„Unseren Hass, den könnt Ihr haben!“ – Gewaltexzesse gegen Akademikerball

http://kurier.at/chronik/wien/akademikerball-kritik-an-den-jungen-gruenen/48.194.580   (26.1.):

Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben“ sorgt für Unmut.

ÖVP und FPÖ haben nach den teilweise gewaltsamen Protesten gegen den Akademikerball der Freiheitlichen in der Wiener Hofburg die Grünen kritisiert. Im Zentrum stand dabei das Faktum, dass die Domain www.nowkr.at – mit dem Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ auf der Startseite – auf die Jungen Grünen registriert ist.

ÖVP-Generalsekretär Gernot Blümel fand es bemerkenswert, dass gerade die Grünen, die immer und überall sofort „Skandal“ schreien würden, diese Seite betrieben. „Verletzte Menschen, zertrümmerte Scheiben, zerstörtes Eigentum – das ist das Ergebnis! Das ist ein wirklicher Skandal, eine Schande für die Grünen und nicht zu akzeptieren“, erklärte Blümel in einer Aussendung. Er forderte klare Worte von der „Grünen Bundesführung“.

Die FPÖ nutzte vor allem den Kurznachrichtendienst Twitter für ihre Kritik. Generalsekretär Harald Vilimsky ließ dort etwa wissen, dass er eine Strafanzeige wegen Verhetzung sowie Musterklagen auf Schadenersatz gegen die Grünen überlege. …

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Werner Reichel: http://www.andreas-unterberger.at/2014/01/linke-krawalle-o1-und-die-journalistische-objektivitaet/   (26.1.):

Über eine Million Euro Sachschaden, elf zerstörte Polizeiautos, zerschlagene Schaufensterscheiben, geschockte Touristen und mehrere verletzte Polizeibeamte. Gewaltbereite Linksextremisten haben gestern eine Spur der Verwüstung durch die Wiener Innenstadt gezogen. Als Vorwand für die internationale Krawallparty hat der Ball der FPÖ, der drittgrößten Parlamentspartei in Österreich, gedient. Das ist die eine Sicht der Dinge.

Eine ganz andere haben die Journalisten des öffentlich-rechtlichen Qualitätsradios Ö1. Im Morgenjournal nach der gewalttätigen Randale in der Wiener City stellt die Moderatorin gleich vorweg in den Schlagzeilen fest, dass es sich um „relativ“ heftige Proteste gehandelt habe. Nun mag es sein, dass für die Spitzenverdiener im ORF über eine Million Euro Sachschaden „relativ“ wenig ist, für den durchschnittlichen Steuerzahler ist das jedenfalls kein Bagatellbetrag. In dieser Tonart geht es fröhlich weiter. In der Anmoderation des entsprechenden Beitrags ist von den erwarteten Protesten die Rede, „gilt der Ball doch als Versammlungsort Rechter aus ganz Europa“. Die FPÖ und die Rechte, so die „relativ“ eindeutige Botschaft, sind für die Krawalle verantwortlich. Man kann und darf in einer Demokratie gegen die FPÖ und ihre Politik demonstrieren, aber den Freiheitlichen die Krawalle, die Kosten für den Polizeieinsatz und die Sachschäden mehr oder weniger unverblümt in die Schuhe zu schieben, ist doch ziemlich perfide und zeugt vor allem von einer undemokratischen Gesinnung.

Dann berichtet Ö1 in der ersten Hälfte des Beitrags ausschließlich über die Polizei, über das Vermummungsverbot, über die polizeilichen Absperrungsmaßnahmen und über den Einsatz von Pfefferspray. Ein sichtlich entrüsteter Anarcho darf ins Ö1 Mikro jammern: „Die ham Pfefferspray gesprüht, wir wollten ihre (die der Polizei A.d.V.) Mauer durchbrechen (…)“ Na sowas aber auch, womit hat der junge Mann gerechnet? Mit Wattebällchen? Auch die Ö1-Reporterin hörbar empört. Sie berichtet mit bebender Stimme mitleidheischend über die durch Pfefferspray verletzten Demonstranten. Viele von ihnen hatten rote Augen, erzählt sie den (hoffentlich geschockten) Ö1-Hörern. Da kommen nicht nur den Demonstranten die Tränen.

„Feuerwerkskörper und Pflastersteine(!) die in Richtung Polizei geflogen sind, haben diese Mittel notwendig gemacht, sagt Polizeisprecher (…)“ Ja, das sagt nicht Ö1, sondern nur die Polizei. Auch hier ist der Subtext „relativ“ eindeutig: Die tun eh nix, die wollten doch nur spielen, wenn da nicht die böse Polizei … Nach mehreren Demonstranten darf dann endlich auch ein Exekutivbeamter etwas ins Ö1-Mikro sagen, man ist schließlich objektiv.

Trotzdem erfährt der Morgenjournal-Hörer nichts von der Höhe des Sachschadens, von verletzten Polizisten, über die extra aus Deutschland angereisten Krawalltouristen und auch nichts vom Angriff auf einen ORF-Wagen. Die Ö1-Reporter waren wohl auf einer anderen Demo als die Kollegen von der Tageszeitung „Die Presse“. Dort erfährt der Leser ganz andere Dinge: „(…) er gerät in Panik und ruft um Hilfe. Sofort springen andere Aktivisten auf den Bus zu, reißen die Tür auf und prügeln mit Gegenständen auf die Polizisten im Inneren ein. (…) Schwarz Vermummte reißen der Dame Kleidung vom Leib, bespucken sie und ihren Partner. (…) Ihre Parolen werden radikaler: Schlagt sie nieder, schlagt sie nieder!“

Also eh „relativ“ harmlos! Nichts jedenfalls, worüber es sich für das Qualitätsradio Ö1 zu berichten lohnt. Warum auch, sind doch Ö1-Journalisten und randalierende Linksextremisten ideologisch nicht besonders weit voneinander entfernt, „relativ“ gesehen natürlich.

