Islam-„Dialog“ – Lange Nacht der Nächte

Kreuz-net.at: „Islam-Dialog“ und Propaganda-Show  (3.6.):

Die „Lange Nacht der Kirchen“ am 24. Mai 2013 war auch heuer wieder ein starkes und sympathisches Lebenszeichen der Christlichen Gemeinschaft. Dieser Erfolg wurde allerdings auch durch einzelne, jedoch systemrelevante Fehlleistungen getrübt. – Beitrag von Christian Zeitz*

Selbstbetrug von Christen und säkularen Liberalen

Von der Donaucitykirche wurde ich in meiner Eigenschaft als kritischer Analytiker des Islam zu einem „Dialog der Religionen und Kulturen“ eingeladen, kurz vor der Veranstaltung jedoch wieder „ausgeladen“. Zuerst unter fadenscheinigen Vorwänden; doch dann mußte die Organisatorin der Diskussion zugeben, daß sie unter dem Druck des Islam-Vertreters und des Vertreters der Evangelischen Gemeinde HB, sowie nach „innerkirchlicher Entscheidung“, so handeln müsse, um die Veranstaltung nicht zu gefährden. Die beiden wollten nicht mit einem prononcierten Skeptiker am Podium sitzen, der die Harmonie der rituellen gegenseitigen Bekundung der uneingeschränkten Wertschätzung stören könnte.

Monolog des Islam-Vertreters

Tatsächlich geriet die Abwicklung der Veranstaltung zur Farce. Nach höflichen Einleitungsworten schwiegen der für mich eingesprungene Bischof und der evangelische Superintendent weitgehend und überließen das Feld dem Islam-Vertreter für ausladende Monologe.

Dieser nutzte die Situation erwartungsgemäß und erklärte seinen andächtigen Zuhörern, daß grausame Praktiken der Scharia nur Ausdruck örtlicher Traditionen sei, daß Gewalt im Islam keinen Platz hätte, daß die Frauen gleichberechtigt und wertgeschätzt seien und daß alle Probleme, die wir dem Islam zuordnen würden, mit diesem nichts zu tun hätten, weil sie nur von schlechten Menschen hervorgerufen werden würden, die zu Unrecht „im Namen Allahs“ handeln und die Religion des Islam nur mißbrauchen.

Nun steht es natürlich grundsätzlich jedem frei, sich zu einem freundlichen Gespräch jeden einzuladen, der ihm zu Gesicht steht. Dies gilt allerdings nur für jemanden, der im privaten Bereich und im eigenen Namen handelt. Die Katholische Kirche hingegen hat die unveräußerliche Verpflichtung zum Versuch einer Wahrheitsfindung. Und die, so hat uns Popper gelehrt, findet im gesellschaftlichen Bereich nur in der Auseinandersetzung von These und Falsifikation statt. Ein Gespräch, das ausschließlich das (vermeintlich) Gemeinsame behauptet, ist wertlos, und im Übrigen auch Ausdruck wechselseitiger Respektlosigkeit. Nur die Bemühung, das Trennende, Unterscheidende, allenfalls Konfliktträchtige herauszuarbeiten, verdient den Namen „Dialog“.

„Interreligiöser Dialog“

Der sogenannte „interreligiöse Dialog“ hat sich weltweit und insgesamt bisher als große Lebenslüge der westlichen Kultur erwiesen. Während uns die Vertreter des Islam wortreich (und unwidersprochen) erklären, daß ihre Religion grundsätzlich friedfertig und koexistenzbereit sei, wir dem Islam wichtige Teile unserer Zivilisation verdanken und im übrigen alle „denselben Gott“ anbeten würden, massieren sich die Probleme in islamisch geprägten Parallelgesellschaften Europas und kocht es zunehmend in den islamischen Kernländern – von Ägypten über Syrien bis Mali und Somalia.

