Petition gegen Kindereuthanasie an belgischen König

Ich empfehle meinen Lesern und Kommentatoren die Unterstützung dieser Petition:
Gudrun Kugler: http://www.citizengo.org/de/4162-petition-den-koenig-von-belgien-das-kindereuthanasiegesetz-nicht-zu-unterschreiben:

Majestät, bitte unterzeichnen Sie das Kindereuthanasiegesetz nicht!

Majestät,

Sie sind der König der Belgier und als solcher Ihrem Volk verpflichtet. Grundsätzlich sind Sie gewohnt, jedes Gesetz zu unterschreiben, das von einem demokratisch gewählten Organ vorgesetzt wird. Auch wenn Sie vielleicht nicht einverstanden sind. Es gibt jedoch Gesetze, die nicht nur Belgien, sondern langfristig auch Europa betreffen werden.

Ein solches ist das geplante, erschreckende Euthanasiegesetz für Minderjährige, das Signalcharakter für ganz Europa haben wird. Hören Sie auf die vielen Stimmen in In- und Ausland, die vor diesem Gesetz warnen – auf Ihre Bischofskonferenz, auch auf den Europarat, der eine klare Erklärung dagegen verfasst hat.

Und so wenden auch wir, die Unterzeichner, uns an Sie und bitten Sie dringend: Unterschreiben Sie dieses Gesetz nicht, auch wenn Sie dafür in der Öffentlichkeit gerade stehen müssen. Sagen Sie nicht Ja zum erschreckendsten Gesetz zur Euthanasie weltweit.

Hören Sie auf Ihr Gewissen und zeigen Sie sich als Monarch mit ethischen Prinzipien. Zeigen Sie sich der Herausforderung würdig, für die Sie ein Leben lang vorbereitet worden sind.

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http://www.katholisches.info/2014/02/13/reden-wir-nicht-drumherum-mit-euthanasiegesetz-sollen-behinderte-kinder-umgebracht-werden/:

Heute [13.2.] stimmt das belgische Abgeordnetenhaus über die Ausweitung der Euthanasie auf Kinder ab. Eine Mehrheit scheint sicher. Die befürwortenden Parteivertreter sprechen von einem „Akt der Menschlichkeit“ für Kinder, die „schreckliche Schmerzen leiden“. Ein „unzutreffender Euphemismus, der an den Fakten vorbeigeht“ so Joan Marston, Direktorin des internationalen Netzwerks der Palliativmedizin für Kinder: „Die Euthanasie ist unnötig, da die Palliativmedizin bereits die Schmerzen lindert und eine gute Lebensqualität sichert. Die Regierung soll das Gesetz zurückziehen“. Noch deutlicher sagt es Roger Wouters von der Initiative Nein zur Euthanasie: „Reden wir nicht drumherum: Das Gesetz soll dazu dienen, behinderte Kinder umbringen zu können“.

Der Senat und der Justizausschuß des Abgeordnetenhauses haben bereits grünes Licht für das „Recht den eigenen Tod selbst bestimmen zu können“ gegeben. Heute wird das Abgeordnetenhaus folgen. Die Parteien, die sich dafür ausgesprochen haben, verfügen über eine deutliche Mehrheit. Ein Teil der belgischen Gesellschaft mobilisierte gegen das Gesetz und forderte von der Regierung das Gesetz zurückzunehmen oder die Abstimmung zumindest aufzuschieben. Beides gilt dennoch als sehr unwahrscheinlich.

Das internationale Netzwerk der Palliativmedizin für Kinder forderte ebenfalls in einer Erklärung die belgische Regierung auf, das Gesetz zurückzuziehen. „Heute braucht es keine Euthanasie mehr“, so Joan Marston. „Die Palliativmedizin kann auf effiziente Weise auch bei sogenannten unerträglichen Schmerzen von Kindern Linderung verschaffen.“

Verlängert die Palliativmedizin aber nicht nur das Leiden der Patienten, wird die Direktorin des Netzwerks gefragt. „Nein, sie [ist] eine effiziente Antwort auf die Euthanasie, die unnötig ist. Wir können die Leiden der Kinder lindern und den Familien helfen, diese schwierige Zeit zu bewältigen. Wir verfügen über die Kenntnisse, die Fähigkeiten und die Medikamente, um auf die Bedürfnisse der Kranken zu antworten. Die Fakten sprechen heute eindeutig für die Palliativmedizin und gegen die Euthanasie“, so Marston.

