Birgit Kelle: Männer und Frauen in ihrem Wesen anerkennen!

JF: Kelle: Feminismus ist Steigbügelhalter eines üblen Kapitalismus   (11.10.):

Mit einem Plädoyer für mehr Männlichkeit von Birgit Kelle endete der zweite Vortrag am Buchmessestand der JUNGEN FREIHEIT. „Männer müssen anfangen ihre Männlichkeit zu verteidigen“, forderte die Publizistin im Gespräch mit JF-Chefredakteur Dieter Stein.

Die Gesellschaft sei derzeit vor allem darauf aus, Rollen aufzubrechen. Männer, die sich verhielten wie Frauen, und Frauen, die sich verhielten wie Männer, erhielten breite Zustimmung aus Politik und Medien. Darunter litten vor allem männliche Kinder und Jugendliche. „Jungs sind anders, man kann Jungs nicht zum besseren Mädchen umerziehen, das funktioniert einfach nicht“, sagte die vierfache Mutter. Jungs bräuchten Heldenfiguren, mit denen sie sich identifizieren könnten. Es sei vor allem an den Vätern, ihren Jungs ein solches Vorbild zu sein.

Die Idee für ihr Buch „Dann mach doch die Bluse zu“, das sie auf der Buchmesse vorstellte, sei ihr nach diversen Talkshows im Zuge der Sexismusdebatte um FDP-Politiker Rainer Brüderle gekommen. „Ich habe festgestellt: Ich bin kein Opfer, ich hab mich einfach nicht wiedergefunden in der Debatte.“ Schlimm sei vor allem, daß dadurch der echte Sexismus, unter dem die Frauen litten, in einer „Masse von Banalitäten“ völlig verdrängt worden sei, kritisierte sie. Kelle ist sich sicher, für die schweigende Mehrheit der Frauen zu schreiben. Jede Frau dürfe heute als „Heimchen am Hemd“ beschimpft werden, ohne daß sich irgendjemand daran störe. „Früher mußten wir uns von Männern erklären lassen, welches Leben wir zu führen haben, heute müssen wir es uns von Frauen erklären lassen.“

„Rush-Hour des Lebens“

Über die Familienpolitik in Deutschland und die Diskussion um Vereinbarkeit von Beruf und Familie sagte Kelle: „Wir haben keine Wahlfreiheit, wenn der eine Weg gelobt und der andere beleidigt wird.“ Es sei eine seltsame Allianz aus Wirtschaft und Feminismus, die den Weg für diese Entwicklung bereitet habe. Der Feminismus sei dabei der „Steigbügelhalter eines üblen Kapitalismus“. Familien hätten zudem den Nachteil, daß sie keine Lobby hätten. Sie befänden sich in der „Rush-hour“ des Lebens. Andere Gruppen seien lauter und hätten mehr Zeit und Geld. …

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7 Antworten zu Birgit Kelle: Männer und Frauen in ihrem Wesen anerkennen!

  1. „Früher mußten wir uns von Männern erklären lassen, welches Leben wir zu führen haben, heute müssen wir es uns von Frauen erklären lassen.“:

    Es gab aber auch ein „früher“ VOR dem o.g. „Früher“. Und da erklärte sich das Leben selbst. GOTT, die „gute Lebens-Energie“, das „Od / Ot, usw.“, der AHN, vermittelte dem Absolventen der Initiation, was das Leben ist. Die göttliche Intuition sagte es JEDEM – ganz direkt. Aber so funktionier es halt in einer kranken Gesellschaft nicht (mehr), in der die große Mehrheit von der Initiation und dem wahren Erwachsenwerden entfremdet ist und von der höheren Bewußtseinsebene – neurotisch – abgetrennt.
    In solchen Menschen ist Gott mehr oder weniger tot (Nietzsche).
    Aber es ist kein Tod, sondern genau genommen nur ein heilbares „Koma“.

    *
    >>Der Feminismus sei dabei der „Steigbügelhalter eines üblen Kapitalismus“<<:

    Hier werden Ursache und Wirkung verwechselt oder besser gesagt: Zwei Wirkungen fehlgedeutet.
    Kapitalismus und Feminismus sind BEIDE Auswirkungen der "Krankheit der Gesellschaft", der "Kollektiven (Zivilisations-)Neurose. Und wenn man diese Auswirkungen verändern / abschaffen will, muß man logischerweise die tiefere Ursache anpacken.

