Vollzeit-Mutterschaft – Weg des Herzens

http://www.kath.net/news/44556   Wir Hausfrauen sind keine Opfer!   (21.1.):

Die Realität zeigt, dass sich viele Frauen die „bürgerlichen Ideale“ wünschen, doch von unserer Politik dazu gedrängt werden, sich in das System einzufügen, welches nicht dem Weg des Herzens entspricht. Ein Gastkommentar von Andrea Illmer

Die 26-jährige Ingenieurin nimmt zum Artikel „Mütter in Deutschland arbeiten zu lange Teilzeit“ in der Tageszeitung „Die Welt“ am 15.1.2014 [siehe unten] Stellung:

Als junge Frau (26 Jahre), die auch einen höherbildenden Abschluss in Naturwissenschaften und sogar einen Titel vorzuweisen hat, bin ich über die Maßen empört über einen solchen Artikel. Nein deutlicher ausgedrückt – ich finde diesen Artikel mehr als bescheuert. Soweit ich mich erinnern kann, habe ich meine Ausbildung nicht der Karrieremöglichkeiten wegen gemacht und damit ich der Männerwelt die Stirn bieten kann und sowieso und überhaupt dadurch von niemandem abhängig sein muss, sondern weil mich das Themengebiet interessiert, ich meine Fähigkeiten und Talente dort entfalten kann und weil mir die Arbeit in dem Sektor Spaß macht.

Natürlich finde ich es toll einen guten Verdienst zu haben und die Aussicht auf Aufstiegschancen ist auch wunderbar. Dabei finde ich es gerade deswegen toll, dass ich aufgrund meiner höheren Ausbildung weiß, dass ich eigentlich immer einen Job finde. Denn gute Leute werden immer gesucht. Klar bin ich auch dafür, dass gleiche Arbeit in etwa gleich bezahlt werden sollte (kleiner Wink zur Gehälterschneise zwischen Mann und Frau) – aber andererseits möchte ich als Frau, so Gott will, auch meine Berufung als Mutter wahrnehmen können. Und da es evolutionstechnisch nun mal so gegeben ist, dass die Frau einem Kind das Leben schenkt und nicht der Mann, ist es irgendwie auch klar, dass in dieser Zeit des Mutterseins der Mann „die Brötchen heimbringt“. Was ist daran falsch!? Keine Ahnung. Ich weiß, mein Mann wird sehr stolz darauf sein, wenn er mal sagen kann „Ich erhalte meine Familie alleine“ (darauf arbeiten wir bereits seit zwei Jahren hin – ist schwerer als gedacht, wobei ich hier nicht das Kinderkriegen meine).

Und warum begibt sich die Frau dabei in ein Abhängigkeitsverhältnis? Oder anders gefragt: Warum muss eine Frau auf jeden Fall darauf achten, dass sie finanziell für sich selbst Verantwortung übernehmen kann? Leuchtet mir nicht ein. Ich bin nun bereits seit bald vier Jahren mit meinem Mann verheiratet. Wir haben seit bald sechs Jahren eine gemeinsame Kassa. Wir entscheiden gemeinsam, was mit dem Geld passiert. Ich fühle mich dadurch nicht benachteiligt oder abgezockt. Wenn ich mich in meiner Beziehung so um Sicherheiten sorgen muss, weil ich Angst haben muss verlassen zu werden oder nicht das gleiche Mitspracherecht in finanziellen Angelegenheiten zu haben, dann muss ich wohl eher meine Beziehung hinterfragen und die Vertrauensbasis zu meinem Partner erneuern oder vertiefen. Ich finde es sehr witzig, wie die Politik ständig versucht uns Frauen als Opfer der Männer darzustellen. Was soll denn der ganze Mist!?

Und dann diese Aussage von Frau Boll „Gerade bei Akademikerinnen ist das bürgerliche Ideal von der Frau, die es nicht nötig hat zu arbeiten, erstaunlich weit verbreitet“. Das kommt für mich so rüber, als wären alle Frauen, die sich für dieses „bürgerliche Ideal“ entscheiden, ein bisschen hochnäsig und eingebildet, weil die meinen, die könnten das so machen.
Für mich muss ich ganz klar sagen – ich wähle auch das „bürgerliche Ideal“ und ich bewundere jede Frau, die sagt: „Ich nehmen die längste Karenzzeit, die ich kriegen kann“.