Ö1-Morgenjournal 25.01.2014 (08:00):
http://oe1.orf.at/konsole?show=ondemand&track_id=361735&load_day=/programm/konsole/tag/20140125   [eine Woche verfügbar] …

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Ergänzung 28.1.2014:

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1554575/Gruner-Bundesrat-beklagt-Doppelmoral-seiner-Partei   (28.1.):

Bundesrat Efgani Dönmez stößt „bitter auf“, dass gegen den Akademikerball gewettert werde, nicht aber gegen Islamisten. Parteichefin Glawischnig bekräftigt hingegen ihre Kritik an Ball und Polizei.

Der Grüne Bundesrat Efgani Dönmez bekundet nach der Kritik seiner Partei am Akademikerball, dass ihm die „Doppelmoral“ aus den eigenen Reihen „bitter aufstößt“. In seinem Blog kritisiert Dönmez, dass „national-islamistische Strömungen, welche auf Wiens Straßen „wir sind ‚Soldaten Erdogans‘ skandieren“, aus Grüner Sicht „unter Meinungsfreiheit und Menschenrechte“ fallen, „aber wenn Ball-Besucher mit einem deutschnationalen Weltbild und sonstigem rechten Gedankengut diesen besuchen, dann wird dagegen massiv gewettert und versucht dies mit (fast) allen Mitteln zu bekämpfen“. Offenbar werde die Meinungsfreiheit „nur jenen zuerkannt, die politisch opportun sind“.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1554445/Grune-Klausur-mit-heftigen-BallNachwehen   (27.1.):

Eva Glawischnig droht den Jungen Grünen mit Rausschmiss, diese stellen sich erst gegen die Partei, lenken dann aber doch ein. Grünen-Funktionärin Janine Wulz wird indes Nähe zum „Schwarzen Block“ vorgeworfen.

http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/1552050/Akademikerball  (Thema)

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Ergänzung 30.1.2014:

http://www.andreas-unterberger.at/2014/01/die-gruenen-sind-verantwortlich/   (26.1.):

Die Suche nach den Tätern, die in Wien zahllose Geschäfte devastiert und eine Million Schaden angerichtet haben, führt sehr schnell und direkt zu den Grünen. Das zeigt die genauere Analyse der Website www.nowkr.at, die zentrale Drehscheibe der devastierenden Aktionen gewesen ist. Und die jetzt noch den Tätern dankt und hofft, dass sie gut heimgekommen sind.

Diese Webseite hatte vorher unter anderem den Slogan „Unseren Hass den könnt ihr haben!“ ausgegeben und zu den Demonstrationen gegen den Akademikerball in Wien aufgerufen. Entgegen den gesetzlichen Pflichten gibt es zwar kein Impressum, aber dafür war die Formulierung zu lesen: „NOWKR.AT ist eine unabhängige Plattform für die radikale Linke, die über Gegenaktivitäten rund um den Wiener Akademikerball 2014 informiert und ist nicht mit den „Bürger/innen-Bündnissen“ der letzten Jahre zu verwechseln.“

Weiters stand dort: „Auch zur NOWKR Demonstration 2014 wird es wieder Busse aus verschiedenen Städten, wie bsp. Graz, Linz, Berlin, Bremen, Frankfurt, Göttingen oder Leipzig geben. Hier gibts die ersten Infos…“

Die gewalttätigen Ausschreitungen (Sachbeschädigung, Körperverletzung) gehen – zumindest teilweise – eindeutig auf diesen über diese Webseite organisierten Demonstrationstourismus zurück. Eine Domainabfrage liefert nun die Antwort darauf, wem die Website gehört:

Domaininhaber:
Organisationsname:        Junge Gruene
Personenname:        Junge Gruene
Strasse:     Rooseveltplatz 4-5/Top 5
PLZ:  1090
Stadt:        Wien
Land:         AT
Personen Handle:   JG9482235-NICAT

Das legt die zentrale Verantwortung eindeutig klar. Die „Jungen Grünen“ haben sich mit den Gewalttätern des „Schwarzen Blocks“ aus Deutschland willentlich und wissentlich zusammengetan. Das heißt aber auch: Entweder diese „Jungen Grünen“ werden umgehend aus der Partei ausgeschlossen. Oder die Grünen sind direkt und voll verantwortlich für das, was in der Wiener Innenstadt passiert ist.

Sie sind damit genau dort angekommen, wo etliche Grüne gestartet haben: als Unterstützer gewalttätiger Krawallmacher. Damals wars halt der Opernball, jetzt ist es der Akademikerball. Der Unterschied ist nicht sehr groß.

Und wenn die Grünen nicht umgehend handeln, dann werden insbesondere in Wien alle mitverantwortlich, die mit solchen Grünen politisch kooperieren. Oder gar koalieren.

Der Unterschied zum Anti-NS-Widerstand

Da ich selbst noch nie bei einem der beiden genannten Bälle war (und mir in der Nacht auf Samstag nur auf den zahlreichen elektronischen Kanälen ein Bild zu machen versucht habe), interessiert vielleicht der Augenzeugenbericht eines alten Journalisten, der an diesem Abend im Stephansdom an der Seelenmesse für Fritz Molden teilgenommen hat.

