Nein zur Mode Kinderlosigkeit!

http://www.katholisches.info/2013/08/08/no-childfree-life-papst-franziskus-nein-zur-gewollten-kinderlosigkeit/:

„Hurra wir sterben aus“: Childfree Life heißt der neue relativistische Modekult. Kinder sollen durch Schwangerschaft nicht den weiblichen Körper „entstellen“, sollen bei der Geburt keine Schmerzen verursachen und schon gar nicht den Lebensrhythmus, Karrierepläne oder Investitionen in das eigene Ego durcheinanderbringen. Kinder sind „lästig“. Und weil dem so ist, läßt sich Europa schon längst die Kinder von weniger „entwickelten“ Frauen und Männern in der Dritten Welt zur Welt bringen und aufziehen, um sie dann im Erwachsenenalter, gewissermaßen fix und fertig, als Arbeitskräfte zu importieren. Import-Export-Demographie zur Auffüllung des eigenen Kindermangels, denn leere Wiegen heute bedeuten leere Schulbänke morgen und fehlende Arbeitskräfte und werdende Mütter übermorgen. Das lernt man eigentlich schon in der Grundschule, doch viele haben schon dort nicht genau aufgepaßt. Findige PR-Strategen wußten es schon immer: Man muß Negatives nur verbal in Positives umprogrammieren, zum Beispiel eine Mode daraus machen.

Um die Mode Kinderlosigkeit (nicht um des Himmelreiches willen, sondern des nächsten Urlaubs wegen) griffig den Lesern zu vermitteln, bot der Corriere della Sera, Italiens wichtigste Tageszeitung, am 6. August sogar Papst Franziskus als Kronzeugen auf. Zitiert wurden zwei Aussagen des Papstes: Die Hirten „haben nicht das Recht, sich in die privaten Dinge von irgendwem einzumischen“. Und: „Wer bin ich, um einen Homosexuellen zu verurteilen?“

Die Kollage von aus dem Zusammenhang gerissenen Papst-Zitaten widerspricht dem, was Papst Franziskus am 27. Mai bei der morgendlichen Kurzpredigt im Domus Sanctae Marthae direkt zum Thema sagte. Das Vorgehen der renommierten liberalen Tageszeitung verdeutlicht allerdings auch, wie sorgsam ein Papst mit Worten umgehen sollte. Die Zusammenfassung des Osservatore Romano:

„Alle müssen wir eine Gewissenserforschung darüber machen, was unsere Reichtümer sind, die uns auf dem Lebensweg daran hindern, uns Jesus zu nähern.“ Es handelt sich um Reichtümer, die aus unserer Kultur kommen. Der erste Reichtum „ist der Wohlstand, die Kultur des Wohlstands, die uns wenig mutig sein läßt, die uns träge macht, und auch zu Egoisten macht“. Manchmal „schläfert uns der Wohlstand ein“. Auch bei der Frage nach Kindern läßt man sich häufig durch den Wohlstand bedingen. Der Papst stellte sich den Dialog zwischen einem Brautpaar vor: „Nein, nein, mehr als ein Kind nein! Weil wir nicht Urlaub machen können, weil wir nicht da und dorthin gehen können, kein Haus kaufen können… Es ist schon in Ordnung, dem Herrn zu folgen, bis zu einem bestimmten Punkt.“ Und kommentierte: „Das macht der Wohlstand. Wir alle wissen gut, wie der Wohlstand wirkt. Das wirft uns aber zu Boden, beraubt uns des Mutes, jenes Starkmuts, um Christus nahezukommen.“ Und genau „das ist der erste Reichtum unsere Kultur heute. Die Kultur des Wohlstands.“

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3 Antworten zu Nein zur Mode Kinderlosigkeit!

  1. heureka47 schreibt:

    „Viel Lärm um Nichts“; viele Worte um den „heißen Brei“ herum; viele falsche Ideen / Vermutungen über Motive / Absichten usw., die alle an der eigentlichen, tieferen, Wahrheit vorbei gehen, an der „bitteren“ Wahrheit, die vom typischen zivilisierten Menschen ausgeblendet, verdrängt wird – seiner eigenen „unbequemen“ / „peinlichen“ Wahrheit der Befallenheit von der „Kollektiven Unreife“, von der Entfremdung vom „Erwachsenen-Bewußtsein“, in dem allein die „bittere Wahrheit“ ertragbar wäre und in dem das „geistige Handwerkzeug“ sich befindet, den Mangel zu beheben. Das „Werkzeug“ ist die universelle / göttliche Liebe, die „Lebens-Energie“, die „Schöpferkraft“, der „Heilige Geist“, die „Kraft aus der Höhe“.
    Seltsam, daß selbst die meisten „Christen“ so etwas nicht verstehen. Oder Beweis dafür, daß auch die meisten „Christen“ Opfer der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“ sind, also gar nicht im „Christus-Bewußtsein“ leben, nicht im „Höheren / wahren Selbst“, dem göttlichen Bewußtsein im Menschen, sondern (noch) im „Niederen Selbst“ / „Ego“.
    Auch hier also erweist sich die allumfassende, allgegenwärtige, „Lüge“, in die sich Adam und Eva und alle ihre Nachfolger begeben haben.

