Meinungsforscher befürchtet AfD-Erfolg

JF: Forsa-Chef besorgt über möglichen AfD-Erfolg  (16.8.):

Der Chef des Meinungsforschungsinstitutes Forsa, Manfred Güllner, hat sich beunruhigt über einen möglichen Erfolg der Alternative für Deutschland (AfD) bei der Bundestagswahl gezeigt. „Ich habe ein ungutes Gefühl“, sagte er nach Angaben des Stern. Bisher sei er überzeugt gewesen, daß die Euro-Kritiker bei der Wahl keine Chancen hätten.

Derzeit bekäme die AfD besonders vom rechten Flügel der FDP Zulauf. Er befürchte, es könne der Partei gelingen, in den Mittelstand „reinzustoßen“. Insgesamt erkennt der Meinungsforscher nach Angaben des Magazins ein „latentes Potential von sieben bis acht Prozent zwischen Rechtspopulismus und Rechtsradikalismus“ in dem es rumore. „Inzwischen habe ich Bammel davor.“

In der aktuellen Forsa-Umfrage für den Stern kommt die AfD auf drei Prozent der Stimmen. Die Union liegt bei 40 Prozent, die SPD bei 23. Den dritten Platz sicherten sich die Grünen mit 13 Prozent. Linkspartei und FDP können mit acht beziehungsweise fünf Prozent der Stimmen rechnen. Die Piraten kommen auf drei Prozent.

http://wahl-o-meter.com/:    AfD bei elf Prozent (21.8.)

Ergänzung 23.8.2013:

Meinungsforscher und Wahlmanipulation:
André F. Lichtschlag: http://ef-magazin.de/2013/08/23/4408-umfragewerte-der-alternative-fuer-deutschland-afd-lieber-mehr-als-zehn-prozent:

Über Stimmungsmacher und Meinungsforscher

Viele Wähler sind bestrebt, ihre Stimme „nicht zu verschenken“. Man wählt also Parteien, von denen angenommen wird, dass sie auch im Parlament landen. Das macht den Klein- und Splitterparteien ihr Leben noch ein bisschen schwerer als ohnehin – und viele in der so hoffnungsvoll gestarteten Alternative für Deutschland (AfD) inzwischen nervös. Denn wenn die erste Wahl oder auch nur das „geringste Übel“ unter fünf Prozent zu landen droht, wird lieber das zweit- oder drittgeringste Übel gewählt. Soweit, so bekannt.

Doch führt dieser Umstand die Meinungsforschungsinstitute in Versuchung. Eine zum Beispiel rechtsextreme Partei, die eigentlich um fünf Prozent liegt, von den Instituten aber mit zwei bis drei Prozent „ausgewiesen“ wird, landet dann auch bei zwei bis drei Prozent. Die sich selbst erfüllende Prognose bestätigt „postum“ auch noch die Übeltäter, die ja eigentlich geflunkert hatten. …

…Was hat dies nun mit der Alternative für Deutschland zu tun? Alle großen Meinungsforschungsinstitute sehen die AfD noch gut vier Wochen vor der Bundestagswahl zwischen einem und drei Prozent. Wer in diesen Tagen mit Bürgern spricht, ahnt, dass auch hier etwas nicht stimmen könnte. Die Vermutung wird bestätigt von sogenannten Wahlbörsen, die unabhängig von den auftragsgebundenen Meinungsforschungsinstituten Stimmenanteile der Parteien wie Aktien handeln lassen. Mit tatsächlichem Geldeinsatz der „Spieler“, was die Prognose noch einmal verbessert. „Mit gutem Politik-Gespür und Schwarmintelligenz lässt sich hier Rendite machen“, berichtete jüngst die „Welt“. Vergleiche in den USA zeigten, so die „Welt“, dass die Wahlbörsen mit ihren Voraussagen im Zweifel näher an der Wahrheit liegen als die Meinungsforscher samt ihrer Rohdatengeheimgewichtung. Und bei der größten Wahlbörse in Deutschland (boerse.prognosys.de) liegt die AfD seit Wochen konstant über der 5-Prozent-Hürde.Wenn also an der Vermutung irgend etwas dran ist, dass an den ein bis drei von den Meinungsforschungsinstituten für die AfD bei der Bundestagswahl vorhergesagten Prozent irgend etwas nicht stimmt, dann wird sich daran im August nichts mehr ändern.

Spannend werden die Werte der AfD erst ein bis zwei Wochen vor der Wahl. Der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, deutete kürzlich bereits an, dass dann mit einer „Überraschung“ zu rechnen sein könnte. Im „Fall der AfD“, raunte Güllner vielsagend, „bin ich tatsächlich unsicher geworden, ob sich da nicht noch etwas bewegt bis zur Wahl“. Doch noch tut auch Forsa alles dafür, dies zu verhindern, und weist für die AfD satte zwei Prozent aus. Denn die vermeintlich so neutralen „Forscher“ mögen weder die AfD noch ihre Wähler, die, so Güllner, „gerne Verschwörungstheorien glauben nach dem Motto: In Berlin dominiert ohnehin ein Einheitsbrei aus den etablierten Parteien, der Wirtschaftselite und Teilen der Medien“.

Die AfD täte gut daran, kurz vor der Wahl recht eigentlich im zweistelligen Bereich zu liegen. Dann klappt’s auch mit der Prognose, plötzlich. Wetten, dass?

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Eine Antwort zu Meinungsforscher befürchtet AfD-Erfolg

  1. Dieter schreibt:

    Wenn ein „Meinungsforscher“ etwas „befürchtet“, sagt das vieles über seine „Forschung“ aus. Zumindest, daß sich seine Parteinahme in seinen „Forschungsergebnissen“ niederschlägt. Mittlerweile sind die Besorgnisse der Bürger so groß geworden, daß sie sich wohl kaum mehr von
    solchen Prognosen beeinflussen lassen. Auch nicht von den Verortungen der Politiker, die solche
    “ Forschungen“ bestellen und jeden, der ihnen nicht in den Kram paßt, in die rechte Schmuddelecke abdrängen. Dieser Bürger, der dann noch u.a. als „Idiot“ bezeichnet wird, vergißt dies nicht so schnell und wird dies gebührend honorieren …

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