BW: Agitation und Propaganda gegen Bildungsplankritiker

http://www.medrum.de/content/die-gew-unterstuetzt-uebelste-methoden   (18.1.):

Sollen die Unterzeichner der Petition gegen grün-rote Bildungspläne im Ländle mundtot gemacht werden?

Ein Zwischenruf von Kurt J. Heinz

(MEDRUM) Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) beteiligt sich an Agitation und Propaganda. Sie ist Partner einer Kampagne, die die Unterzeichner der Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ in übelster Weise diffamiert.

Das Internetportal campact.de geht gegen die Unterzeichner der Petition gegen die grün-roten Bildungspläne in Baden-Württemberg vor. Dort heißt es: „Homophobie im Netz. Halten Sie dagegen. Eine bundesweite homophobe Aktion will verhindern, dass Schüler/innen in Baden-Württemberg Toleranz für die Vielfalt von Lebens- und Liebesformen lernen. Rechte Kreise trommeln lautstark für die Petition – jetzt halten wir dagegen.“ Kampagnenpartner ist laut campact.de die GEW.

Wie MEDRUM bereits bei der umstrittenen Berichterstattung des Senders SWR aufzeigte, der Teile seines Berichtes nach massiven Beschwerden zurückzog, sind die Unterstützer der angegriffenen Petition keineswegs homophob. Und sie entstammen auch nicht, wie auch campact.de und ihr Partner GEW suggerieren, [] „rechten“ Kreisen.

Es ist Hartmut Steeb, Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, durchaus beizupflichten, der kürzlich erklärte, dass Politik und Medien schon dafür sorgen, denjenigen Widerstand mundtot zu machen, der sich für bewährte Werteentscheidungen einsetzen will. Es seien ja vermeintlich die „Rechten“, die sich da noch auflehnen, so Steeb. Das scheint auch eine probate Methode für campact.de zu sein.

Wie MEDRUM berichtete, fiel der Initiator der Petition, Gabriel Stängle, bereits selbst seiner Petition zu Opfer. Er wurde offenbar derart unter Druck gesetzt, dass er sein Amt als Referatsleiter beim Realschullehrerverband niederlegte.

Zu solchen Aktionen würden auch „Schlachtrufe“ wie „Hau drauf, drisch drauf, macht sie fertig!“ passen. Ist dies das, was campact.de als „Demokratie in Aktion“ versteht, wie es im Internetportal verkündet wird? Wenn das, was campact.de präsentiert, Demokratie in Aktion sein soll, können demokratisch gesinnte Bürger nur sagen: Nein danke! Diese Methoden kennen wir bereits aus Systemen, die mit Demokratie nichts gemein hatten.

Doch darf sich eine Gewerkschaft, die nicht zuletzt auch der schulischen Bildung und der Verfassung des Landes Baden-Württemberg verpflichtet ist, auch dazu hergeben, die Methode der pauschalen Diffamierung zu unterstützen? Welches Vertrauen kann einer solchen Gewerkschaft entgegengebracht werden, müssten sich Bürgerinnen und Bürger fragen.

Eine Schlussbemerkung, vielleicht hilfreich, um die grün-roten Vorgänge um die Bildungspläne besser verstehen zu können: Für Eingeweihte ist es kein Geheimnis, dass heute betagte Spitzenpolitiker der Grünen in ihren politischen Anfangsjahren in Bünden mitwirkten, die alles andere als freiheitliche Demokratie im Sinn hatten.

Jürgen Trittin gehörte zum Beispiel zu jenem Personenkreis, der die Farbe tiefrot dann später gegen grün eintauschte. Es sollte daher niemand verwundert sein, wenn manche mit dem demokratischen Geist mitunter auf Kriegsfuß stehen. Gegen eine „total“ grüne Republik und ein Stück mehr Freiheit von nichtgrünen Überzeugungen hätten sie womöglich kaum Einwände.

Fällt es Kretschmann deswegen so schwer, die versprochene neue Politik der Bürgerbeteiligung auch zu verwirklichen, wenn es nicht um „grüne“ Ziele geht? Nicht alle werden ein solches Politik- und Freiheitsverständnis indes teilen. …

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http://www.lpb-bw.de/bwverf/bwverf.htm   Verfassung des Landes Baden-Württemberg Artikel 12:

»Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.«

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http://www.medrum.de/content/buergerinnen-und-buerger-sollten-wachsam-sein (17.1.):

Erziehungswissenschaftler und Paartherapeut Dr. Albert Wunsch im Gespräch mit MEDRUM zur Debatte über Bildungspläne zur Akzeptanz sexueller Vielfalt in Baden-Württemberg

… „Die Art und Weise, wie zurzeit mit den Gegenstimmen zu den so genannten LSBTTI-Reformplänen umgegangen wird, belegt mehr als offenkundig, dass es nicht um Vielfalt und Toleranz, sondern um das Durchpeitschen eigener Interessen geht, koste es, was es wolle.“ …

… „Immer wenn [] Toleranz gegenüber eigenen [Kleingruppen-] Lebensgrundsätzen mit intoleranten, aggressiven und diffamierenden Mitteln durchzusetzen versucht wird, entlarvt sich ein solches Agieren als Indoktrination. Dann sollten gerade deutsche Bürgerinnen und Bürger besonders wachsam sein. Denn: ‚Wehret den Anfängen’!“ …

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Ergänzung:

