„Homophobie“ ist okay

Puh, der Matussek traut sich was:
Matthias Matussek: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article124792188/Ich-bin-wohl-homophob-Und-das-ist-auch-gut-so.html   (12.2.):

… Es war schon weit nach Mitternacht, die Selbstkontrolle schwand zusehends, sowohl in Maischbergers Runde zur Homosexualität („Sollen wir umerzogen werden“?) wie auch vor den TV-Geräten, da schnappte die Falle zu, und einer meiner besten Freunde war als homophob entlarvt.

In der Maischberger-Runde sprach ein Familienvater [Hartmut Steeb] über seine Idealvorstellung einer Verbindung: Mann, Frau, Kinder, das klassische Modell, und die gute Sandra fragte besorgt: „Sind Sie nicht der Meinung, dass diese Aussage für Schwule kränkend sein könnte?“

Darauf entfuhr es meinem Freund: „Wahrscheinlich darf ich jetzt auch in Gegenwart eines Rollstuhlfahrers nicht mehr von meinem Wanderurlaub erzählen, weil das kränkend sein könnte.“ Nicht, dass er je so taktlos wäre, das zu tun. Aber, Sie verstehen, im Analogieschluss hatte er Homosexualität zu einem Handicap erklärt. Zu einer defizitären Form der Liebe.

Wären wir in Spanien, könnte ich ihn anzeigen, weil er gegen den dort gültigen Homophobie-Paragrafen verstoßen hat. Wie es jetzt dem spanischen Kardinal Fernando Sebastián Aguilar passiert ist. …

Homophobie hat mittlerweile dem Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde den Rang streitig gemacht. …

… Anlass der Maischberger-Sendung war die Petition von … 200.000 Eltern gegen das rotgrüne Programm einer Sexualerziehung, in der, als fächerübergreifender Grundton, die Vielgestaltigkeit und Gleichheit aller sexuellen Vorlieben gepredigt werden soll: Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität, alles völlig normaaaal. Alles wurscht.

… Bei dieser Gelegenheit: Warum wird eigentlich der Sadomasochismus im Lehrplan der baden-württembergischen Kindererziehung übergangen? Ich kenne mindestens einen, der dieser Liebesform anhängt, und der ist ein äußerst angenehmer, äußerst kluger Kollege. …

Mit in der Runde saß auch die Autorin Birgit Kelle, Mutter von vier Kindern, die den Proteststurm gegen diese neue Form der staatlichen Wertevermittlung an schwäbischen Schulen unterstützte. Also derjenigen, die in einem der Filmbeiträge Maischbergers „mittelalterlich“ genannt wurden.

… Sie war schon im Vorfeld der Sendung auf einschlägigen Seiten wie queer.de als „Homo-Hasserin“ enttarnt worden. Ihr Verbrechen? Sie propagiert die Familie, für die in unserer Gesellschaft sehr wenig getan wird.

Sie dachte wohl in der Sendung, sie sei vom Eis, nachdem sie gleich eingangs betont hatte, dass sie schwule Freunde habe, und dass sie selbstverständlich nichts gegen Schwule habe, dass sie sie tolerieren würde, aber Sandra Maischbergers Spürsinn entging nicht die Verhaltenheit, ja eine gewisse innere emotional-affektive Reserve, die in einer dunkleren Seelenspalte eventuell homophobes Material versteckte vor den Suchscheinwerfern der öffentlich-rechtlichen Inquisition. [ 🙂 ]

„Tolerieren Sie nur, oder akzeptieren Sie?“ fragte sie immer wieder. Sie zielte ab auf eine innere Bejahung, auf den umerzogenen NEUEN MENSCHEN. Frau Kelle löste das Problem souverän. Sie sprach von ihrem Respekt schwulen Lebenspartnerschaften gegenüber, aber doch immer wieder von Familie.

„Aber sind sie gleichwertig in Ihren Augen?“

Schließlich war das Kurzverhör zu Ende, und Maischberger gab auf, ohne ihre Antwort bekommen zu haben.