„ . . . Dann beim Stock-im-Eisen-Platz ist es richtig laut geworden, Knallkörper wie zu Silvester und Leuchtkörper sind herumgeflogen. Die Polizei war nur in Autos zu sehen. Je näher wir zum Riesentor kamen, desto dichter wurde der Rauch von irgendeinem Feuer. Es kam eine „Formation“, die aussah, wie ich mir eine römische Phalanx vorstelle, im „Lauf- aber Gleichschritt“, dicht aneinander gedrängt, umgeben von Transparenten und laut Parolen brüllend, die ich nicht verstanden habe. Die Türen am Riesentor waren zu, ein Ordner des Stephansdomes und ein Polizist haben zuerst das Gitter und dann die Tür aufgemacht. Gleichzeitig ist einer aus dem Zug gehuscht und hat Rauchbomben mit dem Ziel Stephanskirche geworfen. Es hat in den Augen gebrannt und man musste husten. Dann waren wir endlich drinnen. Den Lärm, vor allem die Knallkörper, Polizeisirenen etc. hat man natürlich auch während der Zeremonie – von Kardinal Schönborn gehalten – gehört, später dann laute Beatmusik. Schönborn wies darauf hin, dass Molden ein Widerstandskämpfer während des Zweiten Weltkrieges gewesen war, und dass das doch etwas anderes wäre als die Randalierer auf der Straße heute. Nach Ende der Messe haben wir den Dom durch einen bewachten Seiteneingang verlassen. Da war in dieser Gegend alles vorbei, die Mistwagen scheinen schon gefahren zu sein, es war nur noch verspritzte Farbe auf der Straße. An anderen Stellen hat’s dann wieder angefangen.

Wütend war ich primär auf den randalierenden Mob: Ich hatte mir gleich gedacht, dass es keine Österreicher gewesen sein können, dazu war die militärische Disziplin zu groß.

Nur froh bin ich, dass die Ballbesucher unbehelligt in die Hofburg gehen konnten.“

So weit die Schilderung eines Augenzeugen, die für sich spricht.

Nicht anschließen kann ich mich jenen Stimmen, die der Polizei Schuld an den Krawallen geben. Sie hat die von ihr erklärte Zone relativ erfolgreich geschützt. Aber es ist völlig unmöglich, jedes Geschäft, jede Straße in Wien a priori zu schützen, wenn Hunderte gewaltbereite Menschen Krawall machen und Schäden anrichten wollen. Und dann schon gar nicht, wenn sie unter Tausenden anderen offensichtlich naiven Sympathisanten Unterschlupf finden.

Das geht schon normal nicht. Und dann überhaupt nicht, wenn (zumindest) eine der Wiener Regierungsparteien sie so offensichtlich unterstützt. Die Innenministerin hat richtige Worte gefunden. Aber ansonsten ist das Schweigen vom Bundespräsidenten bis zum Vizekanzler beklemmend. Immerhin hat es seit Jahren so etwas in Österreich nicht gegeben.

Das, was jetzt ganz entscheidend aktiv werden muss, sind die Staatsanwaltschaft und die Gerichte. Immerhin sind 15 Täter festgenommen worden. Immerhin sind zahlreiche Anzeigen auf dem Weg.

P. S.: Menschlich das Übelste rund um die Anti-Ball-Inszenierung ist, dass auch einige Überlebende der NS-Verbrechen für die Aktionen missbraucht worden sind. Denn wer einst die Aktionen der SA und dann SS miterleben musste, der kann mit diesem Terror nichts gemein haben.

Kommentator Torres ergänzt:

Der ORF hat ja für die Diskussionssendung „Im Zentrum“ [siehe unten] wie üblich dem „bösen rechten“ Herrn Mölzer gleich vier links-grün-kommunistisch-antifaschistische Gutmenschen gegenübergestellt. Diesmal ist das allerdings voll in die Hose gegangen: Über die schielende „Organisatorin“ mit der schrill-näselnden Stimme ist wohl jedes Wort eine Verschwendung, je nach Temperament konnte man über sie nur still staunen oder herzlich lachen. Der grüne Herr Steinhauser wiederum behauptete, die inkriminierte Internetseite gehöre zwar den Grünen, für den Inhalt seien sie aber nicht verantwortlich; und dieser Herr ist Justizsprecher der Grünen! Da erübrigt sich wohl jeder Kommentar. Der profil-Journalist Bauer (Vorsitzender der Journalisten-Gewerkschaft!) hatte die Chuzpe, dem Polizeipräsidenten mit Anzeige wegen Verletzung des Datenschutzes zu drohen, wenn er die Identität der Gewalttäter über die Behandlungsdaten bei der Rettung oder den Spitälern eruieren will. Und der Roma-Vertreter (oder Ex-Vertreter) wusste eigentlich so gar nicht richtig, um was es da eigentlich ging. Im Vergleich zu dieser Ansammlung von Dummheit, Primitivität, Inkompetenz und antidemokratischem Spätstalinismus stand ja Mölzer geradezu als Lichtgestalt da. Wenn man dabei noch bedenkt, dass jedenfalls Strobl und Steinhauser die „intellektuelle Spitze“ der Demonstranten darstellen, kann man sich lebhaft vorstellen, welch Abschaum dort tatsächlich randaliert hat.

