Papst begrüßt 30.000 Lebensrechtsverteidiger und erinnert an Initiative One-of-Us

http://www.katholisches.info/2013/05/12/30-0000-teilnehmer-bei-marsch-fur-das-leben-in-rom-papst-unterstutzt-unterschriftensammlung-one-of-us/  (Sonntag, 12.5.):

30.000 Teilnehmer beim „Marsch für das Leben“ zogen heute vormittag durch Rom. Es war das dritte Mal seit 2011, daß in der italienischen Hauptstadt, der Stadt des Papstes, ein solcher Marsch stattfand, um auf das Lebensrecht der ungeborenen Kinder hinzuweisen. Der Protest richtete sich gegen den modernen Abtreibungsholocaust, der die Völker Europas dezimiert und ungeheuerliche Wunden in Staat, Gesellschaft und Bevölkerung schlägt. Angefangen bei den Staaten, die ihren zentralen Aufgaben, Rechtssicherheit, Frieden und Wohlstand zu sichern, nicht nachkommen.

Nahmen 2011 beim ersten Marsch für das Leben rund 5000 Menschen teil, 2012 bereits zwischen 15.000 und 20.000, waren es heute 30.000, die vom Kolosseum durch die Ewige Stadt bis zum Petersplatz zogen, wo sie am Regina Caeli des Papstes teilnahmen. Neben Roms Oberbürgermeister Gianni Alemanno nahm auch in diesem Jahr wieder Raymond Leo Kardinal Burke am Marsch teil. Der traditionsverbundene Kardinal hatte erst vor kurzem die Bischöfe der ganzen Welt, vor allem aber der westlichen Länder und gerade Europas aufgefordert, den Mut zu haben, für das Recht auf Leben und den Schutz der ungeborenen Kinder auf die Straße zu gehen.

Papst Franziskus grüßte in seiner ersten konkreten Stellungnahme zu den nicht verhandelbaren Werten die Teilnehmer des Marsches für das Leben. Wörtlich sagte der Papst:

Ich grüße die Teilnehmer des „Marsches für das Leben“, der an diesem Vormittag in Rom stattfand, und lade alle zu lebendiger Aufmerksamkeit ein für das wichtige Thema des Respekts vor dem menschlichen Leben ab dem Augenblick seiner Zeugung. In diesem Zusammenhang möchte ich auch an die Unterschriftensammlung erinnern für die europäische Initiative Einer von uns (One of Us), um dem Embryo rechtlichen Schutz zu garantieren, indem jeder Mensch vom ersten Augenblick seiner Existenz an geschützt ist. Ein besonderer Moment für jene, denen die Verteidigung der Heiligkeit des menschlichen Lebens am Herzen liegt,  wird der „Tag von Evangelium vitae“ sein, der im Rahmen des Jahrs des Glaubens am kommenden 15.–16. Juni hier im Vatikan stattfinden wird.

Unterdessen wächst die Zahl der Bischöfe im deutschen Sprachraum, die für das Lebensrecht der ungeborenen Kinder auf die Straße gehen. Neben dem Salzburger Weihbischof Andreas Laun, dem Churer Bischof Vitus Huonder, dem emeritierten Weihbischof von Berlin Wolfgang Weider gilt dies inzwischen auch für den neuen Augsburger Weihbischof Florian Wörner, der vor neun Monaten die Bischofsweihe empfangen und sein Amt angetreten hat.

http://www.pi-news.net/2013/05/rom-franziskus-besucht-marsch-fur-das-leben/  (15.5.):

… Die Teilnahme des Papstes am Sonntag war geplant. Die Verantwortlichen hatten Wege für das Papamobil abgesperrt. Das Kirchenoberhaupt grüßte die Marschteilnehmer und nahm eine kurze Strecke an der Parade teil.

… Papst Franziskus beweist damit zum zweiten Mal in kurzer Zeit, dass er sich nicht scheut, dem herrschenden Zeitgeist entgegenzutreten. Vor einigen Tagen hatte er bereits rund 800 von Moslems ermordete Christen heiliggesprochen. Diese hatten sich geweigert zum Islam zu konvertieren.

Ergänzung:

http://www.katholisches.info/2013/05/16/der-lateinische-fruhling-und-die-dramatischen-probleme-unserer-zeit-neue-formen-des-widerstands-gegen-ideologie-des-bosen/:

Der italienische Historiker Roberto de Mattei … :

… In Rom nahmen am 12. Mai 40.000 Menschen am dritten Italienischen Marsch für das Leben teil, die vom Kolosseum zum Petersplatz zogen, wo sie Papst Franziskus mit seinem Segen empfing. Keine der großen „kirchlichen“ Bewegungen von Comunione e Liberazione zu den Neokatechumenalen, von den Charismatikern zu den Fokolarini hat am Marsch teilgenommen, der damit als eine eigenständige „Bewegung“ bestätigt wurde, die nicht direkt auf die offizielle katholische Welt zurückgeht.

Der Marsch für das Leben, wie der Rechtsphilosoph Mario Palmaro treffend schrieb, „hat nicht kirchlichen Charakter, ist keine Prozession, kein Gebetstreffen: an ihm nehmen Katholiken und andere Christen teil, Vertreter anderer Religionen, Gläubige und Nicht-Gläubige. Viele schweigen, viele andere beten in einem Klima großer Freiheit. Auf diese Weise beweist der Marsch die Vernünftigkeit der Gründe für das Lebensrecht. Der Marsch ist eigenständig und unabhängig. Er sichert sich eine Freiheit, die ihn Einflußnahmen, Kompromissen, Taktiken, interner Zensur und als Besonnenheit getarnter Ängstlichkeit entzieht“.

… Hinter dem Lateinischen Frühling steht die feste Überzeugung, daß das göttliche Gesetz und das Naturrecht nicht auf den privaten Raum begrenzt sein können, sondern ebenso für den öffentlichen Raum Geltung haben und die Grundlage für die christliche Sozialordnung bilden, der einzigen möglichen Lösung der dramatischen Probleme unserer Zeit.

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Eine Antwort zu Papst begrüßt 30.000 Lebensrechtsverteidiger und erinnert an Initiative One-of-Us

  1. Helmut Zott schreibt:

    Abtreibung

    Ein Mensch, umglänzt von Ewigkeit,
    weiß nichts vom Raum und von der Zeit,
    lebt warm umhüllt – der Schwere bloß –
    und träumt verklärt im Mutterschoß,
    bis einer, den man „Doktor“ heißt,
    ihn ansaugt und in Stücke reißt.

    Helmut Zott

    %%%%%%%%%%%%

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