Wenn ich mich heute für Kinder entscheide, heißt das für mich auch, dass ich Mutter sein will. Kinder sind keine Accessoires, die man halt hat und herumzeigen kann, wenns grad gut kommt. Darum finde ich die Aussage von Frau Boll „Als meine Kinder klein waren, habe ich viel abends und am Wochenende gearbeitet. Auch das ist in Skandinavien bei Eltern in Führungspositionen durchaus üblich“ einfach nur frech gegenüber jeder Mutter, die sich entscheidet Vollzeit-Mutter zu sein. Vollzeit-Mutter zu sein ist wie der Name schon sagt (zumindest in meinen Augen) ein Full-Time-Job. Wohlgemerkt ohne Arbeitszeiten. Darum meine Frage an die Vollzeit-Mütter: Hat eine von euch Lust abends oder am Wochenende zusätzlich noch für einen Verdienst zu schuften!?

Und eine andere Frage: Für welchen Zweck bin ich auf der Welt? Um zu arbeiten, bis der Arzt kommt? Bin ich nicht auch auf der Welt, um die schönen Dinge des Lebens zu genießen? Zu sehen, wie Kinderaugen lachen, wenn sie was Neues gelernt haben? Welche Werte führen mich zu einem erfüllten Leben? Geld, Macht, Karriere, Unabhängigkeit?

Diese Frage muss jeder für sich selbst klären. Mir zeigt jedoch die Realität, dass sich viele Frauen die „bürgerlichen Ideale“ wünschen, doch von unserer Politik dazu gedrängt werden, sich in das System einzufügen, welches nicht dem Weg des Herzens entspricht.

Die Autorin Andrea Illmer ist Ingenieurin, 26 Jahre alt und verheiratet. Sie lebt in Vorarlberg

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http://www.welt.de/politik/deutschland/article123875213/Muetter-in-Deutschland-arbeiten-zu-lange-Teilzeit.html   (15.1.):

… Mütter in Deutschland machen nach Meinung einer Expertin zu lange Babypause. Damit behinderten sie ihre Karriere und zementierten ihre Lohnlücke zu den männlichen Kollegen, sagte die Forschungsdirektorin am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut, Christina Boll.

Im Vergleich zu Frauen in anderen europäischen Ländern arbeiteten Mütter in Deutschland oft noch Teilzeit, wenn ihre Kinder bereits weiterführende Schulen besuchten, sagte die promovierte Volkswirtin. „Das liegt nicht nur an den fehlenden Betreuungseinrichtungen, sondern auch an den Frauen selbst“, erklärte Boll. „Gerade bei Akademikerinnen ist das bürgerliche Ideal von der Frau, die es nicht nötig hat zu arbeiten, erstaunlich weit verbreitet“.

Anders als in Skandinavien verließen sich in Deutschland noch immer viele Mütter auf den Partner als Ernährer. „Sie geben sich mit geringeren Gehältern zufrieden und bedenken nicht, dass diese Lücke durch Teilzeitjobs immer größer wird“, sagte Boll.

„Die gut ausgebaute Betreuungsinfrastruktur bei unseren nördlichen Nachbarn spiegelt letztlich nur das andere Selbstverständnis der Frauen wider, die für sich selbst finanzielle Verantwortung übernehmen“, sagte sie.

„Man muss in einer Führungsposition nicht rund um die Uhr im Büro sitzen, aber mit 25 oder 30 Wochenstunden geht das nicht“, so Boll. „Als meine Kinder klein waren, habe ich viel abends und am Wochenende gearbeitet. Auch das ist in Skandinavien bei Eltern in Führungspositionen durchaus üblich“, sagte sie. Boll hat drei Kinder im Alter von neun, 13 und 15 Jahren.