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http://tvthek.orf.at/program/Im-Zentrum/6907623/IM-ZENTRUM-Krawall-um-den-Ball-Polizei-Proteste-Provokation/7399954  (26.1.)  Update 21.5.2014: http://www.youtube.com/watch?v=zra7b1TaslA  (26.1. 1h04):

„Krawall um den Ball – Polizei, Proteste, Provokation?“:
Der Akademikerball der FPÖ in der Wiener Hofburg hat auch heuer wieder zu heftigen Ausschreitungen geführt: 20 Verletzte, 15 Festnahmen, eingeschlagene Schaufenster, beschädigte Autos waren die Folgen. Das konnte auch ein massiver Polizeieinsatz mit großräumigen Platzsperren und Vermummungsverbot nicht verhindern. Haben die Polizeimaßnahmen die Stimmung erst angeheizt? Warum muss dieser Ball ausgerechnet in der Wiener Hofburg stattfinden? Inwieweit wurde die Berichterstattung behindert? Wer steckt hinter den gewaltsamen Aktionen?
Darüber diskutieren mit Ingrid Thurnher „IM ZENTRUM:
Gerhard Pürstl – Polizeipräsident Wien,
Andreas Mölzer – FPÖ,
Natascha Strobl – Mitveranstalterin einer der Demonstrationen gegen den Ball,
Rudolf Sarközi – KZ-Überlebender,
Albert Steinhauser – Justizsprecher der Grünen,
Franz C. Bauer – Vorsitzender der Journalistengewerkschaft
[plus: ORF-Wien-Mitarbeiterin Ulrike Dobesch]

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Ergänzung:

http://www.andreas-unterberger.at/2014/01/auch-die-spo-ist-fuer-die-gewalttaten-verantwortlich/   (27.1.):

Im Internet lassen sich Spuren und Verantwortungen sehr genau festhalten. Diese führen von den nächtlichen Krawallen und Gewalttaten am Freitag in Wien massiv zu den Grünen. Aber mindestens zwei nun offenkundige Spuren führen auch zur SPÖ. Deren Parteispitze hat sich – in Wien wie im Bund – prompt auf Tauchstation begeben.

Die erste direkte Spur betrifft die Demo-Mitorganisatorin Natascha Strobl von der „Offensive gegen Rechts“. Die Dame ist nämlich Mitglied im Wiener SPÖ-Landesparteivorstand. Sie schob auch noch Tage nach den Krawallen vor ORF-Kameras in frecher Umkehrung der Fakten die Schuld an den Millionenschäden und Verletzungen auf die „Eskalationsstrategie der Polizei und die Hetzkampagne der FPÖ“. Nur in diesen liege die Ursache, dass friedliche Proteste in Gewalt umgeschlagen seien.

Es bleibt einem zwar die Spucke weg. Aber es ist halt ein alter Kritik[punkt] terroristischer Strukturen: Schuld sind immer die Opfer.

Eine noch dickere Spur von den Gewalttaten zur SPÖ ist die Website www.offensivegegenrechts.net. Auch dort gibt es rechtswidrig kein Impressum (wenn man gegen Rechts ist – was auch immer das bedeuten mag –, braucht man sich doch in Österreich nicht an Gesetze halten). Aber als Selbstbeschreibung kann man lesen:

  • „- Offensive gegen Rechts versteht sich als Aktionsbündnis mit dem Ziel den FPÖ-Burschenschaftlerball zu thematisieren und durch Blockaden zu verhindern.
  • – Dafür setzen wir unsere Körper als Mittel des zivilen Ungehorsams ein. Diese Menschen-Blockaden sollen breit, bunt und kreativ – aber entschlossen sein.
  • – Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen.
  • – Die Aktionen sollen für alle transparent und offen sein. Öffentliche Blockadetrainings im Vorfeld sollen uns gezielt auf die Aktion praktisch und rechtlich vorbereiten.
  • – Wir erklären uns solidarisch mit allen, die am 24. Jänner gegen den FPÖ-Burschenschafterball auf die Straße gehen.
  • – Alle Organisationen, Parteien, Initiativen und Aktivist_innen, die sich als antifaschistisch verstehen, rufen wir auf, sich am Protest gegen den FPÖ-Burschenschaftlerball am 1. Februar zu beteiligen.“ (meine Hervorhebung; www.offensivegegenrechts.net/?page_id=252)

Interessant ist auch, welche Organisationen das unterstützen (http://www.offensivegegenrechts.net/?page_id=4) – etwa die ÖH der Pädagogischen Hochschule Wien. Also jene Menschen, die künftig auf unsere Kinder losgelassen werden.

Besonders relevant wird die Domainabfrage (http://www.whois.com/whois/offensivegegenrechts.net):

Domain Name: OFFENSIVEGEGENRECHTS.NET
Registrar: MONIKER ONLINE SERVICES LLC
Whois Server: whois.moniker.com
Referral URL: http://www.moniker.com
Name Server: NS1.COOLHANDLE.COM
Name Server: NS2.COOLHANDLE.COM
Status: clientDeleteProhibited
Status: clientTransferProhibited
Status: clientUpdateProhibited
Updated Date: 22-aug-2013
Creation Date: 13-sep-2011
Expiration Date: 13-sep-2014
Domain Name: OFFENSIVEGEGENRECHTS.NET
Registrar: MONIKER ONLINE SERVICES LLC

Und dann:

Registrant [3685926]:
Jakob Zerbes email@gmail.com
. . .
Administrative Contact [3685926]:
Jakob Zerbes email@gmail.com

Wem der Name nichts sagt: Zerbes ist – Zufall, Zufall – VSStÖ-Funktionär (siehe etwa http://meinparlament.derstandard.at/p/3640/jakob-zerbes/).

Seine Adresse und Telefonnummer habe ich weggelassen. Ich stelle mich ja nicht mit den rotgrünen Gewalttätern auf eine Stufe.

P. S.: Bei den Grünen gibt es einen ersten (kleinen) Teilerfolg des Zorns der Bürger: Parteichefin Glawischnig fordert nun, dass die Jungen Grünen künftig garantieren, dass nichts Rechtswidriges auf einer von ihnen verantworteten Homepage steht. Künftig. Denn angeblich haben ja die Jungen Grünen keine Ahnung gehabt, was denn so seit Wochen auf NOWKR steht. Ein netter Versuch von Frau Glawischnig zwar. Aber vor einem Richter würden die Grünen mit ihrer „Nichts-gewusst-Strategie“ wohl nur Gelächter auslösen.

