Syrien: USA vertuschten mögliche Giftgas-Urheberschaft durch al-Nusra

Kopp: USA wussten, dass die syrischen Extremisten Sarin herstellen konnten – aber sie vertuschten es   (10.12.):

Der renommierte investigative Journalist und Pulitzer-Preisträger Seymour Hersh enthüllte unter Berufung auf hochrangige amerikanische Sicherheitsexperten in seinem Artikel »Wessen Sarin?« (in englischer Sprache), dass Washington bekannt war, dass auch die syrischen Rebellen das Nervengas Sarin produzieren konnten. Aber Präsident Barack Obama zog es vor, sich nur auf die handverlesenen Geheimdienstinformationen zu beziehen, die den syrischen Präsidenten Assad für den Giftgasangriff auf Ghuta verantwortlich machten.

… Dass Obama die Urheberschaft für den Chemiewaffenangriff ausschließlich dem Assad-Regime und dessen Streitkräften zuschob und damit wider besseres Wissen eine mögliche Täterschaft der Al-Nusra-Front kategorisch ausschloss, geht laut Artikel darauf zurück, dass die Regierung »nur diese Geheimdienstinformationen herauspickte, um einen Angriff auf Assad zu rechtfertigen«. »Dieses selektive Verfahren ähnelt dem Vorgehen, mit dem man den Krieg gegen den Irak 2003 rechtfertigte, sehr«, heißt es weiter.

… Hersh geht dann den Medienberichten zu den Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Chemiewaffenangriff nach und verweist darauf, dass Medien verschiedentlich Informationen, nach denen möglicherweise auch andere als Assad für den Angriff verantwortlich sein könnten, unter den Tisch fallen ließen.

Der Bericht der Vereinten Nationen (UN) vom 16. September bestätigte zwar den Einsatz von Sarin, aber an einer Stelle des Berichts heißt es, die Experten hätten keinen unmittelbaren Zugang zu den angegriffenen Stadtteilen gehabt, die von den Rebellen kontrolliert wurden, so dass Beweise von dort möglicherweise manipuliert worden sein könnten. In der Berichterstattung seitens der etablierten Medien wurde dieser Aspekt geflissentlich ignoriert.

… »Während das syrische Regime weiterhin dabei ist, sein Chemiewaffenarsenal zu vernichten, könnte sich die bitter-ironische Situation entwickeln, dass al-Nusra und ihre islamistischen Verbündeten nach der Zerstörung der Chemiewaffenlager Assads die einzig noch verbliebene Fraktion in Syrien sein könnte, die Zugang zu den Substanzen hätte, aus denen man Sarin, eine strategische Waffe, die alle anderen Waffen im Kriegsgebiet überragt, herstellen kann. Möglicherweise muss noch nachverhandelt werden.«

Ergänzung 14.12.2013:

http://german.ruvr.ru/news/2013_12_14/Hinter-C-Waffen-Einsatz-in-Syrien-stecken-Assad-Gegner-7347/:

Wie der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin bei einer Sitzung der UN-Vollversammlung feststellte, steckt hinter den C-Waffen-Attacken in Syrien die Opposition, die dadurch das militärische Eingreifen der westlichen Länder in dem Land provozieren wollte.

Sollte die syrische Regierung den C-Waffen-Einsatz geplant haben, so hätte das US-Agentennetz in Syrien, dessen Existenz vom ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden bekanntgegeben wurde, das rechtzeitigt signalisiert, argumentierte der russische Diplomat.

Ergänzung 16.12.2013:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/syrien-und-das-giftgas-obama-soll-luegen.html   (16.12.):

… Lügen US-Präsidenten so offen und dreist, selbst wenn die Geheimdienste es schon besser wissen? Sind die zeitnahen Enthüllungen über solche Vorgänge schon keine Gefahr mehr für die Regierungen?

Dann wäre der Westen nicht mehr weit von den kommunistischen Diktaturen entfernt. Nordkorea demonstriert dieser Tage, wie bizarr die Verleumdung Missliebiger sein kann und in gewohnter Art und Weise Liquidierungen nach sich zieht. …

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Ergänzung 2.2.2014:

http://zeit-fragen.ch/index.php?id=1702   Wessen Sarin?   (28.1.)

von Seymour M. Hersh

Barack Obama erzählte diesen Herbst nicht die ganze Geschichte, als er versuchte, Gründe dafür zu liefern, dass Bashar al-Assad für die Chemiewaffenangriffe vom 21. August in der Nähe von Damaskus verantwortlich sei. In einigen Fällen liess er wichtige Geheimdienstinformationen weg, und in anderen präsentierte er Vermutungen als Tatsachen. Und das Wichtigste: Er gab nicht zu, was den US-Geheimdiensten bekannt war: dass die syrische Armee nicht die einzige Partei im syrischen Bürgerkrieg ist, die Zugang zu Sarin hat, dem Nervengas, dessen Verwendung beim Raketenangriff eine Uno-Studie feststellte – ohne dabei die Frage der Verantwortlichkeit zu beurteilen. …

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