Situation der Kirche in Österreich

In einer umfassenden, sehr lesenswerten Analyse referiert Wolfram Schrems die dustere Lage der Kirche in Österreich.
Wolfram Schrems: http://www.andreas-unterberger.at/2013/07/ein-sittenbild-der-katholischen-kirche-in-osterreich/  (6.7.):

Einige lokalkirchliche Ereignisse der jüngsten Zeit:

Die unter großen Mühen renovierte Pfarrkirche Neulerchenfeld soll ohne zwingenden Grund an die serbisch-orthodoxe Kirche verschenkt werden, die Pfarre soll aufgelöst werden. Petitionen der Gläubigen werden von Kardinal Schönborn nicht angenommen.

Ein katholischer Referent wird aufgrund islamischen Drucks von einer Podiumsdiskussion der „Langen Nacht der Kirchen“ am 24.05.13 ausgeladen. „Nacht der Kirche“ – wie treffend.

Wenige Tage zuvor erklärt Kardinal Schönborn bei einer ziemlich skurrilen Veranstaltung  gegenüber den Vertretern des internationalen Großkapitals bzw. des internationalen Grün-Marxismus submissest, dass die „Ursünde Europas“ im „Nationalismus“ bestehe. Also nicht der Abfall von Gott ist die „Ursünde“, auch nicht der legale Massenmord an den Ungeborenen oder der systematische Angriff auf Ehe und Familie, sondern der „Nationalismus“. Ausgerechnet.
http://www.dersonntag.at/news/articles/2013/05/22/a7258/print

Bei einem Besuch in Großbritannien erklärt Kardinal Schönborn, dass der Staat homosexuelle Partnerschaften schützen müsse. Was bei …

Ergänzung 18.7.2013:

Während der Gastkommentar von Wolfram Schrems bei Andreas Unterberger nur mehr für Abonnenten zugänglich ist, wurde er nunmehr auch bei Katholisches.info veröffentlicht:
http://www.katholisches.info/2013/07/18/der-rucktritt-des-papstes-der-verrat-des-kardinals-und-das-kasperl-und-krokodil-syndrom-ein-sittenbild-der-katholischen-kirche-in-osterreich/

Ergänzung 21.7.2013:

Nun nimmt auch Unterberger selbst Stellung:
http://www.andreas-unterberger.at/2013/07/eine-kirche-atomisiert-sich/  (20.7.):

Helmut Schüller versucht gerade bei einer USA-Reise Werbung für sich und seine neue Religionsvariante zu machen. Wobei sich interessante Diskrepanzen zu seiner Rolle in Wien zeigen.

In Österreich sind die expliziten Ankündigungen von Kardinal Schönborn, gegen Schüllers Ungehorsams-Initiative vorzugehen, nämlich längst in Vergessenheit geraten. Hier ist Schüller vielmehr regelmäßiger Kolumnist der – dem Kardinal direkt unterstellten! – Kirchenzeitung sowie Hochschulseelsorger (neben seiner Rolle als Pfarrer). Damit kann der Mann international eine sehr autoritativ wirkende Basis für seine Thesen vorweisen. Dank Schönborn.

In Amerika wie zuvor in Deutschland hingegen haben katholische Diözesen Schüller ein Auftrittsverbot erteilt, weil er mit seinen Forderungen nach Priesterinnen usw. der katholischen Lehre – unter welchem Papst immer – wesentlich widerspricht. Das änderte natürlich nichts daran, dass Schüller andere Auftrittsplattformen findet. Sind doch insbesondere die USA das Land der Welt mit den meisten Sekten und Religionsvarianten. Wobei freilich in den letzten Jahren nicht die linken Varianten nach Schüller’scher Art Zulauf finden, sondern die eher – oder ganz – konservativen.

An Hand der Person von Schüller fragt sich der Laie freilich so manches: Wie viele katholische Kirchen, wie viele katholische Sekten gibt es eigentlich? Und wer wird auch nur irgendeine Ankündigung, Warnung oder Androhung des Wiener Erzbischofs noch ernst nehmen?

