Allahu-akbar-Proklamation in christlicher Kirche

Martin Lichtmesz: http://www.sezession.de/41856/christlich-subversive-aktion-in-speyer.html   (19.11.):

Pi-News berichtete am 11. November von einer christlichen Protestaktion in Speyer, die in einem fast schon gespenstischen Video dokumentiert wurde. Zumindest bei mir hat es aus mehreren Gründen ein erhebliches Gruseln ausgelöst.

Viele protestantische Kirchen werden heute eher als Konzertsäle und Propaganda-Stellen für „Toleranz“ und ähnliche Agenden denn als Gebetshäuser genutzt. Vermutlich hatten die Verantwortlichen des Dekanats Speyer eine Kombination aus beidem im Sinn, als sie eine Aufführung der „Friedensmesse“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins auf den Spielplan setzten.

… In die Komposition eingebaut ist auch ein islamischer Gebetsruf, der „Muezzinruf“.

… Hier ist nun also der Punkt, an dem „die mutige Deutsche“ Heidi M., eine bekannte Heldin der islamkritischen Szene, ins Spiel kommt. Diese hat nämlich die Aufführung der „Mass for Peace“ genau in dem Moment von der Galerie herab gestört, als der Muezzinruf erklang – mit zornerfüllter Stimme, den berühmten Worten von Martin Luther auf den Lippen und gar einer schwarz-rot-goldenen Fahne mit der Aufschrift „Jesus ist Herr“:

Jesus Christus allein ist Herr über Deutschland! Ich zerbreche diesen Fluch! Und ich stehe hier und ich kann nicht anders! Es ist die Kirche von Martin Luther! Ich stehe hier und ich kann nicht anders! „Allahu akbar“ wird gerufen, wenn gemordet wird! Laßt euch nicht täuschen! Laßt euch nicht täuschen!

… Mit aufreizend einfältigen Mienen und interpretatorischer Phantasie wird von dem einschlägigen Personal verkündet, daß der „Muezzinruf auch für Toleranz“ oder „für Gewaltlosigkeit“ stehe, und der eigentliche Feind „rechte Polemiker“ seien, die garstig und böswillig die ansonsten schöne „bunte“ Eintracht der „Vielfalts“-Gesellschaft stören würden. (Dank der Bemühungen dieser Tröpfe hat nun auch das vormals wohl todlangweilige, diversitätsarme, aschgraue, womöglich gar latent tiefbraune Würselen bei Aachen seinen „bereichernden“, regenbogenbunten „Muezzinruf“, über den sich die Bürger der Gemeinde zweifellos wöchentlich mindestens einen Haxen ausfreuen.)

Dabei wird nicht nur ausgeblendet, daß für tausende von orientalischen Christen „Allahu akbar“ tatsächlich einen „Todesruf“ bedeutet, sondern auch der Inhalt des „Muezzinrufs“, der mit dem christlichen Credo unvereinbar ist, und alles andere als eine „tolerante“ Botschaft verkündet:

Allah ist der Allergrößte. /Ich bezeuge, daß es keinen Gott außer Allah gibt. /Ich bezeuge, daß Mohammed der Gesandte Allahs ist.

… Der Protest [dagegen] ist nicht nur zornig, er ist auch fanatisch. Ich konstatiere das lediglich, und sage das nicht als Vorwurf. Ich halte diesen Protest für vollauf gerechtfertigt, in der Sache ebenso wie im Tonfall, und es ist auch wirklich mutig, so etwas zu tun, ganz allein dazustehen und zu rufen „ich kann nicht anders“. Eine solche Rede:

Das Blut von Jesus – ihr habt ihn verraten! Ihr habt Gott verraten!

betritt eine Zone der Intensität, die durchaus feuergefährlich ist. Denn im Gegensatz zu den meistens rein säkular-liberalistisch argumentierenden „Islamkritikern“, wird hier eine metaphysische Frage angesprochen. Sobald aber die Metaphysik ins Spiel kommt, werden die Dinge ernst. Aufgeworfen hat diese Frage allerdings nicht die zornige Aktivistin; sie steht sperrangelweit offen, und der Islam ist heute, frei nach Carl Schmitt, unsere „eigene Frage als Gestalt“.

Es sind die Verantwortlichen der EKD ebenso wie der römischen Kirche, die sich um ihre Beantwortung drücken, indem sie keine klare Grenzen gegenüber dem Islam ziehen und nichts tun, um die Entchristianisierung zu verhindern, ja eher noch sich aktiv daran beteiligen. Und dieses Verhalten ist tatsächlich ein „Verrat“: gegenüber den Gläubigen ebenso wie gegenüber jenen, die in den Kirchen rein kulturelle Institutionen sehen, die grundlegend für unsere Sitten und unsere Identität sind. Ich habe bisher noch keinen engagierten Katholiken (oder seltener: Protestanten) getroffen, der darauf eine befriedigende Antwort geben kann.

Heidi M. ist zweifellos „verrückt“. Ich kann es niemandem verdenken, wenn er hier skeptisch bleibt oder dergleichen sogar lächerlich, hysterisch und theatralisch überzogen findet. Aber so erging es auch Nietzsches tollem Menschen, den anfangs auch alle verlacht haben. Die „Verrücktheit“ der Heidi M. ist nichts gegen die tägliche, inzwischen konstitutionell verankerte Verrücktheit der Regierenden, der Kirchen, der Presse, der akademischen Ideologen, an die wir uns alle gewöhnt haben, und die unsere Gesellschaft von innen her aushöhlt und zerstört.

