DBK: Katholischer Medienpreis an Abtreibungsunterstützerin

http://www.kath.net/news/43457   Wenn Kirchengelder missbräuchlich verwendet werden   (29.10.):

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) verleiht einen „Medienpreis“ an eine Journalistin der „Süddeutschen“. Diese schenkte das 5000-Euro-Preisgeld einer Pro-Abtreibungs-Gruppe, die beim Marsch für das Leben in Berlin gegen Lebensschützer auftritt.

Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am gestrigen Montag zum elften Mal den Katholischen Medienpreis verliehen und bei zumindest einer Preisverleihung offensichtlich kräftig danebengegriffen. Unter der Verantwortung von Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Juryvorsitzender des Katholischen Medienpreises, wurde der mit Kirchengeldern subventionierte Preis im Bereich Preisträger Printmedien an die Journalistin Lara Katharina Fritzsche, eine Redakteurin des Magazins der «Süddeutschen Zeitung», vergeben.

Nur wenige Stunden später widmete Fritsche ihr Preisgeld dem Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung. „Ich finde, dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden können sollten – mit allen Konsequenzen“, begründete Fritsche ihre Entscheidung, wie das Bündnis am Dienstag mitteilte. Deswegen wolle sie das Geld der umstrittenen Initiative spenden, die sich genau dafür einsetze, «nämlich die sexuelle Selbstbestimmung von Frauen». Als Frau ärgere sie sich einfach zu oft über die katholische Kirche, so Fritsche weiter.

Das im vergangenen August in Berlin gegründete Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung setzt sich für Abtreibung und die rezeptfreie Vergabe der «Pille danach» und ist unter anderem damit aufgefallen, beim jährlichen „Marsch für das Leben“ in Berlin eine hasserfüllte Gegendemo zu organisieren. Damit hat die Deutsche Bischofskonferenz mit ihren Geldern zumindest indirekt eine antikirchliche Gruppe mit Kirchengeldern subventioniert.

Bischof Fürst ermutigte bei der Preisverleihung übrigens Journalisten darin, „weiterhin für Wahrheit, Gerechtigkeit und Entwicklung, ja Wandlung der Menschen und der Welt einzutreten. Bleiben Sie Agenten prophetischer, fürsprechender Kommunikation. Die Kirche haben Sie dabei auf Ihrer Seite“.

Kath.net hat die Deutsche Bischofskonferenz und auch Bischof Fürst um eine Stellungnahme ersucht.
Kontakt Deutsche Bischofskonferenz
Kontakt Bischof Fürst

Felix Honekamp: http://www.freiewelt.net/wer-solche-hirten-hat-10014563/   (30.10.):

… Fritzsche wurde der Preis aus den Händen von Bischof Dr. Gebhard Fürst (Rottenburg-Stuttgart), Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz und Juryvorsitzender des Katholischen Medienpreises, am vergangenen Montag überreicht für ihren Beitrag „Das Leben nach dem Tod in Utøya“. Der Beitrag – ich muss zugeben, ich habe ihn nie selbst gelesen – begleitet die 18-jährige Sofie im Jahr nach dem Massaker auf der norwegischen Ferieninsel, die um ihre beste Freundin trauert. Schon der Titel des Beitrags – so die Jury – „lasse die religiöse Dimension anklingen, die aber nie aufdringlich werde“. …

… Frau Fritzsche hat ihr Weltbild deutlich gemacht – ob man das für mutig hält, in einer Gesellschaft, in der Abtreibungen keinen Skandal mehr darstellen, kann sich jeder selbst fragen, ehrlich ist es aber, auch wenn man sich auch fragen kann, warum sie den Preis überhaupt akzeptiert hat. Feige ist aber die versammelte Deutsche Bischofskonferenz, die sich hierzu bislang nicht erklärt, offenbar versucht, das Thema unter den Teppich zu kehren, gute Miene zum bösen Spiel macht und in Kauf nimmt, dass im nächsten Jahr Lebensschützer beim Marsch für das Leben mit kirchlich finanzierten Gegendemonstranten konfrontiert werden.