Irgendwie muss es zweifellos auch Nichtchristen leid tun, wie sehr sich die einst so selbstbewusste Kirche selbst zertrümmert, die ja einst ein tragendes Fundament unserer Kultur und Identität geschaffen und dargestellt hat.

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9 Antworten zu Situation der Kirche in Österreich

  1. Helmut Zott schreibt:

    Für die Katholische Kirche besteht die fundamentale geistige Verirrung in der Verkennung des Islams. Sie besteht konkret darin, dass sie in den Dokumenten „Nostra aetate“ und „Lumen gentium“ des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965) den islamischen Allah unmissverständlich als identisch mit dem dreieinigen Gott der Christenheit erklärt und diese Auffassung zum Glaubensinhalt erhoben hat.
    Diese Gleichsetzung hat Dogmencharakter erlangt, weil die Katholische Kirche gleichzeitig festlegte, dass ein Zurückgehen hinter die Aussagen des Konzils als Abfall von der Lehre der Kirche und von der Kirche selbst zu gelten habe.

    Die folgenden Punkte a bis d sollen das belegen:
    a ) Der entscheidende Satz aus dem Dokument
    „Nostra aetate“ des Konzils lautet:
    „Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslime, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde, der zu den Menschen gesprochen hat“ (Art.3).
    b ) In dem Dokument „Lumen gentium“ kommt die Identität von Allah und dem Christengott in der folgenden Passage zum Ausdruck:
    „Der Heilswille umfasst aber auch die, die den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslime, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird“ (Kap.16).
    c ) Papst Johannes Paul II. hat in seinen öffentlichen Äußerungen die Konzilsaussagen stets bestätigt, wie das auch im folgenden Zitat aus ‚Der Dialog ist heute nötiger denn je!’ von Mattias Kopp zum Ausdruck kommt:
    „Vor allem war es die Reise des Papstes nach Marokko (19. bis 20. August 1985), die mit seiner Rede vor mehr als 100 000 muslimischen Jugendlichen im Sportstadion von Casablanca zu einem historischen Meilenstein wurde.
    In Erinnerung an das Erbe der abrahamitischen Religionen betonte der Papst:
    ´Wir glauben an denselben Gott, den einzigen, den lebendigen, den Gott, der die Welten schafft und seine Geschöpfe zur Vollendung führt …. Deshalb komme ich heute als Glaubender zu euch´“.
    d ) In der Arbeitshilfe der Deutschen Bischofskonferenz „Christen und Muslime in Deutschland“ vom Jahre 2003, ist zu lesen:
    „Christentum und Islam stellen zwei verschiedene Zugänge zu dem selben Gott dar“.

    An Stelle einer notwendigen päpstlichen Warnung und eines aufklärenden Hinweises auf die Gefahr des Islams mit seiner antichristlichen und antidemokratischen, mit seiner menschenverachtenden und die Menschenrechte verletzenden Machtideologie, küsste Papst Johannes Paul II. demonstrativ eine grüne Prachtausgabe des Korans („L´Orient et le jour“ vom 14.05.1999), inhaltlich das Handbuch des islamischen Terrorismus unserer Tage;
    verneigte sich 1979 „in Ehrfurcht“ vor dem Massenmörder Khomeini;
    umarmte 1993 den Massenmörder Turabi;
    flehte im „Heiligen Jahr“ 2000 Johannes den Täufer an, „den Islam zu behüten“;
    und mahnte nach dem Terrorakt am 11. September 2001 „Respekt vor dem ‚authentischen’ (und das soll heißen friedlichen) Islam“ an.

  2. Helmut Zott schreibt:

    Während sein Vorgänger Papst Johannes Paul II., den er selig gesprochen hat, das Buch abküsste, empfindet Papst Benedikt XVI. dem Koran gegenüber die Ehrfurcht, die dem heiligen Buch einer großen Religion gebührt. Und ‚Seine Heiligkeit’ forcierte inzwischen die Veröffentlichung der „drei Heiligen Bücher der monotheistischen Religionen“, zu denen auch der Koran zählt.

    Heute betreibt die Katholische Kirche den gleichen Verrat am Christentum und an ihren Gläubigen wie sie es seinerzeit im Dritten Reich getan hat. Realitätsresistent und erkenntnisblind verbindet sie sich wie damals mit ihrem Todfeind und führt die Gläubigen in die Irre und ins Verderben.