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13 Antworten zu Vollzeit-Mutterschaft – Weg des Herzens

  1. Rette sich wer kann schreibt:

    oder grüß Gott, wenn du ihn siehst
    oder 1 Rentenpünktchen eventuell von eigentlich 3 zustehenden…

    ich versuche mich gelegentlich in die Situation eines anderen zu versetzen, manchmal auch in die eines Ehemannes, der ein früher Nerd war. Wie ist es wohl für einen Nachkriegsgeborenen, „Wiedergeborenen-Eingeborenen“, der noch braune kurze Hosen mit Hosenträgern tragen mußte und dem Wanderstsockvater zur Liebe einen Hut hätte aufsetzen sollen, ein kleiner „tapferer“ Erwachsener im Grundschulalter, der sonntags schon gar nicht Fußball spielen durfte, weil es zum vormittagfüllenden Gottesdienst ging. Ein kleiner King zwar, umgeben von älteren Schwestern….aber eine *schöne Kindheit*? Und ZIELE? Die Ziele haben ANDERE für so manchen Probanden definiert und übergestülpt. Und es waren ganz bestimmt Eiferer darunter.
    Nun, so ein BUB mußte BRAV sein! Gehorsam und leistungswillig. (Auch wenn sich stets ein Segment des Widerstandes regte und zyklisch durchbrach : – ) ) Eben doch nicht alle fremden Ziele zu erfüllen. Aber lang hielt er durch! sicher auch für ihn ein Gerüst der Kontrolle und Muskelanspannung. Oder eine Verdrängung und Gefühlserstarrung? Fair in materiellen Belangen. Noch heute zahlt er :- ) und teilt.

    Für ein Frommenkollektiv (und partiell so eigentümlich – von Eigentum- „frei, wie es die Christen in der Wirtschaft vertreten und mE überhaupt nichts mehr mit der historischen Überlieferung zu tun haben) galten die Maßstäbe der Unterordnung der Frau. Viele Kindernachkommen für dieSippe des Mannes.

    Tja… Ich bin mir nicht sicher, ob es im evangelikalen, protestantisch-pietistischen (analgog zum alt/katholischen) Milieu immer DER WEG DES HERZENS WAR, Kinder auf die Erde zu stellen.

    Nun….viele Entscheidungen laufen da nicht freiwillig. DIe Erklärung „Gottes Wille“ ist immer schnell bei der Hand. Und der Teppich, unter den gekehrt wird bei den Superchristen aller Schattierungen steht meterhoch , liegt keinesfalls plan auf dem Boden.

    Warum gibt es so viele getrennte Paare, spätestens nach den „Kinderjahren“? Der Wunsch nach Freiheit und Verbundenheit scheint immer nur das eine gegen das andere auszutauschen, aber niemals ein Gleichgewicht zu erlangen. Das gilt auch für Evangelisch-Freikirchliche. Sie leugnen es nur („charmant“) hartnäckig, dafür ums so perfider. Natürlich rühmt manN sich nicht mit ausrückenden Frauen….

    EInst habe ich unfreiwillig mein Beamtenthhuum aufgegeben, und nicht nur das!!! liebe Christenleute!! ….mittelfristig gegen Christenthhuuum „gedealt“? :- ) = gegen den konventionellen Weg KKK…. Daraus ist ein schlimmer Generationen-Kollateralschaden geworden!
    Heute suchen viele Bundesländer wieder Personal. Gewiß nicht, würde ich da nochmal für 6 Jahre einsteigen…. Wofür? Für „Freunde“??? Für Konkurrenzkollegen, die routiniert nur noch Aufgewärmtes aus der Tasche ziehen? Dafür, dass Frau KV und sonstiges aufs Spiel setzt, in eine miese Lohn-und Steuerklasse eingestuft wird?

    Wer nach Jahrzehnten in seine Heimat zurück kommt, findet oft nur noch Gräber….
    ______________________________________________________________

    Die EIGENTLICHEN Probleme wurden nie gelöst. Nicht von Christens und nicht von der Schland-AG.

    Die Frau bleibt in der Gesellschaft schuldig gesprochen…

    (ich hatte nie ein ganzes Dorf! nicht mal ein halbes oder viertel oder achtel……habe mit bestem Gewissen versorgt und MEHR versucht…das war zu viel….für Eine, die alles sein mußte!)

