Belgien führt Kindereuthanasie ein

http://www.katholisches.info/2013/12/13/belgischer-senat-stimmt-fuer-euthanasierung-von-kindern-ohne-altersgrenze/:

Der belgische Senat stimmte in der Nacht auf heute der Euthanasierung von Kindern zu. Das belgische Euthanasiegesetz, das bisher Euthanasie für Minderjährige untersagte, könnte damit ohne Altersbegrenzung auch auf Kleinstkinder angewandt werden.

Mit 50 gegen 17 Stimmen genehmigte der belgische Senat die Gesetzesänderung. Nun muß das Abgeordnetenhaus darüber abstimmen, dann folgt die zweite und endgültige Abstimmung im Senat. Lediglich ein Viertel der Senatoren verweigerte der Euthanasierung von Kinder die Zustimmung. Das belgische Euthanasiegesetz sieht vor, daß der betroffene Patient einen Antrag auf Euthanasierung stellen muß und von einem Psychologen die Urteilsfähigkeit des Antragstellers geprüft werden soll.

Ein Kind gilt mit gutem Grund als nicht rechtsfähig, darf nicht wählen und keinen Führerschein machen. Doch für die große Mehrheit der belgischen Senatoren soll ein dreijähriges Kind imstande sein, darüber zu entscheiden, euthanasiert werden zu wollen. …

Ergänzung:

http://www.kath.net/news/44120   Küng zur Sterbehilfe: Todeswunsch ist oft ein ‚Hilfeschrei‘   (13.12.):

St. Pöltner Bischof in Wiener Kirchenzeitung „Der Sonntag“ zu Euthanasie-Debatte: Absichtliche Tötung und Beihilfe zum Selbstmord „niemals erlaubt“, aber auch Lebensverlängerung um jeden Preis ist nicht ethisch gefordert …

Ergänzung 15.12.2013:

http://www.unzensuriert.at/content/0014537-Belgiens-Linke-f-hrt-aktive-Sterbehilfe-f-r-Kinder-ein   (14.12.):

Eine Linksallianz aus Sozialisten, Liberalen und Grünen unter der Führung von Ministerpräsident Elio Di Rupo boxte in Belgien die Einführung der aktiven Sterbehilfe für Kinder durch. Für Erwachsene ist die Sterbehilfe bereits seit 2002 erlaubt. Unter dem Deckmäntelchen eines falsch verstandenen Liberalismus setzte die vereinigte Linke einen weiteren Schritt in Richtung Dekadenz und weg von den traditionellen Werten. Einzig die Bürgerbewegung Vlaams Belang und die Christdemokraten stimmten dagegen.

Demenzkranke Kinder sollen Todesspritze erhalten

Die nun beschlossene Lösung sieht nicht einmal irgendeine Altersgrenze vor, sodass bereits Babys bei Zustimmung von Eltern und Ärzten die Todesspritze erhalten. Auch bei demenzkranken Kindern soll die Todesspritze gesetzt werden. Viele belgische Bürger sind verunsichert, da im Jahr 2013 bisher 1432 erwachsene Belgier die aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen haben. Das sind rund 25 Prozent mehr als im Jahr 2012. Immer mehr Bürger, die gar nicht todkrank sind, nehmen Sterbehilfe in Anspruch, zuletzt etwa auch eine Person, bei der eine Geschlechtsumwandlung schiefgegangen war.

Als „traurige Bankrotterklärung“ bezeichnete der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, diese Neuerung. Brysch forderte das Europäische Parlament und den Europarat auf, der Ausweitung der aktiven Sterbehilfe in Belgien entgegenzuwirken.

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3 Antworten zu Belgien führt Kindereuthanasie ein

  1. heureka47 schreibt:

    „Ist dies schon Tollheit, hat es doch Methode.“

    Dieses Zitat ist eine Umschreibung für die „Psychische Störung / Erkrankung“, die man mit heutiger Terminologie „rationalen Irrsinn“ nennen könnte. Und das tue ich auch seit einiger Zeit.

    „Die Pathologie der Normalität“ nennt das der Titel des Buches aus dem Nachlaß von Erich Fromm;
    „Der Wahnsinn der Normalität“ heißt ein Buch von Arno Gruen – aber ich bin darauf gekommen, daß der Begriff „Wahn(sinn)“ in diesem Zuisammenhang unzutreffend ist.
    Wie wir in der deutschen Sprache den Begriff „Wahn“ verstehen / anwenden ist schlicht FALSCH.

