Karl der Große – Ahnherr des christlichen Abendlandes

Zum 1200. Todestag Karls des Großen

http://www.freiewelt.net/nachricht/mythos-carolus-magnus-10023106/   (28.1.):

Am 28. Januar 2014 jährt sich der … Todestag Karls des Großen. Auftakt für ein »Karlsjahr«, mit einer Reihe von Ausstellungen und Veranstaltungen. Der fränkische Kaiser legte den Grundstein für eine Reihe von Entwicklungen in Deutschland und Europa.

Heute vor 1200 Jahren starb an einem 28. Januar 814 in Aachen im damals stolzen Alter von 66 Jahren Karl der Große, König und Kaiser des Fränkischen Reiches, welches wenige Jahre nach seinem Tode durch den Vertrag von Verdun 843 in ein Westfränkisches Reich (das spätere Frankreich) unter Karl dem Kahlen, das Ostfränkische Reich (Deutschland) unter Ludwig dem Deutschen und das nur kurzlebige »Mittelreich« (Lothringen) unter Lothar I. zerfiel – geführt jeweils von Enkelsöhnen Karls des Großen bzw. Söhnen Ludwigs des Frommen aus dem Hause der Karolinger. Ludwig der Fromme war wie erwartet darin gescheitert, das große fränkische Reich zusammenzuhalten.

Mit der Übernahme des römischen Kaisertums, der Eingliederung Sachsens und Bayerns schuf zuvor Karl der Große die Grundlage für das nachfolgende Heilige Römische Reich Deutscher Nation, die Keimzelle des späteren Deutschlands. Schon Karl selber empfahl testamentarisch nach seinem Ableben eine Teilung des zu groß gewordenen Fränkischen Reiches, da jedoch zwei seiner drei Söhne kurz vor ihm verstarben, blieb nur Ludwig als Nachfolger übrig.

In vielen Ländern wird Carolus Magnus seit dem frühen Mittelalter als »Pater Europae« (Vater Europas) verehrt. Sowohl bei Deutschen wie Franzosen gilt er in der Auflistung von Königen und Kaisern als gemeinsamer Karl I. Von der lateinischen Form seines Namens, Carolus, leitet sich sogar das Wort König in slawischen Sprachen ab, wie im Russischen korol, im Polnischen król oder im Tschechischen král.

Karl der Große legte für viele Entwicklungen in Europa den Grundstein. Obwohl dieses weitgehend über vieljährige Kriege erfolgte, er viel für die Verbreitung des Christentums getan hat, gegen Heiden und Muslime kämpfte, ist sein Angedenken selbst in heutiger Zeit weitgehend unstrittig.

Über 30 Jahre kämpfte er so gegen die aufmüpfigen germanisch-heidnischen Sachsen, die er letztlich unter hohem Opferzoll christianisierte. Er zerstörte im Norden Italiens das Reich der Langobarden, deren Namen noch in der Lombardei steckt. Im Westen zog er gegen die islamischen Mauren zu Felde, die ein Großteil des heutigen Spaniens kontrollierten. Er verhinderte deren weiteres Vordringen. Ein Überbleibsel aus dieser Zeit ist der Ministaat Andorra, welcher als Grenzposten und Militärstützpunkt zur Rückeroberung der Iberischen Halbinsel von den Mauren entstand. Karl eroberte das Stammesherzogtum Bayern und besiegte die westslawischen Awaren, welche einst ein Reich von Böhmen bis Rumänien beherrschten. Darüber hinaus drängte er die Dänen und Sorben zurück. Karls Frankenreich wurde zur Großmacht zwischen dem Kalifenreich und Byzanz, welches nach dem Niedergang Westroms in der Mitte eine Lücke ausfüllte. Von daher knüpfte Karl auch an die alte römische Reichsidee an und ließ sich 800 in Aachen von Papst Leo III. zum römischen Kaiser krönen. Dafür bekam der Kirchenstaat in Mittelitalien und das Papsttum den »ewigen Schutz« des fränkischen Kaisers wie auch seiner Nachfolger angetragen. 814 wurde Karl im heutigen Aachener Dom beigesetzt. 1165 wurde er heiliggesprochen.

Das Lebenswerk Karls des Großen und sein 1200. Todestag lassen das Jahr 2014 zum »Karlsjahr« werden. Viele Ausstellungen und Veranstaltungen werden in verschiedenen europäischen Ländern dieses Jahr mit der historisch bedeutsamen Persönlichkeit verbunden sein. Selbst die freisinnigen Schweizer feiern. …

Der Begriff Europa entstand jedenfalls erst Jahrhunderte nach Karls Ableben. Und das heutige eher transkulturelle und areligiöse Europa hat nicht wirklich allzu viel gemein mit der karolingischen Reichsidee mit einer christlichen Staatsreligion, auch wenn ein in Aachen verliehener Karlspreis heute europäische Verständigungsarbeit würdigen soll – mit allerlei Preisträgern, die auch die aktuelle Krise zu verantworten haben.

Im übrigen wirkt Carolus Magnus aber bis heute tief in unser Leben hinein. Times New Roman ist eine Schrift, welche der in Karls Reich verwendeten Minuskelschrift am nächsten kommt.

Mehr dazu unter faz.net

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https://www.karlsverein.de/heute-jaehrt-sich-kaiser-karls-todestag-zum-1200-mal/   (28.1.)

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Ergänzung:

http://pius.info/archiv-news/888-liturgie/8599-1200-todestag-karls-des-grossen   (28.1.):

… Die alte Kaiserstadt Aachen feiert den Vater des Abendlandes als Seligen mit eigener Messe, zu der die alte lateinische Sequenz gehört, die die Karlsverehrung trefflich zusammenfaßt.

Urbs Aquensis, urbs regalis,
regni sedes principalis,
prima regnum curia.
Regni regnum pange laudes,
quae de magni regis gaudes
Caroli praesentia.

Aachen, Kaiserstadt, du hehre,
alter Städte Kron´ und Ehre,
Königshof voll Glanz und Ruhm!
Singt dem Himmelskönig Lieder,
Festesfreude füllet wieder
Karls des Großen Heiligtum!

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