Einwandererunruhen

Die Ereignisse der allerletzten Tage geben Anlaß zu berechtigter Sorge. Natürlich nicht für die zuständigen Politiker und Behörden. Denn für diese sind die brennenden Stadtteile und Straßenschlachten in Stockholm nur ein Zeichen der Verzweiflung „sozial benachteiligter Jugendlicher“, denen geholfen werden müsse. Ebenso sei der Mord an einem jungen Soldaten in London „zutiefst unislamisch“, ja sogar „eine Beleidigung des Islam“. Ganz genau so wie Anser Dine in Mali und Boko Haram in Nigeria nur Sekten seien, die die Religion für ihre Machtansprüche mißbrauchen würden.

Niemand wird behaupten, daß obszöne Gewaltausbrüche und Anschläge von mehr als einem winzigen Bruchteil der Muslime gewünscht werden würden. Und niemand sollte daher das Entsetzen, die Trauer und die Anteilnahme in Frage stellen, die zahllose Muslime aus solchen Anlässen regelmäßig empfinden.

Es ist daher auch unzulässig, den Imamen und sonstigen Vertretern der islamischen Gemeinschaften, die sich aus Anlaß schrecklicher Gräueltaten mit den Betroffenen solidarisieren und die Taten verurteilen, zu unterstellen, daß sie dies nur mit dem Motiv der Taqkia [Taqiyya], der Propagandataktik, tun würden.

Aber ebenso unwahr ist es, angesichts von Gewalttaten, die unter Allahu Akbar-Rufen und Absingen einschlägiger Koranverse begangen werden, angesichts brutaler Züchtigungen von Frauen, angesichts nachgewiesener Demokratiedefizite im Denken muslimischer Migranten und angesichts des Aufrufes (etwa von britischen Imamen), den Sozialstaat zu nutzen, um die Scharia durchzusetzen, zu behaupten, dies alles hätte „mit dem Islam überhaupt nichts zu tun“.

Paradoxon

Die Frage ist in der Tat, warum beides gleichermaßen richtig ist: daß die überwiegende Zahl der Muslime anständige Menschen sind, die an gedeihlichem Familienleben und freundschaftlicher Koexistenz mit Christen und säkularen Bürgern interessiert sind; und daß im Islam Vorgänge und Zustände grundgelegt sind, die wir aus gutem Grund zu fürchten haben und berechtigterweise ablehnen.

Dieses scheinbare Paradoxon wird eine der Überlebensfragen unserer Kultur und Gesellschaft in den nächsten Jahren darstellen. Wir müssen es mit den Mitteln wissenschaftlicher Akribie und diskursiver Redlichkeit bearbeiten, nicht mit Feigheit und Dialüg. Sonst landen wir alsbald in einer „Langen Nacht der Nächte“ – in einer großen Finsternis.

* Mag. Christian Zeitz ist wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Angewandte Politische Ökonomie und Islam-Sprecher des Wiener Akademikerbundes

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Eine Antwort zu Islam-„Dialog“ – Lange Nacht der Nächte

  1. Helmut Zott schreibt:

    Teil meines Briefes vom 21.07.2007 an den damaligen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland Bischof Dr. Wolfgang Huber:

