Linker Kampf gegen die „rechte“ deutsche Sprache

Manfred Kleine-Hartlage: http://www.pi-news.net/2013/06/antifaschist_innen-sprechen-denglisch/  (4.6.):

Wie das Magazin “Zuerst!” in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, hat das sogenannte “Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes” (DÖW) eine Kampagne gegen den in Wien beheimateten “Verein Muttersprache” losgetreten; dieser Verein widmet sich insbesondere dem Kampf gegen die Flut überflüssiger, unverständlicher und dümmlicher Anglizismen.

“Zuerst!” schreibt:

Wer sich jedoch um die Pflege und Bewahrung der eigenen Kultur bemüht, gerät schnell ins Visier linker Denunzianten und Gesinnungsschnüffler – auch in Österreich. So dauerte es nur wenige Tage, bis der linksliberale Standard unter dem Titel “Sprach-Kampf von rechts außen” den Verein Muttersprache ins Zwielicht rückte. Dieser firmiere nämlich unter derselben Wiener Anschrift wie etwa die Pennale Burschenschaft Ghibellinia zu Wien oder die Österreichische Landsmannschaft (..)

Aber es kommt noch dicker: “Eine Person, die im Vorstand der Landsmannschaft ist, ist auch im Vorstand des Vereins Muttersprache zu finden. Und andere personelle Verbindungen gibt es nachweislich auch”, zitiert der Standard einen namenlosen Mitarbeiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW). Und weil das DÖW die Landsmannschaft als “rechtsextrem” einstuft und einige andere ebenfalls als rechtsextrem titulierte Organisationen den Verein Muttersprache als Kontakt angeben, befindet sich dieser folglich in der “Nähe zum Rechtsextremismus”, wie auch der Kurier plötzlich betonte.

Nun sind wir es ja schon gewöhnt, dass linke Hexenjagd-Organisationen am liebsten jeden, der ihnen nicht passt, komplett aus der Gesellschaft ausschließen würden, möglichst noch aus dem letzten Kaninchenzüchterverein, und dass sie alles daransetzen, angebliche oder wirkliche Rechtsextremisten auch noch um ihren Arbeitsplatz und ihr Bankkonto zu bringen. Man wundert sich geradezu, dass sie noch nicht gefordert haben, ihnen die Benutzung von Parkbänken, Straßenbahnen und Badeanstalten verbieten zu lassen. Hier geht aber um noch etwas Anderes, nämlich darum, den ganzen Verein und vor allem dessen Anliegen der Sprachpflege als “rechtsextrem” zu verschwefeln. Was um alles in der Welt aber …

Gender Mainstreaming ist Ende der neunziger Jahre von der EU als Querschnittaufgabe definiert worden, die in allen Mitgliedsstaaten und auf allen Politikfeldern umzusetzen ist – selbstverständlich, ohne dass man die Bürger nach ihrer Meinung gefragt hätte. Die meisten Menschen wären wohl ziemlich bestürzt, wenn man ihnen sagen würde, dass der Staat eine Politik der Geschlechtergleichmacherei, ja der systematischen Verzwitterung des Menschen [*] verfolgt. So ungefähr müssten nämlich die deutschen Bezeichnungen für diesen Vorgang lauten. Da bleibt man als Politiker doch lieber bei Gender Mainstreaming.

Der Kampf um die Sprache ist ein Kampf um Freiheit, gegen totalitäre Anmaßung und gegen die Manipulierbarkeit des Bürgers. Und da die Bedrohung der Freiheit, die Anmaßung und die Manipulation von links ausgehen, hätte der Standard, wenn er diesen Kampf einfach einen “Sprach-Kampf von rechts” genannt hätte, sogar die Wahrheit gesagt. Wenn auch nur versehentlich.

* Anmerkung: Volker Zastrow spricht 2006 von politischer Geschlechtsumwandlung.

Dieser Beitrag wurde unter Kampf gegen rechts abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.