Axel B.C. Krauss: http://ef-magazin.de/2014/01/17/4851-bildung-regenboegen-in-uniform:

… Wie oft sind Sie schon mal einem Blauwal an Land begegnet? … Zugegeben, das Beispiel war natürlich bewusst übertrieben. Ich wollte damit auch keinesfalls Homo-, Trans-, Inter-, Metro-, Bi- und Hastenichgesehensexuelle mit Tieren vergleichen, worauf ich hiermit ausdrücklich hinweise, denn in korrekt hysterisierten politischen Milieus gerät sowas ja ganz schnell in den falschen Hals. Ich wollte damit nur vorsichtig ins Klassenzimmer werfen, ob es – gemessen am prozentualen Anteil solcher sexuellen Ausrichtungen an der Gesamtbevölkerung – wirklich nötig ist, einen Bildungsplan für allgemeinbildende Schulen zu entwickeln, der solche eher nebensächlichen Fragen zu einem der wichtigsten Tagesordnungspunkte schulischer Bildung erhebt. Warum eigentlich?

… es ging mir dabei [in einem zurückliegenden Artikel] um den von diversen Genderwissenschwaflern und Politikern wie zum Beispiel [Winfried] Kretschmann von den Grünen beinahe schon großinquisitorisch praktizierten Irrglauben, Menschen seien ohne nannystaatliche, sozialdemiurgische Hilfe zu natürlicher, sprich sich von selbst entwickelnder Sexualität völlig unfähig. Und damit wäre ich auch schon bei des sexuell wie auch immer ausgerichteten Pudels Kern und der Antwort auf die Frage: „Warum eigentlich?“

Denn eigentlich sollte man meinen, die sexuelle Erziehung von Kindern sei höchstens Aufgabe der Eltern, weiterhin, individuelle sexuelle Orientierungen entstünden mehr oder weniger „frei fließend“ im sozialen Miteinander der Menschen, also „organisch“. Genau diesen Gedanken aber kann politischer Steuerungs- und Omnipotenzwahn nur schwer ertragen. Was als „Erziehung zu mehr Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt“ etikettiert wird, ist meiner Meinung nach nichts anderes als der nur mühsam und äußerst schlecht kaschierte Versuch, Zugriff auch noch auf die letzten noch nicht staatlich plangemäß durchorganisierten Lebensbereiche der Menschen zu bekommen.

… Genderwissenschwafler und politische Gottspieler erwecken jedoch zur Rechtfertigung der eigenen Existenz, vor allem aber zur kontinuierlichen Ausdehnung des eigenen Einflussbereiches gerne den Eindruck, Deutschland sei zu 99,9 Prozent von spießig-muffigen, reaktionären, sexuell zurückgebliebenen, intoleranten, homophoben, gefährlichen Halbnazis besiedelt, die insgeheim davon träumen, jeden sexuell anders ausgerichteten Menschen sofort in Konzentrationslager zu deportieren. Deshalb benötige man einen verpflichtenden „Bildungs“-Plan für allgemeinbildende Schulen, der das üble, hundsgemeine, niederträchtige, ressentimentgetriebene Populistenpack zu mehr Toleranz erzieht.

Und weil Politiker wie Herr Kretschmann, der unlängst äußerte, er sehe großen Handlungsbedarf, solange an Schulen Beschimpfungen  wie „Schwule Sau!“ fallen, für Kinder und Jugendliche in puncto Toleranz selber ein strahlendes Beispiel dadurch abgibt, zusammen mit anderen Spießgesellen seines Schlages „Abweichler“ von der europolitischen Hauptströmung als „Europahasser“, nationalistische „Bauernfänger“, als „Rechtspopulisten“ und so weiter pauschal zu diffamieren und für alle von den eigenen Lebensvorstellungen abweichenden Entwürfe sofort Verbote zu fordern, müssen wir eben an allgemeinbildenden Schulen für mehr Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt sorgen, richtig? „Und was ist mit mir?“, fragt traurig die politische Vielfalt. …

Kurz und gut, ich habe nichts gegen Homo-, Trans-, Inter- und Sonstwiesexuelle. Ich habe nur etwas gegen durchgeknallte Sozialkybernetiker, -technokraten und Schrebergartendiktatoren, die den wichtigen und guten Begriff der Toleranz dazu missbrauchen, ihre totalitären Umerziehungsgelüste und ihre Vorliebe für Hirnwäscheexperimente am lebenden Menschen hemmungslos auszuleben und dann auch noch unverschämterweise erwarten, mir fiele das nicht auf.

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Manuel Peters: http://ef-magazin.de/2014/01/19/4855-homo-ehe-und-adoptionsrecht-mein-coming-out:

Über die Intoleranz der „Toleranten“

Die Diskussion um Hitzlsperger zeigt, dass es manchmal wichtig sein kann, sich zu outen. Daher habe auch ich hiermit mein Coming-Out: Ich bin ganz energisch gegen die sogenannte „Homo-Ehe“ und habe das Bedürfnis, dies auch öffentlich zu erklären.

