EU-Parlament beschließt Lunacek-Bericht

Schwerer Rückschlag für die Verteidiger des christlichen Abendlandes.
http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20140203IPR34507/html/Parlament-fordert-EU-Fahrplan-zum-Schutz-der-Grundrechte-von-LGBTI-Personen   (4.2. 13:18):

Die EU soll einen Fahrplan zum Schutz der Grundrechte von lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Personen (LGBTI) aufstellen, so entschied das Parlament in einer Entschließung am Dienstag. …

… In einer Entschließung, die mit 394 Stimmen, 176 Gegenstimmen und 72 Enthaltungen angenommen wurde, bedauert das Parlament, dass …

Ergänzung:

http://jungefreiheit.de/politik/ausland/2014/eu-parlament-segnet-lunacek-bericht-ab/   (4.2.):

Das europäische Parlament hat am Dienstag den sogenannten Lunacek-Bericht angenommen. Die österreichische Grünen-Abgeordnete Ulrike Lunacek versteht ihre Initiative als „EU-Fahrplan gegen Homophobie“. Darin werden die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten aufgefordert, Beleidigungen gegen Homo-und Transsexuelle als Haßkriminalität zu verfolgen und zu bestrafen.

Auch verlangt der Plan die europaweite Anerkennung von Personenstandsurkunden. Somit müßten auch EU-Staaten, die selbst keine gleichgeschlechtlichen Ehen erlauben, solche Verbindungen anerkennen, die in anderen Mitgliedstaaten geschlossen wurden. Darüber hinaus fordert der Bericht entsprechende Schulungen für Polizisten, Strafverfolger und Journalisten, damit diese besser in der Lage wären, „angemessen“ mit dem Thema Homo-und Transsexualität umzugehen.

Auch EVP-Abgeordnete stimmen für Antrag

Auf dem Feld der Gesundheitspolitik drängt der Bericht die EU-Kommission, ihre Anstrengungen gegenüber der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu intensivieren, Störungen der Geschlechtsidentität von der Liste der psychischen Erkrankungen zu streichen. 394 der 766 Mitglieder des Parlaments stimmten für den Antrag, darunter auch Abgeordnete der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP), zu der auch CDU und CSU gehören. 176 Abgeordnete lehnten den Lunacek-Bericht ab, 72 enthielten sich. 149 Abgeordnete votierten zudem für einen Änderungsantrag, den die Fraktion für Freiheit und Demokratie eingebracht hatte. Dieser hatte eine uneingeschränkte Wahrnehmung sämtlicher Grundrechte durch alle EU-Bürger unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung gefordert. Die Abstimmung ist für die Mitgliedstaaten nicht bindend.

„Homophobie wird in Europa nicht mehr länger geduldet“, freute sich Lunacek nach der Abstimmung. Nun müsse die EU-Kommission mit einer „Roadmap gegen Homophobie“ ein eindeutiges Zeichen gegen die „alltägliche Verachtung europäischer Werte“ setzen. „Homophobe Gesetze wie homophobe Praxis sind inakzeptabel und dürfen nirgendwo in der Europäischen Union mehr geduldet werden“, forderte Lunacek. …

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http://www.katholisches.info/2014/02/04/lunacek-bericht-angenommen-europaparlament-oeffnet-gender-ideologie-die-tore/:

Der homo- und gender-ideologische Lunacek-Bericht wurde vom Europäischen Parlament angenommen. 394 Abgeordneten stimmten dafür, 176 dagegen und 72 enthielten sich der Stimme. Die Rechnung linken Beharrungsvermögens, wie sie Ideologen eigen ist, wonach die bürgerlichen Kräfte lahm sind, die Christen matt und ihr Widerstand nach einem Aufbäumen bereits nachläßt, weil sie wieder in Ruhe gelassen oder sich dem Geldverdienen zuwenden wollen, ist aufgegangen. Nach dem Motto „Abstimmen, bis das Ergebnis paßt“ konnte die Homo-Agenda nach zwei Fehlschlägen beim dritten Anlauf ihren Erfolg erzielen. Die Appelle und Bürgerpetitionen, die eine Ablehnung des Lunacek-Berichts verlangten, wurden von der Mehrheit der Abgeordneten ignoriert. Ebenso die fast 1,9 Millionen Unterschriften des Europäischen Bürgerbegehrens One of Us – Einer von uns. Deren Petition war zwar nicht Gegenstand der Abstimmung, stand aber inhaltlich zur Debatte.

Im dritten Anlauf setzt sich LGBT-Agenda durch

Am Dienstag Vormittag stimmte das Europäische Parlament über den Lunacek-Bericht ab. Der Bericht, benannt nach und eingebracht von der österreichischen Grünen Ulrike Lunacek, ersetzte den im Dezember vom Parlament abgelehnten Estrela-Bericht. Mit deutlicher Mehrheit von 394 gegen 176 Stimmen bei 72 Enthaltungen gelang der grünen Österreicherin, was der roten Portugiesin verwehrt blieb. Sowohl Lunacek als auch Estrela sind Mitglieder der LGBT-Intergruppe homosexueller, bisexueller und transsexueller Europaabgeordneter.

