Wider den Krippenirrsinn

Ein Kommentar zu http://www.freiewelt.net/reportage/kinder-ohne-macht-zur-christdemokratischen-krippenoffensive-10008900/ vom 2.9. erscheint mir zu herzhaft, um ihn nicht, mit der Bitte um Verlaub, weiterzuverbreiten.

Bergische Löwin:

… Nun ist die erwartete und von den Medien herbeigewünschte Klagewelle derer, die keinen KITA-Platz bekommen haben, völlig ausgeblieben. Wie kann das sein?

Haben denn die Eltern nicht erkannt, dass ein KITA-Platz für ihr Kind unabdingbar ist?
Dass es ohne ganztägigen KITA-Besuch (bei leider andauernd unerträglichem Lärmpegel) unmöglich “gebildet” (!) werden kann?
Dass ihr Kind in Sachen Sozialverhalten (oder ist hier vielleicht der Einsatz der Ellenbogen oder auch die geschickteste Buhlerei um die Gunst und die Zuwendung der Erzieherin gemeint?) völlig neben der Spur sein wird, wenn es bei der Mama bleibt und deren Gunst allein genießen darf?
Dass das Einjährige ja völlig verweichlicht, wenn es nicht um 6:30 Uhr vom Wecker aus den Träumen gerissen wird, sondern weiterträumen darf, bis es ausgeschlafen ist?

Ja, wissen die Eltern denn nicht, dass ihr Kleinkind völlig hinter dem Mond lebt, wenn es nicht in der KITA möglichst früh von Gendertanten (oder -tunten) mit Plüschsexualorganen aufgeklärt wird, sondern stattdessen seine Fragen erst dann stellt, wenn sie ihm selber in den Sinn kommen und die eigene Entwicklung soweit fortgeschritten ist? Was ist los mit den jungen Eltern? Sollten sie es vielleicht doch besser wissen, als die zahlreichen kinderlosen Karrieristen im Bundestag?

Ich bitte um Verzeihung, aber ich finde diese Entwicklung so entsetzlich für unsere Babys und kleinen Kinder, dass mir nur die Ironie bleibt, um dieses moderne Kinder-Elend zu kommentieren.

Ist schon einmal jemand auf die Idee gekommen, welchem Stress und welchem Anpassungsdruck Babys und kleine Kinder bei einer Ganztagesbetreuung hier massenhaft ausgesetzt werden? Dass ihnen vielleicht Rückzugsmöglichkeiten fehlen? Dass sie kaum mehr zu “sich selber” finden können, da sie nur noch nach außen hin funktionieren müssen? Dass ihnen schlicht das Vorbild, die Zeit und Zuwendung der einen geliebten Person fehlen und sonst gar nichts?? Warum bezieht sich niemand mehr auf Pestalozzi oder Montessori, auch Astrid Lindgren hat all dies schon gewusst. Wie sagte schon (die elternlose!) Pippi zur Prusseliese: “Ich bin ein Kind und das ist mein Heim, ich brauche nicht in Dein Kinderheim! Soll sie sich doch ein anderes Kind suchen, nur nicht mich!”

Pippi steht für die Freiheit und vielleicht haben sie die Mütter von heute ja doch noch nicht ganz vergessen, wenn sie ihre Tochter ansehen …

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Eine Antwort zu Wider den Krippenirrsinn

  1. Nonnen schreibt:

    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder in der Tat nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg: Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa):
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

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