P. P. S.: Übel wird einem auch angesichts der Art, wie der rotgrüne ORF in seinem offiziellen Programm eine (natürlich linkslastige) Diskussion über die Krawalle angekündigt hat. Der von fast lauter Sozialisten geleitete ORF schreibt: „Haben die Polizeimaßnahmen die Stimmung erst angeheizt?“ Also: Ohne die ohnedies sehr defensive Polizei wäre nach Ansicht des ORF offensichtlich gar nichts passiert. Und diese linke Propaganda müssen wir tagtäglich mit unseren Gebühren finanzieren . . .

Kommentator Amalek steuert noch Infos bei:

Hier ist übrigens die aussagekräftige Unterstützerliste der „Offensive gegen Rechts“ – zweifellos alles „besorgte Menschen“ (und nichts weiter):

Aktion kritischer Schüler_innen (AKS Bund)
Anatolische Föderation Österreich (Afa)
Asyl in Not
ATIGF
ATTAC Österreich
FSG GBH – FSG Gewerkschaft Bau Holz
Freund_Innen der Friedhofstribüne
Der Funke
Föderation der demokratischen Arbeitervereine (Didf)
Grundrisse – Zeitschrift für linke Theorie und Debatte
Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB)
Initiative Anticapitalista
GPA-djp Jugend
Junge Linke
Kommunistische Partei Österreich (KPÖ)
Kommunistische Partei Türkei (TKP)
Kommunistische Jugend Österreich (KJÖ)
KZ-Verband (VdA)
KZ-Verband Wien (VdA Wien)
Kommunistischer StudentInnenverband (KSV)
Kommunistische Gewerkschaftsinitiative – International (KomIntern)
Linkes Hochschulnetz
Linkswende
Kulturverein Nazim Hikmet
ÖH der pädagogischen Hochschule Wien
Prekär Café
ProGE – Die Produktionsgewerkschaft
Revolution
Revolutionär Sozialistische Organisation (RSO)
Sozialistische Jugend Wien (SJ Wien)
Sozialistische Jugend Niederösterreich (SJ NOE)
Sozialistische Jugend Vorarlberg (SJ VBG)
Sozialistische LinksPartei (SLP)
Studienvertretung Politikwissenschaft (stv.powi)
Partei der Arbeit (PdA)
Transform Europe
Transform Österreich
Verband sozialistischer Student_innen Wien (VSStÖ Wien)
Verband sozialistischer Student_innen Leoben (VSStÖ Leoben)
Verband sozialistischer Student_innen (VSStÖ)
Young Struggle (YS)
Neue Demokratische Jugend (YDG)
Verein für Studierende aus Kurdistan (YXK)

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Ergänzung:

http://www.andreas-unterberger.at/2014/01/gruene-und-parlament-rathaus-und-innenministerium-nur-noch-peinlichkeiten/   (29.1.):

Geht’s noch blöder? Das fragt sich angesichts zahlloser Vorfälle binnen weniger Stunden der Österreicher. Nichts davon ist erfunden.

An der Spitze der Peinlichkeit steht die Chefin der Grünen mit der läppischsten Ausrede des Jahres: Die Jungen Grünen hätten ja keine Ahnung gehabt, was auf ihren Internet-Seiten steht. Dabei sind dort wochenlang Gewalttaten vorbereitet worden. Und die Grünen wollen es nicht gewusst haben. Mein Gott, wie arm! Freilich würde kein einziger Angeklagter vor einem Gericht mit so einer läppischen Ausrede durchkommen. Aber bei Frau Glawischnig geht sie offenbar durch.

Das Einzige, was die Grünen vielleicht nicht ganz so geplant hatten: Sie dürften gerechnet haben, dass sich die Gewalt auch gegen Besucher des FPÖ-Balls richten werde. Gegen die dürfen ja grüne Gutmenschen automatisch Gewalt anwenden und sind nachher natürlich immer Opfer. Jetzt aber sind die Grünen mit dem peinlichen Faktum konfrontiert, dass diese Gewalttäter ausschließlich Auslagenscheiben und Autos demoliert und keinen einzigen Freiheitlichen erwischt haben. Jetzt überfordert es sogar grüne und ORF-Dialektik ein wenig, Auslagenscheiben und Autos zu den Bösen machen zu müssen. Aber keine Sorge: Auch diese Peinlichkeit wird ihnen wohl noch gelingen.

Peinlich in ihrer Unbedarftheit sind auch viele Medien. Sie plappern jetzt völlig unkritisch die linke Sprechregelung nach, dass die Gewalttäter allesamt aus Deutschland gekommen wären. Glauben sie das im Ernst? Gibt’s dafür auch nur irgendeinen Beweis?

Mehr als peinlich hat auch der Wiener Bürgermeister Häupl auf die Krawalle in der Innenstadt reagiert. Er konzentrierte sich ganz auf die Polizeikritik – und fand kein Wort der Kritik an der Rolle sozialdemokratischer Funktionäre und Homepages bei der Organisation der Gewalt. Dabei geht es um Funktionäre, die direkt aus seiner Wiener Landesorganisation kommen.

Ins Kapitel „Peinlichkeiten“ gehört auch ein Fernsehauftritt der Innenministerin. Vor lauter „Polizisten und Polizisten“- (sic) und „Demonstranten und Demonstrantinnen“-Ge[ge]ndere bringt die Frau absolut kein einziges sachliches Argument mehr über die Lippen. Weder zum Thema Akademikerball noch zur Schließung von zahllosen Wachzimmern. Jämmerlich. Dabei …

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Ergänzung 31.1.2014:

Lesenswert:

Martin Lichtmesz: http://www.sezession.de/43250/akademikerball-antifa-ausnahmezustand.html   (24.1.)

