Herz-Jesu-Minister befürwortet Homo-Adoption und Kinderkrippenausbau

Erschreckend, was für Wertvorstellungen Minister einer einst christlichen Partei, der ÖVP,  vertreten:
http://www.katholisches.info/2014/03/01/wirre-ideen-eines-christlichen-ministers-vom-herzen-jesu-zur-homo-adoption/:

Auf die Frage, was Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter unter einer „katholischen Ehe“ verstehe, antwortete der erst seit Dezember 2013 amtierende österreichische Bundesminister: „Meine Frau und ich sind kirchlich verheiratet, haben zwei Kinder – das ist alles. Das heißt nicht, dass ich ein altmodisches Familienverständnis habe. … Leider ist das Kinderbetreuungssystem bei uns im Vergleich zu Belgien aber rückständig – auch in Wien. Das Angebot gehört massiv ausgebaut. Aus meiner Sicht ist das die familienpolitisch wichtigste Aufgabe.“ Kinderbetreuung raus aus der Familie, fordert der christdemokratische Minister und spielt damit auf der Klaviatur der Linken.

Schlagzeilen bei Angelobung durch Hinweis auf das Herz Jesu

Neo-Minister Rupprechter hatte bei der Angelobung der österreichischen Bundesregierung für Schlagzeilen gesorgt, weil er die Gelöbnisformel nicht nur vor Gott ablegte, sondern auch das Heiligste Herz Jesu erwähnte („So wahr mir Gott helfe, und vor dem heiligen Herzen Jesu Christi“ – Amtseid von Landwirtschaftsminister Rupprechter). In seiner Heimat Tirol hat die Herz-Jesu-Verehrung eine lange Tradition und steht in direktem Zusammenhang mit dem Widerstand gegen den Josephinismus und den anti-napoleonischen Freiheitskriegen.

Der Verweis auf das Herz Jesu scheint beim Land-, Forst-, Umwelt- und Wasserwirtschaftsminister jedoch so etwas wie eine Eintagsfliege gewesen zu sein. Im Interview mit der linksliberalen Tageszeitung Der Standard erklärte er auf die Frage, ob Andreas Hofer ein Vorbild für ihn sei:

„Mein Vorbild in der Tiroler Geschichte ist mehr der Michael Gaismair, der als Sekretär des Bischofs von Brixen vor 500 Jahren den ersten Entwurf für die Tiroler Landesverfassung geschrieben hat. Aber das Wehrhafte des Andreas Hofer nehme ich natürlich auch gern mit.“

Verworrene Gedankenwelt zwischen Trotzkismus, grüner Homo-Agenda und christlicher Soziallehre

Eine Aussage, die in direktem Widerspruch zu seiner Herz-Jesu-Verehrung steht. Gaismaier, Sozialrevolutionär in der Zeit der Bauernkriege, ist seit den 60er Jahren ein Liebling der neomarxistischen Linken und war es zuvor schon der Nationalsozialisten. Beide zogen ihn in bewußtem Widerspruch dem Katholiken Andreas Hofer vor. Rupprechter beruft sich weiters auf die christliche Soziallehre. Auch hier scheinen die Vorstellungen des Ministers ziemlich verworren. Denn gleichzeitig spricht er er sich für das Adoptionsrecht von Kindern für Homosexuelle aus. Dabei beruft er sich auf die neue Familienministerin Sophie Karmasin und deren Aussage: „Wo Kinder sich wohlfühlen, ist Familie. Ich denke, es gibt gute Beispiele dafür, dass sich Kinder in homosexuellen Partnerschaften wohlfühlen können. Ich vertrete da eine sehr viel liberalere Anschauung, als man von einem tief verwurzelten Tiroler Katholiken annehmen möchte.“

Neo-Relativist Rupprechter: In einem „offenen Weltbild“ gibt es keine Widersprüche