    Die Karmelitin Edith Stein (1891 – 1942) hat im Jahre 1933 in einem Brief an Papst Pius XI. die Verhältnisse in Deutschland angeklagt und vor den Gefahren des heraufziehenden Nationalsozialismus vergeblich gewarnt. Mit „tödlicher Sicherheit“ prophezeite sie, wie das Dritte Reich mit Andersdenkenden und Juden umgehen wird.
    Die deutschen Bischöfe und der Papst haben das ignoriert. Ihr Ersuchen um eine Audienz beim Papst lehnte dieser ab.

    Für seine Bemühungen und das Zustandekommen des Konkordats am 20. Juli 1933 erhielt Adolf Hitler den Christus-Orden, die höchste päpstliche Auszeichnung für Staatsmänner (Marius Baar: „Zeitbomben der Weltgeschichte“, S. 99).

    Weil Edith Stein Jüdin war, wurde sie von den Nationalsozialisten im August 1942 in den Gaskammern des Vernichtungslagers Auschwitz ermordet.

    Wir stehen heute in Deutschland vor der Etablierung und Umsetzung einer als Religion getarnten Eroberungsideologie und vor einer ähnlichen Situation wie damals, aber es wird jede Warnung vor dem heraufziehenden Ungeist des Islams auf taube Ohren stoßen und vergeblich sein.
    Die Kirche versagt heute wieder.

    Wenn sich der satanisch-böse Geist ein braunes Hemd überzieht, oder sich in das Mäntelchen einer Weltreligion einhüllt, ist offenbar das Erkenntnisvermögen der Kirchen und der gesamten westlichen Welt restlos überfordert.

  3. Helmut Zott schreibt:

    Hätte Benedikt XVI. bei seiner Regensburger Vorlesung am 12. September 2006 den byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaeologos nicht nur zitiert, sondern hinzugefügt, dass dessen Aussage über Mohammed den historischen Tatsachen entspricht und dies auch seine Meinung sei, dann wäre dies ein mutiger Schritt zur Wahrheit hin gewesen.

    Diesen mutigen Schritt hat er nicht getan, vielmehr in seinen Anmerkungen zu seiner Regensburger Rede unter anderem das Folgende formuliert und veröffentlicht:
    „Dieses Zitat ist in der muslimischen Welt leider als Ausdruck meiner eigenen Position aufgefasst worden und hat so begreiflicherweise Empörung hervorgerufen. Ich hoffe, dass der Leser meines Textes sofort erkennen kann, dass dieser Satz nicht meine eigene Haltung dem Koran gegenüber ausdrückt, dem gegenüber ich die Ehrfurcht empfinde, die dem heiligen Buch einer großen Religion gebührt. Bei der Zitation des Texts von Kaiser Manuel II. ging es mir einzig darum, auf den wesentlichen Zusammenhang zwischen Glaube und Vernunft hinzuführen. In diesem Punkt stimme ich Manuel zu, ohne mir deshalb seine Polemik zuzueignen.“

    Würde Papst Benedikt XVI. den Koran kennen, könnte er dem heiligen Buch entnehmen und erfahren, dass den Muslimen der Kampf gegen die Ungläubigen von Allah anbefohlen wird, sowohl der mit der Waffe in der Hand, was durch das arabische Wort „qital“ ausgedrückt wird, als auch der mit einem Gesamteinsatz von Zeit, Kraft, Geld und Leben für die Sache Allahs, was der arabische Terminus Djihad ausdrückt.
    „Der Kampf mit der Waffe (qital) ist für euch (Muslime) vorgeschrieben, obwohl er euch zuwider ist“, lesen wir im 216. Vers der 2. Sure.
    Zweifellos sind die Aussagen des Korans letztlich die Ursache der radikalen Erscheinungen des Islams und des islamischen Terrorismus unserer Tage.
    Auch wird der Weltmachtanspruch, wie er heute wieder besonders laut wird, mit der Aussage Mohammeds begründet, dass er von Allah, und mit ihm alle Muslime in der Nachfolge, angewiesen wurde, die Menschen zu bekämpfen, bis sie alle Muslime geworden sind, oder sich dem Islam unterworfen haben.
    Der Gott, zu dem der Papst betet, und der nach den Angaben des II. Vatikanischen Konzils mit Allah identisch ist, hat in der 3. Sure des heiligen Korans seinen Gesandten zu verkünden beauftragt:
    „Sprich zu den Ungläubigen (zu denen auch der Papst gehört): Ihr sollt besiegt und in die Hölle verstoßen werden und dort eine unselige Lagerstätte haben“ (3; 13 nach Ludwig Ullmann).