Martin Lichtmesz: http://www.sezession.de/43300/akademikerball-antifa-nachlese.html    (27.1.)

Julian: http://www.identitaere-generation.info/gemeint-sind-wir-alle/   (24.1.):

In dem Moment, wo ich diesen Artikel vollende, hat der 24. Januar schon begonnen. Das ist der Tag, auf den im Jahr 2014 der alljährliche Ball der Wiener Korporationen fällt. Die Tradition besteht schon seit dem Jahr 1952 und war als einer der größten Studentenbälle der Welt bis vor kurzem fest in der Kulturlandschaft Österreichs verankert. Viele Universitätsdirektoren waren Ehrenmitglieder in seinem Komitee und in der berühmten Tanzschule Elmayer probten die Debütanten. Heute steht der Ball, der sich letztes Jahr sogar umbenennen musste, um wieder in der prestigeträchtigen Hofburg stattfinden zu können, fast vor dem Aus. Die Medien feuern aus allen Rohren, die offizielle Politik sabotiert, wo sie kann – Elmayer und Co. haben sich längst von ihm distanziert. Die gewalttätigen Proteste der Antifa zeigten Wirkung und ließen die Teilnehmerzahlen sinken. Auch heute rollen wieder mehrere Busse mit hunderten deutschen, gewaltbereiten Demotouristen auf Wien zu. Wie konnte es gelingen, diese Institution derart zu untergraben, gesellschaftlich zu isolieren und an den Rand des Aus zu drängen? Wie können Patrioten gegen diese gezielte Verdrängungsprozesse vorgehen? …

Patrick: http://www.identitaere-generation.info/haters-front-strukturmerkmale-linker-mobilisierung/   (25.1.)

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Ergänzung:

http://www.youtube.com/watch?v=n2IeAaLHhh0   ORF-ZiB2 24.1., Pressesprecher Polizei Wien, Roman Hahslinger   (24.1.   7 min)

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http://lepenseur-lepenseur.blogspot.co.at/2014/01/stimmungsbilder-aus-der-ballsaison.html   (25.1.):

… Kleines Detail am Rande: im »Schwarzen Kameel«, also Wiens beliebtem Treffpunkt der linken, staatsnahen Schickeria, wo man in herrlich gepflegten Jugendstil-Räumlichkeiten dinieren und champagnerisieren kann, letzteres zu köstlichen Brötchen, z. B. mit dem in aller Welt berühmten Beinschinken des Hauses, wurden die genüßlich tafelnden Gäste, die als ORF- & Regierungspresse-Journaillisten, als Bedienstete des Bundeskanzleramtes oder des nahe residierenden »Hofbürgers«, und als sonstiges staatsalimentiertes Gelichter ganz sicherlich keine Sympathien für diesen pöhsen Burschenschafterball in der Hofburg haben, unsanft gestört, als durch Pflastersteine die Scheiben des Lokals eingeworfen wurden. Unerhört! Doch nicht gegen uns, wir sind doch die Guten, werden sie sich gedacht haben, mit beklommener Bremsspur in der Unterhose …

Der Sachschaden ist, wir hoffen es für den Besitzer, durch Versicherungen gedeckt — über die mentale Verstörung, die durch diese Aktion in den Köpfen der Gäste wohl entstand, kann LePenseur jedoch ein gewisses Amüsement nicht verhehlen …

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Ergänzung 2.2.2014:

Werner Reichel: http://ef-magazin.de/2014/01/31/4914-gruene-gewalt-nullstes-verstaendnis-fuer-andersdenkende:

Linksextreme vor und nach dem Wiener Akademikerball

Linksextremisten haben vergangenen Freitag eine Spur der Verwüstung durch die Wiener Innenstadt gezogen: Verletzte Polizisten, eingeschlagene Schaufenster, beschädigte Autos, geschockte Touristen und ein Schaden von über einer Million Euro. Zu den Protesten hatten unter anderem die Grünen aufgerufen. Aufhänger für die linken Krawalle war der Akademikerball der FPÖ in der Wiener Hofburg. Für die linke Reichshälfte in Österreich eine Provokation. Man blies zum Sturm gegen die „Nazis“.

… Viele Linke und vor allem die extreme Linke sehen im Islamismus eine antiimperialistische, antiamerikanische und antikapitalistische Befreiungsbewegung. Man hat also viele Gemeinsamkeiten. Allerdings gibt es auch ideologische Unterschiede. Man denke etwa an Feminismus, Homo-Kult und Gender Mainstreaming. Dass man trotzdem nur gegen Rechte hetzt und den Islamismus links liegen lässt, hat auch einen sehr pragmatischen Grund. Um gegen Islamisten zu demonstrieren, braucht es erheblich mehr Mut, als öffentlich gegen ein paar hundert Rechte in der Hofburg aufzutreten. Der einzige Gegner der Randalierer am vergangenen Freitag war die ohnehin an der kurzen Leine gehaltene Polizei, deren Einschreiten und Verhalten zudem von den linken Mainstreammedien, allen voran vom Staatssender ORF, mit Argusaugen beobachtet worden ist. Da kann man als Nachwuchs-Anarcho leicht auf dicke Hose machen und Pflastersteine in Richtung Polizei schleudern. Viel mehr als gerötete Augen durch etwas Pfefferspray kann einem nicht passieren. Andererseits stelle man sich vor, was passiert, wenn sich die vermummten Linken gegenüber Pro-Erdogan-Demonstranten so verhalten würden. Eben.

