US-IT-Unternehmen kollaborieren für Geld mit der NSA

http://www.welt.de/politik/ausland/article119345422/NSA-zahlte-Google-offenbar-Millionen-fuer-Daten.html  (24.8.):

… Die britische Zeitung „The Guardian“ hat erstmals Beweise für die Verstrickung großer Computer- und Internetfirmen in die Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA vorgelegt. Das Blatt veröffentlichte Originalauszüge von NSA-Dokumenten, die die Beteiligung von Unternehmen wie Yahoo, Facebook, Google und Microsoft am Spionageprogramm „Prism“ untermauern. Die Firmen hätten Millionen von US-Dollar für ihre Kooperation bekommen. …

… Am Freitag hatte mit dem „Independent“ eine andere britische Zeitung enthüllt, dass der britische Geheimdienst GCHQ eine Spähbasis im Nahen Osten betreibt und nahezu den gesamten Datenverkehr der Region ausspioniert. Dazu würden leistungsstarke Unterwasser-Glasfaserkabel, die den Nahen Osten an das Internet anbinden, angezapft. Der „Independent“ veröffentlichte nicht den genauen Standort des Spähpostens.

Dennoch gilt die Information als hochsensibel. US-Whistleblower Edward Snowden meldete sich umgehend aus dem russischen Asyl. Er habe niemals mit dem „Independent“ zusammengearbeitet, teilte er mit. Er beschuldigte die britische Regierung, die Information selbst gestreut zu haben, um den Medien Verantwortungslosigkeit vorwerfen zu können. „Die Regierung tut das, wofür sie jeden Privatmann einer kriminellen Handlung bezichtigen würde“, heißt es in Snowdens Erklärung.

… Die Informationen über den Spähposten in Nahost sollen ein Hauptgrund dafür gewesen sein, warum Premierminister David Cameron Druck auf den „Guardian“ hat anordnen und letztlich Festplatten im Keller der Zeitung zerstören lassen. Nach Angaben des „Guardian“ existieren jedoch Sicherheitskopien.

Der Spähposten werde von der britischen Regierung als wichtiges Element im „Krieg gegen den Terror“ und als Frühwarnsystem vor möglichen Anschlägen betrachtet. Er sei von besonderem Wert für den Westen, weil über die Unterseekabel große Datenmengen in die Region hinein- und von dort herausfließen. Der gesamte Datenverkehr werde abgefangen und in riesige Computerspeicher kopiert, um sie dann nach Informationen von besonderem Interesse zu durchsuchen.

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