Helmut Kohl 1982: Türkenvielzahl nicht assimilierbar

http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/1437598/Helmut-Kohl-verteidigt-Aussage-zu-Tuerken  (2.8.):

Der deutsche Altbundeskanzler bestätigt, dass er vor 30 Jahren forderte, die Zahl der in Deutschland lebenden Türken zu halbieren.

… Seine damalige Aussage, er wolle die Zahl der in Deutschland lebenden Türken halbieren, sei damals auch in Deutschland bereits „Teil einer hinreichend und breit geführten Debatte zur Ausländerpolitik“ gewesen, heißt in einer am Freitag von seinem Berliner Büro verbreiteten Erklärung.

… Kohl habe kurz nach seiner Amtsübernahme im Jahr 1982 die Hälfte der in Deutschland lebenden Türken nach Hause schicken wollen. In einem Gespräch mit der damaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher habe er gesagt, es sei unmöglich, die Türken in ihrer gegenwärtigen Zahl zu assimilieren. Der Erklärung seines Büros zufolge ist Kohls damalige Position in dem britischen Papier korrekt wiedergegeben. Ob er auch heute noch zu seiner damaligen Meinung steht, blieb jedoch offen. „Herr Bundeskanzler a. D. Dr. Helmut Kohl wird sich in der aktuellen Debatte nicht weiter äußern“, hieß es. …

… Zuspruch erhielt er hingegen von Berlins Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin. „Heute sind die Integrationsprobleme eines großen Teils der muslimischen Migranten in Europa zwar in aller Munde, werden aber von der Politik gerne weiter öffentlich geleugnet oder verniedlicht“, so der streitbare Sarrazin.

Ergänzung 4.8.2013:

http://www.sueddeutsche.de/politik/britische-geheimprotokolle-altkanzler-kohl-steht-zu-aeusserung-ueber-tuerken-1.1737690  (2.8.):

Spiegel Online hatte zuvor über ein Gesprächsprotokoll berichtet, das die Aufzeichnungen des Privatsekretärs von Großbritanniens Premierministerin Margaret Thatcher von einem Treffen mit Kohl am 28. Oktober 1982 enthält. In dem nach Ablauf der Geheimhaltungsfrist nun öffentlich zugänglichen Protokoll schrieb der Privatsekretär, Kohl habe gesagt, „über die nächsten vier Jahre werde es notwendig sein, die Zahl der Türken um 50 Prozent zu reduzieren – aber er könne dies noch nicht öffentlich sagen“.

Kohl begründete seine Überlegungen laut Protokoll damit, dass es unmöglich für Deutschland sei, „die Türken in ihrer gegenwärtigen Zahl zu assimilieren“. Deutschland habe kein Problem mit Portugiesen, Italienern, „selbst den Südostasiaten“. Die Türken kämen jedoch aus einer „andersartigen Kultur“. Als Beispiele für das „Aufeinanderprallen zweier verschiedener Kulturen“ nannte Kohl laut Spiegel Online Zwangsehen und Schwarzarbeit der Türken. …

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