    Der „Lohn“??? :- ) = Das Alleinsein….
    auch nach diesem Weg ist eine Frau WEG VOM FENSTER…nicht nur die temporäre „Karrierefrau“. Oder? Wo sind erfolgreiche gesellschaftliche Bemühungen gegen das Altersalleinsein gegen zu steuern? Eine Völkerwanderung zum gemeinschaftlichen Klo und Herd?

    Die bestens ausgebildeten Kids sind ausgeflogen, müssen sich irgendwo einen unbezahlten Praktikumsplatz (z.B. in einer Privatklinik) suchen und werden oft noch als Erwachsene von den Eltern alimentiert….die deutsche „Gesellschaft“ (die Schlüssepositionsbesetzer von ihnen), die ihren Aufstieg nicht selten selbst noch vor Toresschluß eingeklagt hat, war immer gern schnell dabei jemanden das Genick zu brechen… und labert in Gestalt sauberer Westen von Fachkräftemangel….Alles so was von pervers!

    • Rette sich wer kann schreibt:

      ff

      und kann man nach vier bis 6 „idealen bürgerlichen Jahren“ schon objektiv genug urteilen..oder erst nach vierzig? 🙂

      • Rette sich wer kann schreibt:

        wozu Verträge? könnte man weiter fragen, wenn manN sich nicht daran hält.
        Es gibt zwei besonders Hartgesottene in diesem System, die sich nie entschuldigen für Unrecht, das auf ihrem Boden erwachsen ist: Theologie und Justiz.

  2. heureka47 schreibt:

    „Welche Werte führen mich zu einem erfüllten Leben? Geld, Macht, Karriere, Unabhängigkeit?
    Diese Frage muss jeder für sich selbst klären.“:

    Dieser Meinung bin ich nicht.
    Ich weiß, daß es in der modernen / zivilisierten Gesellschaft SO AUSSIEHT, als wäre das „normal“; es ist aber nur „mehrheits-normal“, und das heißt nicht, daß es natürlich oder gesund ist. Die große Mehrheit der modernen Gesellschaft ist vom wahrhaft gesunden Leben / Bewußtsein ENTFREMDET.

    Daß „jeder diese Frage für sich selbst klären muss“ IST ein Ausdruck der Entfremdung, der Unweisheit und Krankheit. Die Soziologie nennt das (die) „Kollektive Neurose“. Ich selbst benutze seit 1992 die Bezeichnung „Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose“ ( mein Kürzel: KZN).

    Es muß nicht jeder Mensch das „Rad neu erfinden“.
    Der Mensch hatte mit Hilfe des göttlichen Bewußtseins schon lange vor dem Beginn der KZN erkannt, was wahrhaft glücklich macht und weitgehend gesund erhält: Der Aufstieg zum göttlichen Bewußtsein – der im Prozeß der „Initiation“; der „Einweihung“ in die höhere Bewußtseins-Ebene und Akzeptanz als „Erwachsener“ – mit allen Konsequenzen.
    Im anglo-amerikanischen Sprachraum nennt man es „Übergangsritual“, und wir kennen auch den Begriff „Ascension“ = „Aufstieg“.

    Die einzigen wirklich tragfähigen „Werte“ sind die Werte des göttlichen / universellen / feinstofflichen, (Bewußt-)Seins, der Seins-Energie / Geist-Kraft, usw.:
    – die reine, bedingungslose, (Kraft der) Liebe;
    – die Kraft des Friedens (inneren Friedens, Seelen-Friedens, usw.);
    – die Heil-Kraft (Selbst-Heilungs-Kraft);
    – die Freiheit;
    und evtl. mehr.

    Der große Mangel ist, daß durch den Beginn der „Entfremdung“ / „KZN“ ein wachsender Anteil der Menschheit von diesem Wissen und Bewußtsein „abgebracht“ wurde. Der Ursprung der KZN war möglicherweise ein kollektives Trauma eines ganzen Volkes oder einer Region – oder durch ein globales Ereignis auch evtl. mehrere Völker unabhängig voneinander.
    In Frage kämen große Ereignisse wie
    – Ausbruch eines (Riesen-)Vulkans;
    – Einschlag eines – großen – Asteroiden;
    – eine – große – Eiszeit;
    – Erd-Magnetfeldveränderungen;
    – große (Meerwasser-)Überflutungen (z.B. durch Erd-Rotations-Störung).