… Es gibt allerdings Situationen, die so verrückt sind, daß es schwierig ist, „normal“ zu bleiben und das Maul zu halten. Und Muezzinrufe in einer Kirche zählen gewiß dazu. Es wird nicht das letzte Mal gewesen sein.

Siehe auch: https://kreidfeuer.wordpress.com/2013/11/17/eine-welt-religion-holocaust-gedenkliturgie-in-katholischer-kathedrale-von-buenos-aires/

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5 Antworten zu Allahu-akbar-Proklamation in christlicher Kirche

  1. GvB schreibt:

    Verrückt? Was heißt verrückt? Es es heisst neben der offiziellen „Meinung“ zu stehen und die „Sache“ von einer anderen Warte aus zu betrachten! Die Frau hat Mut und recht!
    Es reicht!
    Ob man in der Kirche ist oder nicht.. es ist unsere Tradition und Kultur ..und diese an die Islamisten Mohammedaner oder Salafisten etc. zu verkaufen -ist VERRAT!
    Islam ist nicht tolerant….so wie der Katholizsmus in der Zeit der Inquisition auch nicht tolerant war…..
    KEINE Toleranz mehr dieser Art der Toleranz!

    und noch eine Anmerkung: Speyer gehört zu den jüdischen Shum-Städten!

  2. heureka47 schreibt:

    1.: >>zweifellos „verrückt“<>konstitutionell verankerte Verrücktheit der Regierenden, der Kirchen, der Presse, der akademischen Ideologen, an die wir uns alle gewöhnt haben, und die unsere Gesellschaft von innen her aushöhlt und zerstört.<<:

    1.
    "Verrückt" ist RELATIV! Freundlicherweise steht es im Originaltext in Anführungszeichen.
    Ich bin – als Nichtwissenschaftler – seit 1987 mit der Thematik "Psychiatrie" konfrontiert und seit 1994 ehrenamtlich engagiert und meine erkannt zu haben, daß viele so gesehene oder genannte "Verrückte" im Grunde gesünder sind als die Masse der "Normalen" in der zivilisierten Gesellschaft; gesünder auch als ihre diagnostizierenden Psychiater.

    2.
    Die große Mehrheit der "Normalen" der zivilisierten Gesellschaft aber erkenne ich als "Irre".
    Und das ist NICHT relativ, sondern absolut. Wer "irr(e)" ist, ist wahrhaftig gestört – also wie "ver-irrt". Ob sich das Verirrtsein nun auf das Denken oder Fühlen oder beides oder auf die "Wahrnehmung" beziehen, ist weniger wichtig. In keinem dieser Fälle leben diese "Irren" in der WIRKLICHEN Wirklichkeit, sondern abgetrennt davon – mehr oder weniger, so oder so.

    Die "Verrücktheit der Regierenden, Kirchen, der Presse" usw., wie es im Beitrag heißt, ist also aus meiner Sicht ein "Irre-Sein". Die Soziologie nennt das – bekannte – Phänomen (die) "Kollektive Neurose". Ich bin seit 1992 bemüht, über diese Krankheit, die ich selbst die "Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose" nenne, aufzuklären und vor allem auch über die zweifelsfrei gegebene Möglichkeit der GRUNDLEGENDEN, nachhaltigen, Heilung – auf die einzige mögliche, völlig natürliche, Weise: Durch das Nachholen dessen, was versäumt wurde in der geistig-seelischen bzw. Bewußtseins-Entwicklung: Die Bewußtseins-"Erweiterung" in den Bereich des Unbewußten hinein; den "Aufstieg" ("Ascension") zum höheren Bewußtsein, bei dem es sich um das evolutionär entwickelte – gottgewollte!- Erwachsenen-Bewußtsein handelt, zum dem in gesunden Völkern die jungen Menschen in der Pubertät aufsteigen – im Prozeß der "Initiation", auch "Übergangsritual" genannt. Und von diesen Dingen sind vor allem die Menschen der zivilisierten Gesellschaft entfremdet.
    Deswegen konnte auch Erich Fromm zu Recht sagen, daß die Erwachsenen der modernen Gesellschaft nicht (wirklich, wahrhaft) erwachsen sind.
    Deswegen kann man zu Recht sagen, daß der moderne Mensch nur 10% seines geistigen Potenzials nutze. (was A. Einstein gesagt haben soll. Aber es spielt keine Rolle, wer es – zuerst – gesagt hat. Wichtig – und über die Maßen tragisch – ist, daß es WAHR ist!

    Der einzige Trost ist, wie gesagt, daß diese Krankheit in jedem Einzelfall grundlegend heilbar ist.

    Wir können also den gegenwärtigen ungebremsten Sturz in den Untergang aufhalten, wenn wir uns mutig der Wahrheit der tieferen Ursache unserer Probleme öffnen und mit der göttlichen Liebe, die uns damit zufließt, die Lösung des Problems anpacken.

  3. Kreationist74 schreibt:

    Ich fand das Auftreten von Heidi M. mutig. Es gehört Mut dazu, die Wahrheit zu sagen und den lasse ich mir auch nicht nehmen.

  4. Pingback: „Allahu akbar“ in christlicher Kirche | Kreidfeuer

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