… Was für ein Eiertanz um die einfache Tatsache, dass die schwule Liebe selbstverständlich eine defizitäre ist, weil sie ohne Kinder bleibt. Der Philosoph Robert Spaemann hatte es in einem Interview mit der [„Tagespost„, siehe unten] so ausgeführt: „Das Natürliche ist auch moralisches Maß für die Beurteilung von Defekten. Nehmen Sie die Homosexualität: Die Abwesenheit der sexuellen Anziehungskraft des anderen Geschlechts, auf dem die Fortexistenz der menschlichen Gattung beruht, ist ein solcher Defekt. Aristoteles nennt das einen Fehler der Natur. Ich sage, es ist einfach ein unvollständig ausgestattetes Wesen, wenn es über die Dinge nicht verfügt, die zu einem normalen Überleben gehören.“

So, und nun lasse ich mich gerne dafür steinigen, dass ich Spaemann und Aristoteles zustimmend zitiere. Oder auch dafür, dass ich keine Lust habe, mich von den Gleichstellungsfunktionären plattmachen zu lassen, egal wie oft sie mir vorhalten mögen, dass es auch in der Natur bei irgendwelchen Pantoffeltierchen Homosexualität gebe und dass meine Haltung mittelalterlich sei.

Ich lasse mir meine Gedankenfreiheit nicht nehmen, das gehört zu meinem Stolz als Publizist. …

Ich glaube nicht, dass die Ehe zwischen Männern oder Frauen gleichen Geschlechts derjenigen zwischen Mann und Frau gleichwertig ist. Punkt. Nicht, dass die Veranlagung Sünde wäre – ich glaube, der liebe Gott liebt alle seine Geschöpfe. Doch ich glaube auch an die Polarität der Schöpfung und daran, dass es für Kinder wichtig ist, diese Polarität zu erleben.

Wahrscheinlich bin ich homophob wie mein Freund, und das ist auch gut so. …

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Zum Spaemann-Zitat:

http://www.medrum.de/content/unvollstaendig-ausgestattete-wesen   (3.1.2011):

Robert Spaemanns philosophische Analyse: Homosexualität ist ein „Defekt“

In einem Interview mit „DIE TAGESPOST“ (29.12.10) nimmt der Philosoph Robert Spaemann Stellung zu Fragen der Aufklärung und des Christentums. Dabei geht er insbesondere auf Fragen der menschlichen Natur und homosexuelle Menschen ein, die aus Sicht seiner philosophischen Analyse unvollständig ausgestattete Wesen sind.

Das Natürliche muß aus Sicht von Robert Spaemann moralisches Maß für die Beurteilung sein. Spaemann macht am Beispiel der Sprache deutlich, daß dem Erlernen der Sprache die natürliche Tendenz des Menschen zugrunde liege, zu sprechen, um sich zu verständigen. Deshalb dürfe es dem Menschen nicht verwehrt werden, Sprache zu erlernen. Es sei eine Pflicht der Eltern, die Kinder in die Sprache hineinzuführen. Diese Pflicht folge direkt aus dem natürlichen Recht des Menschen auf Sprache. Das Natürliche sei das Maß der moralischen Beurteilung, auch der Beurteilung von Defekten. Der Philosoph macht diesen Zusammenhang am Beispiel der Homosexualität deutlich. Robert Spaemann dazu:

Das Natürliche ist auch moralisches Maß für die Beurteilung von Defekten. Nehmen Sie die Homosexualität: Die Abwesenheit der sexuellen Anziehungskraft des anderen Geschlechts, auf dem die Fortexistenz der menschlichen Gattung beruht, ist ein solcher Defekt. Aristoteles nennt das einen Fehler der Natur. Ich sage, es ist einfach ein unvollständig ausgestattetes Wesen, wenn es über die Dinge nicht verfügt, die zu einem normalen Überleben gehören. Wenn ein Kind taub geboren wird, dann ist das ein Defekt der Natur. Denn die Verständigung über das Ohr ist etwas, was sehr wesentlich für die Selbstentfaltung des Menschen ist.

