EU: Geld bekommt ein Mascherl

Franz Stephan Parteder: http://www.kpoe-graz.at/grazer-stadtblatt-oktober-201311.phtml   (9.10. S. 19):

Das will die EU: Geld bekommt ein Mascherl

Wer heutzutage nach Schweden reist, der wird eine für einen Österreicher seltsame Erfahrung machen: Wer mit echtem Bargeld bezahlt, wird schief angeschaut.

Schweden erledigen selbst die kleinsten Einkäufe – Kaffee und Kuchen in der Konditorei oder Zeitungen im Pressebüro – mit Kredit- oder Bankkarte. Das dauert oft viel länger als das Bezahlen mit Banknoten oder Münzen, es ist aber schon alltägliche Praxis.

Besonders heikel wird es, wenn man versucht, die Hotelübernachtung bar (kontant, wie man in Schweden sagt) zu begleichen. Die Blicke des Hotelpersonals zeigen einem, dass man verdächtigt wird, in Geldwäsche verwickelt zu sein. Sofort kommt die Frage nach der Kreditkarte, und wenn man keine vorweisen kann oder will, das Achselzucken. Barzahlung sei leider nicht möglich oder Barzahlung sei nur möglich, wenn ein zusätzliches Deposit von 500 Schwedenkronen (etwa 70 Euro) hinterlegt werde. Der Geldwäscher könnte möglicherweise das Mobiliar ruinieren.

In Schweden gibt es sogar eine von den Banken und der Regierung unterstützte Initiative zur Abschaffung des Bargeldes.

Nur Bares ist Wahres?

Was steckt hinter dieser Entwicklung? Bargeld hat eine Eigenschaft, die für die Mächtigen, denen es bei der Kontrolle der Bevölkerung so umfassend wie möglich zugehen soll, sehr ungemütlich ist: Geld hat kein Mascherl. Wenn die Verwendung unseres Geldes aber in jedem einzelnen Schritt nachvollzogen werden kann, dann wird das Privatvermögen durch jene Kräfte sozusagen verstaatlicht, die ständig vom freien Markt und von der Würde der Persönlichkeit reden.

Die Enthüllungen über die umfassenden Spitzeleien der US-Spionageorganisation NSA haben bewiesen, dass alle Daten des elektronischen Bankings für diese Kräfte wie ein offenes Buch anzusehen sind.

Auch die EU-Kommission macht schon Schritte in Richtung der Abschaffung des Bargeldes. So soll die 500-Euro-Banknote langfristig abgeschafft werden. Und in Italien ist die Barzahlung von Rechnungen, die über 1000 Euro ausmachen, bereits verboten. In Belgien dürfen Rechnungen von über 5000 Euro ausschließlich per Überweisung beglichen werden. In Griechenland ist das Zahlen mit Bargeld auf 1500 Euro beschränkt.

Auf Buchgeld, dass auf heimischen Banken deponiert ist, hat die Staatsgewalt jederzeit Zugriff. Bargeldlose Kontobewegungen können bis zum St.-Nimmerleinstag nachverfolgt werden. Mit den Daten von EC- und Kreditkarten lassen sich genaue Bewegungs- und Konsumprofile erstellen sowie tiefe Einblicke in das Privatleben jedes Einzelnen gewinnen.

Finanzdiktatur

Wenn der Euro noch längere Zeit überleben sollte, droht uns eine Finanzdiktatur, in deren Verlauf auch die weitgehende Abschaffung des Bargeldes stattfinden könnte. Wir werden in den nächsten Monaten und Jahren erleben, wie europaweit die Verwendung von Bargeld immer weiter beschränkt und behindert wird.

Allerdings gibt es eine Hoffnung: Großbritannien ist ebenfalls ein EU-Mitglied. Und dort dürften Touristen aus Schweden eine Überraschung erleben. Während man bei ihnen daheim fast gezwungen wird, mit der Plastikkarte zu bezahlen, sieht man in England, Wales oder Schottland auf Schritt und Tritt folgendes Schild: No Cards please.

Siehe auch: https://kreidfeuer.wordpress.com/tag/bargeld/

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Eine Antwort zu EU: Geld bekommt ein Mascherl

  1. Juchitzer schreibt:

    Estland/Lettland: „modern“ Parken an der Parkuhr nur mit handy. (wäre für mich ein Grund, dort nicht hin zu reisen)
    Vor Jahren las ich das Buch einer während der Reformen aus ihrem Land geflüchteten Schwedin: Bodil Malmsten „Der Preis des Wassers in Finistere“…der schleichende Umbruch einer gewalttägigen Gleichmacherei und Revolution auch gegen alte Menschen.

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