Euro-Krise – „Der größte Raubzug der Geschichte“

http://www.spreezeitung.de/12263/euro-krise-die-politik-bereitet-vor-und-steht-schmiere/   (30.9.):

Handelt es sich bei der Euro-Krise um den „größten Raubzug der Geschichte“? Die Ökonomen Marc Friedrich und Matthias Weik sind davon überzeugt und halten die Krise für nicht lösbar. Sie beschreiben düstere Szenarien und befürchten den totalen Crash, sofern sich an der Krisenintervention nichts ändert. Sind die Rettungspläne komplett gescheitert? Wir haben nachgefragt.

… Seit 2008 wird lediglich volkswirtschaftliche Schadensmaximierung betrieben. Die Krise ist unlösbar. Würde es eine Lösung geben, hätte uns die Politik diese schon längst präsentiert. Stattdessen wird nur teuer Zeit erkauft auf Kosten der Allgemeinheit. Die Ursachen der Krise wurden aber nie wirklich angegangen. Parallel wird die Halbwertzeit der Rettungspakete immer kürzer und vor allem immer teurer. Sobald ein Brand gelöscht wurde, entfacht sich woanders wieder ein neues Feuer.

… Das politische Währungsexperiment Euro ist jetzt schon gescheitert und wird momentan nur mit enormen Anstrengungen und Steuergeldern künstlich am Leben erhalten. Was wir momentan erleben ist die größte Insolvenzverschleppung, welche die Menschheit jemals gesehen hat.

… Barroso und Schäuble haben Anfang des Jahres verkündet “Die Krise ist vorbei”. Wenige Monate später entfachte die Krise einen neuen Flächenbrand in Zypern und strafte alle der Lüge. Die Krise ist natürlich nicht vorbei, sondern macht lediglich kleine Verschnaufpausen um neue Kraft zu sammeln. Ich denke dies war vor allem vor der Bundestagswahl auch eine gehörige Portion Zweckoptimismus, der aber leider völlig fehl am Platze ist.

… Neben einem Geldsystem, welches eine mathematisch begrenzte Lebensspanne hat, führten die Deregulierung der Banken und Märkte sowie die Globalisierung, die Gier und die falschen Entscheidungen der Politik und Notenbanken zur Katastrophe. Fakt ist, dass die Politik Hand in Hand mit der Finanzbranche die Krisen verursacht hat. Anders gesagt: Die Politik bereitet vor und steht Schmiere, während die Finanzbranche die Tat ausführt.

… Die Rettungsgelder gingen 1:1 über Athen und Dublin direkt nach Paris, London und Frankfurt, um die Bankentürme vor dem Kollaps zu schützen. Die fatale Zinspolitik der EZB hat zur Blasenbildung in Südeuropa geführt und letztendlich zur Krise. Südeuropa hat jahrelang ein viel zu günstiges Zinsniveau genossen und die Party ist jetzt vorbei.

… Weitere Krisenverursacher waren die Deregulierung durch Thatcher und Clinton, also das Ende des Trennbankensystems, die Aufhebung von Bretton Woods durch Nixon, die fehlende Haftung der Verursacher, die Giralgeldschöpfung der Banken etc.

… Solange die Banken sich freikaufen können und keine wirklich wirksamen und drastischen Strafen verhängt werden, werden die Banken auch ihre Geschäftspolitik nicht ändern. Warum auch? Solange die Strafen niedriger sind als die Gewinne, die durch ihre dubiosen und kriminellen Geschäfte erzielt werden, gibt es für sie keinen Grund irgendetwas zu ändern.

… Wir alle werden für die Krise zahlen und enorm an Wohlstand verlieren. Die Notenbanken stecken in einer Zwickmühle. Wenn sie die Zinsen erhöhen sollten, würden sie das Wirtschaftswachstum abwürgen, die Börsen würden in den Sinkflug gehen und die Staatsanleihenblase würde platzen. Wenn sie die historisch tiefen Zinsen belassen, wird es eine heftige Inflation geben. Man hat sich für den letzteren Weg entschieden. Auf diese Art und Weise kann sich der Staat auf Kosten der Bürger entschulden.

… Wie viel Jugendarbeitslosigkeit muss es sein, damit erkannt wird, dass der Euro Europa nicht eint, sondern zerstört? Dass wir eine ganze Generation verbrennen, um eine jetzt schon gescheiterte Währungsunion und ein politisches Währungsexperiment zu retten? …

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Eine Antwort zu Euro-Krise – „Der größte Raubzug der Geschichte“

  1. Axel W. schreibt:

    WIe immer brillant und pointiert die beiden.

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