Spaemann hat diese analytische Sicht auf Homosexualität auch in einem Interview im Dezember 2009 mit der WELT vertreten. Unter seinen guten Freunden seien mehrere Homosexuelle; mit denen sei er darin einig, dass die Abwesenheit der Anziehungskraft des anderen Geschlechts ein „anthropologisches Manko“ ist, sagte Spaemann im Gespräch mit Paul Badde.

http://www.die-tagespost.de/feuilleton/Aufhalten-ist-alles;art310,121001   (29.12.2011, nur für Abonnenten):

„Aufhalten ist alles!“

Robert Spaemann über die Aufklärung, die Grenzen des Fortschritts und das geschichtliche Scheitern des Christentums. Von Oliver Maksan und Michael Stallknecht

Herr Professor Spaemann, durch Ihr ganzes Denken, haben Sie einmal geschrieben, ziehe sich wie ein roter Faden das Bemühen, die Aufklärung gegen ihre Selbstdeutung zu verteidigen …

http://www.welt.de/kultur/article5500006/Minarette-sind-fuer-den-Islam-nicht-lebenswichtig.html   (11.12.2009):

Spaemann: Unter meinen guten Freunden sind mehrere Homosexuelle. Mit denen bin ich darin einig, dass die Abwesenheit der Anziehungskraft des anderen Geschlechts ein anthropologisches Manko ist.

WELT ONLINE: Wieso?

Spaemann: Weil auf dieser Anziehungskraft die Fortexistenz der menschlichen Gattung beruht. Darum kann man nicht sagen, die Abwesenheit dieser Anziehungskraft sei so normal wie die Existenz dieser Anziehungskraft. Auf dem einen beruht die Fortexistenz der Gattung und auf dem anderen eben nicht. Da fehlt etwas. Das muss jemand doch sogar, wenn es falsch wäre, sagen dürfen, ohne dass ihm Homosexuellenhass angehängt wird. Das ist geradezu lächerlich, wenn ich an meine homosexuellen Freunde denke. …

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Siehe dazu: https://kreidfeuer.wordpress.com/2014/02/11/maischberger-moralische-umerziehung-zur-akzeptanz-sexueller-vielfalt/

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Ergänzung 20.2.2014:

Martin Böcker: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/der_begriff_homophobie_kann_nur_noch_in_anfuehrungszeichen_verwendet_werden   (16.2.):

Die Debatte in der jüngsten Sendung von „Menschen bei Maischberger“ und die Reaktionen auf Matthias Matusseks Kommentar dazu zeigen vor allem eines: Der Begriff „Homophobie“ ist völlig überdehnt und kann daher nur noch in Anführungszeichen verwendet werden.

Kein verständiger Mensch, geschweige denn ein relevanter Meinungsmacher in diesem Land, wirft einem Mann vor, dass er Lust beim Gedanken an Intimität mit einem anderen Mann empfindet. Sinngemäß gilt das natürlich auch für Frauen, und niemand möchte das Ausleben dieser Gefühle aktiv verhindern.

Trotzdem reicht es mittlerweile für einen Angriff „auf die Würde und die Menschenrechte Homosexueller“ aus, wenn man gegen die Glaubensgrundsätze derer verstößt, die sich selbst zu Vertretern schwul-lesbischer Interessen erklären. Ein Beispiel dafür sind die recht weit gehenden Forderungen dieses Zusammenschlusses von „JournalistInnen und Medienleuten“.

Bei Maischberger und in diversen Kommentaren zum Thema wurde das immer wieder damit begründet, dass Schwule und Lesben sich durch die Infragestellung dieser Grundlagen ja verletzt fühlen könnten. Ein Argument übrigens, das wir so ähnlich auch schon in der Islam-Debatte gehört haben: Bloß niemanden kränken!

Weder bei Maischberger, noch sonst in dieser Diskussion, kann man sich außerhalb der von schwul-lesbischen Verbänden gezogenen Meinungsgrenzen bewegen, ohne als „homophob“ bezeichnet, also praktisch für psychisch krank erklärt zu werden. Wer nicht für uns ist, ist gegen uns. Wer gegen uns ist, ist krank, dumm oder schlecht. Das ist ein bewährtes Prinzip politischer und religiöser Extremismen. Und der vernünftige Katholik Matthias Matussek hat auf dieses Problem hingewiesen, indem er sich selbst als „homophob“ bezeichnete.

Die Gegenreden zeigen, dass er nicht mal im Ansatz verstanden wurde: Lucas Wiegelmann ruft sogar die Päpste Benedikt und Franziskus gegen ihn in den Zeugenstand. Und das ist kurios, weil beide inhaltlich sicher ganz bei Matussek sind. Auf ähnliche Weise den Papst bemühend: Timo Stein im Cicero. Durch weitgehend freies Assoziieren gelangt er außerdem von Matusseks „homophober“ Aussage, schwule Liebe sei defizitär, zu der bizarren Andeutung, in Matusseks Logik blieben für den Umgang mit Homosexuellen nur noch Wegsperren und Umerziehung.

