Staat beutet Familien aus

Kostas Petropulos: http://www.tagesspiegel.de/meinung/gastbeitrag-der-staat-verdient-an-den-familien/8461554.html  (7.7.):

Teuer und ineffizient ist die Familienpolitik — das bescheinigten der Bundesregierung unabhängige Experten. Doch nicht nur das: Netto zahlen Familien trotzdem drauf, sagt unser Gastautor.

… Eltern und Kinder leben eben nicht in dem seit Jahrzehnten statistisch gemalten Familienparadies, das sie pro Jahr mit über 200 Milliarden Euro überschüttet.

In der deutschen Wirklichkeit sind Kinder das Armuts- und Berufsrisiko Nummer eins. Und zwar nicht, weil das viele „Fördergeld“ falsch verteilt wird. Sondern weil der Staat es sich wieder zurückholt und unterm Strich sogar bei den Familien kräftig abkassiert – über die Lohn-, Umsatz- oder Ökosteuer und vor allem die gesetzliche Rente. Bekanntlich häuft die keine Rücklagen an, sondern nur Ansprüche, die auf dem Papier stehen. Zahlen müssen die heutigen Kinder. Auch für diejenigen, die sich durch Nachwuchsverzicht nicht mehr am angeblichen Generationenvertrag beteiligen. Noch als amtierende Bundesfamilienministerin hatte deshalb Ursula von der Leyen 2006 eingeräumt, dass Familien ihre vermeintliche Förderung zu 54 Prozent aus eigener Tasche mitbezahlen. Am Ende verdient der Staat laut dem Münchner ifo-Wirtschaftsforschungsinstitut im Laufe des Lebens pro Kind mindestens 77.000 Euro. Der Nachwuchs ist tatsächlich kein Kostenfaktor, sondern eine sprudelnde Einnahmequelle.

… Laut dem Stressreport 2012 werden Vollzeitbeschäftigte und Frauen in den weiblichen Zukunftsjobs im Bereich Gesundheit, Bildung und Betreuung überdurchschnittlich oft Opfer von Überlastung. Kein Wunder, wenn Kinder aus Zeitmangel so für immer mehr Paare vom Glücks- zum Stressfaktor werden. Eine Abschreckung für jeden, der sich eigentlich Nachwuchs wünscht.

Das expertengestützte „Patentrezept“ der Politik lautet jedoch unverdrossen: mehr und frühe organisierte (Ganztags)betreuung für die Kleinsten. Schließlich braucht die schrumpf-alternde Republik nicht nur den ganzen Mann, sondern jetzt auch die ganze Frau. Arbeitsmarkt- statt Familienpolitik lautet die Devise.

Das alles ist nichts anderes als ein Programm zur Förderung der Kinderlosigkeit. Ohne Nachwuchs braucht man weder einen wirtschaftlichen noch einen beruflichen Absturz zu fürchten und die nervenaufreibende Frage, wohin das Kind wegorganisiert werden soll, stellt sich gar nicht mehr. Zu guter Letzt kann man dabei noch auf zwei volle Sozial- und Riesterrenten hoffen. Ohne Kinder lebt sich’s hierzulande einfach besser.

So schafft unsere Gesellschaft todsicher ihre eigene Zukunft ab.

Der Autor leitet das „Heidelberger Büro für Familienfragen und soziale Sicherheit“.

(Gefunden via: Bärbel Fischer: http://www.freiewelt.net/der-staat-verdient-kraeftig-an-familien-10003547/  (9.7.))

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Eine Antwort zu Staat beutet Familien aus

  1. Dörflinger André schreibt:

    Familien-abschaffung in West-Europa !?!
    Wieso, auch da, nicht Klardeutsch schreiben? Das Problem liegt doch bei der Eva-lutionär immer kopflastig werdenden Frauengattung, die wenn sie doch in den späten Dreissigerjahren einen „Prinzen“/eine „Prinzessin“ gebiert, diese auch nur wieder „studieren“ müssen, der Irrlauf seither seine verheerende Spur legt. Schon heute beruht der jährliche Bewohnerüberschuss (nicht: Einwohner….=) der Schweiz 1 Promille der Weltbevölkerung, d.h. 80’000 / 80 Mio nur auf Einwanderung.Drum, zu wenig eingeborene Neugeburten > immer weitere Tür- und Türöffnung der ungedämmten Einwanderung, alles im Sinne der klammheimlich geförderten Um-volkung West-europas seit den 1970-er Jahren, wo in fernen Jahrzehnten die heutigen Ur-Einwohner die „Ausländer“ sein werden, zu diesem Zweck der Begriff „Ausländer“ dannzumal beschönigend umgetauft sein wird. Zur Altenpflege wirds dann die akkubetriebenen Roboter geben und die ersten Reisen auf Mond > Mars. Vielleicht aber auch ein Massensterben wie zur Zeit der Pest im 14.- bis 17. Jhdt. verbunden mit wieder kürzerer Lebensdauer des Menschen. Jedes Weltreich hat nun mal seine Ablaufzeit, bei unserem westlichen sind die Tage wirklich angezählt.

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