Warum? Nun, die Ehe ist eine Institution, die sich unabhängig voneinander in allen Hochkulturen entwickelt und sich evolutionär bewährt hat. Sie ist überall als Verbindung eines Mannes mit einer Frau definiert. Auch Polygamie ist hier kein Gegenbeispiel, denn auch in einer polygamen Lebensform hat ein Mann mehrere Ehen mit jeweils einer Frau, die zeitgleich nebeneinander bestehen, aber nicht eine Ehe mit mehreren Frauen. Insoweit kann es überhaupt keine homosexuelle Ehe geben. Homosexuelle können natürlich zusammenleben, und ich wünsche jedem Homosexuellen eine glückliche Partnerschaft und ein erfülltes Sexualleben, aber ich wende mich energisch dagegen, dass der Staat homosexuellen Lebensgemeinschaften dieselben Privilegien verleiht wie der traditionellen Ehe.

Ja, die Ehe ist ausdrücklich privilegiert, denn „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“ (Artikel 6.1. des Grundgesetzes). Die Formulierung, dass Ehe und Familie „besonders“ geschützt werden, deutet ein Privileg an, denn wenn etwas besonders geschützt wird, erfährt es mehr Schutz als irgend etwas anderes. Die Privilegierung der Ehe ist also im Grundgesetz ausdrücklich vorgesehen. Diese Privilegierung liegt darin begründet, dass die Ehe eine auf lebenslangen Bestand angelegte Lebensform und daher in besonderer Weise als Schutzrahmen für Zeugung und Erziehung von Kindern geeignet ist. Sie ist daher tatsächlich das Fundament jeder funktionierenden Gesellschaft. Eine homosexuelle Lebensgemeinschaft erfüllt diesen Zweck nicht, und es gibt daher keinerlei Grund, sie in irgendeiner Weise zu privilegieren.

Auch ein Adoptionsrecht homosexueller Lebensgemeinschaften stößt auf meinen energischen Widerstand. Bei der Adoption von Kindern darf allein das Kindeswohl entscheidend sein, von daher kann es ein Recht auf Adoption schon per definitionem nicht geben. Es ist nachgerade pervers, ein Recht auf Adoption zu fordern, weil durch ein solches Recht die Kinder zum Spielball der angeblich Berechtigten würden. Nein, eine Adoption ist immer – auch, wenn heterosexuelle Paare ein Kind adoptieren – ein Privileg, und kein Recht. Warum sollte dieses Privileg aber Homosexuellen vorenthalten bleiben? Nun, erstens muss abschließend geklärt werden, ob ein Kind durch zwei gleichgeschlechtliche Pflegeeltern eine genauso gesunde Entwicklung erfährt wie durch zwei verschiedengeschlechtliche. Selbst, falls diese Frage positiv zu beantworten sein sollte, ist doch zweitens zu erwarten, dass Kinder, die bei homosexuellen Pflegeeltern aufwachsen, Herabsetzung, Erniedrigung und Verachtung von Seiten mancher Außenstehender ausgesetzt sein werden. Dies ist dann zwar nicht den Pflegeeltern, sondern dem schäbigen Verhalten einiger ihrer Mitmenschen anzulasten, doch bei der Frage nach Adoption muss eben allein das Kindeswohl im Vordergrund stehen. Somit ist es irrelevant, von welcher Seite die Gefährdung für das Kindeswohl kommt: Allein, dass sie vorhanden ist, reicht unabhängig von ihrer Herkunft völlig aus, um Homosexuellen das Adoptionsprivileg zu verweigern.

Soweit meine kurze Stellungnahme zu diesem Themenkomplex. Warum ist mir dieses Thema aber so wichtig, dass ich darüber einen Artikel verfasse? Ausschlaggebend dafür ist erstens die zunehmende Ideologisierung und totalitäre Tendenz der veröffentlichten Meinung.

Nur ein aktuelles Beispiel: Eine vollkommen harmlose Petition zum Bildungsplan 2015 für die allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg, die sich gegen die „pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemeinbildenden Schulen“ betreffs umfassender Akzeptanz homosexueller Lebensgemeinschaften wendet, aber zugleich ausdrücklich „das Anliegen, Homosexuelle, Bisexuelle, Transgender, Transsexuelle und Intersexuelle nicht zu diskriminieren“, unterstützt und auch feststellt: „Bestehende Diskriminierung soll im Unterricht thematisiert werden“, führt dazu, dass der Initiator als Referatsleiter im Realschullehrerverband zurücktreten muss und gegen ihn sowohl eine Dienstaufsichtsbeschwerde als auch eine Strafanzeige erstattet werden. Das ist einfach nur Irrsinn!

Doch von Seiten der politischen Linken und der von ihnen dominierten öffentlichen Meinung ist man Hass und Lüge schon gewohnt und auch nichts Besseres zu erwarten. Weit beunruhigender ist jedoch der Fanatismus, mit dem das betreffende Thema auch in liberalen Kreisen von einigen Befürwortern der „Homo-Ehe“ behandelt wird. Dies ist der zweite Grund, warum es mir ein besonderes Bedürfnis ist, mich öffentlich zu erklären.

Wenn schon die harmlose Aussage, dass ein Outing als solches nicht mutig sei, ausreicht, um einen verdienten liberalen Publizisten als „widerliche, heuchlerische, kleinbürgerliche Amöbe“ zu beschimpfen, wenn alle in dieser Frage konservativ und traditionell denkenden Menschen als solche bezeichnet werden, die Homosexuellen nur „großzügigerweise den rosa Winkel ersparen“ würden und wenn die inhaltlich vollkommen richtige Aussage, dass „Ehe und Familie für unsere Gesellschaft konstitutiv sind“ (so Bernd Lucke zum Hitzelsberger-Outing), für „einfach zutiefst ekelhaft“ und „entartet“ erklärt wird, dann läuft etwas grundlegend schief.

