Secular Pro-Life: Lebensrecht ist kein religiöses Monopol

Ich habe mich immer gewundert, bei Anti-Abtreibungs-Aktionen und -Einrichtungen nur rechtskatholische und evangelikale Mitstreiter zu sehen. Dabei ist das Lebensrecht vom Augenblick der Empfängnis an doch kein exklusiv religiöses Anliegen, sondern ein logisches Naturrecht. Das folgende Interview stützt diesen Ansatz:
http://www.freiewelt.net/interview/das-lebensrecht-ist-ein-universeller-wert-10018885/   (13.12.):

Im Interview mit FreieWelt.net spricht die Präsidentin der konfessionsfreien Organisation Secular Pro-Life Kelsey Hazzard über neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit für den Lebensschutz.

FreieWelt.net: In Deutschland wird die Lebensschutzbewegung fast ausschließlich von religiös motivierten Menschen getragen. Sie nehmen ausdrücklich eine säkulare Perspektive ein. Wie ist die verankert?

Kelsey Hazzard: Wir glauben, dass jeder Mensch angeborene Rechte besitzt, und das Recht zu leben ist das wichtigste davon. Das ist ein geradezu universeller Wert, der in vielen Aussagen über die Menschenrechte enthalten und nicht das Monopol irgendeiner Religion ist. Medizinische Erkenntnisse belegen zweifelsfrei, dass das menschliche Leben im Mutterleib beginnt und dass Abtreibung das Leben eines Menschen beendet. …

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2 Antworten zu Secular Pro-Life: Lebensrecht ist kein religiöses Monopol

  1. um95Prozent schreibt:

    und jene? Vergessen?
    http://www.taz.de/Debatte-Sexueller-Missbrauch/!129530/

    und wie sieht das Lebensrecht von geistigbehinderten Menschen aus in den üblichen VERWAHRANSTALTEN (etwa auch den Diakonien) ? Die neuen „Konzepte“ berufen sich auf das sogenannte Selbstbestimmungsrecht, was den Träger entlastet sich zu kümmern, Beziehung zu leben oder Entscheidungen zu treffen und jenem, der einen 100% Schwerbehindertenausweis besitzt, die VERANTWORTUNG überläßt. (Bewahre!) Feine Passivität! Gleichzeitig kann so das Geld gekürzt werden. Jemand, der sich auf dem platten Land in Isolation begibt und die Tür hinter sich zu macht (und vor Langeweile mit dem Kopf gegen die Wand schlägt oder besinnungslos Transfette und versteckte Suchtsoffe in sich hinein stopft…warum spielt das Essen für die Bewohner denn wohl so eine unbändige Rolle dort????) KOSTET eben immer noch weniger, als jemand, der aktiv teilnimmt und Förderung und Begleitung benötigt oder irgendwie auf der Bildfläche vorkommt! Kommt der Politik gelegen. Und wieder einmal zeigt sich, wie schwer es für Institutionen ist, umzukehren, etwas zurück zu nehmen…wie falsche Wege, Paradigmen.

    (zum Nick: hohe Dunkelziffer…vor kurzem noch schön geredet:aktuelle Zahlen nicht wesentlich verändert:
    http://www.t-online.de/eltern/gesundheit/id_53886526/down-syndrom-abtreibung.html)

  2. heureka47 schreibt:

    Ein – absolutes -„Recht“ auf Leben gibt es m.E. NICHT.
    Wo wäre das einklagbar? Bei Gott?
    Wenn wir Gott mit in die Sache hineinnehmen, gibt es ein höheres Gesetz als das Recht auf körperlich-materielles Leben: Das höchste Prinzip: Die reine, bedingungslose Liebe.

    Nur diese Liebe kann dafür sorgen, daß Menschen gezeugt und geboren, aufgezogen und am Leben erhalten werden, zum wahren Erwachsensein geführt werden und „eingeweiht“ in das höhere Bewußtsein und in das höchste Prinzip. Nur so ist der Fortbestand der Menschheit gewährleistet. Werden wir vom höheren Bewußtsein und vom höchsten Prinzip, der bedingungslosen Liebe, entfremdet, ist der Fortbestand der Menschheit NICHT mehr gewährleistet. Denn die Liebe ist ein Aspekt der „Kraft Gottes“, der „universellen Energie“, ebenso wie „Lebens-Energie“ ein Aspekt dieser Kraft ist. Und wenn wir nicht mehr mit dieser Kraft verbunden sind, nicht mehr Herr sind über sie in unserem Körper / Leben, dann verschwindet das Leben. Erst kommt Krankheit, dann der Tod.

    Das „Recht auf Leben“ kann also allenfalls als ein „bedingtes Recht“ aufgefaßt werden. Nur DER Mensch lebt, der in Einheit und Harmonie mit der „Lebens-Energie“ bzw. der „Gotteskraft“ insgesamt lebt – mit allen ihren Aspekten. Zu denen auch „Friede“ gehört. Auch über die Kraft des Friedens soll der wahrhaft erwachsene Mensch verfügen – weil nur so wahrer Friede zu schaffen / bewahren ist.

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