Graz 1.6.: Marsch für das Leben

Am Samstag, 1. Juni 2013, findet in Graz ein Schweigemarsch mit Kundgebung statt.

Treffpunkt beim Grazer Dom um 15 Uhr

17 Uhr Heilige Messe (Domkirche)

Ergänzung 1.6.2013:

Eine unentwegte Schar steirischer Lebensschützer hatte sich beim Dom versammelt und machte sich mit weißen Holzkreuzen, Schildern und Transparenten auf zum Schweigemarsch durch die Innenstadt.
Der Herr Generalvikar, der zufällig den Weg kreuzte, ließ sich leider nicht verlocken mitzugehen. Stattdessen schloss sich ein Schwarm linksgetrimmter „Frauenrechtler“ und -innen an. Ihre Parolen und ihr Trillerpfeifkonzert wurden allerdings vom mächtigen Trommelschlag der Lebensschutzspitze übertönt, der die Aufmerksamkeit der Passanten und Stadtfestbesucher auf sich zog.
Am Zielort Schloßbergplatz angelangt, an dem zweihundert Kinderschuhpaare an die zweihundert werktäglich in Österreich abgetriebenen Kinder erinnerten, gab es wachrüttelnde Ansprachen zum Lebensschutz und Dankadressen an die Teilnehmer und die Begleitpolizisten. Eine Mehlspeisenagape war eine allseits willkommene Labung. Abschließend wurden das Vaterunser gebetet und das Tedeum gesungen.

Ergänzung 29.6.2013:

Ein Lebensrechtler geißelt das mangelnde Interesse der steirischen Kirchenführer:

Hirten und Wölfe — Erlebnisse von einem Marsch für das Leben in Graz

Viele Lebensschützer, die friedlich auf den Straßen Europas für das Lebensrecht ihrer ungeborenen Mitmenschen demonstrieren, kennen das: Parolen brüllende Gegendemonstranten, die mit abartigen Transparenten und lautstarken Megaphonen bewaffnet solche Kundgebungen stören und Redner niederzubrüllen versuchen, sowie geistliche Herren, die sich aus dem Staub machen und bei den Lebensschützern nicht einmal anstreifen wollen.

So geschehen am Nachmittag des 1. Juni 2013, als sich — wie schon die Jahre davor — beim Grazer Dom eine Gruppe von Lebensschützern mit weißen Kreuzen und Transparenten zu einem Schweigemarsch mit anschließender Kundgebung sammelte. Als der Zug mit der Gegendemo im Gefolge loszog, parkte gerade die schwarze Limousine des Generalvikars der Diözese Graz-Seckau, Dr. Schnuderl, im Hof ein. Kaum hatte der Kirchenmann die Lebensschützer gesehen, verschwand er blitzschnell mit eingezogenem Kopf hinter der nächsten Haustür. Die Nr. 2 der Diözese agierte gleich wie die Nr. 1, Bischof Dr. Kapellari, der nach eigener Aussage „kein Abtreibungsschnüffler“ ist und die Kinderabtreibungsgesetze bis heute verteidigt.

„Was vor 70 Jahren war, darf nie wieder geschehen“, hatte derselbe Dr. Schnuderl 2008 im Rahmen einer Gedenkveranstaltung vor der Grazer Synagoge gerufen. Aber es geschieht heute dennoch wieder, wenngleich mit einer anderen Zielgruppe. Wären die über die damals verfolgten Juden gesprochenen Worte ernst gemeint, müßten diese dann nicht auch für die verfolgten ungeborenen Kinder gelten?

Sieben Jahrzehnte später ist es ungefährlich, als Später-Geborener selbstkritische und demütige Worte zu geschichtlichen Ereignissen zu finden. Sich dagegen im Hier und Jetzt zu bewähren, die „Schafe zu schützen, wenn die Wölfe brüllen“ und sich z. B. an solchen Märschen für das Leben zu beteiligen, scheint für viele Hirten hier — im Gegensatz zu Papst Franziskus — damals wie heute zu viel verlangt.

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