Daher möchte ich den entsprechenden Pöblern hiermit zurufen: Die einzigen, die zutiefst ekelhaft und entartet sind, seid Ihr, und zwar nicht aufgrund Eurer Meinung, die für sich genauso respektabel und diskutabel wie die Gegenposition ist, und auch nicht aufgrund Eurer etwaigen Sexualpräferenzen, sondern allein aufgrund Eures irrationalen Fanatismus. Bitte beherrscht Euch künftig oder wechselt wahlweise zur Linkspartei, aber blamiert nicht den Liberalismus damit, Euer Geschwätz unter seinem Label zu veröffentlichen.

Dennoch möchte ich versöhnlich schließen: Auch Ihr habt etwas Gutes, Ihr habt mich nämlich dazu motiviert, diesen Artikel zu schreiben. Von daher erweist sich wieder einmal die Wahrheit des Sprichwortes: „Niemand ist überflüssig: Er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.“

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Ergänzung 20.1.2014:

Unglaublich:
http://pius.info/archiv-news/892-kirchenkrise/8588-dioezesanrat-fuer-bildungsplan-unter-der-ideologie-des-regenbogens   (20.1.):

… Der [Freiburger] Diözesanrat begrüßt ausdrücklich den vom linken baden-württembergischen Bildungsministerium vorgelegten Bildungsplan 2015, der eine massive Sexualisierung des Schulunterrichts, die Beseitigung des Elternrechts auf Erziehung der Kinder und die Durchsetzung der Gender-Mainstreaming-Ideologie in allen Schulen vorsieht.

… Die Mitglieder des Diözesanrats … werfen den Gegnern des Bildungsplans „ein erschreckendes Ausmaß an Homophobie und Hass“ vor. „Das Christentum darf nicht als Begründung für solche menschenverachtende Haltung missbraucht werden“. …

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Ergänzung 21.1.2014:

http://www.freiewelt.net/nachricht/analyst-warnt-vor-bildungsplan-2015-10021198/   (14.1.):

Tagesspiegel-Redakteur Malte Lehming weist auf die blinden Flecken des baden-württembergischen »Bildungsplans 2015« hin: Wo bleiben Inzest und Polygamie? Wie werden Muslime reagieren?

In einem Kommentar im Berliner Tagesspiegel weist Malte Lehming auf Umstände hin, die ihm den umstrittenen Bildungsplan 2015 der grün-roten Landesregierung Baden-Württembergs als bedenklich erscheinen lassen. Vordergründig sei er völlig unproblematisch, eher sogar eine »Nicht-Meldung«, da niemand Homosexuelle herabsetzen wolle. Doch ein näherer Blick offenbare drei Weiterungen mit einer gewissen Sprengkraft.

Zum ersten fragt sich Lehming, warum der Bildungsplan 2015 sich so stark auf Homosexualität konzentriert und andere Formen der Sexualität außen vor lässt. Wenn es um den freiwilligen Verkehr zwischen Erwachsenen gehe, dann müsse man doch auch für die Akzeptanz von Polygamie und Inzest werben. Er fragt provozierend: »Was spricht dagegen?« Ja, was eigentlich?

Zweitens bemerkt Lehming, dass Ehe und Familie unter den besonderen Schutz der Verfassung gestellt sind. »Sie genießen als Lebensform eine normative Ausnahmerolle«, bemerkt er und folgert: »Alle anderen Lebensformen liegen zwar in der freien Selbstbestimmung jedes Einzelnen, dürften aber von verfassungspatriotisch gesinnten Lehrkräften nicht im vollen Sinne als gleichwertig mit Ehe und Familie vermittelt werden.«

Und dann sieht Lehming noch ein wenig beachtetes interkulturelles Problem heraufziehen: Homosexualität ist in islamischen Kulturen verpönt, und auch in russischen Immigrantenkreisen alles andere als akzeptiert. Wenn an Schulen jetzt offensiv für die Akzeptanz homosexueller Lebensentwürfe geworben würde, dann könnte das zu erheblichen Konflikten führen. Lehming: »Das verstärkt bei vielen Migranten das Gefühl, unter Integration werde stets nur das Überstülpen der Leitkultur und die Verleugnung kultureller Eigenständigkeit verstanden.«

Lehmings Kommentar muss allerdings in zwei Punkten widersprochen werden: Erstens meint er, dass »laut einer gängigen Definition« unter »sexueller Vielfalt« »alle Formen von Sexualität gemeint sind, die erwachsene Menschen freiwillig miteinander praktizieren.« Einen Beleg bringt er leider nicht, und deshalb muss man auch weiterhin davon ausgehen, dass sich auch Pädophile mit ihrer Sexualität hier wiederfinden. Zweitens sind homosexuelle Partnerschaften – anders als von ihm behauptet – nicht auf Nachwuchs angelegt und deshalb mit der Ehe nicht gleichzusetzen.