Stein besteht darauf, dass Homosexualität keine Haltung, keine Entscheidung sei, „sondern nun mal ist und bleibt“. Es mag Menschen geben, auf die das zutrifft. Angesichts der Vielgestaltigkeit menschlichen Lustempfindens und der Mannigfaltigkeit der Geschlechterkategorisierung, wie zum Beispiel Facebook es uns vormacht, ist die Debatte darüber wohl noch nicht beendet, was übrigens auch die lesbische Feministin Camille Paglia bemerkt. Aber das alles nur am Rande.

Wer „homophobe“ Argumentation unerträglich findet, könnte sich frei nach John Stuart Mill damit trösten, dass sie ein guter Prüfstein für die eigenen Auffassungen sind. Und stellenweise vielleicht auch eine Korrektur – was freilich für alle Standpunkte gilt. Ansonsten wäre es angebracht, den Begriff nicht überzustrapazieren, damit tatsächlich Homophobe – diesmal nicht in Anführungszeichen – auch wirksam als solche bezeichnet werden können. …

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Ergänzung:

Matthias Matussek: http://www.theeuropean.de/matthias-matussek/8042-homosexualitaet-als-fehler-der-natur   (20.2.):

Homosexualität ist ein Fehler der Natur

Matthias Matussek widerspricht The-European-Chefredakteur Alexander Görlach. Für ihn ist Gleichgeschlechtlichkeit ein Fehler – wie Rot-Blindheit oder Erbkrankheiten.

Mein lieber Freund Alexander Görlach,

Dein Artikel auf dieser Seite hat mich interessiert wie alles, was Du schreibst, aber auch ratlos gemacht.

Zunächst mal: Ich glaube nicht, dass Größen wie Platon durch flüchtige Tagessiege der Naturwissenschaften prinzipiell abgeräumt wären. Ich halte überhaupt wenig von Arroganz der jeweiligen Moderne gegen das Gestern oder Vorgestern, ob es sich nun um die Malerei dreht oder die Musik oder die Weisheitslehren großer Philosophen.

Noch mehr aber gilt das für die christliche Weltsicht, die für Gläubige kaum dem Verfall durch Umfragen oder das Geschnatter des Tages ausgesetzt sein dürfte. Von ihrem Selbstverständnis her ist sie eine vernünftige, denn die menschliche Vernunft ist ein Gottesgeschenk. Keiner hat so sehr die Bedeutung der Vernunft für den Glauben und das Verständnis der Welt betont wie Papst Benedikt.

Man braucht keine mit großem philosophiegeschichtlichem und psychoanalytischem Schmuck vorgetragene Herleitung irgendeines christlichen Ordo-Gedankens für die ganz simple Einsicht, dass Lebewesen sich fortpflanzen müssen, um die Art zu erhalten. In diesem Sinne ist Gleichgeschlechtlichkeit ein Fehler der Natur. So wie es Taubheit gibt. Oder die Rot-Blindheit. Oder Erbkrankheiten wie die Ahornsirupkrankheit. Ich verstehe den Skandal nicht, den eine solche Äußerung verursachen könnte.

Erziehungsbürokratie und politisch korrekte Sprachmusik

In diesem ganzen Geschrei geht völlig unter, dass es selbstverständlich unter Homosexuellen viele gibt, die es in gewissen Momenten mit Trauer erfüllt, dass sie ohne Nachwuchs bleiben. Ich sprach heute Nachmittag mit einem schwulen Freund darüber, einem Schriftsteller und Verleger. Wie wären die teilweise byzantinischen Versuchsanordnungen von schwulen Pärchen zu erklären, die Auslandsaufenthalte und Laboruntersuchungen für Leihmütter sowie Geld und Passangelegenheiten in Kauf nehmen, um zu Kindern zu kommen?

Bisher suchte der Staat Ersatzeltern für bedürftige Kinder, nun soll der Staat bedürftige „Eltern“ mit Kindern versorgen – um „Gleichheit“ herzustellen, wo es keine geben kann.

Mein Freund machte mich dabei, im Zusammenhang mit Leihmüttern, auch auf die seltsame Tatsache aufmerksam, dass derartige Instrumentalisierungen von weiblichen Leih-Körpern von Seiten der Feministinnen bisher unbeanstandet blieben.