  2. Juchitzer schreibt:

    Gestern hörte ich im dlf eine Senung zur lebenslangen Liebe. Eine Soziologin wußte um und verteidigte die Position, dass die romantische Liebe erst seit 200 Jahren bestünde, usw. Und dass anderen Kulturen auch heute noch diese Motivation für Beziehung und Nachwuchs fremd sei. Verliebtsein würde die Sozialisation der jeweiligen Kultur vermitteln…(etwa keine „Blider“, welche die Psyche entwicklungspsychologisch schafft?)
    h ttp://www.dradio.de/dlf/sendungen/lebenszeit/2278725/
    (Dem könnte sogar ich widersprechen und „klassische“ Beispiele von Paaren aufführen, oder auf die innewohnenden Muster verweisen, die wohl überall gleich ablaufen)
    Tendenziöses Fazit (der Soziologie)sinngemäß : Ex und hopp = Nicht schlimm. Romantische Liebe würde sogar den Schluß in sich tragen und kontraproduktiv am Ende nagen. Kein Wunder, dass sich daraus begründet, dass Nachwuchs ausverlagert werden soll.
    Ich bin allerdings der Meinung, dass auf dem Stand des Wissens der heutigen Gesellschaft andere Konsequenzen gezogen werden sollten, als das Ende einer Beziehung vorwegzunehmen, würde gewissermaßen für die NACHHALTIGKEIT auch in dieser Frage und nicht für allgemein verbreitetes Konsumverhalten werben. Weg mit dem Partner auf den Müll…Der nächste Gebrauchte steht zur Verfügung.
    Und Patchwork kann nicht das Ideal sein. Sondern ist STRESS mit Folgen. (Finde leider nicht einen überzeugenden Wandmaker-Artikel dazu)

    Für das GEFÄHRLICHSTE halte ich die BEWERTUNG und INSTRUMENTALISIERUNG des Themenkomplexes Liebe, Beziehung, Geburt, Rollen, Familie als kleinste Zelle der Gesellschaft/des Staates, wie sie momentan durch Gruppierungen/Lobbygruppen passiert!

    Zum Historischen betreffs Familie siehe Dr. Blume —>Religion und Fertiliät.

    Auch heute müssen wir uns von Männern definieren lassen, welches Leben wir zu führen haben. Frauen kopieren diese Männer. Und vertreten dabei keineswegs, was aus ihrer eigenen Entwicklung kommt. Frauen müssen noch überall besser sein als Männer, um neben den Seilschaften bestehen zu können. Religion, auch Bibeltalibane, spielten dabei bisher eine dominanten Rolle.
    Ich rede keineswegs dieser alten christlich- patriarchalen Oberhäupterkultur (macht euch die Erde untertan) das Wort! Entlaste sie nicht. Und habe kein Interesse, dahin zurück zu kehren in die ehemals eher scheichenden Prozesse, als dass sie ostentativ plakativ gültig waren.

    Männer engen ein. Definieren Freiheit nach ihrem Gustus.

    Bis hierher bleibe ich sachlich. Ab dem Thema Sekte werde ich emotional. …Sekte, Pietismuis, Fraueninstrumentalisierung und Diskriminierung…Frauen über den Tisch ziehen! Legitim gottgewollt! Das Internet war durchaus hilfreich, darüber mehr Erkenntnisse zu gewinnen in aktuellen Aussagen über Befindlichkeiten von heute lebenden Betroffenen, wenn auch spärlich. Allein, was Tilman Moser dazu analysiert hat, was in Selbsthilfe-Theatergruppen (von Frauen) in explizit bevorzugten (missionierten konservativen Hochburgen) Gebieten dazu aufgearbeitet worden ist.
    Männer verweigern sich, hinzusehen. Und natürlich wirkt das Familiensystem!
    Ich gebe einer sektenhaften Freikirche am Scheitern meiner Familie und Partnerschaft die SCHULD! und würde sie jederzeit herausfordern und KONFRONTIEREN. Mit Fakten und Erkenntnissen!
    Sektenkinder sind meine Kinder nicht. Aber die Defizite an „sich in der Welt verwurzeln“, an GRUND-RECHTEN, an Heimat und Entfaltung stehen eindeutig im Zusammenhang mit ehemals kollektiver Hierarchisierung. Darauf setzen sich Isolation und Symptome.
    Bisher hat noch niemand den Fokus auf sich generierende (Frauen-)krankheiten in streng paternalistischen Religionsgemeinschaften gerichtet. (Wäre mal interessant bei Dr. Str…z im Raum Stuttgart nachzufragen, wie autoimmune Prozesse und Glaubensdikturen korrelieren)
    Banal gesprochen: Wie sich Frauen in solchen Szenarien – eben SELBST-LOS – überfordern und ihre Gesundheit ruinieren. Häufig spiel(t)en in solchen Gemeinschaften (und Regionen) bürgerliche Ideale alter Herrschaftsordnung eine Rolle. Die Hilfen im Haushalt waren nicht automatisch genehmigt. (Kinderfrau, Gärtner, Putzhuilfe, Nachhilfelehrer….lol) Und bis spät ins letzte Jahrtausend (ja bis heute im Medizinbetrieb) hat sich nicht die Erkenntnis durchgesetzt, nach solcher Ausbeutung mindestens ein Jahr lang ÜBERZUMINERALISIEREN.