Die linken Fraktionen im Europäischen Parlament hatten es im Spätsommer 2013 eilig bekommen. Die in europäischen Partei- und Staatskanzleien umgehende Sorge vor größeren Umwälzungen bei den im Mai anstehenden Europawahlen ließ auf das Gaspedal drücken. Im dritten Anlauf ist das Unternehmen gelungen. Mit dem Lunacek-Bericht nimmt das Europäische Parlament höchst bedenkliche ideologische Positionen ein und macht sich die Homo- und Gender-Ideologie zu eigen. Dazu gehören die Yogyakarta-Prinzipien, die nun – geht es nach der linken Parlamentsmehrheit in Straßburg – in allen Staaten Grundlage der Rechtsordnung werden sollten.

Abtreibung zum „Frauenrecht“ erklärt

Dazu gehört in erster Linie die Verankerung der Abtreibung als „Frauenrecht“, mit dem Schielen nach dem Strafrecht, um die Meinung der Lebensrechtler am liebsten mit einem Maulkorb zu verbieten und unter Strafe zu stellen. Dazu gehört die Abschaffung per Mehrheitsbeschluß des biologischen Geschlechts und die Einführung des sozialen Geschlechts nach Lust und Laune des Individuums. Ebenso die irrige Position, daß Privilegien und Sonderregeln für Homosexuelle Teil der allgemeingültigen Menschenrechte seien und daher alle, bisher 120 von der Homo-Lobby geforderten Sonderrechte für Homosexuelle, gesetzlich anzuerkennen und durchzusetzen seien.

Der Lunacek-Bericht fordert die EU-Kommission auf, die Legalisierung der „Homo-Ehe“ in allen EU-Mitgliedstaaten zur „Priorität“ zu erheben und Druck auf Nicht-EU-Staaten auszuüben, sie ebenfalls einzuführen. Ebenso sollen Sonderbestimmungen für „Transgender“ für Personalausweise eingeführt werden. „Transgender“ sind Personen, die ihr eigenes Geschlecht ablehnen und ein „eigenes“ Geschlecht wählen wollen. Die Behörden sollten diesen Launen jeweils entsprechen.

Linker Ruf nach dem Strafrecht gegen Andersdenkende

Der Lunacek-Bericht beschränkt sich aber keineswegs darauf, Privilegien für Homosexuelle und eine neue Gesellschaftsordnung durchzusetzen. Er verlangt auch eine strafrechtliche Verfolgung Andersdenkender. Wer die Sonderrechte für Homosexuelle ablehnt, wird als „homophob“ eingestuft und dessen Meinung unter Strafe gestellt werden. Ausdrücklich heißt es im Bericht der grünen Abgeordneten, daß die EU-Mitgliedstaaten im Zusammenhang mit der „sexuellen Orientierung“ Maßnahmen zur „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ ergreifen sollten. Die Bekämpfung der „Homophobie“, ein Begriff und Tatbestand, der von der Homo-Lobby erst vor kurzem erfunden wurde, sollte dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus gleichgestellt werden. In Großbritannien wurde die Ablehnung von Homosexualität bereits unter Strafe gestellt. Frankreich und Italien sind gerade dabei, solche Gesetze zu erlassen.

Gender-Umerziehung an Schulen, Umschulung von Polizei und Richterschaft

Gemäß dem nun verabschiedeten Lunacek-Bericht soll die Gender-Ideologie an den Schulen gelehrt, die Kinder umerzogen und das Lehrpersonal umgeschult werden. Ebenso sollen Polizeibeamte, Staatsanwaltschaft und Richterschaft entsprechenden Umerziehungskursen unterworfen werden, Homosexuelle immer als Opfer zu schützen und Andersdenkende als „homophobe“ Straftäter zu verfolgen.

Therapierungsverbot bei sexuellen Identitäts- und Verhaltensstörungen

Und nicht zuletzt soll jeder Versuch einer Therapierung von Homosexualität und anderen sexuellen Identitäts- und Verhaltensstörungen gesetzlich unterbunden werden.

Wie der Estrela-Bericht ist auch der Lunacek-Bericht rechtlich nicht bindend. In der linken Strategie der kleinen Schritte ist der Beschluß durch das Europäische Parlament jedoch ein „Meilenstein“ für die Homo- und Gender-Ideologen. Er hat ihre Ideologie zur offiziell vom Europaparlament empfohlenen politischen Linie erhoben, nach der sich die EU richten sollte. Der nächste Schritt ist die rechtliche Verbindlichkeit unter Berufung auf den angenommenen Lunacek-Bericht. Damit wurde das Kampffeld auf alle EU-Mitgliedstaaten ausgeweitet. Die Stoßrichtung ist vorgegeben. Zumindest sofern die Europawahlen im Mai 2014 nicht doch die von der Lunacek-Mehrheit im Europaparlament gefürchteten Verschiebungen bringen sollten.

