EU fördert Abtreibung in Entwicklungsländern

http://www.freiewelt.net/reportage/eu-stellt-mittel-fur-abtreibung-in-entwicklungslandern-bereit-10014613/   (30.10.):

Die EU-Kommission hat ein 28-Millionen-Euro-Projekt zur Förderung von »reproduktiver Gesundheit« in Entwicklungsländern ausgeschrieben. Abtreibung wird darin nicht ausgeschlossen.

Dieser Tage hat die EU-Kommission eine neue Ausschreibung zum Thema »Reproduktive Gesundheit« veröffentlicht, die nach Ansicht von Experten im Zusammenhang mit der Förderung von Abtreibung steht. Für das Projekt »Promoting sexual and reproductive health and rights – Universal Access to Reproductive Health« (Die Förderung sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte – Umfassender Zugang zu reproduktiver Gesundheit) hat sie 28 Millionen Euro eingestellt.

In den von der EU-Kommission veröffentlichten Unterlagen heißt es: »Das Gesamtziel dieser Ausschreibung ist es, dazu beizutragen, dass Armut reduziert und das Wohlergehen der Bevölkerungen in Entwicklungsländern durch bessere reproduktive Gesundheit und informierte Entscheidungen bei der Familienplanung gesteigert wird. Das spezielle Ziel ist es, den allgemeinen Zugang in Entwicklungsländern mit den schlechtesten Indikatoren zu reproduktiver Gesundheit zu verbessern.«

Das Verständnis von »reproduktiver und sexueller Gesundheit« schließt in der Regel Abtreibung als Mittel zur Geburtenkontrolle und Familienplanung ein, auch wenn das selten explizit so gesagt wird. Die Organisationen, die sich um die Ausschreibung bemühen, werden jedenfalls wissen, was gemeint ist. Das Internetportal zu Fragen des internationalen Rechts Turtle Bay and Beyond bringt den Sachverhalt folgendermaßen auf den Punkt: »Das ist das Geld, mit dem die Europäische Kommission Organisationen wie International Planned Parenthood Federation (IPPF), Marie Stopes International (MSI) und Ipas füttert, die unter dem Vorwand, vor Ort zu ›sexueller Gesundheit‹ zu arbeiten, Abtreibungen in Entwicklungsländern durchführen.«

… Angesichts des Erfolgs der Europäischen Bürgerinitiative EINER VON UNS, die sich gegen die Verwendung von EU-Mitteln für die Finanzierung von Abtreibung in Entwicklungsländern ausspricht, hat die Ausschreibung eine besondere Brisanz. Sie deutet darauf hin, dass die EU-Kommission sich vom Bürgerwillen wenig beeindrucken lässt. Auch widerspricht sie in diesem Handeln der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs, die für die Kommission eigentlich bindend ist.

Die Kommission hat zwar jetzt circa 1,5 Millionen Hinweise auf das EU-Recht bekommen, aber es sieht so aus, als bräuchte sie noch viel mehr.

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Eine Antwort zu EU fördert Abtreibung in Entwicklungsländern

  1. Juchitzer schreibt:

    Jenes Ereignis diesen Herrn zu feiern, der heute gefeiert wird, feiere ich nicht mit! Hat er sich doch wie Melanchton gemäß Paulus dafür eingesetzt, dass die Obrigkeit als von Gott befohlen über die „Entrechteten“ oder „Bauern“ herrsche!
    Wenn ich heute die kirchlichen Einrichtungen betrachte (gespeist zum großen Teil aus Steuerzahlerhand) , die mit sogenannten Schutzbefohlenen arbeiten, ihren Mitarbeiterstil (ein Blick in die Bewertungsportale) , ihre Konzeptionen und Erkenntnisse, dann ist das unterster Standard ( allerdings immer schön den Stände-Selbsterhalt bewahrend).
    Wenn auf der einen Seite die Abtreibungspraxis in Entwicklungsländern moniert wird, dann sollte auf der anderen Seite nicht verschwiegen werden, wie mit denen, die nicht abgetrieben sind, (Schwerbehinderte) in einem hochentwickelten, sich christlich definierenden Land, in der Praxis verfahren wird (noch bis in die 80er Jahren z.B. in den Alsterdorfer Werkstätten) oder anders ausgedrückt: wie sie abgespeist werden (bzw. die kollegiale Menschenführung derer, die ihr Engagement dort hingeben) . Das ist geradezu paradox „christlich“! Oder nicht?

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