    Ich jedenfalls habe dem desavouirenden Christenthhuuum (speziell diesem fundamentalistisch-missionierenden) nichts (Gutes) zu verdanken! Und das wolte ich doch einmal festschreiben!
    Heute lebe ich „abgesondert“. :- (.
    Mein Fundament (Kindheit/Herkunft, Ausbildung, Verwurzelung) war da. Weitere Stockwerke bauen sich über lange Zeiträume auf. aber da konnte nichts angesammelt werden.
    Die Christen haben (auch kollektiv) immer wieder dem Boden gleich gemacht. Bei mir persönlich Brücken zerschlagen. Identitäten ausgelöscht. Ab-BRÜCHE gefordert. (Analog die Brüche am Skelett…)
    Die Analyse von Frau Kelle ist für mich nicht konform verwendbar.

    Das „Leben vor dem Früher“ ist für mich noch gut bis in die Antike nachvollziehbar. Alte Männer „liebten“ junge Knaben…Zeus verschlang Metis.

    Was „dürfen“ wir HEUTE?
    Grüne, Rote, Schwarze (die übrigens alle für mich „gestorben“ sind wegen Unsozial- Disqualifizierung) ….von Frankreich bis Schweden….sie alle „nutzen“ Frauen gern als „Gebärmaschinen“. „Nützlich“ für die Gesellschaft. Sozialisierter Nutzen, wenn es darum geht, die volkswirtschaftliche Wertschöpfung von Pflege, Fürsorge, Hausarbeit und Kindergroßziehen (Rentenzahler) zu sozialisieren. Aber wehe….!

    Ich finde, wir leben in einer brutalen Gesellschaftsform, nicht wirklich lebenswert. Wie stehe ich damit doch allein! 😦

    Ja, vielleicht schreibe ich hier noch so lange mit, bis sich über den Brand eins-Artikel (im „Normal“-Heft) kommentieren läßt…der noch immer nicht freigeschaltet ist…Unterkapitel – Überschriften gemäß Reiche haben mehr Optionen, andere Anreize….als läppisch Kinder zu kriegen :- )

    Und die Sch_ _ _ -Sprüche von wegen: „Jeder bekommt nur so viel aufgelastet, wie er tagen kann“, soll sich eine Positiv-Armada-Amen-Corner ebenfalls in die Haare schmieren!

    • “Jeder bekommt nur so viel aufgelastet, wie er tagen kann”:

      Das gilt nur für Menschen einer wahrhaft gesunden Gesellschaft, in der eigentlich alle Erwachsenen im höheren Bewußtsein (der bedingungslosen Liebe) leben, die ihnen die Kraft gibt, alles zu ertragen, was nicht änderbar ist, aber auch die Kraft, DIE Dinge zu ändern (oder frühzeitig zu gestalten) die änderbar / gestaltbar sind.

      In einer (geistes-)kranken Gesellschaft wie der zivilisierten sind die allermeisten NICHT in diesem Bewußtsein zu hause und daraus erklären sich die vielen individuellen „Krankheiten“ (die genau betrachtet nur verschiedene Symptome der EINEN Krankheit – „Kollektive Zivilisations-Neurose“ – sind) ebenso wie die kränkenden / kränkelnden / kranken BEZIEHUNGEN zwischen Menschen und Menschen und zwischen Menschen und dem Rest der Schöpfung. Und letztlich erklärt sich daraus die sich seit tausenden von Jahren ständig wiederholende „Kollektive Psychose“ (Krieg, Bürgerkrieg, Gewaltherrschaft, Umsturz, Massaker, usw. usw.) wie z.B. 1933-1945.

      Eines der deutlich sichtbaren Symptome dieser kollektiven Krankheit sind die vielen Selbsttötungen. Ein wahrhaft Erwachsener = wahrhaft Gesunder braucht sich nicht umzubringen (siehe Absatz 1). Aus meiner Sicht sind die allermeisten Selbsttötungen keine „freie Entscheidung“, also kein „Freitod“, sondern geschehen als „Kurzschlußhandlung“ in einer schweren mentalen Krise des NICHT wahrhaft erwachsenen Mensschen.
      Ich habe gute Gründe für diese Sicht, denn ich befand mich 1987 in genau so einer Situation – und wurde nur durch ein „Wunder“ davor bewahrt, meine Absicht durchzuführen.

