Von Krippen- und anderen Kindern

Marie Luise Schellen: www.freiewelt.net/wird-die-traditionelle-familie-von-der-politik-als-auslaufmodell-eingestuft-10006563/  (7.8.):

Eugen Richter hat bereits 1891 in seinen „Sozialdemokratischen Zukunftsbildern“ darauf hingewiesen, dass sozialdemokratische Politik für jeden etwas zu bieten hat: Kinder und Alte werden flächendeckend in staatliche Erziehungs- und Versorgungsanstalten gebracht.

Arbeitsfähige Männer und Frauen müssen möglichst ohne Ausnahme arbeiten, um die sozialdemokratische Umverteilungsmaschine sowie die Beamten und Politiker an deren Hebeln zu bedienen. Hier wird die Allmacht des Staates praktiziert.

Das Konzept von Renate Schmidt (SPD), alle Kinder sollen in die Krippe, hat Frau von der Leyen 2007 umgesetzt mit dem Satz: „Wir werden das Land verändern“

Es ist nicht der Zeitgeist, der die Familien brüchig werden lässt, sondern die verfehlte Politik mit nach wie vor sozialistischen Wunschträumen. Alle Eltern und Familien werden unter Generalverdacht gestellt, ihre Kinder nicht erziehen zu können.

Walter Braun, Psychologe. Zitat:

„Fremdbetreuten Kindern fehlt die Erfahrung, von besonderer Bedeutung zu sein. Sie lernen, dass sie auf Aufmerksamkeit warten müssen. Freundliches Lächeln, Augenkontakt und das Gefühl umsorgt zu sein in der Familie und besonders bei der Mutter, erzeugen Wohlbehagen und formen den Gehirnbereich, der in den ersten Jahren für ein reife Sozialentwicklung entscheidend ist“.

Kinder vom zweiten bis dritten Lebensjahr können sich einer ständigen Unruhe und Geräuschkulisse und wechselnder Bezugspersonen in den Kitas nicht erwehren.

Zwölf Milliarden Euro werden für die staatlichen Krippenplätze bereitgestellt, ein Krippenplatz kostet monatlich 1000,– Euro. Die Wahlfreiheit für die häusliche Betreuung (monatlich 100,– Euro) wurde als sozialpolitische Katastrophe abgelehnt.

Für Problemfamilien und Mütter, die nicht auf die berufliche Tätigkeit verzichten wollen, sind Krippenplätze eine Lösung. Wahlfreiheit bedeutet jedoch: drei Jahre monatlich 500,– Euro. Diese Wahlfreiheit ist von der übergroßen Mehrheit der Familien gewünscht.

Anderen Ländern ist die elterliche Betreuung der Kinder unter drei Jahren mehr wert.

Drei Jahre lang gibt es in Finnland dafür fast 330 Euro, in Frankreich zwischen 300 und 560 Euro Erziehungsgeld (gestaffelt nach Einkommen und Teilzeitarbeit). Vergleichbare Leistungen gibt es in Österreich, Norwegen und seit 2008 auch in Schweden. Auch in Deutschland gab es seit 1986 ein Erziehungsgeld (300 Euro); das 2007 aber dem Elterngeld weichen musste. Mit der Elterngeldreform begünstigte die Politik Besserverdiener, die für zwölf Monate bzw. 14 Monate (incl. Vätermonate) 67 % ihres Bruttomonatsverdienstes erhalten.

Wenn das Betreuungsgeld zu teuer sein sollte, wie lassen sich dann noch die vier Milliarden jährlich für das Elterngeld rechtfertigen? Es zu streichen wäre nur konsequent!

Seit 2008 ist nach vielen Reformen heute die Ehe im Kern ein Vertrag, der, wenn das jüngste Kind drei Jahre alt ist, auf Antrag eines Partners ohne Einwilligung des anderen Partners geschieden werden kann. Die Ehefrau ist nach der Scheidung auf sich gestellt, so als hätte die Ehe nie bestanden. Nach dem sozialistischen Prinzip ist sie gezwungen, das Kind oder mehrere Kinder in die staatliche Fremdbetreuung zu geben, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Hier ging kein Ruck, sondern eine Erschütterung durchs Land. Die bislang bröckelnde, traditionelle Familie wurde nun vollends zerstört. Professor Kirchhof sagte am 15.4.2008 in einem Vortrag bei Schott, dass dieser Paradigmenwechsel verfassungswidrig sei.

Ist die Unsicherheit der „modernen Ehegesetze“ nicht ein, sondern sogar der entscheidende Grund dafür, dass die Frauen heute lieber in ihre eigene Karriere investieren als Kinder zu bekommen; als notwendige Versicherung für eine sehr leicht gemachte Scheidung?

Am 13. Sept. 2008 schreibt Prof. Dr. Dr. Felix-Rüdiger G. Giebler:

Homo ludens.
Die Kinder von heute haben ihr Paradies verloren, die spielende Entdeckung der Welt. Der kindliche Eroberer der Welt, der über Spielfreude, Begeisterung und Staunen möglicherweise den Sinn des Lebens erfährt, ist morgen der in sich ruhende Erwachsene.

Vor der Bildung steht die Bindung.

Ergänzung:

Bärbel Fischer: http://www.freiewelt.net/warum-war-jesus-so-erfolgreich-10006516/  (7.8.):

Die Antwort auf diese rhetorische Frage, mit welcher der Sozialbürgermeister der Stadt Konstanz sein Plädoyer für den Ausbau der Krippenplätze beschloss, gab er sich selbst: “Weil er so früh einen Krippenplatz hatte!” (Südkurier, 2. August 2013)

Instinktlos, ideologisch oder blasphemisch? Mit Sicherheit exhibitionistisch.

Manche Leute können es einfach nicht lassen, ihre Dummheit öffentlich zur Schau zu stellen.

Beitrag erschien zuerst auf: familiengerechtigkeit-rv.info

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Eine Antwort zu Von Krippen- und anderen Kindern

  1. heureka47 schreibt:

    „Bindung“ aus wissenschaftlicher Sicht ist EIN-dimensional (siehe auch Marcuse: „Der eindimensionale Mensch“). In der Realität soll aber Bindung mehr als dreidimensional sein: Nicht nur in die drei Richtungen der drei räumlichen Dimensionen, sondern in ALLE Richtungen, überallhin – ins ganze Universum.

    Der GANZE Mensch (siehe das gleichnamige Buch von Martin Dammholz) erkennt sich verbunden mit dem GANZEN Universum, mit ALLEM SEIN; erkennt sich als integrales, gleich“berechtigtes“ Teil des „Großen Ganzen“.

    Auch aus dieser Sicht wird klar, daß die (cartesianische, auf das „Grobstoffliche“, die „Materie“, beschränkte Wissenschaft uns nicht aus der seit über 10.000 Jahren grassierenden Krankheit / Krise führen kann. Diese beschränkte Wissenschaft ist selbst eine Ausgeburt der „Krankheit der Gesellschaft“, der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“.
    Der einzige Ausweg, den Untergang und das an letzter Position wartende Aussterben zu vermeiden ist die GRUNDLEGENDE Heilung der Krankheit – die man auch die „Weltuntergangskrankheit“ nennen könnte. Der „Weltuntergangsprozeß“ begannn mit dem „zivilisatorischen Prozeß“, mit der „Entfremdung“ vom WAHREN Menschsein.

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