    Letzteres soll nach wissenschaftlichen Erkenntnissen vor ca. 60.000 Jahren in globalem Maß geschehen sein. Das würde auch zum „Sintflut-Mythos“ passen.

    Der „Sinn des Lebens“ war schon VOR diesem katastrophalen Ereignis JEDEM – wahrhaft – Erwachsenen klar. Und damals war jeder Erwachsene auch wahrhaft – also auch geistig-seelisch-spirituell – erwachsen. Jedem Menschen war ab der Initiation völlig klar, daß er eine Verkörperung des göttlichen (Bewußt-)Seins ist und, was seine Potenziale / Fähigkeiten sind sowie auch, um was es hier geht, wozu wir göttlichen Bewußtseins-Kinder /-Ableger im menschlichen Körper hier auf der Erde sind:
    Gott lebt hier durch uns, macht Erfahrungen und lernt durch uns. Und wird sich – wahrscheinlich NUR in uns Menschen – dieser Dinge auch BEWUSST.
    Wir SIND Gott.

    Spannenderweise sind trotz mancher Manipulation Hinweise darauf in der Bibel verblieben. Dort z.B., wo es heißt: „Haben euch eure Väter nicht gesagt, daß ihr Götter seid? / Sagt es nicht euer Buch?“

    Die Frage nach dem „Sinn des Lebens“ stellt sich nur DERjenige Mensch, der den „Sinn“ noch nicht gefunden / erkannt hat. Daß ist ein Zeichen dafür, daß er sich noch nicht gefunden hat, noch nicht bei sich selbst, in seinem „wahren (höheren) Selbst“ angekommen ist, sondern daß er noch im „Niederen Selbst“ / „Ego“ steckt.
    Auf diese „rationale“ Frage gibt es KEINE ebensolche – rationale – Antwort. Die Antwort, nach der gesucht wird, ist eine Dimension höher als das „Niedere Selbst“ / „Ego“, das sich des rationalen Denkens bedient. Die Antwort auf die Frage nach dem „Sinn“ ist das – wahre – „SEIN“, das Sein im „Höheren / wahren Selbst“, dem göttlichen Bewußtsein im Menschen, dem „Christus-Bewußtsein“.

    Der Satz: „Ich denke, also bin ich“ (René Descartes) wird gesprochen / ist die Sichtweise oder Überzeugung vom „Niederen Selbst“ / „Ego“. Das WAHRE Sein hingegen ist – wie gesagt – eine Dimension HÖHER. Das WAHRE Sein kann / könnte auf das – rationale, planende, reflektierende, usw.- Denken VERZICHTEN.

    • Carolus schreibt:

      Möchte mich in diesem Fall an die Seite der Autorin stellen. Sie selbst verzichtet ja auf „Geld, Macht, Karriere, Unabhängigkeit“ und findet Erfüllung in der Mutterschaft. Und: Sie macht den Mitmenschen keine Vorschriften, wie diese ihr Leben zu gestalten hätten.

      Wir alle müssen zwar unter der fehlgeleiteten Umwelt mit leiden, aber das scheint uns wohl nicht erspart zu bleiben.

      • heureka47 schreibt:

        Lieber Carolus, ich habe den Eindruck, du verstehst mich nicht bzw. falsch.

        Auch ich mache keine „Vorschriften“. Ich weise nur auf etwas hin. Daß jeder „das für sich“ herausfinden / klären müßte, ist eindeutig ein Irrtum. In dem sie nicht allein ist. Da gehört sie zur Mehrheit. Zur entfremdeten Mehrheit.