      Seit 1987 habe ich daran gearbeitet zu verstehen, wie Menschen psychisch krank werden, was sie veranlaßt, in Richtung Selbsttötung zu denken bzw. es durchzuführen und auf der anderen Seite, was die Ursachen wahrer Gesundheit sind. Und das habe ich herausgefunden. Allein, die – wissenschaftliche – „Fachwelt“ wehrt die Erkenntnis ab. Typisch neurotisch! Die Lüge, die lt. Bibel mit der Verführung durch die Schlange (Satan, Teufel) begann, ist heute in der zivilisierten, wiesenschaftsgläubigen, Gesellschaft so gut wie allgegenwärtig. Offen für die Wahrheit sind nur etwa 0,01 bis 0,1% der Bevölkerung der zivilisierten Gesellschaft.

      • Juchitzer schreibt:

        Ist die islamische Gesellschaft etwa nicht neurotisch?
        Ist die jüdische Gesellschaft nicht neurotisch? (die Konkurrenz der 4 Strömungen…oder durch Kibbuzerziehung. Dort sagen Kinder, sie gehen nach Hause, wenn sie vom Elternbesuch zurück in den Kibbuz gehen)
        Das „glücklichste Volk“, die Piraha-Indianer im Amazonas , ist keine neurotische Gesellschaft, kennt keinen Gott, keine Selbst-Theorien…aber „Initiationen“

      • „Ist die islamische Gesellschaft etwa nicht neurotisch?
        Ist die jüdische Gesellschaft nicht neurotisch?“:

        Mir ist nicht ganz klar, worauf Sie das beziehen.
        Nach meinem Verständnis ist die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ keine auf das „Abendland“ beschränkte Krankheit, sondern sie ist – bevor sie nach Ägypten, Griechenland, Rom, Nordeuropa und in die Kolonien gelangte, durch die meisten Bereiche von Asien gezogen und hat dort ihren störenden / beeinträchtigenden Einfluß ausgeübt. Auch die Menschen in jenen Gebieten – von vielleicht kleinen, begrenzten Ausnahmen abgesehen, sind von der Wahrheit, von ihrem wahren Sein, von ihrer wahren Identität, entfremdet.

  3. Juchitzer schreibt:

    ok…meistens bezieht sich ja das bashing punktuell auf den jeweils „anderen“….

    auf mich persönlich bezogen könnte ich das alles leider niemals rückgängig machen, was im kollektiven Gedächtnis verankert ist.
    Ich bin „erwachsen“ und wünschte mich zurück an den „Ort der Kindheit“, z.B. in selbstversunkenes/selbstvergessenes schöpferisches Tun…“produktiv“ sein, kreativ sein: ein leeres weißes Blatt wartet, die Staffeleien stünden bereit. Aber Monotones über Jahrzehnte Eingeschliffenes, eingespulte Abläufe und Mechanismen sind die Hindernisse. Das gilt auch für „das Kind im Manne“. Ein kaputtes Hirn das Resultat von Multitask, AUSHÖHLUNG („nur“ Familie!) und struktureller Aufbürdung. Ausreden? Ausreden folgen auf Einreden. (Rollendiktate….)
    Da braucht man keinen (bleibenden Nick-) Namen mehr, der seit Jahren ausgelöscht ist.
    Was bleibt? :- )
    (Ein Glücksgriff? Oder ein Griff in die Kl_schüssel?)

    • Was zu tun ist (um die „Hölle“ zu verlassen)?
      Verlasse die Bewußtseins-Ebene, aus der deine Erfahrungen als „negativ“ gedeutet werden, und steige auf in die höhere Bewußtseins-Ebene, in der dein ganzes Leben als „gut“ und dankenswert betrachtet wird, das „Höhere / wahre Selbst“, dein wahres Erwachsenen-Bewußtsein, in das du eigentlich vor dem Abschluß deiner Pubertät hättest aufsteigen sollen, aber nicht aufgestiegen bist, weil die dich umgebende zivilisierte Gesellschaft von diesem Wissen und Tun-Können / -Wollen ENTFREMDET ist. -> „Kollektive Zivilisations-Neurose“ nenne ich das.

      Also hör‘ auf zu jammern und ERKENNE und ENTSCHEIDE und TU das einzig sinnvolle.

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