dem, was Du schreibst, ist richtig und dem stimme ich zu. Aber Homo-„Ehe“ und Polyamorie mit der Ehe „gleichzustellen“ passt nicht ins christliche Abendland, dessen Kultur ich nicht missen möchte. Tolerieren ja, aber niemals legalisieren.

      • Das Nagetier schreibt:

        Carolus, auf Deinen letzten Beitrag kann ich leider nicht antworten, deswegen steht die Antwort jetzt sicher irgendwo, wo sie nicht hingehört.

        Bei einer rechtlichen Gleichstellung, wie ich sie meine, geht es nicht darum, daß drei Menschen zugleich vor einen Christlichen Altar treten und das Sakrament der Ehe empfangen. Daß dies nicht möglich ist ist eine Angelegenheit der Religion, in welche sich der Staat zurecht nicht einmischen soll.
        Die Regeln der Ehe als ehemals einzige legale Form des Zusammenlebens zwischen Liebenden wurden vom Staat übernommen und in Gesetze gegossen.

        Zurecht hat der Staat den Eheleuten nicht nur besondere Pflichten wie die gegenseitige Unterstützung in der Not eingeräumt, sondern auch besondere Rechte:

        So können Eheleute
        – die Aussage gegeneinander vor Gericht verweigern
        – einander Besitz mit geringerer Erbschaftssteuer vererben
        – die Summe ihrer Steuerfreibeträge gemeinsam nutzen
        – Die Visa-Beschränkungen aufheben, um mit einem Ehepartner aus dem Ausland zu leben.
        – u.v.m.

        All diese Rechte sind gut und richtig, da sie Ehe und Familie vor dem Auseinanderreissen und vor wirtschaftlicher Not schützen.

        Hier kommt nun der haarfeine Unterschied zwischen „legalisieren“ und „tolerieren“ ins Spiel. Fallbeispiel: Eine deutsche Frau gründet mit zwei Männern aus Kanada eine Familie. Die drei würden gerne vor dem Gesetz füreinander einstehen wie Eheleute, das geht aber nicht weil es nicht legal ist. Die Visa der beiden Männer laufen ab. Im Zweifel schickt das Ausländeramt Polizisten mit Handschellen vorbei, um die Familie (nicht nur sprichwörtlich) auseinanderreissen zu lassen. Einen Monat nachdem die beiden abgeschoben wurden, bemerkt die Frau, daß sie schwanger ist.
        Dann haben sie auch von all der schönen Toleranz nichts. Das Gesetz hat die Familie nicht geschützt.

        Es geht mir nicht darum, ob eine Verbindung unbedingt „Ehe“ heissen muss, wenn sie anders als zwischen genau einem Mann und genau einer Frau geschlossen wird, es geht mir darum, Schaden von Menschen abzuwenden, die -mit oder ohne Kinder- in Liebe füreinander Verantwortung übernehmen wollen.

        Gleichberechtigung bedeutet, daß dieser Schutz für alle Menschen gilt, nicht allein für jene, die eine Familie nach christlich-abendländischer Tradition führen.

        Sicher, dieser Schutz wäre etwas neues, es wäre neu, wie es einst neu war, den unehelichen, rechtlosen „Bastardkindern“ vor dem Gesetz die gleichen Rechte wie ehelichen Kindern zu geben.

        Die christlich-abendländische Tradition ist auch eine Tradition der stetigen Selbsterneuerung.

      • Carolus schreibt:

        Tu, was Du nicht lassen kannst.
        Aber ohne mich.

    • heureka47 schreibt:

      Die tiefere Ursache der „Zerstörung der Familie“ ist die „Kollektive Zivilisations-Neurose“, die seit mehr als 10.000 Jahren sich entwickelnde „Entfremdung“ des Menschen – von sich selbst, von seinem „Höheren (göttlichen) Selbst“, von der Lebens-Energie / Liebe, vom wahren Leben, von der wirklichen Wirklichkeit, vom wahren Sein…

  5. Magdalena schreibt:

    GOTT hilf uns in unserem Leide. Amen.

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