Syrien: Dschihadisten ermorden Christen

http://www.katholisches.info/2013/11/07/ermordete-christen-warum-erhebt-welt-nicht-ihre-stimme-islamisten-pluendern-symeonkloster/:

(Damaskus) Inzwischen wurden Einzelheiten über die Ermordung der 45 Christen in Sadad bekannt. Eine ganze Familie wurde von den Islamisten lebendig in einen Brunnen geworfen, wo sie starb. Im Norden nahmen islamistische Rebellen den aus dem 5. Jahrhundert stammenden „Fels des Symeon“ ins Visier. Der „Fels des Symeon“, auf arabisch Kalat Siman, ist eine große Klosteranlage mit Kathedrale aus frühbyzantinischer Zeit. Sie entstand als geistliches Zentrum am Ort, an dem der heilige Symeon der Stylit bis zu seinem Tod 37 Jahre auf einer Säule lebte. Symeon Stylites starb 459 und ging als erster Säulenheiliger in die Kirchengeschichte ein. …

… Die Dschihadisten des Islamischen Staates im Irak und der Levante, die einen Teil der Stadt Aleppo kontrollieren, nahmen jüngst die Kathedrale des heiligen Symeon des Styliten ins Visier. Sie zerstörten, was noch an Christlichem zu zerstören war und schleppten fort, was wertvoll sein könnte, wie Le veilleur de Ninive berichtete. Die beeindruckende Ruinenanlage gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.„Wie kann man nur so unmenschliche und bestialische Taten begehen?“

Die Gegend von Aleppo nahe der türkischen Grenze befindet sich in einer dramatischen Lage, wie der Christ Claude Z. berichtet: „Die Lage ist kritisch: wir haben seit zehn Tagen keinen elektrischen Strom, es fehlt an Nahrung, Rebellen und Armee bekämpfen sich und die islamistischen Terroristen haben in dem von ihnen kontrollierten Teil der Stadt die Scharia eingeführt“.

Wie inzwischen durch Kirche in Not bekannt wurde, wurden 30 der 45 in Sadad getöteten Christen in zwei Massengräbern gefunden. Viele der Toten wiesen Zeichen von Mißhandlungen auf. Unter ihnen waren Alte, Frauen und Behinderte. Sechs Mitglieder einer Familie, darunter eine 90 Jahre alte Frau, wurden von den Islamisten lebend in einen Brunnen geworfen, wo sie elend umkamen.

Der melkitische griechisch-katholische Patriarch von Antiochien, Gregor III. Laham, sagte: „Wie kann man nur so unmenschliche und bestialische Taten an alten Menschen und ihren Familien begehen? Ich verstehe das nicht: Warum erhebt die Welt nicht ihre Stimme gegen eine solche Brutalität. Extremismus und Fanatismus nehmen in Syrien zu. Was in Sadad geschehen ist, steht beispielhaft für das, was alle Christen in Syrien erleben.“

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