        Ich stehe auch absolut auf der Seite der Autorin als Mensch. Da sollte kein Mißverständnis aufkommen. Ich stehe übrigens auf der Seite ALLER Menschen, ebenso wie auf der Seite der ganzen Schöpfung und des Schöpfers.
        Ich bin fern davon, irgendjemand eine „Vorwurf“ zu machen oder eine „Schuld“ anhängen zu wollen.
        Das Problem, mit dem wir alle so schwer zu schaffen haben, hat in der Tat auch keinen „Ur-Schuldigen“, sondern es gehört zu den Möglichkeiten des SEINS, und es ist – durch welche Umstände auch immer – nun einmal eingetreten.

        „Wir alle müssen zwar unter der fehlgeleiteten Umwelt mit leiden, aber das scheint uns wohl nicht erspart zu bleiben.“:

        Was soll das heißen?
        Daß wir alles so laufen lassen?
        Daß wir NICHT unsere gottgegebenen geistigen Potenziale nutzen, das eigentliche, wahre, Problem zu erkennen, ebenso wie seine Ursachen in jedem einzelnen Menschen?
        Daß wir NICHT die gegebene Möglichkeit der grundlegenden Heilung kommunizieren?
        Was wäre DAS für ein unsoziales, unchristliches, Denken und Verhalten!

        Meinst du, ich lasse den Menschen nicht die Freiheit der Wahl / Selbstbestimmung?

        Dann würde ich sagen: Die Menschen SIND durch die Neurose und Angst nicht frei!
        Die neurotischen Menschen sind nicht selbstbestimmt, sondern fremdbestimmt – von innen durch die Neurose und von außen sind sie deshalb manipulierbar.

        Die „Erwachsenen“ der modernen Gesellschaft sind nicht erwachsen. Sie haben keine wahre – innere – Freiheit der Wahl, denn sie kennen die Alternativen nicht! Sie hatten keine Eltern, die ihnen die Wirklichkeit hätten glaubhaft erklären können. Folglich haben sie ihre wirkliche Wirklichkeit noch NIE kennengelernt. Und die neurotische Angst hält sie davon ab, ihre „Fühler“ in diese Richtung auszustrecken. Außer, jemand gerät unter großen Leidensdruck und wird – wieder – offen für „Neues“.

        Herzliche Grüße:

        Wolfgang

  3. alles Lüge schreibt:

    Ist es auch eine Zivilisations-Neurose, wenn ein Zahnarzt (gehobener Standard, junge „glückliche“ Familie, unauffällig, kooperativ ) , wie gerade in N.- bei H. geschehen, seine beiden Kinder ermordet? Nein, es war, so der Verdacht, religiöser WAHN….
    Das kommt nicht aller Tage vor, aber immer öfter.

    Was alle Tage vor kommt, ist der überzogene Anspruch an die Mutterschaft. Die allzeit geforderte LIEBE, wie sie selbst die Bibel nie derart beansprucht, sondern von Respekt und Ehrung und Versorgung spricht. aber nciht von LIEBE. Allerdings gibt es Belege für überzogene Ansprüche an die Frau (Lutherbibel..Flachs, Stroh, Gold….Kaufmannschiff, sparsame, fleißige Hausfrau). Aber selbst die Übertreibungen sind entlehnt an eine Assoziation und Zuschreibung eines anderen Bildes als dem des Vaters für Gott. Und das findet sich auch in der jüdischen Theologie.
    Es gibt noch biblische versteckte HINWEISE auf ältere WEISHEITEN (wie im Markusevangelium, dem ältesten E.) „wie einen seine Mutter tröstet“ .Und das „genügt“…ALLES kann DIE Mutter nicht sein. Und Mutterschaft nach dieser Interpretation ist begrenzt und einmal beendet.
    Mutterschaft eher als überpersönliche, kollektive Stellvertreteraufgabe, mehr „zufällig“ gewählt und im Wissen einer „größeren Intention“? Eben wie im Judentum. Wo die irdische Mutter nicht für alles (was schief gelaufen ist) verantwortlich gemacht wird.
    Auch die (mündlich überlieferten) Märchen berichten von den BÖSEN Müttern (bis hin zur „steifen“ Mutter, der Stiefmutter) und davon, dass ZUVIEL des Versorgens schaden kann. DER SÜSSE BREI. Da übereignet die „Alte“ im Walde (wer ist sie wohl?) das nötige Wort zum Stoppen (des Breis) Steh! Doch die leibliche Mutter ist gelinde gesagt, zu unfähig den Überfluß zum Aufhören zu bringen….

