Pädophilie-Opfer entsetzt über Grünen-Reaktion

http://www.welt.de/politik/deutschland/article119964786/Die-Praxis-der-Gruenen-verschlaegt-mir-die-Sprache.html  (13.9.):

Die Opfer der pädophilen Praxis in einer Grünen-Kommune sind entsetzt über die Reaktion der Partei. Ein Betroffener, der anonym bleiben möchte, spricht über fünf Jahre als Kind in der Kommune.

… Die Welt: Wie empfinden Sie die Reaktion der Grünen auf die Enthüllung der Tatsache, dass unter Leitung des Grünen-Politikers Hermann Meer jahrelang Kinder missbraucht wurden?

Antwort: Hier geschieht genau das, was Grüne bei anderen gerne anprangern. Es wird immer genau so viel eingeräumt, wie anhand der Faktenlage nicht mehr zu leugnen ist. Dann gibt es ein paar Betroffenheitsbekundungen, die aber immer darauf hinauslaufen: Wir haben damit ja eigentlich nichts zu tun. Das waren andere und wir hatten ja keine Ahnung.

Da Hermann Meer jedoch zum damaligen NRW-Führungskreis der Grünen gehörte und zudem sehr offensiv, um nicht zu sagen missionarisch, mit dem Thema Sex mit Kindern unterwegs war, halte ich es für vollkommen unplausibel, dass von den Grünen, die damals schon in verantwortlicher Position aktiv waren, niemand gewusst haben will, dass es sich nicht um theoretische Überlegungen und Parteitagsdiskussionen handelte, sondern um konkretes Handeln, um einen täglich praktizierten Lebensstil. Jeder, der Hermann Meer auch nur ein wenig kannte, wusste, dass er und zahlreiche Menschen in seinem Umfeld Sex mit Kindern hatten. Das wurde entweder toleriert oder sogar ausdrücklich gut geheißen.

Die Welt: Eckhard Stratmann-Mertens, damals zusammen mit Hermann Meer im Vorstand der nordrhein-westfälischen Grünen, ist bislang der Einzige, der unumwunden zugibt, dass er von pädophilen Handlungen grüner Politiker wusste – und sich bis heute vorwirft, dem nicht stärker nachgegangen zu sein.

Antwort: Er ist nicht mehr Mitglied der Grünen und hat daher nicht mehr so viel zu verlieren. Trotzdem Respekt vor so viel Ehrlichkeit. Bei anderen prominenten Grünen vermisse ich das. Stattdessen lese ich nun, dass Frau Künast im Wahlkampf noch mit den Worten „Wir sind nicht der Ort der Täter“ auftrumpft. Das verschlägt mir die Sprache. Vielleicht sollte irgendjemand von den Grünen mal den Mut haben, mit einem der Opfer von damals zu sprechen. Dann käme solcher Zynismus wahrscheinlich nicht mehr so leicht über die Lippen.

…. In mindestens fünf Landesverbänden der Grünen hatten die Pädophilen eine so starke Stimme, dass ihre Forderungen Eingang in Diskussionen und Beschlüsse gefunden haben. Nun einfach anzunehmen, das seien alles nur Theoretiker gewesen, die die Neigungen, für die sie kämpften, nicht auch im eigenen Leben auslebten, ist bestenfalls naiv und schlimmstenfalls verlogen. Aber genau so versucht man ja nun zu argumentieren.

Genau das gleiche gilt im Übrigen auch für Daniel Cohn-Bendit und andere, deren Äußerungen von damals als reine Theorie dargestellt werden. Wer sich öffentlich für Sex mit Kindern einsetzt, für den hat das in den meisten Fällen auch im eigenen Leben eine praktische Bedeutung. Ich hoffe, dass bald noch weitere Opfer den Mut finden, ihr Leiden öffentlich zu machen. Ein offensives Interesse an Aufklärung würde sich meines Erachtens auch darin ausdrücken, dass die Grünen genau dazu ermutigen und eine Stelle einrichten, die als Ansprechpartner dient.

… Es gehört schon Kraft und Mut dazu, so eine Geschichte jemand Fremden anzuvertrauen. Die Grünen geben sich gerade jede Mühe, diesen Mut gar nicht erst aufkommen zu lassen. Umso mehr bewundere ich meinen damaligen Mitbewohner Matthias für seinen Mut, seine Geschichte in der Welt ein Stück weit öffentlich zu machen.

Die Welt: Wie beurteilen Sie bislang die Arbeit rund um das Team von Professor Walter zur Aufklärung der pädophilen Strömung innerhalb der Grünen?