Sicher sind nicht alle auf Fortbestand ausgerichtet, da kommen kulturelle Parameter ins Spiel. Wir leben in einer Spaßkultur. Genuss spielt eine große Rolle, wenn der Diesseits-Horizont alles ist, was man überblickt, und von allen Genüssen scheint die Befriedigung des Sexualtriebes den größten zu versprechen.

Deshalb gibt es nicht nur Schwule, sondern auch Heteros, die auf Nachwuchs gern verzichten, und erst einmal Spaß mit- und aneinander haben wollen. Doch Heteros können sich noch für Nachwuchs entscheiden, Schwule prinzipiell nicht. Wenn wir also einen offenkundigen Fehler der Natur sehen, warum tun wir dann so, als sei er keiner? Homosexuelle sind wie alle anderen Menschen, bis auf den Mangel, keine Kinder bekommen zu können. Ist das so hart zu begreifen? Wieso ist eine ganze Erziehungsbürokratie und eine aufwändige politisch korrekte Sprachmusik nötig, um diesen Fehler der Natur, der doch von allen gesehen wird, ins Nichts zu definieren?

Die einen sagen, dass Homosexualität angeboren ist. Die anderen, die Gendertheoretiker, behaupten, dass Mann oder Frau soziokulturelle Rollen sind, die gewählt werden.

Doch offenbar gibt es Übergänge. Thomas Mann hat sich nach Knaben gesehnt, und er hat dennoch sechs Kinder gezeugt. Möglicherweise wäre er heutzutage mit einem jungen Lover zusammengezogen, aber Golo Mann und die anderen Geschwister wären nicht geboren worden, vielleicht wäre auch der „Zauberberg“ nie geschrieben worden. Wäre er mit einem Coming-out glücklicher gewesen?

Mein Freund im Übrigen zweifelt an der These genetischer Veranlagung. Bewiesen ist sie nicht. Also auch hier gibt es Glaubensfragen zu lösen. Wenn nun aber der normale Trieb fehlt, soll man dann so tun, als sei auch der fehlgeleitete normal?

Gewissensforschung für Siebtklässler

In unserem Grundgesetz ist der besondere Schutz der Familie festgeschrieben. Wenn also eine Mutter in einer Talkshow vom Ideal der Familie spricht, warum muss sie sich dann vorwerfen lassen, sie kränke damit diejenigen, denen die Natur eine eigene Familie verwehrt?

Worum es in Baden-Württemberg (und auch in den Millionenmärschen in Paris) geht? Um das hier: Mir ist heute eine „Handreichung für Lehrkräfte“ zugeschickt worden, mit dem Titel „Lesbische und schwule Lebensweisen – ein Thema für die Schule“ der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Baden-Württemberg. In einem „heterosexuellen Fragebogen“ für Siebtklässler, also pubertierende 13- bis 14-Jährige wird diese Gewissenserforschung betrieben:

  • Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität
  • Wann und warum hast Du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?
  • Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase überwinden wirst?
  • Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen gleichen Geschlechts kommt?

Und ist es möglich, dass da ein paar schlechtgelaunte bärtige Sandalenträger in selbstgestrickten Pullovern ebenso selbstgestrickte Kulturstrategien ausknobeln, die zwischen Unverschämtheit und Klippschusterwissen hin und herpendeln, um den „neuen Menschen“ zu erziehen?

Was soll ein 13-Jähriger auf die Frage antworten, woher seine Heterosexualität kommt? Und was, ob diese eine Phase ist? Ganz nebenbei wird hier übrigens insinuiert, dass Homosexualität kein genetisches Schicksal ist, sondern eine frei zu entscheidende Wahl. Ihr müsst euch mal langsam entscheiden, Leute! Um die pubertierenden 14-Jährigen völlig verrückt zu machen, wird ihnen die beliebte Vermutung, dass die Normalen, die man „Heterosexuelle“ nennt, eine „neurotische Angst vor Menschen gleichen Geschlechts“ hätten, in eine Frage gegossen – sind die noch zu retten?

Doch damit nicht genug. Während Homosexualität offenbar als genetisch bedingt angesehen wird, wird nun die Heterosexualität zu einer Variablen; zu einer Wahl, die sich ändern lässt.