    Der „rationale Irrsinn“ ist – soweit mir bekannt ist! – keine psychische Störung / Erkrankung die – im Einzelfall – diagnostiziert wird, ebenso wie die in der Soziologie bekannte „Kollektive Neurose“ so nicht diagnostiziert wird – weil so gut wie alle davon befallen und mehr oder weniger beeinträchtigt sind.

    Der „rationale Irrsinn“ ist das „Normale“ in der zivilisierten Gesellschaft, ist die Mehrheits-„Normalität“, an der sich die Mehrheit wiederum orientiert – und daran krank wird.

    Die Entscheidung zur Kinder-Euthanasie ist nur ein weiterer von vielen Schritten auf dem falschen Weg.
    Schade, daß die Befallenen des rationalen Irrsinns ihre Krankheit nicht selbst erkennen können – es sei denn unter großem Leidensdruck, daß die innere Abtrennung relativiert wird. Aber auch der große Leidensdruck hilft nicht immer. Viele sterben, ohne jemals die Wahrheit erkannt zu haben…

  2. Dörflinger André schreibt:

    Definition gemäss WAHRiG (Grosswörterbuch im Bertelsmann Lexikon Verlag 2001), S. 1370:
    „“Der W a h n = indogerm.: uen- = erstreben, begehren; > gotisch : > wens >> ahd.: wan, Verlangen > (sehr kleine bis grundlose) Hoffnung, Selbsttäuschung, Einbildung, Irrglaube, Verblendung““, Trugschluss (Schlussfolgerung von falscher Voraussetzung) udglm. ////
    des menschlichen Geistes, im Unterschied zu ndt. Französismus „Illusion“ = bildliche Wirklichkeitsverklärung > die uns in (willkommen unterhaltsame, daher angenehme, zeitlich begrenzte) Tagträumerei u.a. (Zirkus-Gaukler > Illusionist >> bis handfester Betrüger) versetzt.
    Daraus folgen > Die Wahnvorstellung, der Wahnsinn, der Wahnsinnige, wahnsinnig ( mundartlich auch =irre (zu)viel); als Verb: wähnen = (fälschlich) etwas annehmen > vermuten, sich einbilden bis (fest) daran glauben; jedoch, gemäss WAHRiG, nicht sprachverwandt (was Sinn macht) mit anderer Wortergänzung „erwähnen, die Erwähnung, erwähnenswert“, weil die Bedeutung davon: völlig normal ist: „etwas sagen > nennen“.
    Die Belgiern wähnen sich also im moralischen Recht so zu denken >> tun, eigentlich logische nachgeburtliche Kleinst-kind-Abtreibung, ohne individuelle Verantwortlichkeit (wiederum ist niemand schuldig, wie Bomben im Krieg namenlos auf Städte fallen und die Schwerstkriminellen aller Art am Leben bleiben, frevelhaft nicht hingerichtet werden dürfen). D a s ist eben die neuste, feige West-Staaten-Logik ab den 1980er Jahren > der denkbequemen (Mehrheits-) Masse (auch deren (wieder-) gewählt werden wollender Nomenklatura). Es lebe deren Opportunismus: Heute gilt dies, morgen das Gegenteil davon, übermorgen das Gegenteil des Gegenteils. Hauptsache sie hat alle (gegensätzlichen) politischen Strömungen irgendwie über-lebt > ob so u n s e r e nach-christliche Zivilisation überlebt, schert diese doch seit je nicht.

    • heureka47 schreibt:

      Vielen Dank für die Ausführungen zu „Wahn“. Ich denke aber, daß die Sprachforschung sich irrt bzw. nicht tief genug schaut.
      Bei UR-sprachlicher Betrachtung setzt „WAHN“ sich zusammen aus dem „W“ – dem „Frage-Laut“, und „AHN“, dem „Ur-Vater“ (im Sinne von „Gott“).
      Folglich ist „Wahn“ eine Botschaft vom Ahn, die klärungsbedürftig ist, die gedeutet werden muß, um recht / richtig verstanden zu werden. Analog zum Traum.
      Wir kennen auch das Wort „ahnen“ / „Ahnung“; auch dies ist eine Botschaft aus dem „Unbewußten“, dem göttlichen Bewußtsein (im Menschen), aber der Unterschied ist: bei der Ahnung ist uns schon klar, um was es geht.

      Die Völker Germaniens sprachen bekanntermaßen (noch) (die) „Ursprache“, die von Gott stammende Sprache, auch „Theodisch“ (-> „Deutsch“) genannt, in der die Laute und Lautfolgen eine „symbolische“ Bedeutung haben – z.B. „W“ = Frage, „N“ = Verneinung / Ablehnung, „K“- „kein / klein“, usw.

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