Hilferuf syrischer Christen an Russland

http://katholisches.info/2013/10/17/syriens-christen-richten-hilferuf-an-russland-50-000-suchen-um-russische-staatsbuergerschaft-an/:

Das russische Außenministerium veröffentlichte einen Hilferuf syrischer Christen an Rußland. 50.000 Christen haben um die russische Staatsbürgerschaft angesucht. „Der Westen unterstützt die islamistischen Terroristen, Rußland hingegen ist ein Friedensfaktor“, so Syriens Christen in ihrem Appell.

Rund 50.000 syrische Christen wollen russische Staatsbürger werden, weil sie Angst haben „zum ersten Mal seit 2000 Jahren aus dem eigenen Land vertrieben zu werden“. Dies machte das russische Außenministerium in Moskau bekannt und veröffentlichte auf seiner Internetseite einen Hilferuf der Christen der Region Qalamoun, in der sich das christliche Siedlungsgebiet konzentriert. Dort befindet sich christliche Zentren wie das Kloster Unserer Lieben Frau von Saydnaya.

Abschreckendes Beispiel für die Christen Syriens ist die Stadt Maalula, die von der Islamistenmiliz al-Nusra eingenommen wurde. Die Profanierung von Kirchen, das Entfernen der Kreuze von Kuppeln und Türmen sind für die Christen zum entsetzlichen Symbol geworden. Die Unterzeichner des Hilferufs an Rußland klagen den Westen an, „die islamistischen Terroristen“ zu unterstützen. Rußland nennen die hilfesuchenden Christen hingegen „einen starken Faktor des Friedens und der Stabilität“.

Syriens Staatsbürgerschaftsgesetz erlaubt Doppelstaatsbürgerschaften. Deshalb haben Tausende Christen einen Antrag auf Erwerb der russischen Staatsbürgerschaft gestellt. Nicht weil sie nach Rußland auswandern wollen. Sie hoffen, daß mit Rußland im Rücken die Islamisten vor einem Angriff ihrer Heimat zurückschrecken werden. „Wir hätten uns auch an den Westen gewandt, aber von dort erwarten wir uns keine Hilfe mehr. Deren Hilfe geht ja an die Terroristen.“

Die Christen von Qalamoun sind der Überzeugung, daß es das Ziel der Islamisten ist, Syrien von Christen zu “säubern”, heißt es weiter im Hilferuf an Rußland.

Ergänzung 25.10.2013:

http://katholisches.info/2013/10/24/uebernimmt-russland-schutzmachtrolle-fuer-christen-im-nahen-osten-frankreichs-rolle-broeckelt-christen-sind-verzweifelt/:

Die Verteidigung der Christen des Nahen Ostens ist zu einem strategischen Element in Rußlands Außenpolitik geworden. Staatspräsident Putin befindet sich dabei in völligem Einklang mit dem Moskauer Patriarchat. Ausgangspunkt ist die Fehleinschätzung des Westens zum „Arabischen Frühling“, das Bröckeln der traditionellen Schutzmachtfunktion Frankreichs und die zur Gewißheit gewordene Befürchtung der Christen im Nahen Osten, vom Westen im Stich gelassen zu werden. So blicken nicht nur Syriens Christen neuerdings verstärkt Richtung Moskau und hoffen, dort eine neue Schutzmacht zu finden. …

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