    • Carolus schreibt:

      Ja, da muss ich wohl zustimmen.
      Allerdings war nach den Geiferreaktionen auf die Regensburger Rede wohl Beschwichtigung angesagt; sonst hätte es sicher noch mehr tote Christen in den islamischen Ländern gegeben.

      Ich hätte auch gemeint, Ratzinger kennt den Koran;
      siehe http://www.pi-news.net/2010/12/joseph-kardinal-ratzinger-ueber-den-islam/ (24.12.2010)
      (Salz der Erde; die angegebenen Seitenzahlen stimmen mit meiner Ausgabe nicht mehr überein, aber der Text ist identisch.)

      • Helmut Zott schreibt:

        In dem von Ihnen angeführten Artikel auf PI vom 24. Dez 2010 sagt Kardinal Joseph Aloisius Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI. im Gespräch mit dem Journalisten Peter Seewald folgendes:

        „Der Bombenterror extremistischer Muslime bringt den Islam heute immer wieder in Verruf, und auch in Europa wächst die Angst vor den mörderischen Fanatikern.“
        Und weiter:
        „Es gibt einen »noblen« Islam, den zum Beispiel der König von Marokko verkörpert, und es gibt eben den extremistischen, terroristischen Islam, den man aber auch wieder nicht mit dem Islam im ganzen identifizieren darf, da würde man ihm auf jeden Fall unrecht tun.“

        Papst Benedikt XVI. unterscheidet den „Islam“ vom „Islamismus“, beziehungsweise „Terrorismus“. Er hat den Islam nicht verstanden.

      • Carolus schreibt:

        Lieber Herr Zott,
        tun S’ mir doch das nicht an und versenken S’ mir nicht den letzten Leuchtturm meiner Hoffnung! 😉
        Nun ist mir letztens Kaisersohn Otto, für mich seinerzeit ein Ehrenmann, durch seine gemeinsame Sache mit Coudenhove-Kalergi (siehe https://kreidfeuer.wordpress.com/2011/07/10/coudenhove-kalergi-praktischer-idealismus/) in ein ordentlich schiefes Licht geraten, und nun kommen Sie daher und kratzen an meinem schönen Benedikt-Bild…

        Allerdings: Wir als mehr oder weniger versteckte Islamkritiker tun uns leicht zu zitieren: „Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam“ usw. Der Papst hingegen kann nicht so mir nichts dir nichts dem Islam den Krieg erklären, ohne zumindest die Katholiken zu gefährden.

        Und: Ich kann auch nicht der Anklage zustimmen, die katholische Kirche hätte seinerzeit Verrat am Christentum im Dritten Reich begangen. Mir fallen da z. B. ein „Mit brennender Sorge“ und Kardinal von Galen; auch ist Kardinal Innitzer damals für sein Anbiedern von Rom gemaßregelt worden. Im Rückblick ist halt auch leicht urteilen.

        Im Übrigen ist für mich nicht der Islam das Hauptproblem, sondern die transatlantischen Globalisten, die uns den Islam (neben Familien-, Nationen- und Religionszerstörung) einbrocken.
        Siehe dazu meine Kreidfeuer-Leitgedanken.

  4. Helmut Zott schreibt:

    Carolus schreibt am 2013/07/08 um 17:50:
    “ ….. und nun kommen Sie daher und kratzen an meinem schönen Benedikt-Bild …. “
    Ich werde Ihnen den Gefallen tun und Ihre Seite künftig meiden.
    Das ist kein Problem für mich.

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