    Erstaunlich, dass in diesen Geschichten und Ebenen die Väter (und oft Söhne) nie eine Rolle spielen.
    Schon damals waren die Varianten und Muster der Mütter vertreten, eben auch die versagende Mutter. Möglicherweise gab es in der Post-Hippiezeit , den 70er Jahren dann, bei uns zu viele dieser versagenden Mütter, die sich nach den Wirtschaftswunderjahren und dem E-lend der eigenen Mütter etwas zu gelangweilt bei abwesendem Vater allein zu Haus und ohne Job, bekifft und betrunken auf dem Sofa fletzen. Das Jugendamt trat auf den Plan. Die Kinderhäuser entstanden. Möglicherweise ist auch daraus entstanden, die Mütter besser in die externen Beschäftigungen zu schicken.

    • heureka47 schreibt:

      Mutter UND Vater sind in wahrhaft gesunden menschlichen Gemeinschaften wahrhaft erwachsen und damit kompetente Stellvertreter Gottes BEVOR sie Kinder zeugen und zu erziehen haben.
      Beide Eltern leben also – genauso wie die Großeltern und sonstigen Verwandten und das weitere Umfeld – im wahren Erwachsenen-Bewußtsein, dem „Höheren / wahren Selbst“, dem „Christus-Bewußtsein“, dem feinstofflichen göttlichen Bewußtsein im Menschen. Damit leben sie im Bewußtsein der reinen, göttlichen, bedingungslosen, Liebe, die immer zum Geben bereit und in der Lage ist, und zum Verzeihen, falls erforderlich, sowie zum LOSLASSEN, frei geben / lassen, wo es für die Entwicklung sinnvoll / erforderlich ist.
      Weil die göttliche Liebe die KRAFT ist, die das vermag.
      Die göttliche Liebe (an)erkennt das – höchste – Prinzip des Seins, des Universums, der Schöpfung, des Mensch-Seins und sie erkennt die Erfordernisse, Bedürfnisse usw.

      Nur der wahrhaft erwachsene Mensch, der im göttlichen Bewußtsein zu hause ist, dort seine wahre Heimat gefunden hat – wie Jesus Christus, Gottes EINGEBORENER (!) Sohn, den man in seiner HEIMAT antrifft – kann auch SPIRITUELL(en) Nachwuchs zeugen. Nur der Mensch im Christus-Bewußtsein kann seine Kinder (oder andere) zum wahren Erwachsenwerden und -Sein führen. Der NICHT wahrhaft Erwachsene kann das NICHT.

      Und das ist der wesentliche Aspekt der „Entfremdung“ des typischen zivilisierten Menschen, der „Kollektiven Zivilisations-Neurose“, der inneren „Abtrennung“, der „Sünde“.
      Was grundlegend heilbar ist!

  4. Nonnen schreibt:

    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten müssen. Mangelnde frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2014)

  5. alles Lüge schreibt:

    alles Lüge

    und nochmal der Hinweis auf die Philosophie Luisa Muraros „Die symbolische Ordnung der Mutter“

    ansonsten neue Links (von mir als „konservative“-und ehemalige Vollzeit- Mutter)
    hab ich alles das voraus orakelt…
    h ttp://www.sueddeutsche.de/leben/familienpolitik-frauen-reisst-euch-frueher-los-von-euren-kindern-1.1871726
    Der Rundfunk Berlin Brandenburg macht auf die schlechte Qualität der Kinderkrippen in Brandenburg aufmerksam.
    h ttp://www.rbb-online.de/politik/beitrag/2014/01/tausende-neue-kita-plaetze-in-brandenburg.html
    Um schlechte Bedingungen in außerhäuslicher Kinderbetreuung geht es auch in folgendem Bericht über die Ganztagsgrundschulen in Hamburg.
    h ttp://www.taz.de/Eltern-fordern-bessere-Bedingungen/!131766/

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