… Wer solche Hirten hat, der braucht keine Wölfe mehr! …

http://www.kath.net/news/43466   Ein Affront gegenüber dem Preisstifter   (30.10.):

Skandalverleihung der Deutschen Bischofskonferenz an die Journalistin Lara Katharina Fritzsche. Publizist Andreas Püttmann veröffentlicht Offenen Brief

… Wer sein Preisgeld öffentlich weiterreicht an eine Organisation, die der moralischen Selbstverpflichtung des Preisstifters diametral entgegenarbeitet, verletzt das Gebot der Fairness und lässt einen Mangel an Respekt und Toleranz erkennen. Machen Sie Ihrerseits eine Gewissensüberzeugung geltend, dann hätten sie die Möglichkeit gehabt, den Preis auszuschlagen oder das Preisgeld diskret einzusetzen. …

http://www.kath.net/news/43468   Kirchenkohle zum Todeswohle?   (30.10.):

So ein Skandal darf nicht vertuscht, nicht unter den Teppich oder weggedrückt werden. Ein Gastkommentar des Publizisten Martin Lohmann zum katholischen Medienpreis der Deutschen Bischofskonferenz (DBK)

…. Ein mutiges Wort des Bischofs? Fehlanzeige? Eine korrigierende Reaktion des Sekretärs? Nicht wahrnehmbar. Beide Kirchenpromis wurden in der ersten Reihe kalt erwischt. Und waren wie ohnmächtig. Ob sie komplett uninformiert waren? Vielleicht hatten sie auch keine Ahnung, was da gerade passiert war. Denn die Preisträgerin hatte soeben ein übles Zeichen gegen Kirche und Leben gesetzt und die Pille danach gepriesen, um dann das empfangene Kirchengeld einer Abtreibungsgruppe zu spenden. Das von ihr benannte Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung plädiert für eine gelebte Sexualität, die auch die Tötung noch nicht geborener Menschen billigend in Kauf nimmt und das Lebensrecht des Menschen radikal mit Füßen tritt.

… Ein nahezu perfekter Missbrauch nicht nur katholischer Wahrheit! Und das auf der Bühne der katholischen Medienwelt, wo soeben – völlig ohne Konsequenzen – noch eine fröhliche Exzellenz zum Eintreten für die Wahrheit plädiert hatte. Die von Katholiken ausgelobte Journalistin meint, „dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden können sollten – mit allen Konsequenzen.“ Ihre eklatante und böse Missachtung des Respekts vor dem Leben, ja dieser Missbrauch des Lebens und der Wahrheit blieb ebenfalls konsequenzenlos.

… Schade, dass der Bischof seine eigenen Worte wohl am konkreten Fall gleich wieder vergessen hatte. Er hätte als der Wahrheit verpflichteter Bischof zeigen können, dass es ihm leicht fällt, einzutreten für die „Wahrheit, Gerechtigkeit und Entwicklung, ja Wandlung der Menschen.“ Als Juryvorsitzender sollte er gefragt werden dürfen, ob diese Preisverleihung sich nicht als böses Foul gegen Wahrheit und Leben erwiesen hat. …

Ergänzung:

Peter Winnemöller: http://www.freiewelt.net/wer-die-wahl-hat-10014582/   (30.10.):

… hat die Qual.

Einen Preis auszuloben ist immer so eine Sache. Mal erweist sich der Preisträger als faktisch ungeeignet, wie es beim diesjährigen Heuss-Preis geschehen ist. Nach Cohn-Bendit als Preisträger dürfte dieser Preis verbrannt sein. Mal lehnt ein Preisträger spektakulär ab, wie es Marcel Reich-Ranicki 2008 mit dem Deutschen Fernsehpreis tat. Mal gibt einer einen Preis zurück, weil ein anderer ihn erhält. So geschehen, als Henryk M. Broder in diesem Jahr seinen Börne-Preis zurück gab.

Nun hat es den katholischen Medienpreis erwischt. …

Ergänzung 4.11.2013:

http://katholisches.info/2013/11/04/skandal-um-katholischen-medienpreis-bischof-fuerst-und-dbk-schweigen-gkf-spielt-auf-naiv/

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