Reinhold Schneider: Allein den Betern

1936, in einer hoch unheilvollen Zeit, verfasste Reinhold Schneider dieses sorgen- und zugleich hoffnungsvolle Gedicht:
http://www.freiewelt.net/allein-den-betern-kann-es-noch-gelingen-10015655/   (9.11.):

Allein den Betern

Allein den Betern kann es noch gelingen
Das Schwert ob unsern Häuptern aufzuhalten
Und diese Welt den richtenden Gewalten
Durch ein geheiligt Leben abzuringen.

Denn Täter werden nie den Himmel zwingen:
Was sie vereinen, wird sich wieder spalten,
Was sie erneuern, über Nacht veralten,
Und was sie stiften, Not und Unheil bringen.

Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt,
Und Menschenhochmut auf dem Markte feiert,
Indes im Dom die Beter sich verhüllen,

Bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt
Und in den Tiefen, die kein Aug’ entschleiert,
Die trockenen Brunnen sich mit Leben füllen.

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Eine Antwort zu Reinhold Schneider: Allein den Betern

  1. heureka47 schreibt:

    Schön gedichtet.

    Die beiden ersten Verse finde ich „zutreffend“.
    Allerdings sehe ich die Gefahr, daß – auch in der heutigen Zeit –
    überwiegend UNwirksam gebetet wird.
    Dem „christlichen Abendland“ ist das wirklich wirksame Beten nicht richtig beigebracht worden. Nur eine kleine Minderheit betet im richtigen – also im höheren Bewußtsein, dem „Christus-Bewußtsein“.
    Allerdings könnte der gebetete Wunsch einzelner Menschen, selbst wenn im richtigen Bewußtsein gebetet, nicht ein KOLLEKTIV – bewußt oder unbewußt – bewirktes Ereignis wie Krieg, Bürgerkrieg, Umsturz, Revolution, Massaker aller Art, verhindern.
    Das würde im Widerspruch zu den universellen Gesetzen stehen.

    Bei den letzten 6 Zeilen regt sich Widerspruch bei mir:

    „Jetzt ist die Zeit, da sich das Heil verbirgt,“:
    Es verbirgt sich nicht wirklich. Es ist allgegenwärtig. Das Problem liegt an den Menschen, die nicht gelernt haben, es / das zu sehen.
    Dafür dürfen aber auch keine Schuld-Vorwürfe gemacht werden. Seit unzähligen Generationen werden Kinder in die „entfremdete“ Gesellschaft hineingeboren und zur spirituellen Blindheit sozialisiert. Und die Kirchen klären nicht wirklich auf, sondern sind selbst weit überwiegend Opfer der spirituellen Blindheit, der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ – die in jedem Einzelfall aber grundlegend heilbar ist!

    „Bis Gott aus unsern Opfern Segen wirkt“:

    Selbst die vielen Millionen Opfer der „Kollektiven Psychosen“ wie z.B. 1933-1945 haben keine grundlegende Heilung bewirken können. Die wird auch niemals Gott in Gang setzen, sondern das müssen die Menschen selbst tun. Die göttliche KRAFT dazu steht ihnen zu Gebote – die Kraft der Liebe, „Kraft aus der Höhe“; aber dazu müssen sich die Menschen in diese „Höhe“ begeben: Ins HÖHERE Bewußtsein, das wahre Erwachsenen-Bewußtsein, das „Höhere / wahre Selbst“, das „Christus-Bewußtsein“.
    Der gelegentliche Kontakt mit dieser höheren Ebene in „Gebet“ oder „Meditation“ ist aber nicht die richtige Methode; sie reicht nicht aus!

    Der Mensch soll sich – eigentlich in der Initiation, vor oder in der Pubertät, bis zu Geschlechtsreife – zu diesem höheren (Bewußt-)SEIN entwickeln, sich mit ihm verbinden / vereinigen (wie eine Hochzeit / Heirat) und sich mit dem daraus neu Entstandenen IDENTIFIZIEREN.
    Das wird u.a. durch die „Hochzeit von Kanaan“ untermauert. Durch diese Vereinigung wird „Wasser in Wein“ = materielles Leben in geistiges Leben, verwandelt.

    Von diesem und einigem anderen mehr sind die zivilisierten Menschen – bekanntlich! – „entfremdet“.
    Aber wer klärt die Menschen darüber auf?
    Wer vermittelt ihnen das Wissen, wie sie sich aus der „Entfremdung“, der „Abtrennung“ / „SÜNDE“, nachhaltig befreien / erlösen können?

    Es braucht ZWEI „Faktoren“ für die – auch und vor allem von Jesus in Aussicht gestellte – „Erlösung“:
    1. die erlösende KRAFT
    2. und die Entscheidung, sich ihrer zu bedienen.

    Die KRAFT ist allgegenwärtig – und im höheren Bewußtsein, im „Himmelreich inwendig in euch“ – verfügbar.
    Jeder Mensch kann also seine Erlösung selbst bestimmen – durch die Entscheidung, sich mit dem höheren Bewußtsein zu verbinden und die Kraft zu SEIN und anzuwenden.

    Daß der Mensch sich mit der göttlichen Kraft IDENTIFIZIEREN muß, um über sie „anwenden“ zu können, wird gestützt durch den „Namen Gottes“ = „ICH BIN“, der auch durch den – lateinisierten- Namen „Je-sus“ („ich bin“) untermauert wird.
    „ICH BIN …“ ist eine „Identifikations-Formel“, in der der jeweilige Aspekt der KRAFT einzusetzen und entsprechend zu GLAUBEN ist. Dann WIRKEN die Formel und die KRAFT.

    Wer’s glaubt, wird selig!

    Alles Gute!

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