Kindermangel thematisieren!

http://www.medrum.de/content/kinderlosigkeit-kein-thema-in-neujahrsansprache   (2.1.):

Bundeskanzlerin und Bundespräsident fragen nicht, ob wirklich schon alles getan wird, was getan werden könnte

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte in ihrer Neujahrsansprache an die Bundesbürger das soziale Engagement vieler Menschen heraus und würdigte die Bereitschaft, immer wieder Chancen zu neuen Anfängen zu nutzen. Die Kinderlosigkeit in weiten Kreisen der deutschen Gesellschaft war hingegen kein Thema.

Die Bundeskanzlerin unterstrich in ihrer diesjährigen Neujahrsansprache, dass es – bei vielen, auch oft belastenden Ereignissen – immer wieder Chancen zu Neuanfängen gebe, die von vielen, „Jungen und Alten“, auch gewagt würden. Dabei stehe jede Lebensgeschichte für sich – und trage zugleich ihren Teil zu dem bei, „was unser Land im Kern ausmacht: Leistungsbereitschaft, Engagement, Zusammenhalt“.

Wirklich? So kann jeder fragen. Machen nicht unser Land im Kern die Menschen, ganz besonders die vielen jungen Menschen aus, und gerade auch die, die fehlen? So verwundert es nicht, dass Angela Merkel unerwähnt ließ, dass Deutschland maßgeblich durch seine hohe Kinderlosigkeit geprägt ist, ein oder sogar der Hauptgrund für die zunehmende und massive Überalterung der Gesellschaft und heraufziehende Zukunftsprobleme. So bleiben etwa 30 Prozent aller Akademikerinnen zeitlebens kinderlos.

Wenn Merkel in ihrer Rede davon spricht, dass es ihr besonders wichtig sei, der jungen Generation geordnete Finanzen zu übergeben und die Energiewende zum Erfolg zu führen, übersieht sie die wohl größte Herausforderung, vor der die deutsche Gesellschaft steht: in einer von hoher Kinderlosigkeit geprägten Gesellschaft die Wende zu einer an Kindern reichen Gesellschaft einzuläuten. Der Mut zu mehr Kindern könnte zugleich als das größtmögliche und notwendige soziale Engagement betrachtet werden. Das geht allerdings nicht auf ehrenamtlichem Wege, sondern ist eine Lebensaufgabe, die von immer weniger Frauen und Männern angenommen wird. Dies der jungen Generation bewusst zu machen und ihren Mut zu Kindern zu stärken, wäre es wert gewesen, in den Mittelpunkt einer Neujahrsansprache gestellt zu werden. Nur wenn Deutschland wieder mehr Kinder haben wird, kann es, um mit den Worten der Kanzlerin zu sprechen, auch in Zukunft stark bleiben.

Auch Bundespräsident Joachim Gauck rührte zuvor in seiner Weihnachtsansprache das Thema Kinderlosigkeit nicht an. Er appellierte zwar an die Deutschen: „Machen wir unser Herz nicht eng, mit der Feststellung, dass wir nicht jeden, der kommt, in unserem Land aufnehmen können. … Tun wir wirklich schon alles, was wir tun könnten?“ Doch hätte Gauck nicht ebenso sagen können: „Machen wir unser Herz nicht eng mit der Feststellung“, dass wir nicht jedes Kind, das eine Frau empfangen hat, in unserem Land aufnehmen können.

Dazu hätten Bundespräsident wie Bundeskanzlerin ebenso fragen können: Tun wir wirklich schon alles, was wir tun könnten? Gerade auf dem Gebiet der Kinder wäre es wünschenswert, eine neue „Willkommenskultur“ zu schaffen, wie es Manfred Libner, Geschäftsführer der Stiftung „Ja zum Leben“, jüngst in seinem Kommentar „Frauen wollen nicht ins gesellschaftliche Abseits“ in MEDRUM ausdrückte.

*********************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Demografie abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Kindermangel thematisieren!

  1. heureka47 schreibt:

    Das wahre Problem wird nicht gesehen bzw. nicht als Problem erkannt. Oder es ist zwar bekannt, aber die Politik sieht keine Möglichkeit der Lösung – und spricht deshalb nicht darüber.

    Ich habe 1994/95 versucht, den Deutschen Bundestag mit einer Petition auf die Schwere / Bedeutung der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“ aufmerksam zu machen und politisches Handeln darauf zu lenken. Die Petition wurde mit Hilfe unzutreffender Argumente einer wissenschaftlichen Stellungnahme abschlägig beschieden.

    Meine damaligen Briefe an alle Parteien, alle Ministerien und weitere Stellen, an den damaligen Bundespräsidenten ebenso wie an den früheren Bundeskanzler Helmut Schmidt blieben ohne inhaltliche Reaktion oder völlig ohne Reaktion.