Ansonsten aber sind seine Überlegungen überzeugend, weil nachvollziehbar. Und seinem Fazit kann man nur zustimmen: »Sexuelle Vielfalt akzeptieren? Klingt gut. Wer genauer hinsieht, denkt noch mal darüber nach.«

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Ergänzung:

Mathias von Gersdorff: http://jungefreiheit.de/kolumne/2014/gesellschaftspolitik-in-der-schule/   (21.1.):

Die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, hat sich durch einen Gastbeitrag in der Süddeutschen Zeitung vom 11./12. Januar 2014 in die Debatte rund um die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ in Baden-Württemberg eingeschaltet. Es ist bemerkenswert, daß jemand aus dem Bund sich in eine Angelegenheit einmischt, die ausschließlich Ländersache ist. In Erziehungsfragen hat der Bund nichts zu melden, doch das soll hier nicht weiter thematisiert werden.

Für Lüders ist die Sache klar: Die baden-württembergische Landesregierung strebt die Weitergabe von „vorurteilsfreien Informationen über alle sexuellen Orientierungen“ an die Schüler an. Die Petition gegen dieses Ansinnen der grün-roten Landesregierung ist statt dessen „verharmlosend und gefährlich“. Immerhin vermeidet Lüders die üblichen Totschlagwörter wie „fundamentalistisch“ oder „homophob“.

Christine Lüders zeichnet in ihrem Aufsatz ein deprimierendes Bild von LGBT-Schülern. Sie seien Angst, Isolation und Diskriminierung ausgesetzt. Gegen diese Situation müsse die Schule etwas unternehmen, denn: „Schule ist der Ort, an dem Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit bekommen müssen, Stereotypen, Vorurteile und Ressentiments zu überdenken. Dies gerade in einer Lebensphase, in der sie Identitäten suchen und entdecken“, so Lüders.

Jede Erziehung setzt stillschweigend eine wertende Einstellung voraus

Spätestens hier sollte klar sein, daß es für die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes eben nicht nur um die Vermittlung von harmlosen „vorurteilsfreien Informationen“ an die Schüler geht, sondern eben doch um Indoktrination. Sie bestätigt im Grunde den Vorwurf des Petenten Gabriel Stängle.

Nach christlicher, insbesondere nach katholischer Auffassung, sind die Eltern die ersten Erziehungsberechtigten des Kindes. Das gilt besonders bezüglich Glaube und Moral. Die menschliche Sexualität fällt auch in diesen Bereich, denn nach christlichem Verständnis darf und kann dieses Thema erzieherisch nicht frei von moralischen Werten vermittelt werden. Selbst eine Sexualerziehung, die sich „nur“ auf die biologischen Sachverhalte beschränkt, setzt im Grunde eine moralische Grundeinstellung voraus, und sei es auch eine liberale oder libertäre.

Lüders gibt dieser Ansicht recht. Sie behauptet nämlich, die Kinder und Jugendlichen kämen mit angeblich „Stereotypen, Vorurteilen und Ressentiments“ zur Schule. Wo aber haben die Kinder diese Einstellung erworben? Das kann zuerst nur das Elternhaus sein. Die Eltern vermitteln für Lüders eben eine falsche Ansicht über Sexualität und sexuelle Orientierungen. Aus diesem Grunde muß die Schule, sprich, der Staat, korrigierend einwirken, so Lüders. So, wie sie es darstellt, besteht ein Konflikt zwischen den Interessen und den Ansichten des Staates und denen der Eltern.

Wo bleibt die Toleranz für Eltern?

Egal, wie man ideologisch oder religiös zu dieser Frage steht, wird klar: Bei Inhalten wie Sexualerziehung, sexueller Orientierung, Bewertung von Homosexualität, Transsexualität usw. gibt es keine „vorurteilsfreie Weitergabe von Information“ in den Schulen. Immer werden eine Moral, eine Anthropologie, ein Wertesystem, eine Staatsauffassung vorausgesetzt.

Den Sachverhalt begreift man besser, wenn man ihn aus der Sicht der Eltern betrachtet, die unter keinen Umständen wollen, daß ihre Kinder von der Schule Sexualerziehung oder „Toleranzerziehung für Homosexualität“ erhalten. Manche dieser Eltern sind sogar bereit, aus Deutschland auszuwandern, um ihren Kindern diese Erziehung zu ersparen. Manche sind schon im Gefängnis gelandet oder mußten Geldbußen zahlen, weil sie die hiesige Schulpflicht verletzt haben.

An Frau Lüders könnte man die Frage richten: Wo bleibt die Toleranz für diese Eltern? Wo bleibt der Respekt für ihre religiöse Orientierung? Wo bleibt die religiöse Selbstbestimmung? Warum gibt es keinen Unterricht zur „Akzeptanz religiöser Vielfalt“?

Soll doch jede Schule selber entscheiden!

In Deutschland führen die hier behandelten Themen regelmäßig zu Konflikten, weil bei uns eine besonders radikale Form der Schulpflicht herrscht. Überall sonst in Europa haben die Eltern viel mehr Freiräume. Selbst das zentralistische Frankreich erlaubt Homeschooling.

Die gegenwärtige Debatte um die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ ist deshalb so heftig, weil bei uns eine Entweder-oder-Politik herrscht. Weil viele unserer Politiker den Eltern mißtrauen, soll der Staat für alle Schulen und alle Schüler verbindlich festlegen, wie die hier besprochenen Inhalte im Unterricht behandelt werden sollen. Warum schlägt Christine Lüders, die Toleranz für so wichtig hält, nicht besser vor, jede Schule solle selber entscheiden, ob sie LGBT-Unterricht anbietet und die Eltern sollen selber entscheiden, ob ihre Kinder daran teilnehmen?