Antwort: Ich halte Professor Walter und sein Team für kompetente Wissenschaftler, die sicher alle Voraussetzungen mitbringen, diesen Aspekt grüner Vergangenheit gründlich aufzuklären. Eine gewisse Skepsis kann ich dennoch nicht leugnen. Zum einen, weil es dem Team um Professor Walter auch gelingen muss, sich von der allzu menschlichen Versuchung freizumachen, dem, der die Musik bezahlt, auch zu spielen, was er hören will. Grundsätzlich gibt es, glaube ich, eine Tendenz, dass Gutachter ihrem Auftraggeber mit ihren Ergebnissen nicht allzu sehr schaden wollen. Da wünsche ich Professor Walter und seinen Kollegen viel Mut, sich über derartige Reflexe hinwegzusetzen. …

Ergänzung 16.9.2013:

Jürgen Trittin versinkt im grünen Pädophiliesumpf.
http://www.medrum.de/content/trittin-muss-sich-fragen-in-der-paedophiliedebatte-stellen  (16.9.):

Franz Walter und Stephan Klecha sprechen von einer „fatalen Schweigespirale“

Die Diskussion über pädophile Bestrebungen in den Anfangsjahren der Grünen erhielt neue Nahrung. Jetzt wird die damalige Rolle des heutigen Spitzenkandidaten der Grünen, Jürgen Trittin, hinterfragt.

Der Tagesspiegel: „Die Debatte um Pädophilie rückt jetzt auch an Jürgen Trittin heran, Fraktionschef der Grünen und ihr Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag.“

Die TAZ: „Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin gerät in der Pädophilie-Affäre persönlich unter Druck. Trittin habe 1981 das Kommunalwahlprogramm der Alternativen-Grünen-Initiativen-Liste (AGIL) in Göttingen presserechtlich verantwortet, schreiben die Politologen Franz Walter und Stephan Klecha in einem Beitrag für die taz.“

Die Autoren Walter und Klecha sprechen in ihrem Beitrag für die TAZ über die Pädophilie-Affäre und die Grünen von einer „fatalen Schweigespirale“. Der Versuch zu erklären, zu erläutern, auch zu historisieren, werde gar nicht erst unternommen, obwohl die Partei „reichlich geeignete Zeitzeugen dafür hätten, so Walter und Klecha.

Es fehlt weder an Zeitzeugen noch an Zeitdokumenten. Anlässlich der Debatte über den sexuellen Kindesmissbrauch erschien bereits 2010 das Buch «Die missbrauchte Republik — Aufklärung über die Aufklärer», das einschlägig über die damaligen Verhältnisse informiert. …

Ergänzung 17.9.2013:

Erik Lehnert: http://www.sezession.de/40945/paedophilie-und-emanzipation-neue-ifs-studie-zu-den-gruenen-erschienen.html  (17.9.):

Nachdem die Grünen vor einiger Zeit noch dachten, sie können die Debatte um ihre pädophile Vergangenheit aussitzen, wird es für die erfolgsverwöhnte Partei jetzt ernst: In den Umfragen sind sie abgestürzt und den Spitzenkandidat und Parteichef Jürgen Trittin holt seine Vergangenheit ein: Er verantwortete 1981 in Göttingen ein Kommunalwahlprogramm, in dem auch die Legalisierung der „Pädosexualität“ gefordert wurde.

… Die Grünen sind und waren so erfolgreich, daß man sie selbst nicht mehr unbedingt braucht. Ihre Themen sind mittlerweile im Mainstream angekommen und größtenteils in Gesetzen fixiert worden. Das gilt nicht nur für die Ökologie, mit der die Grünen bis heute in Verbindung gebracht werden, sondern vor allem auch für Themen wie Gender Mainstreaming, Multikulturalismus, Homoehe und Pazifismus – eine Agenda, die nicht zuletzt von CDU-geführten Regierungen durchgesetzt wurde.

… Ob es darum geht, Minderheiten auf Kosten der Mehrheit zu päppeln, das Geschlecht abzuschaffen oder die Kinder von ihren Eltern zu trennen – all das geschieht unter dem Banner der Emanzipation, der Befreiung des Menschen von seinen natürlichen Lebenszusammenhängen.

… Die aktuelle Studie des IfS ist heute aus der Druckerei gekommen und beschäftigt sich genau mit diesem Thema: Die Grünen – Die zersetzende Kraft der Emanzipation. Darin wird geschildert, mit welchen Tricks es die Grünen geschafft haben, die absurdesten Forderungen in die Mitte der Gesellschaft zu tragen: Man tarnt die krassen Forderungen mit weichen, mehrheitsfähigen Themen und kommt mittels dieser Salamitaktik langfristig zum Ziel (z. B. Homoehe). …

Ergänzung 9.10.2013:

http://www.welt.de/politik/deutschland/article120756749/Bueroleiter-des-Gruenen-Tom-Koenigs-verhaftet.html   (9.10.):

Jahrelanger Kindesmissbrauch lautet der Vorwurf gegen den Wahlkreisbüroleiter des Grünen-Bundestagsabgeordneten Tom Koenigs. Der Mann soll sechs- bis zwölfjährige Kinder sexuell missbraucht haben. …

*************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Anthropologischer Umsturz abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.