    Derweil wächst die pandemische „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ exponentiell und wir stehen vor der nächsten „Kollektiven PSYCHOSE“ – nach der von 1933-1945. Die Statistik dazu besagt, daß solche „Dekompensationen“ im groben Schnitt alle 50 Jahre ausbrechen.

    In den letzten Jahrzehnten allerdings befinden wir uns in einer geschichtlich neuartigen Situation – nämlich im Übergang zur permanenten – globalen – „Kollektiven Psychose“.

    Grundlegende Heilung ist in jedem Einzelfall jederzeit möglich. Um die „Kollektive Psychose“ abzuwenden, muß die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose geheilt werden. Um das für die gesamte Gesellschaft in Gang zu bringen und zum Erfolg zu führen, braucht es optimalerweise eine „konzertierte Aktion“ von wahrheitsgemäßer (Breiten-)Aufklärung und Fördermaßnahmen / Begleitungsprogramme für die Bereitwilligen.

    Die konstruktive Überwindung der Kollektiven Neurose bedeutet das – konstruktive – Überwinden von ANGST und den Wechsel zur Herrschaft der reinen, bedingungslosen – göttlichen – Liebe. Eigentlich ist alles ganz einfach. „Schwierig“ oder „undurchführbar“ oder ähnliches scheint es nur dem von der Neurose Beeinträchtigten, dem noch im „Niederen Selbst“ / „Ego“ und in Angst und Zweifel lebenden Menschen.

    Die zivilisierte Gesellschaft lebt durch die „Kollektive (Zivilisations-)Neurose“ in einem Klima, das eine bunte Mischung aus vielen verschiedenen psychischen / psychosomatischen Störungen ist: Eine Mischung aus Angst, Depression, Aggression, Zwangsstörung und vielen anderen Schattierungen negativen Denkens und Fühlens oder auch NICHT-Denkens und NICHT-Fühlens!

    Die Gleichgültigkeit, Hartherzigkeit, Gedankenlosigkeit oder Gefühllosigkeit, die wir an vielen Stellen, bei vielen Gelegenheiten, beklagen, sind ebenfalls Symptome der „Kollektiven (Zivilisations-)Neurose“.

    Da hilft NICHTS anderes als die wahre, grundlegende, HEILUNG.
    Zwar hat die Wissenschaft und Industrie Medikamente für diverse Störungen / Krankheiten erfunden, aber die HEILEN nicht wirklich, sie beheben nicht die wahre Ursache, sondern beeinflussen nur die Symptome, die „Oberfläche“. Die eigentliche Krankheit im Untergrund des (Unter-)Bewußtseins wird von den Medikamenten nicht beeinflußt. Die wahre, grundlegende Heilung geschieht nämlich durch WECHSEL der Bewußtseins-Ebene – vom grobstofflichen (materiell-orientierten) Bewußtsein („Niederes Selbst“ / „Ego“ zum FEINSTOFFLICHEN (Geist-Seele-orientierten) Bewußtsein („Höheres / wahres Selbst“).

    Dieser Bewußtseins-Wechsel ist derselbe, wie er in gesunden Kulturen IMMER am Ende der Kindheit, beim Wechsel vom Kind- zum Erwachsensein, durchgeführt wurde und noch heute wird. Ohne diesen Wechsel zur höheren (Bewußt-)Seins-Ebene ist der Mensch kaum lebensfähig – denn nur im höheren Bewußtsein, besser noch: ALS das höhere Bewußtsein kann der Mensch die wirklich Wirklichkeit erfahren / wahrnehmen UND diese gestalten. Und das soll er nach göttlichem Willen auch – und MUSS er auch, wenn die zwischenmenschlichen Beziehungen und Kindererziehung gelingen sollen.

    Nur der WAHRHAFT erwachsene Mensch, zum wahren Erwachsenen-Bewußtsein aufgestiegen, ist fähig und bereit, das höchste Prinzip des Universums wahrhaft zu erkennen und praktisch zu LEBEN. Und Beziehungen und Kindererziehung kann nur unter der Anwendung dieses höchsten Prinzips erfolgreich sein.

    Ansonsten verkümmert eine Bevölkerung geistig-seelisch-spirituell und dann auch intellektuell und körperlich. Krankheiten mehren sich dann – wie wir es seit geraumer Zeit erleben – und am Ende steht – auch – der kollektive Tod.

  2. die originale Mutter, nicht die hysterische Mutter schreibt:

    siehe meinen Kommentar unter Neujahrswünsche

    • die originale Mutter schreibt:

      Ergänzung
      cc Manuela Schwesig

      —-> siehe Stern 51, 12.12..2013
      „Frau Emsig von der SPD“
      von solchen beflissenen und hölzernen, Textbausteine ausspuckenden „Schülerinnen“ und Ideologinnen werden wir auch künftig bandagiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.