Wenn die Erziehung zur „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ so erwünscht ist, wie die Befürworter das behaupten, würden manche Schulen sogar damit werben, daß bei ihnen LGBT-Themen Schwerpunkt sind. Eltern und Kinder, die solche Themen wichtig finden, würden sich gerne für solche Schulen entscheiden, während andere lieber christliche, jüdische, muslimische oder sonstige Schulen besuchen würden. Doch jeder weiß, daß solche Vorschläge niemals aus dem Mund linksorientierter Politiker kommen werden, denn sie wollen keine Wahlfreiheit, sie wollen Gesellschaftspolitik unter der Fahne des Regenbogens betreiben. Aus diesem Grund ist die Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ mehr als berechtigt.

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15 Antworten zu BW: Agitation und Propaganda gegen Bildungsplankritiker

  1. tja... schreibt:

    ich habe mehrmals bei campact unterschrieben, nicht so diese Kampagne!
    WER ODER WAS IST DENN HEUTE UND IN DIESEM LANDE NOCH GLAUB-W Ü R D I G???
    (Hartmut Steeb und seine „Firma“? :- ) NIEMALS würde ich als Frau noch diesem manipulierenden Verein beitreten!Sich um Scherben nicht scheren!!! )
    Wenn man mitkriegt, wie die einsitzenden Billigjobber der ehem. SED-Diktatur für die kapitalistischen Firmen (Aldi, Ikea…) malochten? Wenn man jetzt H2O für die AfD antrifft? Wenn „noble“ Herren in Vorbildfunktion wie Theo Sommer ….na Sie wissen schon….

  2. Frommenaussteigerin schreibt:

    nochmal: man lese bei Confessio, Lamprecht, Dresden, über —->Sondergemeinschaften (und AbSONDERGemeinschaften) und—> Geistlichen Missbrauch, wie sie unter dem Dach des Herrn Steeb logieren, ohne dass sich diese Herrrschaften Wahrer-Glaubens- Funktionäre mit den MIssER-FOLGEN auseinander setzen würden, jemals um „Ausgestiegene“ kümmern würden oder mal nachfragen, WAS DENN SCHIEF GELAUFEN IST????!!
    Ich MUSS nicht Pietistin sein, um 6-fache Mutter zu sein. Ich darf „atheistisch“ sein, um WERTE zu vertreten! Das kapieren viele aber nicht.

    • Carolus schreibt:

      Könnte es einen Sinn haben, Steeb selbst Ihre unglückseligen Erfahrungen vorzuhalten?

      • Frommenaussteigerin schreibt:

        wenn man aufmerksam surft, dann wird man feststellen, dass es nichts nützt, diesen allgemein arroganten Herren *Erfahrungen* mitzuteilen. Dabei besteht ja nicht nur ein *Abwehr-Reflex, sondern wie meist woanders auch, eine „unter- den- Teppich-Kehr-Kultur „. Und selbst, würde man ein Ohr bekommen, die Antworten sind Standards. Aber niemals eine differenzierte „Reha“!
        Bei Granit-Christen stößt man halt immer auf dieselben Felsen: auf Beton.

      • Frommenaussteigerin schreibt:

        „Agitation und Propaganda“..das paßt natürlich auch auf Steeb…und andere

        Bei „Christens“, innerhalb und untereinander , regieren Feindlichkeit und Projektion, Mißgunst , Häme und Konkurrenz, wobei Angst und Unwissenheit häufig Motor sind. Sollte man eigentlich nicht erwarten, wenn man auf die „Erzählung Jesu“ hört, oder?

        Wer naiv dazu stößt, wird schwer verstört. Wenn Freundlichkeit, Gastfreundschaft und FEINDESLIEBE nur pseudo (nur aufgesetzt) sind. Und schnell erkalten :- ), wenn….
        Das Bad-Boll-Dokument von Norbert Kunze zu „inter“ (Mischehen, interkulturelle, interreligiöse, interkonfessionelle Paare) wird selbet in Blogs wenig beachtet. Ubnd überhaupt ist diese Diskussion sehr wenig beliebt.
        Warum ist Selbstkritik bei diesen Christen so wenig vertreten? Warum stellen sich Leute wie Steeb nicht diesen Fragen? Die HEUTE eine so große Rolle spielen? Warum wird Betroffenen „auf der anderen Seite“ so wenig Beachtung geschenkt???? Und schon gar keine REPUTATION? Während der Zug an ihnen vorüber rauscht, und die „Zeiten“ sich heimlich ändern: 180°Drehungen, neue „Liebschaften“ der „Oberen“ hinterrücks…Schenll mal werden die Maßstäbe und Inhalte vermischt…an den Geschädigten vorbei, die auf der Strecke bleiben, die früher fast „gelyncht“ wurden.

        Was glauben SIE denn, woher meine chronischen Schlaf-und Erschöpfungsjahrzehnte herrühren? Aus dem Glückskeks?
        Glauben SIE, dass Partner, die in ihren Sozialisationen „lebenslang“ nur hören und INDOKTRINIERT werden, dass „der Andere VOM TEUFEL“ ist, wie es bei Steeb vermittelt wird (nicht nur dort) ihre Partner LIEBEN können? ????????? Glauben SIE das??? Ohne Vorbehalte und Mißtrauen???????????Was ist mit SÄTZEN, die kleinen Kindern ins Unbewußte EINGEGRABEN werden???
        Das gilt für Päpste, für Kirchenväter und Leitbildfestschreiber und besonders HEUTE für Fragen unserer Zeit! (Mehr Gleiches vom Gleichen oder doch lieber Anders vom Anderen?

