Giftgas bei Anti-Assad-Terroristen beschlagnahmt

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/gera-id-colm-in/tuerkische-polizei-beschlagnahmt-chemiewaffen-bei-al-nusra-terroristen-auf-dem-weg-nach-syrien.html  (31.5.):

Die türkische Zeitung Zaman berichtete, Beamte der türkischen Polizei Emniyet Genel Müdürlüğü (EGM, »Generaldirektion für Sicherheit«) hätten am frühen Mittwochmorgen in der südtürkischen Stadt Adana zwei Kilogramm des Nervengases Sarin beschlagnahmt. Die Chemiewaffen befanden sich in der Hand der Terrorgruppe Dschabhat al-Nusra (»Unterstützungsfront für das syrische Volk«).

… Die EGM konnte zwölf Mitglieder der Terrorzelle festnehmen und beschlagnahmte darüber hinaus weitere Schusswaffen und digitale Geräte. Dies ist nunmehr die zweite offizielle Bestätigung für den Besitz und möglichen Einsatz von Chemiewaffen durch al-Qaida nahestehende Gruppen in Syrien. Bereits zuvor hatte die UN-Inspektorin Carla Del Ponte den Einsatz von Chemiewaffen durch vom Westen unterstützte Terroristen in Syrien bestätigt. Die türkische Polizei führt derzeit weitere Ermittlungen im Zusammenhang mit den Aktivitäten mit al-Qaida verbundener Gruppen in der Türkei durch.

Diese erneute Bestätigung des Einsatzes von Chemiewaffen durch die syrischen »Rebellen«, die zugleich die Türkei als Rückzugsraum und Nachschubbasis für Terroroperationen gegen Syrien nutzen, könnte die innenpolitischen Probleme, denen sich der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan gegenübersieht, noch weiter verschärfen. Kemal Kılıçdaroğlu, Vorsitzender der Cumhuriyet Halk Partisi (CHP, Republikanische Volkspartei), der größten Oppositionsfraktion im türkischen Parlament, bezeichnete Erdoğan schon als »Terroristenchef«.

… Es überrascht nicht, dass diese türkische Meldung nicht den Weg in die internationalen Schlagzeilen fand. Seit Beginn der Auseinandersetzungen in Syrien versuchen die internationalen Nachrichtenagenturen und Medien das Eindringen von Al-Qaida-Kämpfern nach Syrien als »Aufstand des Volkes« darzustellen, der sich aus »friedlichen Protesten« gegen ein »brutales Regime« entwickelt habe. Die Tatsache, dass es für derartige Behauptungen nicht die Spur eines Beweises gab, hat der Schmäh- und Verteufelungslawine, die gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und die Syrisch-arabische Republik losgetreten wurde, in keiner Weise Einhalt geboten. …

Ergänzung 15.6.2013:

http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2013/06/gerade-noch-rechtzeitig-im-nsa-skandal.html  (15.6.):

… (und vieler anderer, von den Systemmedien meist ungenannter Skandale der Backaroma-Administration) überschreitet Syriens Präsident Assad »die rote Linie«

Die Geheimdienste der USA seien nach intensiver Prüfung zum Schluss gekommen, dass die syrische Armee im vergangenen Jahr Kampfstoffe wie das Giftgas Sarin im kleinerem Umfang mehrfach verwendet habe, sagte der stellvertretende Sicherheitsberater von Präsident Barack Obama, Ben Rhodes, am Donnerstag in Washington.

Dabei seien den vorliegenden Informationen zufolge schätzungsweise 100 bis 150 Personen getötet worden.
Hingegen gebe es keine zuverlässigen Beweise dafür, dass auch die Rebellen chemische Waffen eingesetzt hätten, heisst es in einer offiziellen Mitteilung des Weissen Hauses.
(Hier weiterlesen)

Na, Gott sei Dank, daß es nicht umgekehrt ist! Jetzt können die Amis endlich das offiziell tun, was sie inoffiziell schon längst machten: radikale Islamisten-Milizen zum Sturz einer Regierung, die nicht nach der Pfeife der US-Ostküste tanzt, einsetzen.

Manchmal fragt sich schon: lernen die nie? Sie sind mit dieser Strategie in Afghanistan fulminant auf die Schnauze gefallen (man erinnere sich an Brzezinski: »Islamismus ist das beste Mittel gegen Kommunismus«), sie haben sich mit der Kaltstellung des Schah-Regimes die Ayatollahs als Nagel in den Fuß getreten, sie sind im Irak unter Hinterlassung eines totalen Chaos und blutigen Bürgerkriegs abgezogen, sie haben mit ihrem wohlwollenden Applaus für den »Arabischen Frühling« Ägypten, Algerien, Libyen, Marokko und Tunesien destabilisiert und die ganze Region zu einem Pulverfaß gemacht — und jetzt wollen sie diese tolle Strategie offenbar auch noch in Syrien anwenden.

Es ist irgendwie tröstlich, daß die Hybris der US-Politik, nach dem Zerfall der Sowjetunion endlich die alleinige Supermacht der Welt zu sein, nach deren Pfeife alle tanzen müssen, sie zu Fall bringen wird. Nicht ohne Blessuren für ihr eigenes Volk, nicht ohne solche für die anderen Völker allerdings. »Kollateralschäden«, wie sie beim Untergang von Imperien an der historischen Tagesordnung stehen. Wir werden in interessanten Zeiten leben …

Siehe auch: https://kreidfeuer.wordpress.com/2013/05/07/un-rebellen-setzen-in-syrien-giftgas-ein/

Ergänzung:

http://www.welt.de/politik/ausland/article117154030/Brok-bezeichnet-Obama-und-Putin-als-Kriegsherren.html  (15.6.):

… Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Europaparlaments, Elmar Brok (CDU), hat die Ankündigung der USA, Waffen an die Rebellen in Syrien zu liefern, scharf kritisiert. Dies sei „keine Hilfe im Syrien-Konflikt“, sagte Brok der „Welt am Sonntag“.

Beim G8-Gipfel würden nun mit dem US-Präsidenten Obama und dem russischen Präsidenten Putin „zwei der drei Kriegsherren“ in Syrien teilnehmen. Die angestrebte Friedenskonferenz für Syrien werde durch das Verhalten der USA nicht wahrscheinlicher.

… Aus Russland, das Assad seit langer Zeit mit Waffen beliefert, kamen dagegen Vorwürfe, die Beweise für Giftgaseinsätze seien nicht stichhaltig.

In der US-Regierung ist nach jüngsten Medienberichten bereits vor Wochen der Entschluss gereift, Waffen an die Aufständischen zu liefern. Der Einsatz von chemischen Waffen durch das syrische Regime sei nur eine neue Rechtfertigung gewesen, berichtete die „Washington Post“ unter Berufung auf Regierungsmitarbeiter. In der US-Führung habe es wachsende Sorge wegen des Großeinsatzes der libanesischen Hisbollah in Syrien und der jüngsten Siege auf dem Schlachtfeld durch Assads Truppen gegeben, berichtete das „Wall Street Journal“.

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