    Der typische zivilisierte Mensch ist entfremdet vom – wahren – „Sinn des Lebens“. Dieser Sinn aber läßt sich nicht wirklich, nicht angemessen, mit rationalen Worten darstellen und schon gar nicht aus dem Bewußtsein des „Niederen Selbst“ / „Ego“ und seinen Kriterien / Werten – die ja zur MATERIELLEN (irdischen, grobstofflichen) Dimension gehören; während der „Gegenstand“, der hinter dem „Sinn des Lebens“ zu finden gehofft wird, NICHT zur materiellen / grobstofflichen Dimension gehört, sondern zur „höheren“, zur FEINstofflichen, der geist-energetischen Dimension, der URSPRUNGS-Dimension des Seins, während die materielle Dimension die AUSWIRKUNGS-Dimension ist. So verschieden voneinander wie der „Film“ auf der Leinwand und der Film im Projektor.

    Der „Gegenstand“, nach dem mit der Frage nach dem „Sinn des Lebens“ gefragt wird, könnte und kann zwar mit Worten benannt / angedeutet werden, aber damit ist bei weitem noch nicht die „Substanz“ oder deren „Qualität“ / „Intensität“ / „Höherdimensionalität“ oder ähliches / weiteres beschrieben. Diese Höherdimensionalität, die grundlegende Andersartigkeit und dessen WAHRNEHMUNG mit Hilfe des entsprechenden, höheren, Bewußtseins, ist dem „Niederen Selbst“ / „Ego“ und seiner Dimension / Ebene VÖLLIG FREMD; ist völlig anders und unvergleichbar – so verschieden wie „Wasser und Feuer“.

    Es geht bei der Menschwerdung – vom KIND zum (wahren) ERWACHSENEN aber genau DARUM, die bisherige Vorstellung vom eigenen Sein, von der Beschaffenheit und den Potenzialen völlig loszulassen und etwas völlig NEUES zu erkennen und anzuerkennen.
    Wer sich bis dato als „Wasser“ erkannte und nun informiert wird, daß er sich mit dem „Feuer“ vereinigen soll, wird – natürlich! und zu Recht! – um seine Existenz, um seine Beschaffenheit, fürchten. Denn das Feuer verwandelt ihn – in „Dampf“.

    Damit verändern sich einige – gewohnte – Dinge. Aber in einer gesunden menschlichen Gemeinschaft / Gesellschaft muß dies den Kindern ganz natürlich vorgelebt werden, damit sie, wenn die Zeit gekommen ist, voller Vertrauen sich der Verwandlung öffnen und in bedingungsloser Liebe willig hingeben.

  2. Dörflinger André schreibt:

    Völlig daneben ! > Diese links-rotgrün-feministisch inszenisierte Kinderlosigkeit > quasi sich selbst abschaffen… Dümmer gehts nimmer!
    Reichtum muss in erster Linie geistiger Natur sein, sonst geht auch das Staatsgefühl vor die Hunde, wie das Beispiel „iTALIEN“ seit Jahrzehnten unverhohlen schandvoll vorführt.
    Soll denn also s o West-Mittel-Nord-Europa bis Ende Jahrhundert zum afro-asiatischen (China > Indien) Anhängsel werden? Schon jetzt sind mind. 1 Mio Chinesen in Afrika aktiv tätig. Aber eben, w e n schert das in 87 Jahren noch, was 2013 gesellschafts-polit-blind hingenommen wurde?
    Dann werden unsere letzten noch verbliebenen Nach-fahren – uns verfluchend – vor vollendeten Tatsachen stehen.
    Die heutige Zeit erinnert wirklich an die kopflosen 1930-er Jahre > die Menschheit lernt also unverbesserlich nie das Grundsätzliche aus ihrer Zivilisations-Entwicklung !
    Ja, dann halt, hat sich der EU-Kreis geschlossen > Zeit zum endgültigen Aufbruchs in Weltall.

    • Wolfgang Heuer schreibt:

      „Zeit zum endgültigen Aufbruchs in Weltall“:

      Bloß DAS nicht AUCH noch!
      Wir sollten die „Krankheit der Gesellschaft“, die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ nicht auch noch auf andere Himmelskörper tragen – sondern alles daran setzen, sie HIER zu heilen oder aussterben zu lassen!

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