Frankreich will Abtreibung zu Rechtsanspruch machen

http://www.katholisches.info/2013/12/20/auf-estrela-folgt-hollande-abtreibung-wird-in-frankreich-zum-frauenrecht/:

Die Stiftung Jérôme Lejeune schlägt Alarm: In Frankreich soll Abtreibung mit allen Folgen zu einem „Recht“ gemacht werden.

Die nach dem bekannten Genetiker und Lebensrechtler Jérôme Lejeune benannte Stiftung analysierte die Anträge, die ab 20. Januar im französischen Parlament im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen Gleichstellungsgesetzes zwischen Mann und Frau diskutiert werden.

Bereits am vergangenen 17. September hatte der französischen Senat für eine erweiterte Definition der „Straftat der Abtreibungsbehinderung“ gestimmt. Seither sind alle Schwangerenberatungsstellen einschließlich der entsprechenden Internetseiten gezwungen, über die „Möglichkeit der Schwangerschaftsunterbrechung“ zu informieren. Der Nationalversammlung liegen noch weitergehende Anträge vor.

Darunter auch eine Änderung des geltenden Abtreibungsgesetzes mit dem Ziel, aus „einer Ausnahme ein Recht“ zu [machen], so die Stiftung Jérôme Lejeune. Die Tötung ungeborener Kinder werde damit nicht nur zu einem rechtmäßigen Akt wie zahlreiche andere auch, sondern zu einem Rechtsanspruch, dem sich zu widersetzen zur Straftat wird.

Ein anderer Antrag zielt auf die Änderung der geltenden Bestimmungen für das öffentliche Gesundheitswesen. Wo es bisher heißt, daß „allen schwangeren Frauen, die aufgrund ihres Zustandes leiden“, die Abtreibung erlaubt ist, soll es künftig heißen: „allen schwangeren Frauen, die keine Schwangerschaft wollen“ ist die Abtreibung erlaubt.

„Reproduktive Gesundheit“

Ein weiterer Antrag fordert, die Überschrift des zweiten Kapitels des Gesetzes über das öffentliche Gesundheitswesen zu ändern, weil [sie] „veraltet und unangemessen“ sei. Die geltende Überschrift „Gesundheit der Familie, der Mutter und des Kindes“ soll ersetzt werden durch „Reproduktive Gesundheit, Frauenrechte und Schutz der Gesundheit des Kindes“. Der „Schutz“ für die „Gesundheit des Kindes“ gilt allerdings nur für jene Kinder, die nicht vorher durch Abtreibung getötet wurden.

Die Stiftung Jérôme Lejeune beklagt das völlige Fehlen einer „öffentlichen Debatte angesichts so tiefgreifender Veränderungen des Abtreibungsgesetzes“ und fordert die verantwortlichen Politiker auf, die Abtreibung als das zu sehen, was sie ist, „ob es gefällt oder nicht“, nämlich „die Tötung eines menschlichen Wesens, bevor es geboren wird“.

Auf Estrela folgt Hollande

Das Europäische Parlament lehnte am 10. Dezember den sogenannten Estrela-Bericht ab, der die Abtreibung als “Menschenrecht” definieren wollte. Dafür springt nun in Frankreich die sozialistische Regierung von François Hollande ein. Vor allem die Ministerin für die Gleichberechtigung der Frau und gleichzeitig Regierungssprecherin Najat Vallaud-Belkacem tritt als radikale Abtreibungsbefürworterin auf (zur aus Marokko stammenden Ministerin Najat Vallaud-Balkacem siehe eigenen Bericht). Sie scheint den Kampf bereits gewonnen zu haben, „die Abtreibung ein bißchen mehr zu einem Recht wie alle anderen zu machen“.

Zuerst richtete sie eine offizielle Regierungsseite im Internet ein, um „für den Schwangerschaftsabbruch zu werben“, dann forderte sie vom Haut Conseil à l‘égalité entre les femmes et les hommes ein Gutachten. Der Gleichstellungsrat war erst im Januar 2013 von Hollande als Beratungsgremium geschaffen und mit ideologisch nahestehenden Personen besetzt worden. Die Antwort des Haut Conseil lautete, daß das Recht auf Gewissensverweigerung für Ärzte und Gesundheitspersonal abzuschaffen sei und „die Abtreibung zu einem wirklichen Recht der Frau“ gemacht werden solle. Gesagt, getan. Die entsprechenden Anträge wurden bereits eingebracht und es scheint wenig wahrscheinlich, daß die sozialistische Parlamentsmehrheit ab 20. Januar gegen die Parteilinie entscheiden wird.

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Eine Antwort zu Frankreich will Abtreibung zu Rechtsanspruch machen

  1. Dörflinger André schreibt:

    Das neue französische Sozi-Moral-Hollande-Monopol-Regime (von 2012- bis theoretisch 2017) will als weiteren Gewalt-akt überstürzt die Einführung des Matriarchats beschleunigen, d.h. alle früheren Sitten-Verbote > Gebote auf-Teufel-komm-raus ins Umgekehrte = Männerunfreundliche kehren. Frühere Verbote sollen also nicht mehr nur geduldet, nein gerazu unverrückbaren VOLKS-Recht-Status erlangen.
    Eigentlich nicht schlau von ihm, wird doch dadurch seine Abwahl im Mai 2017 nur noch offensichtlicher > dringender.
    Kein Wunder hat es dem neuen Wohlfühl-Gutmensch-Papst Franziskus die Sprache verschlagen,
    so, dass er dazu nicht auf Französisch reagieren mag.
    Zusammenfassung: Freie Familien-Namensgebung für alle, Recht auf Homo-heirat mit folgender Kindsadoption…., auf beschleunigte Ehe-Scheidung, auf unbedingte Abtreibung usfl
    –> W e l c h e weiteren gesellschaftspolitischen Verwerfen kommen alles noch auf die herkömmliche, Gesellschaft zu, auftrags dieses absichtlich selber nicht verheirateten Präsidenten mit wechselnden Frauenbekanntschaften und eigenen (unehelichen) Kindern.
    Dieser ist also kaum eine Vorzeige-Vorbild-person für die heiratswillige Generation.
    In ganz Europa gibts z.Z. ausser dem Russen PUTIN keine Politiker mit staatsmännischen Qualitäten. Entweder lassen sie – aus wahltechnischen (Hintergedanken-)Gründen – der feministischen Doktrin freien Lauf oder befördern diese gar noch.

    Möge das neue Jahr 2014 bald kommen….., nein gleich das Abwahljahr 2017 !

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