Islamverbot in Angola

Während die angolanische Botschaft ein Islamverbot in Angola dementiert:
JF: Angola dementiert Islamverbot (26.11.):

Die angolanische Botschaft hat Berichte über ein angebliches Verbot des Islams in dem südostafrikanischen Land dementiert. Zuvor hatten zahlreiche Medien unter Berufung auf Regierungskreise und angolanische Zeitungen berichtet, das Land habe neben dem Islam auch weitere Religionsgemeinschaften verboten. …

schreibt die NZZ gestern Folgendes:
http://www.nzz.ch/aktuell/international/aufgefallen/nur-noch-nuetzliche-religionen-in-angola-1.18195129  (30.11.):

Angola geht neue Wege im Umgang mit Religionen. Das südwestafrikanische Land will die Aktivitäten von 194 religiösen Institutionen verbieten. Unter ihnen sind christliche Freikirchen und Sekten, aber auch der Islam. Der Bann treffe Gemeinschaften, liess die Kultusministerin Rosa Cruz e Silva verlauten, «die im Widerspruch zu Gewohnheiten und Sitten der angolanischen Kultur stehen». Es gebe, führte sie weiter aus, nur drei oder vier Glaubensrichtungen, die eine sichtbare und nützliche Rolle in der Gesellschaft spielten. An einer kirchlichen Tagung wurde kürzlich beklagt, dass gewisse Sekten den Namen der Kirche Christi besudelten, wie das «Jornal de Angola» meldete. Wie in vielen afrikanischen Ländern sind auch in Angola Freikirchen vor allem evangelikaler Ausrichtung auf dem Vormarsch.

Alle religiösen Vereinigungen im Land müssen seit einiger Zeit einen Antrag auf Anerkennung stellen; derjenige der Muslime wurde letzte Woche abgelehnt. Rund sechzig Moscheen im Land sollen geschlossen werden. Unter den 16 Millionen mehrheitlich katholischen und protestantischen Angolanern sind nur etwa 200 000 Muslime. Hinzu kommen allerdings zahlreiche muslimische Einwanderer, die im ölreichen Angola Arbeit suchen. Der angolanische Präsident Dos Santos wurde diese Woche mit den Worten zitiert, die neue Regelung bedeute das endgültige Aus für den Islam in Angola.

Muslimische Würdenträger aus der ganzen Welt haben sich über die Massnahmen empört gezeigt. Allerdings fällt deren heiliger Zorn auf sie zurück, da schliesslich umgekehrt in islamischen Ländern wie Saudiarabien Kirchen und sogar der Besitz von Bibeln oder Kreuzen verboten sind.

Originell sind angesichts der weltweiten Aufregung auch die Dementis. Nachdem verschiedene Medienberichte unter dem Titel «In Angola wird der Islam verboten» erschienen waren, liess die Regierung verlauten, diese Meldungen seien nicht korrekt. Denn schliesslich sei die muslimische Glaubensgemeinschaft gar nie offiziell anerkannt worden.

(Gefunden via http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2013/11/bemerkenswerte-offenheit-und-courage.html 30.11.)

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