Denn Frage 11 – und jetzt kommt‘s – lautet: „Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschock-Therapie zu machen?“

Das steht da tatsächlich! Das haben sich diese Frankensteins tatsächlich aus ihren wirren Schädeln qualmen lassen.

Eine Minderheit terrorisiert die Mehrheit

Nun wundere ich mich, dass in Baden-Württemberg nur 200.000 auf der Straße sind. Dieser aufdringliche Fragenkatalog ist das Dümmste und Seichteste an versuchter Gehirnwäsche und Erziehung zum „Neuen Menschen“, das ich seit Jahren gelesen habe.

Lieber Alexander, nicht viele leben in den metrosexuellen Hochburgen in Berlin oder Hamburg oder Köln, und treffen sich abends in Szene-Cafés, um die neuesten kapitalismuskritischen Haudegen der Gendertheorie oder der Pop-Philosophie zu diskutieren. Und nomadisieren ansonsten nachts durch das Netz, um sich über jeden herzumachen, der ihre verquere queere Weltsicht nicht teilt und nicht am „Neuen Menschen“ arbeitet.

Oft geht es dabei auch – im Hintergrund – um Cliquenkämpfe und Deutungshoheiten von ein paar Feuilletonisten, und sicher auch darum, alte Rechnungen zu begleichen und neue aufzumachen. (Wenn Stefan Niggemeier plötzlich Goethe zitiert, ist das zum Quietschen komisch – das ist so, wie damals in den K-Gruppen, als man nach dem passenden Lenin-Zitat suchte, um einem Kampfargument Gewicht zu verleihen. Aber schön, dass er mal Goethe liest und nicht nur TV-Illustrierte!)

Aber, unter uns beiden, Alexander, der „Neue Mensch“ ist zu den meisten von uns noch nicht vorgedrungen. Und wir glauben nicht an den Quatsch dieser Hornbrillen-Nerds. Ja, ich sage tatsächlich „wir“.

Wir, das sind die rund 30.000 Empfehlungen, die mein „Welt“-Artikel „Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so“ bekommen hat. Zumindest für die „Welt“ ein Rekord.

Wir, also jene Mitte, die von der „Zeit“ heute einer Psychoanalyse unterzogen wird, sind möglicherweise Neandertaler, meinetwegen, aber besorgte, und das nicht nur wegen der Geschlechterfrage, sondern wegen der Chuzpe, mit der eine Minderheit die Mehrheit terrorisiert bis in die Sprache hinein. Akzeptieren oder tolerieren? Gleichwertig oder nicht? Hier tagt das Fernsehgericht ständig und wir können nur sagen „Give us a break!“

Der Shitstorm der letzten Tage hat mir gezeigt, wozu diese Minderheit fähig ist. Ein Shitstorm besteht bekanntermaßen aus den bösartigsten Schnappatmungen einer Hysterie-Gesellschaft, die unter einer akuten Aufmerksamkeitsstörung leidet und alles in die Tastatur erbricht, was ihr gerade durch die Rübe schwirrt. [ 🙂 ]

Diesen „Meinungsmachern“ zufolge bin ich ein geistig minderbemittelter Neurotiker aus dem Mittelalter. Allerdings einer, dem, wie bereits erwähnt, zigtausende mit ihren Facebook-Empfehlungen zustimmen. Offenbar habe ich vielen aus der Seele gesprochen. Was mich wiederum, in der neuesten Drehung, zum rechtsradikalen Verführer (der „Freitag“ von heute) macht – das Weltbild in diesen Kreisen ist sehr einfach.

Ich muss gestehen, ich war selber überrascht über die heftigen Reaktionen. Ich hatte lediglich eine TV-Kritik im Sinn. Und nun das! Nun erlebe ich tatsächlich, wie man versucht, mich vom Saalschutz der Konsensdemokratie als Ruhestörer aus dem Saal eskortieren zu lassen, mit festem Griff, wobei man mir zuzischelt: „Wir werden dir die Toleranz schon noch einbimsen“. Und da werde ich sehr hellhörig.

Worüber diskutiert werden darf

Claudia Roth schrieb gestern in der „Welt“: „Über Homosexualität diskutiert man nicht.“ Wir haben also wieder eindeutig Tabus! Komisch in einer Gesellschaft, die sich auf ihre Aufgeklärtheit soviel einbildet. Ist es da nicht verständlich, dass ich jetzt nun, als Journalist, sogar hellwach werde?