        Ich stelle mich diesen Fragen auf der religiös-kirchlichen Ebene nicht mehr, da anderes wichtiger geworden ist. Hier im Blog habe ich sie jedoch im Kontext Mütter-Kinder gestreift.
        ( Es bleibt leider das Dilemma der Schöpfung. Das eine führt zum Inzest und somit Tod. Das andere zwar zur „gesünderen“ Durchmischung, aber leider zum Köpfeeinschlagen, und somit auch zum Tod)

        Die HERREN hatten ihre Chance!
        ___________________________

  3. Frommenaussteigerin schreibt:

    ff
    wohin Feindschaft, Projektion und Ängste führen
    Beispiel: das mächtigste Land der Welt, in dem die meisten Menschen Christen sind, in dem die Tea Party heimisch ist, der Bible Belt und große Regionen (bis in die Unterwäsche, Utah) christlich grüßen

    „Fluggäste werden gedemütigt und wie Vieh behandel
    Der in Dänemark lebende emeritierte US-Professor und Friedensaktivist John Scales Avery fordert die Menschen auf, sich nicht mehr vor der erfundenen terroristischen Bedrohung zu fürchten, weil die nur von gefährlichen realen Bedrohungen ablenken soll. Warum lassen wir uns wie eine Viehherde in den Abgrund treiben? Menschen, die vor Sicherheitsschleusen an Flughäfen Schlange stehen, drängt sich das Gefühl auf, wie eine Viehherde durch Laufgatter getrieben zu werden. Das Reisen mit dem Flugzeug hat sich total verändert und macht kaum noch Spaß, seit die US-Regierung die Angstmacherei vor dem Kommunismus durch die Angstmacherei vor dem Terrorismus ersetzt hat; dieses Arrangement war notwendig, damit weiterhin riesige Geldsummen, die bei den Sozialausgaben fehlen, in die Kriegskasse fließen können, die ein Fass ohne Boden ist. Auch harmlose Großmütter und kleine Kinder werden gezwungen, Schuhe und Gürtel auszuziehen, und müssen sich wie Verbrecher durchsuchen lassen. Alle Fluggäste werden gedemütigt und wie Vieh behandelt, obwohl es bei diesem Affentheater weniger um die Verhinderung von Anschlägen auf Verkehrsflugzeuge als um das Schüren diffuser Ängste vor Terroristen geht. John Scales Avery“ gesehen bei tadema

    • Frommenaussteigerin schreibt:

      hier schließt sich ein Kreis 🙂
      „Gauck
      10:42 17.01.2014 | Deutschlands Bundespräsident verteidigt den Neoliberalismus! Joachim Gauck hat bei einer Festveranstaltung zum 60-jährigen Bestehen des Walter-Eucken-Instituts in Freiburg den Neoliberalismus verteidigt. Vermutlich hat er seine Rede nicht selber geschrieben sondern einer der vielen „Chikago Boys“ die sich in seiner Nähe tummeln und sich tagtäglich mit Washington austauschen. mat“

      Trallala
      h ttp://www.idea.de/detail/thema-des-tages/artikel/allianzgebetswoche-das-beten-wird-kreativer-und-oeffentlicher-1021.html
      h ttp://www.idea.de/detail/medien/detail/wort-zum-sonntag-vier-minuten-religioeser-frontalunterricht-26886.html

      • fetter Strich schreibt:

        ___________________

        zeigt doch nur, was sich „Männer des Geistes“ alles aus den Rippen schneiden

      • Carolus schreibt:

        Guten Morgen!
        Ich frage mich immer, welchen Zweck es erfüllt, interessante Links zu entstellen, so dass man ihnen nur mit Mehraufwand folgen kann.
        Nix für ungut.

  4. Höhle schreibt:

    ??

    Rückkehr in die <—–
    (das Manko des linearen Denkens)
    wenn in einem "interessanten Link" eben Propagandisten wie St…. positive Presse bekommen, muß man das Ganze doch im Zusammenhang sehen? oder verstehe ich etwas falsch?

    KEIN Platz zum Leben….

    http://programm.ard.de/TV/Programm/Jetzt-im-TV/?sendung=2810611382466477

    "es hat uns niemand begrüßt und gefragt, wo wir die ganze Zeit waren"….
    das – diese Aussage – in Korrespondenz mit diesem Link:
    h ttp://scharfschwerdtstrasse43.de/notizen/955

    Rückkehr in die "Höhle" ?
    "Letzte Saison"
    h ttp://programm.ard.de/TV/tagesschau24/letzte-saison—wenn-es-zeit-ist-zu-sterben/eid_2872111065033072?list=now

    wie gesagt: Sie "dürfen" löschen 🙂

  5. heureka47 schreibt:

    >>Verfassung des Landes Baden-Württemberg Artikel 12:

    »Die Jugend ist in Ehrfurcht vor Gott, im Geiste der christlichen Nächstenliebe, zur Brüderlichkeit aller Menschen und zur Friedensliebe, in der Liebe zu Volk und Heimat, zu sittlicher und politischer Verantwortlichkeit, zu beruflicher und sozialer Bewährung und zu freiheitlicher demokratischer Gesinnung zu erziehen.«
    <<:

    Schöne Worte!
    Allerdings kann all dies nur wirklich funktionieren, wenn die Jugend auch wahrhaft ERWACHSEN wird. Nur DANN kann der Mensch das leisten – weil er nur DANN auch WILLENTLICH über die entsprechende (Geist-)Kraft verfügt, und nicht nur, wenn ihm gerade gut geht und keine negativen Gefühle stören.

