Kein Bedarf an Kleinstkinder-Betreuungsplätzen!

http://www.andreas-unterberger.at/2013/06/die-menschen-und-jobverachtende-linke-und-die-ebensolche-wko/  (12.6.):

… Und nun zur WKO: Die Wirtschaftskammer regt sich mit Hilfe des Universitätsprofessors Mazal allen Ernstes darüber auf, dass bei den Kinderbetreuungsplätzen für Kinder unter eineinhalb Jahren (=18 Monate!) „große Versorgungslücken“ bestehen. Die WKO würde offensichtlich am liebsten Kinder schon im Kreißsaal in die staatliche Betreuung abschieben. Dass die Aussage von einer Frau und einem Universitätsprofessor kommt, ändert an ihrer Blödheit gar nichts.

Ein guter Tipp: Vielleicht sollten die beiden auch einmal mit Frauen reden, die kleine Kinder haben. Dann kämen sie darauf, dass an solchen Kleinstkinder-Betreuungsplätzen absolut kein Bedarf besteht. Aber freilich: Wie sollte eine KMU-Gewerkschaft wie die WKO auch draufkommen, dass eigentlich allein die Nachfrage entscheidend sein sollte. Und nicht irgendeine abstrakte Prozentvorgabe von realitätsfremden EU-Bürokraten. …

Inger kommentiert verständlicherweise bestürzt und wütend:

„…..dass bei den Kinderbetreuungsplätzen für Kinder unter eineinhalb Jahren (=18 Monate!) „große Versorgungslücken“ an Kinderbetreuungsplätzen bestehen.“

Ich frage mich, wo die Herrschaften ihre Weisheiten her haben. Von den Müttern und Vätern, die sich wirklich zu ihren Kindern bekennen, diese bewusst und gewollt in die Welt gesetzt haben, sicher nicht. Kein Vater, keine Mutter mit Gewissen wünscht sich einen „Kinderbetreuungsplatz“ für so ein kleines Wesen. So ein kleines Kind braucht die Geborgenheit einer Familie und keinen Kinderbetreuungsplatz. Ich wünsche mir, dass einer von denen, der solche Weisheiten von sich gibt, das einmal in der Praxis vorführt. Ein Kleinkind täglich zum Kinderbetreuungsplatz zu bringen ist eine Tortur, sowohl für den Bringenden als auch das gebrachte Kind. Allein schon das Wort „Kinderbetreuungsplatz“ verursacht mir persönlich einen Brechreiz und erinnert mich verdammt an DDR-Zeiten.

Vielleicht bin ich altmodisch und kleinkariert, aber ich hätte mir nie und nimmer vorstellen können, meine Kinder unter drei Jahren täglich irgendwohin zu bringen. Gerade in diesen ersten drei Jahren werden die Weichen gestellt.

Kindergarten von drei bis sechs, warum nicht, aber sicher nicht drei Jahre verpflichtend.

Und überhaupt, was soll diese Gleichmacherei? Jedes Kind ist ein Individuum und soll nach seinen persönlichen Veranlagungen und Möglichkeiten gefördert und gefordert werden, aber nicht im Babyalter sozusagen zwangsweise in ein Erziehungsmodell gepresst werden, das auf Gleichmacherei hinausläuft. Wer kann sich in so einer Bewahranstalt (erinnert mich an Zeiten, wo man im Sommer den Pelz zum Kürschner zur Aufbewahrung gebracht hat, dass ihm nichts passiert) individuell um jedes Kind kümmern? Geht nicht, da müssen Regeln eingehalten werden, sonst können die Betreuungspersonen den Alltag nicht bewältigen. Das kann und darf es nicht sein.

Manche Eltern sind aus den diversesten Gründen ohnehin gezwungen, ihre Kinder zu früh aus dem Haus zu geben, damit sie überleben können, aber das darf man nicht allen Eltern verordnen. Jeder Vater, jede Mutter muss die Möglichkeit haben, die wichtigen ersten Jahre mit dem Kind so zu verbringen, wie er/sie es für richtig und wichtig hält und nicht, wie irgendwer es verordnet. Es steht keinem Staat zu, so in das Familienleben einzugreifen. Noch leben wir in einem Land, in dem eine gewisse Freiheit gewährleistet sein sollte!

Peter Pitzinger: http://commentariusbrevis.wordpress.com/2013/06/12/wer-braucht-heute-noch-die-bundeslander/:

Kürzlich fand in der Wirtschaftskammer Österreich ein Symposium über die Kinderbetreuung von unter dreijährigen Kindern statt. Den Tenor gaben schon die Eröffnungsworte der Generalsekretärin vor: die Wirtschaft benötigt mehr Kleinkinderbetreuung, denn aufgrund des Geburtenmangels gäbe es einen Fachkräftemangel und die Mütter werden an der Werkbank benötigt. …

Ergänzung 23.6.2013:

http://www.leonore.at/2013/06/50-stunden-woche-bei-3-wochen-jahresurlaub/  (13.6.)

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