Dass Claudia Roths Grüne im Übrigen wechselnde Anfälle haben darüber, worüber diskutiert werden darf, ist bekannt. Noch in den 80er Jahren hatten sie Leute in ihren Reihen, die für die Freiheit zum Sex mit genau solchen Siebtklässlern kämpften, auf die jetzt ein paar wildgewordene Pädagogen in Baden-Württemberg losgelassen werden. Komisch, wie schnell sie das vergessen haben. Dass der Schutz von Kindern dieses Alters vor Erwachsenen mit abweichendem Sexualverhalten gerade mit dem Fall Edathy für das Internetzeitalter neu diskutiert werden muss, ist evident.

Lieber Alexander, ich weiß genau, dass dir die schrillen Vorkämpfer und Genderaktivisten und Schreibtischriesen und Westentaschendiktatoren genauso auf die Nerven gehen wie mir, denn du bist ein musischer und scharf denkender Mensch, und katholisch wie ich.

Dass Du ein Debattenmagazin leitest, das tatsächlich auch unbequeme Beträge diskutiert, ehrt dich. Werde Dir nicht untreu.

Dein
Matthias Matussek

—————————————

Ergänzung 21.2.2014:

Zu Claudia Roths Diskussionsverbot:
Felix Honekamp: http://www.freiewelt.net/darf-ich-nicht-10025186/   (20.2.):

… Unwählbar und zu einer Gefahr für die Freiheit wird ein Politiker aber dann, wenn er festlegt, welche Diskussionen in einer Gesellschaft geführt werden dürfen – dann frage ich mich, wieso so jemand sich tatsächlich als Demokrat bezeichnen kann? Man muss dabei zugestehen, dass der Titel des Beitrags von Frau Roth „Über Homosexualität darf man nicht streiten“ ein bisschen aus dem Zusammenhang gerissen ist, eine Verkürzung, die mich aber immerhin mit angeschwelltem Hals zu dem Artikel geführt hat. Im Zusammenhang schreibt sie:

Im Sinne von Artikel 1 Grundgesetz darf man deshalb so wenig über die Wertigkeit von Homosexualität streiten wie beispielsweise über die Frage der Hautfarbe. Das Ressentiment bleibt ein Ressentiment, egal, ob es als irrationale Angst, als Geschäftsmodell oder als selbstverliebte Provokation daherkommt. Und es reißt die Dämme ein, die wir in den letzten 69 Jahren aufgeschüttet haben.

Wenn ein Politiker sich auf den Artikel 1 unseres Grundgesetzes beruft, um damit Diskussionen zu unterbinden, ist höchste Alarmstufe angesagt. In dem Artikel heißt es nämlich (nur mal so zur Erinnerung):

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

(2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

(3) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Nach Frau Roths Ansicht, die als Antwort auf den fulminanten Beitrag von Matthias Matussek veröffentlicht wurde, darf man also – und das mit Blick auf ausgerechnet diesen Artikel, der nicht zuletzt auch eine Grundlage für die freie Meinungsäußerung darstellt – nicht nur nicht feststellen, dass homosexuelle Paare naturgemäß keine Kinder bekommen können, man darf über diese Frage nicht mal diskutieren, jedenfalls dann nicht, wenn man gleichzeitig den Nachwuchs als überlebensnotwendig für eine Gesellschaft sieht und also Gemeinschaften (ich formuliere das bewusst so neutral) fördern möchte, die diesen Nachwuchs sichern.

Denn diese von mir angestellte Betrachtung beinhaltet eine Wertung: Heterosexuelle Paare mit Kindern sind für eine Gesellschaft wertvoller als homosexuelle Paare, die keine eigenen Kinder haben können. Dass das so ist, dafür können weder hetero- noch homosexuelle Paare etwas, und es besagt auch nicht, dass homosexuelle Paare nicht auch einen Wert für die Gesellschaft haben; den natürlichen Zustand aber nicht mehr formulieren und nicht mehr diskutieren zu dürfen, ist genau die Art von Politik, die unserer Verfassung komplett widerspricht.