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Ergänzung 5.2.2014:

http://www.medrum.de/content/lunacek-bericht-vom-eu-parlament-beschlossen   (4.2.):

Bekämpfung von „Homophobie“ ist Bestandteil des Fahrplanes des EU-Parlamentes

(MEDRUM) Trotz massiven Protestes von Bürgern hat das EU-Parlament heute den Lunacek-Bericht mit großer Mehrheit beschlossen. CitizenGo, deren Initiative „gegen Sonderrechte“ von mehr als 200.000 Bürgern unterstützt wurde, erklärte: „Trotzdem allen herzlichen Dank für Ihre Unterschrift. Wir werden nicht aufgeben.“

Der Lunacek-Bericht wurde unter der Überschrift „EU-Fahrplan zur Bekämpfung von Homophobie und Diskriminierung aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität“ in das EU-Parlament eingebracht.

Unter anderem heißt es in diesem Bericht: „Die Mitgliedstaaten sollten dafür Sorge tragen, dass das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Versammlungsfreiheit gewährleistet sind, insbesondere, was Pride-Märsche und ähnliche Veranstaltungen betrifft, indem sie dafür sorgen, dass diese Veranstaltungen mit Genehmigung stattfinden können und die Teilnehmer effektiv geschützt werden.“

Eine vergleichbare Forderung für Eltern, die aus Sorge um ihre Kinder friedlich demonstrieren wollen – wie am 1. Februar 2014 in Stuttgart geschehen – gibt es in diesem Bericht nicht.

Der Bericht enthält weiter die Forderung, einen Sonderstraftatbestand „Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität“ zu schaffen.

„Die Mitgliedstaaten sollten registrieren, welche Verbrechen aus Hass gegen lesbische, schwule, bi-, trans- und intersexuelle Personen (LGBTI) begangen werden, diese untersuchen und strafrechtliche Bestimmungen verabschieden, die die Aufstachelung zum Hass aus Gründen der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität verbieten.“

Vor diesem Hintergrund lehnen Kritiker den Bericht ab, weil er eine bestimmte Bevölkerungsgruppe hervorhebt und ihnen eine Sonderstellung einräumt, anstatt die Geltung der universellen Menschenrechte einzufordern.

Der Lunacek-Bericht: → www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-/EP//NONSGML+REPORT+A7-2014-0009+0+DOC+PDF+V0//DE

Über Ulrike Lunacek,
aus einem Portrait in www.gruene-andersrum.at/international:

Sie selbst lebt seit 1980 offen lesbisch und gilt als erste offen lesbische Frau im österreichischen Nationalrat. Seit 1994 lebt sie mit einer gebürtigen Peruanerin zusammen… Sie selber trägt mitunter eine rosa Umhängetasche mit dem Aufdruck „Kampflesbe“.

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Ergänzung 8.2.2014:

Thorsten Brückner: http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/privilegierte-minderheit/   (7.2.):

Alle sind gleich. Manche sind gleicher. Mit deutlicher Mehrheit hat das EU-Parlament für den „Fahrplan gegen Homophobie“ der österreichischen Grünen Ulrike Lunacek gestimmt. Dieser fordert von EU-Kommission und Mitgliedsstaaten „Anti-Diskriminierungsmaßnahmen“ zum Schutz von Homo- und Transsexuellen. Vorbild sind Programme zur Frauenförderung, die dafür sorgen, daß niemand auf die Segnungen einer „Vielfalt am Arbeitsplatz“ verzichten muß.

Alternativantrag wurde abgelehnt

Aber auch die Meinungsfreiheit muß weichen: Äußerungen, die Homosexuelle diskriminieren könnten, sollen nach dem Willen des Parlaments als Haßdelikte besonders hart bestraft werden. Einen Katholiken wegen seines Glaubens lächerlich zu machen, soll dagegen weiterhin erlaubt sein. Entlarvend ist, daß das Parlament einen Alternativantrag abgelehnt hatte. Dieser forderte, die Grundrechte aller Unionsbürger uneingeschränkt sicherzustellen – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung.

Damit haben die Parlamentarier einmal mehr klargemacht, was sich hinter der Chiffre „Bekämpfung von Homophobie“ verbirgt: Sonderrechte für eine besonders lautstarke gesellschaftliche Minderheit. Ein Glück, daß die Bürger Europas schon im Mai die Chance haben, all jene Parlamentarier in den Ruhestand zu schicken, die allzu willig bürgerliche Freiheiten auf dem Altar der Politischen Korrektheit opfern.

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Eine Antwort zu EU-Parlament beschließt Lunacek-Bericht

  1. Hebel schreibt:

    Vom Europäischen Parlament angenommener LUNACEK- Bericht: Es sollen im Zusammenhang mit der „sexuellen Orientierung“ Maßnahmen zur „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ ergriffen werden
    Damit dürfte es künftig gefährlich sein z. B. auf die Probleme der Kinder bei gleichgeschlechtlicher Adoption hinzuweisen.
    Denn im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.

    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde („Use it or lose it“).
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

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