    Auch im deutschen Grundgesetz stehen ähnlich schöne Dinge:
    In der Präambel zum Beispiel: "Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen…":

    Was hohl und leer ist, denn in der zivilisierten Gesellschaft befindet sich nur eine "verschwindend geringe" Minderheit der Menschen in dieser Bewußtseins-Ebene. Die entsprechend große Mehrheit – einschließlich der maßgeblichen / führenden "Köpfe" (!) leben NICHT in dieser Bewußtseins-Ebene, sind "abgetrennt", "entfremdet"; sind Opfer der "Kollektiven (Zivilisations-)Neurose" und pathologisch unreif und unweise und "wissen nicht was sie tun" (Jesus) oder worum es hier im Leben geht oder was sie tun soll(t)en (Heinz von Förster).

    Folglich können auch etwa 99% der Angehörigen der "staatlichen Gewalt" ihrer Pflicht zu "Schutz und Achtung der Menschenwürde" nicht angemessen / regelhaft nachkommen. Denn sie können aufgrund ihrer Entfremdung / Abtrennung gar nicht WISSEN, was die – wahre – Würde des Menschen ist!

    Diese schwere Krankheit ist für immer mehr Menschen individuell tödlich (in Gestalt der "dramatischen" Zunahmen bei diversen Krankheiten) und endet letztlich für ALLE tödlich – durch den völligen Untergang der kranken Gesellschaft und durch das drohende Aussterben der Menschheit.

    Grundlegende Heilung ist in jedem Einzelfall und jederzeit möglich.
    Jeder trägt – immer, unverlierbar – die Heilkraft dazu bei sich.

  6. Bluthochdruckoma schreibt:

    Heilung? Perspektive?

    Ich vermute mal: 80% von denen, die mir als „Religiöse“(irgendeiner Religion oder „Charismatiker“ ) über den Weg laufen, sind fanatisch „angefixt“…. aber sowas von ANGEFIXT! ein geringer Prozentsatz daneben hat einen „Bewußtseinszustand“ erreicht, den er, der ihn…
    v e r k l ä r t, eben Reinfall auf die eigene Psyche…bis zum GrößenWAHN. (Der Rest ist zum Alkohol verführt, spendet und macht, was man von ihm verlangt)
    Leider hat so viel „Erlöstsein“ kaum positivere Auswirkungen auf „die Welt“ und den Rest.
    Menschen* wollen ZU RECHT!!! selbstbestimmt!!! sterben (dürfen). Lobbyisten** und die ‚Unternehmer der deutschen Industrie‘ 🙂 (Theologen, Ethiker-Moralisten, Ärztefunktionäre…vielleicht auch noch die Süßkramindustrie oder die holländischen Hähnchen-Schweine-und Gülle-Nitrat-Mäster in Brandenburg resp. die osteuropäischen Autoteileklaumafiosi, die fünfmal am Tag auf den Boden fallen und stammeln „Gott ist groß“ …..) sind dagegen . lol.
    Und junge Leute*** wissen (neben der deutschen breitschenkeligen Alternativ- Comedy-lach-dich-schlapp-Hölle) was die Stunde geschlagen hat! (Altväterliches GAU-Denken oder kirchliche Nazischützer in höchsten Zeitgeist-Ämtern..) .
    der
    Sumpf
    kann
    nicht
    größer
    sein!

    *h ttp://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-01/Sterbehilfe-YouGov-Umfrage (echt, da will ich keinen Klugscheisser dazwischen haben!)
    ** http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-01/Sterbehilfe-Reaktionen (Helios oder Rhön Konzern? Darf es etwas teurer oder effizienter sein???)
    ***http://www.zeit.de/kultur/2014-01/julia-engelmann-hype-glueck

    • nur 1 Rentenpünktchen schreibt:

      Ja, ich setze noch eins drauf: unser Leben ist zur Anmaßung von durch und durch und ausschließlich monetarisierten Interessengruppen geworden. JEDER TAG
      K
      O
      S
      T
      E
      T
      und ist unbeschreiblich TEUER!
      Leben ist eine BEZAHLFALLE geworden. Ich kann niemand mehr „empfehlen“ geboren zu werden! 😦 Abgesehen davon, dass ein Neugeborenes gleich einen Batzen Schulden am Hals hat. Schon droht Amerika wieder pleite zu gehen….:- (
      „Hoheit über Kinderbetten“ einerseits. Was ist der eigentliche Motor über die angemaßte Deutungshoheit des kollektiven Sterbenlassen-Verbotes? Sterbehilfe/Selbstbestimmungsrecht Sterben betrachtet im Kontext Katholizismus/CDU versus größte Waffenherstellerlobby-und Exporteure in diesem „Lager“ ist doch nahezu prevers? [oder Katholizismus und Jesuiten/Banc of America (oder? Carolus?) ]
      Das neueste Ge-Eier um Rentengerechtigkeit/Mütter (plusminus-Film) ….es wird nie Gerechtigkeit geben, es wird nicht einmal darum gehen.

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