Ob die Diskussion nun mit provokantem Vokabular, wie bei Matussek sicher festzustellen, geführt wird oder nicht, ist lediglich eine Geschmacksfrage und so kann Frau Roth ihm von mir aus fehlendes Feingefühl vorwerfen (oder eben über dieses streiten), der Ansatz, seine Meinungsäußerung aber als von der Verfassung nicht mehr gedeckt zu interpretieren, und damit das Grundgesetz bis zum Bersten zu biegen, das ist genau der Grund, warum ein Matthias Matussek überhaupt in dieser Form schreibt und seine absehbaren Gegner provoziert, ich möchte hinzufügen: provozieren muss. Ich würde das so formulieren: „Ihr glaubt, ich dürfte meine Meinung nicht mehr sagen, ich dürfte meine Meinung nicht zur Diskussion stellen? Dann erzähle ich euch jetzt mal, was ich alles diskutieren werde, egal ob es euch gefällt oder nicht!“

In der Diskussion um den Baden-Württemberger Bildungsplan wurde immer wieder bemängelt, dass die Bewertung homosexueller Partnerschaften und die Diskussion darum die betroffenen Menschen verletzen könne. Dazu sage ich: „Na und?“ Unser Grundgesetz schützt einen davor, tatsächlich diskriminiert zu werden, es schützt einen vor unzulässigen Beleidigungen (wobei man im Fall von Birgit Kelle erfahren durfte, dass die objektiv falsche Beschimpfung als Homo-Hasserin nicht justiziabel sei), es schützt einen aber nicht davor, dass man sich irgendwie verletzt fühlen könnte. Gerade eine Vertreterin einer Partei, die sich nicht scheut, mit Worten wie „Herdprämie“ Politik zu machen und damit die Verletzung eines Großteils der Frauen in Deutschland in Kauf zu nehmen, sollte diesen Umstand durchaus verstehen.

Eines beruhigt mich an dem ganzen Thema aber kolossal: Die Art von Politik, die Art von Staatseinfluss, wie er einer Claudia Roth vorschwebt, wird bei den Wahlen in diesem Land seit längerem abgestraft. Der Imperativ „Du darfst nicht!“ wird im politischen Bereich von den wenigsten noch akzeptiert. Diese Politikergeneration wird sich damit hoffentlich bald selbst erledigt haben, und dann können (und dürfen) in diesem Land wieder alle Themen diskutiert werden, von denen Menschen meinen, dass sie diskussionswürdig sind – und unter denen ist das Thema Homosexualität sicher nur eines der kleineren!

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3 Antworten zu „Homophobie“ ist okay

  1. BTW schreibt:

    By the way….Bin immer ganz „ungläubig“, wie viele Freunde die Leute so in diesen Zeiten haben….(der Katholik Matussek den Evangelikalen („wiedergeboren“? oder babygetauft?) Steeb. Die Katholikin Kelle hat immerhin einige Homo-Freunde! Als „normale Famile“ unter diesen Frommen hatte ich nämlich nie Zeit (keine Haushaltshilfe, kein Gärtner, keine Oma, kein Aupair) und Gelegenheit (ohja: auch dafür braucht es Geld :- ) …für Einladungen-Feiern, für Reisen, für Skihütte…. ) , Freundeskreise aufzubauen!
    Sollen sie sich alle in den Armen liegen!
    Seit ich sporadisch bei bei den verschiedensten Webseiten/Blogs mitlese, überrascht mich allerdings vieles nicht mehr ODER DOCH SEHR!
    Stichworte: Evangelikale/Evangelische Allianz-Freimaurerei-Ökumene-Katholizismus….dieses z.B. bei Hauszellengemeinde…scrollen…(http://www.hauszellengemeinde.de/index.php/de/component/search/?searchword=Evangelische%20Allianz&searchphrase=all&Itemid=435)

  2. ff schreibt:

    es gibt weltweit nur 3 „Gesellschaftstypen“..ist das nicht beruhigend? 🙂
    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=41447

  3. Hebel schreibt:

    Vom Europäischen Parlament angenommener LUNACEK- Bericht: Es sollen im Zusammenhang mit der „sexuellen Orientierung“ Maßnahmen zur „Einschränkung der Meinungsfreiheit“ ergriffen werden
    Damit dürfte es künftig gefährlich sein z. B. auf die Probleme der Kinder bei gleichgeschlechtlicher Adoption hinzuweisen.
    Denn im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.

    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde („Use it or lose it“).
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

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