Voraussetzung für die Konjunktur des virtuellen Antifaschismus ist das Fehlen des realen Faschismus, schreibt Henryk M. Broder. Genau deshalb haben Linksextreme mit Unterstützung der Grünen und dem klammheimlichen Wohlwollen vieler Journalisten die Wiener Innenstadt für einen Abend zum Anarcho-Spielplatz erklärt. Der ohnehin zahmen Polizei dann im Nachhinein die Schuld für die Eskalation in die Schuhe zu schieben, ist Trick 17, die bewährte linksgrüne Täter-Opfer-Umkehr. Die Grünen rufen „Haltet den Dieb“ und fordern den Rücktritt von Wiens Polizeipräsidenten Gerhard Pürstl.

Da wird etwa lautstark kritisiert, dass alleine die Präsenz von 2000 Polizisten die Demonstranten provoziert hätte. Ein viel zu großer Aufwand für angeblich „400“ Ballgäste, motzten die Demo-Organisatoren und einige Grüne. Dass sich die Zahl der Polizisten nicht an den zu schützenden Personen bemisst, sondern an jenen, die ihnen gegenüberstehen, also an den etwa 8000 Demonstranten und am Gefahrenpotential, das von ihnen ausgeht, hat man dabei augenzwinkernd übersehen. Zumal nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre klar war, dass es zu gröberen Ausschreitungen kommen wird. Was erwarten sich die Grünen eigentlich, dass der Ball ohne nennenswerten Polizeischutz über die Bühne gehen soll, sprich die Ballbesucher schutzlos dem linken Mob ausgeliefert werden? Sind ja nur ein paar „Rechte“.

Es ist beunruhigend, wie dünn die Decke der Zivilisation selbst in einem reichen und zumeist ruhigen Land wie Österreich ist. Man muss aber gar nicht so weit gehen. Schlimm genug ist, dass Grüne und alle möglichen sozialistischen und kommunistischen Gruppen und Grüppchen mit Unterstützung des ORF und anderer linker Meinungsmacher mehr oder weniger unverhohlen grundlegende demokratische Rechte, wie Versammlungs- oder Meinungsfreiheit, in Frage stellen. Rechte dürfen nicht mehr in die Hofburg, so die einhellige Meinung der linken Reichshälfte. Eigentlich sollten sie gar keine Bälle mehr veranstalten dürfen. Was ist das eigentliche Ziel solcher Forderungen, was die Konsequenz? Rechte, oder vielmehr was Linke dafür halten, sollen aus der Gesellschaft ausgeschlossen werden: Raus aus dem Parlament, raus aus den Universitäten, Umerziehungsheime statt Schulen oder gar getrennte Abteile in öffentlichen Verkehrsmitteln? Die Toleranz der Linken kennt keine Hemmschwellen. Der Akademikerball hat das erneut in ein grelles Licht gerückt. Neu ist das allerdings nicht. Die Grünen hatten seit ihren Anfängen in den 80er Jahren ein schlampiges Verhältnis zu Gewalt, Linksextremismus und Demokratie. Das ist nicht weiter verwunderlich, liegen ihre Ursprünge und ideologischen Wurzeln nicht so sehr im Natur- und Umweltschutz als vielmehr in der 68er-Bewegung, in der Außerparlamentarischen Opposition.

Selbst Peter Pilz, einst strammes Mitglied der Revolutionären Marxisten, versteht nicht, dass viele Grüne beim Thema linke Gewalt so „herumlavieren.“ Vor allem die Jungen Grünen taten sich vor dem angedrohten Parteiausschluss besonders schwer, sich von den Krawallen glaubhaft zu distanzieren. Und auch nach dem milden Machtwort von Parteichefin Eva Glawischnig hat man es bei der dummdreisten Schutzbehauptung, man habe nicht gewusst, welche Hassparolen da auf der eigenen Internetseite verbreitet werden, belassen.

Was sich während und nach dem Akademikerball abgespielt hat, ist fast deckungsgleich mit den Geschehnissen rund um den Opernball Ende der 80er Jahre. 1987 schreibt der linke Wiener Falter: „Nun ist die Frage, ob der Opernball selbst eine Provokation ist, keine Frage, die in der Kompetenz der Polizei liegt. (…) Anders steht es mit der Frage, ob der Schutz der Provokation nicht selbst eine Provokation war.“ Ein Déjà-vu? Das kommt einem irgendwie bekannt vor. Nicht die Randalierer sind die Schuldigen, sondern die Ballgäste. Das linksextreme TATblatt legte noch eins drauf: „Alle Jahre wieder geben sich die Vertreter des internationalen staatlich organisierten Verbrechens auf dem Opernball ein Stelldichein. (…) Bereiten wir den Herrschaften einen gebührenden Empfang.“

2014 heißt es dann auf einer von den Jungen Grünen betriebenen Internetseite: „Unseren Hass, den könnt ihr haben“ Und damals wie heute haben viele die Parolen ernst genommen und randaliert, zerstört und beschädigt. Auch in den 80er Jahren haben sich die Grünen äußerst schwer getan, sich ohne Wenn und Aber von den Ausschreitungen und der Gewalt zu distanzieren. Auch damals versuchte die First Lady der Grünen, Freda Meissner-Blau, ihre radikale Jugend zu bremsen, ohne sie zu sehr zu verärgern. Wobei unter Meissner-Blau auch der Umweltschutzgedanke noch eine wichtige Rolle spielte. Sie echauffierte sich – das Ozonloch war gerade großes Thema – über „Elemente, die zu unserer Empörung sogar Spraydosen verwendet haben, gegen deren Gebrauch wir prinzipiell sind.“ Randale, Sachbeschädigung oder Körperverletzung ähh… naja, aber FCKW, das geht gar nicht.