    Man muss zunächst die Frage stellen, in wieweit der Dialog, wie er bisher geführt wurde, überhaupt geeignet ist, das gegenseitige Verstehen zu fördern und mit welcher moralischen Einstellung und ethischer Voraussetzung auf beiden Seiten er geführt wird.
    Ein Dialog, der ein wechselseitiges Geben und Nehmen, ein spannungsvoller Prozess zwischen der Offenheit für das Andere und der Entschiedenheit für das Eigene ist, muss mit beiderseitiger Wahrhaftigkeit und Verlässlichkeit geführt werden.
    Wie aber soll das mit Muslimen möglich sein, wenn es im islamischen Glauben eine Verhaltensregel, ja ein Gebot gibt, das man „taqiya“ (arab.: Vorsicht, Verstellung) nennt und das bei der dialogischen Auseinandersetzung praktiziert wird?
    Täuschung und Verschleierung, Lüge und Verstellung sind im Islam, nach diesem Gebot, beim Umgang mit den Ungläubigen nicht nur erlaubt, sondern zwingend vorgeschrieben, wenn es um die „gerechte“ Sache Allahs geht und ein Widerstand bei der Etablierung im fremden Staat und der Ausbreitung des Islam erwächst.
    Dabei wird Allah nicht etwa die „armen“ muslimischen Betrüger, die im Kampf für die „gute“ Sache Allahs zu dieser Haltung veranlasst und gezwungen werden, bestrafen, sondern die ungläubigen Nötiger.
    In der in Deutschland zurzeit noch bestehenden „mekkanischen“ Situation der Schwäche, bedingt durch eine quantitative Unterlegenheit der Muslime, ist Taqiya eine wichtige Strategie und ein Gestaltungsmittel des allzeit gebotenen Djihad, des Kampfes gegen alles Unislamische und des lebenslangen Bemühens um die Ausbreitung des Islams mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.
    In vorbildlicher Weise, das heißt mit höchster Raffinesse und Gemeinheit, wurde dieses Prinzip der Taqiya vom Propheten Allahs vorgelebt. Selbst Schwüre waren für ihn nicht verbindlich, sondern häufig ein Mittel zur Täuschung: „Ja, wenn ich zuerst einen Eid schwöre und später eine bessere Lösung finde, halte ich mich an letzteres“ (Bukhari V, 668).

    Auf welcher ethischen Grundlage der Dialog aufgebaut ist, erklärt der bekannte Moslemführer Nawab-Safavi mit folgenden klaren Worten:
    „Es heißt: Du sollst nicht lügen! Dienen wir allerdings dem Willen Allahs, so gilt ein anderes Prinzip. Er lehrt uns zu lügen, auf dass wir uns in heiklen Situationen retten und unsere Feinde verwirren. Sollten wir ehrlich bleiben auf Kosten einer Niederlage und einer Gefahr für den Glauben? Wir sagen NEIN!“ (Nawab-Safavi, zitiert nach Amir Taheri: „Morden für Allah“; S. 56).
    Unter solchen Bedingungen ist es naiv, beim muslimischen Dialogpartner die gleiche Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit zu erwarten, an die sich die christliche Seite durch das von Gott offenbarte 8. Gebot „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“, verbindlich und uneingeschränkt gebunden fühlt.
    Wie aber sollen andererseits die Muslime das als verlässlich annehmen und Vertrauen zu den christlichen Gesprächspartnern aufbauen, wenn im Koran, ihrem heiligen Buch, welches für sie die absolute Wahrheit enthält, gewarnt wird: „Siehe, schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen…, die, so du einen Bund mit ihnen machst, jedes Mal den Bund brechen…“ (8; 55-56 nach Max Henning), oder: „Oh ihr, dir ihr glaubt, nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden…“ (5; 51 nach Max Henning), oder: „Ihr Gläubigen! Schließt keine Freundschaft mit solchen, die nicht zu eurer Religion gehören. Sie lassen nicht ab, euch zu verführen, und wünschen nur euer Verderben“ (3; 119 nach Ludwig Ullmann)?
    Bei dieser Sachlage kann man einerseits grenzenlose Vertrauensseligkeit und Toleranz bis zur Dummheit auf christlicher Seite konstatieren, und andererseits gut verschleierte Täuschung auf der anderen. „Schon längst hat sich die Einrichtung des `Dialogs` als groß angelegte Veranstaltung der organisierten Täuschung herausgestellt“, die sichtlich zum tragikomischen Versteck- und Possenspiel verkommen ist.
    Virtuos beherrschen die islamischen Vertreter des Dialogs das religiöse Gebot der Verstellung und künden der leichtgläubigen Christenheit die gute Mär, dass Islam Frieden sei, und man glaubt ihnen.

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