Warum aber will Belgien dann unbedingt die Euthanasie ausweiten und verkauft dies als „Akt der Menschlichkeit“ und als „Recht“? Um die „unerträglichen Schmerzen“ geht es dabei jedenfalls nicht. Die seien nur ein vorgeschobenes Argument, wie die Euthanasiegegner sagen. Erzbischof André-Joseph Léonard von Mecheln-Brüssel rief zum Gebet gegen das Gesetz auf. „Man suggeriert den Menschen, daß es ein ‚Recht‘ gibt, den eigenen Todeszeitpunkt zu bestimmen. So soll auch das Kind ein ‚Recht‘ haben zu sterben. Dem ist aber nicht so: Ein Kind hat ein Recht zu leben.“ Marston ergänzt: „Die Palliativmedizin verlängert nicht auf ungebührliche Weise das Leben, sondern ermöglicht dem Patienten, in Würde und ohne Schmerzen zu leben.“

Die Verabschiedung des neuen Gesetzes sei „äußerst gefährlich“, sagte Erzbischof Léonard. Das Gesetz sehe einerseits keine Altersgrenze vor, andererseits sind Kinder gar nicht entscheidungsfähig. Das Gesetz schreibt ihnen in der Frage um Leben und Tod eine Fähigkeit zu, selbst dem Kleinstkind, die derselbe Gesetzgeber ansonsten bis zur Volljährigkeit in allen wesentlichen Dingen verweigert, selbst bei Straftaten.

„Reden wir nicht drum herum: das Gesetz soll dazu dienen, behinderte Kinder umbringen zu können. Wird ein Kind, das nicht den gewünschten Effizienz-Normen entspricht, nicht schon im Mutterleib durch Abtreibung getötet, soll es lebend getötet werden können. Darauf läuft die ganze Sache hinaus. Nicht das Kind soll von einem Leiden, sondern die Eltern oder Erziehungsverantwortlichen von einer Last befreit werden. So sagt es natürlich niemand, aber darauf zielt das Gesetz ab. Nur nicht reden soll man darüber. Und morgen wird es heißen: Es ist alles vom Gesetz erlaubt!“ Es werde durch „trügerische“ Begriffe wie „Sterbehilfe“ in den Menschen ein Denken des „schnellsten Ausweges“ gefördert. Niemand möchte leiden und daher neigt der Mensch dazu, das, was er als Bedrohung empfindet, zu verdrängen. „Euthanasie ist ein solcher Verdrängungsmechanismus und zwar für die Nicht-Betroffenen: Verschwindenlassen, was nicht ins Bild paßt. Allerdings auf tödliche Weise für die Betroffenen“, so Wouters.

Marston fordert stattdessen von der belgischen Regierung „Zugang für alle Kinder zur Palliativmedizin und dadurch Respekt vor dem Recht auf Leben. Die Euthanasie löst nichts, sondern raubt den Betroffenen nur das wirkliche Recht zu leben durch ein trügerisches ‚Recht‘ zu sterben.

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Ergänzung 15.2.2014:

http://www.civitas-institut.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2234:euthanasie-unsere-todbringende-gesellschaft&catid=1:neuestes&Itemid=33   (15.2.):

Der Philosoph Jean-François Mattéi, Ethiker und Mitglied des Institut Universitaire de France, reagiert in einem Interview mit dem Figaro auf die Legalisierung der Euthanasie Minderjähriger in Belgien und auf den Fall Vincent Lambert in Frankreich. Lambert liegt seit einem Unfall seit Monaten im Koma, Familie und Ärzte sind über das weitere Vorgehen auch untereinander zerstritten. Mattéi, der ein engagiertes Essay über die „Erschöpfung der europäischen Kultur“ geschrieben hat, sieht tiefere Ursachen für die Problematik. …

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Ergänzung 4.3.2013:

http://www.katholisches.info/2014/03/04/koenig-unterzeichnet-gesetz-belgien-weltweit-erstes-land-das-kinder-euthanasiert/:

Die Appelle der Euthanasiegegner und Lebensschützer haben nichts genützt. Nichts nützte der Appell eines kanadischen Mädchens, das trotz ärztlichem „Rat“ zur Abtreibung geboren wurde; ebenso wenig der Appell von 210.000 Bürgern, deren Unterschriften dem König der Belgier übergeben wurden mit der Aufforderung, das Gesetz zur Kindereuthanasie nicht zu unterzeichnen. Nichts nützte auch der Widerstand des Primas von Belgien, Erzbischof Léonard von Mecheln-Brüssel.

König Philippe folgte hingegen dem Parlament, das in doppelter Lesung sich mit großer Mehrheit für die Ausweitung der Euthanasie auf psychisch Kranke und Kinder ohne Altereinschränkung ausgesprochen hatte. Am 13. Februar hatte das Parlament in letzter Abstimmung mit 86 gegen 44 Stimmen das „Recht“ auf Euthanasierung auch von Kleinstkindern beschlossen.

Der König aus dem Haus Sachsen-Coburg und Gotha trat damit in die Fußstapfen seines Vaters, König Alberts II., der 2002 das erste Euthanasiegesetz unterzeichnete.

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