Von solchen Skurrilitäten abgesehen, es gab immer Verbindungen und Netzwerke zwischen Grünen und der linksextremen Szene, wie zum Beispiel zu den radikalen Hausbesetzern. Nach der Räumung der Häuser in der Ägidi- und der Spalowskygasse in Wien im Jahr 1988 klagte etwa der Grüne Günther Schobersberger, die Extremisten seien eben Leute, „die ihre Privatprobleme selber organisieren und ein hohes politisches Bewusstsein haben“. In den beiden besetzten Häusern hatte die Polizei zuvor Faustfeuerwaffen oder Äxte sichergestellt. Eine nette Art seine Probleme selber zu organisieren. Besorgte Linke starteten jedenfalls einen Spendenaufruf für die linksextremen Hausbesetzer. Unterzeichner sind auch viele Grüne: Thomas Prader, Robert Misik oder Manfred Srb.

Und zum einjährigen Räumungsjubiläum bekunden die damaligen Geschäftsführer der Grünen, Pius Strobl und Johannes Voggenhuber, den Hausbesetzern „ihre Solidarität.“ Das berüchtigte TATblatt, das gerne Bekennerschrieben von Klein- und Kleinstterroristen abdruckt, wo diese stolz über Entglasungen und andere Delikte berichten, oder ehemalige RAF-Terroristen seitenlang zu Wort kommen, ist das ideale Werbeumfeld für die Grünen. Der VCÖ, der Verkehrsclub der Grünen, schaltete dort Inserate.

Auch keinerlei Berührungsängste hatten viel Grüne mit Frau Dr. Ingrid Strobl. Die ehemalige ORF-Mitarbeiterin und radikale Feministin wurde 1989 in Deutschland wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung und Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil wurde später aufgehoben, bei einer neuen Verhandlung wurde sie nur noch wegen Beihilfe zu einem Sprengstoffanschlag zu drei Jahren Haft verurteilt. Dem „Solidaritätskomitee Dr. Ingrid Strobl“ gehörten auch einige Grüne an. Schließlich war Frau Strobl ja nur das Opfer des repressiven deutschen Polizeistaates, aber das kennt man ja.

Das sind nur ein paar Schlaglichter. Die Grünen haben und hatten eine Scharnierfunktion zwischen der extremen Linken und den umweltbewegten Bürgern und Bobos. Wie groß die mehr oder weniger heimlichen Sympathien für die „jungen Wilden“ in diesem Milieu sind, die beim Akademikerball nur etwas Randale für einen „guten“ Zweck veranstaltet haben, daran hat die Berichterstattung in den meisten Mainstreammedien kaum einen Zweifel gelassen.

Auch wenn Grünenchefin Eva Glawischnig angesichts stagnierender Wahlergebnisse und der neuen politischen Konkurrenz durch die Neos „nullstes Verständnis“ gegenüber der Grünen Jugend und ihrem problematisches Verhältnis zur linken Gewalt signalisiert hat, wirklich glaubwürdig ist das nicht. Denn die wahren Schuldigen sind letztendlich – laut Grünen, der SPÖ und den befreundeten Mainstreammedien – die FPÖ und die Polizei. Der ORF titelte: „Der Akademikerball der FPÖ hat auch heuer wieder zu heftigen Ausschreitungen geführt“ Damit wäre wieder alles im Lot, die Trennlinie zwischen Gut und Böse klar gezogen. Die Grünen und all die anderen Neosozialisten haben „nullstes“ Verständnis für Andersdenkende. Solange es noch Widerstandsnester gegen die zur neuen Religion erhoben politische Korrektheit gibt, solange wird dagegen mit (fast) allen Mitteln gekämpft.

Werner Reichel ist Journalist und Autor aus Wien. Sein neues Buch „Die Feinde der Freiheit“ (CreateSpace Independent Publishing, USA) ist vor wenigen Tagen erschienen:
„Die Feinde der Freiheit“

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2 Antworten zu „Unseren Hass, den könnt Ihr haben!“ – Gewaltexzesse gegen Akademikerball

  1. sybillestoa schreibt:

    Sehr gehrter Herr Werner Reichel,

    ich wollte fragen, ob dieser Artikel von ihnen stammt?
    http://ef-magazin.de/2014/01/31/4914-gruene-gewalt-nullstes-verstaendnis-fuer-andersdenkende
    Wenn nein, dann ignorieren sie meinen Kommentar.
    Für einen Etnologen konstruieren sie da äußert wild und verwenden keine vergleichende Methode der moderneren Feldforschung.

    „die extreme Linke sieht im  Islamismus eine antiimperialistische, antiamerikanische und antikapitalistische Befreiungsbewegung“

    Sich von etwas zu befreien ist nur nötig, wenn man davon gefangen ist.
    in Österreich ist niemand vom Kapitalismus gefangen, weil es hier gar keinen Kapitalismus gibt.
    Es sind von Haus aus genügend Indigene bobo-stämmige Österreicher misstrauisch gegenüber der USA und zu viel Privatwirtschaft. Damit man die islamisch ständigen Migranten zur Befreiung motivieren könnte, müsste man erst den Kapitalismus einführen. Weiters schaffen sich motivierere Migranten was und die sind dann kapitalistischer als die Grünen eingestellt Nur mit demotivierten Migranten und linken Bobo-Feministinnen lässt sich keine Protestbewegung organisieren.

    Den Beweis lege ich auch vor:
    Um da ein bisschen Schaden in der Innenstadt zu verursachen, hat man schon die härtesten deutschen Anarchos in Scharren herholen müssen und erst unter der strammen linken deutschen Führung waren gerade ein par indige bobo-GrünInnen und ein par Migranten ganz zaghaft bereit etwas Schaden anzurichten. Das gros dee Schadens scheint azf die deutschen linken Recken zu gehen.

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