Die weltanschauliche Wirrnis des Ministers ist sogar dem Standard suspekt: „Warum bezeichnen Sie sich dann selbst immer wieder als Konservativen?“ Rupprechter in der Haltung eines Neo-Relativisten ist der Überzeugung, daß Weltanschauung täglich neu und situationsbedingt jonglierbar ist: „Ich sehe da keinen großen Gegensatz. Konservativ heißt, traditionelle Werte zu erhalten – und das kann man auch in einem offenen Weltbild tun.“

Der Minister ist jedoch optimistisch, daß sich die weltanschauliche Beliebigkeit in seiner Partei bald durchsetzen werde: „Die Neuausrichtung der Partei ist in vollem Gange – und ich werde mich mit einem offenen Ansatz einbringen.“

Sowohl Rupprechter als auch Karmasin gehören der christdemokratischen Österreichischen Volkspartei (ÖVP) an. Die ÖVP ging nach den Parlamentswahlen vom September des Vorjahres erneut eine Große Koalition mit der Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ) ein, die seit 2007 besteht und zuvor bereits von 1987–2000 Österreich regierte.

Ehemaliger Trotzkist – „Habe viel politischen Verständnis mitgenommen“

Vielleicht erklärt sich Rupprechters Haltung mit dem Nachwirken seiner anarchistischen Vergangenheit während seiner Studentenzeit. Damals agitierte der ÖVP-Minister in den Reihen der Trotzkisten. „So wie Jacques Chirac und José Manuel Barroso auch“, fügt er halb entschuldigend, halb stolz hinzu. „Das waren kurze Phasen, aus denen ich aber viel politisches Verständnis mitgenommen habe. Stärker hat mich natürlich sozialisiert, dass ich als Grüner der ersten Stunde bei der Besetzung der Hainburger Au dabei war – wobei mich weniger das Kraftwerk an sich als das Drüberfahren der Regierung über die Bürgerrechte empört hat.“

Von den Trotzkisten über die Grünbewegung zu den Christdemokraten. Heute würde Rupprechter wahrscheinlich bei den Grünen Karriere machen. Denen habe er sich damals aber nicht angeschlossen „weil die Grünen die EU damals als „Moloch“ verunglimpft und gegen Österreichs Beitritt gekämpft haben.“ Das hat sich inzwischen ja geändert.

„Probleme“ mit Feldmarschall Radetzky und Bundeskanzler Dollfuß

Da paßt es nur ins Bild, daß Rupprechter auch „Probleme“ mit dem österreichischen Feldmarschall Josef Wenzel Graf Radetzky, weltberühmt durch den Radetzky-Marsch von Johann Strauß (Vater), hat. Ebensolche „Probleme“ hat der Minister aus Tirol, trotz seiner „Prägung“ durch die christliche Soziallehre, mit dem Ständestaat-Bundeskanzler Engelbert Dollfuß (1932–1934), der bei einem Putschversuch von Nationalsozialisten erschossen wurde. Diese „Aversionen“ runden das wirre Gedankenbild des neuen politisch korrekten österreichischen Landwirtschaftsministers ab.

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Ergänzung 4.3.2014:

http://www.katholisches.info/2014/03/04/oesterreichs-homophiler-umweltminister-beruft-sich-auf-papst-franziskus/:

Katholische Abgeordnete des Parlaments von Illinois verschafften der Legalisierung der „Homo-Ehe“ zu einer Mehrheit, indem sie sich auf Papst Franziskus beriefen (siehe eigenen Bericht Parlament von Illinois beschließt „Homo-Ehe“ – Wegen Papst Franziskus?). Gleiches tut nun auch Österreichs Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter, um seinen Vorstoß für ein Adoptionsrecht für Homosexuelle zu rechtfertigen. Rupprechter, dessen trotzkistisch-grüne Vergangenheit derzeit die Oberhand über seine katholische Gegenwart zu haben scheint, verweist auf Papst Franziskus, um Kritik an seiner homophilen Haltung zum Schweigen zu bringen.

Er sei „nicht bereit, diese Menschen auszugrenzen“, erklärte er gegen Kritik aus seiner Partei, der christdemokratischen Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Der katholische Minister mit wenig katholischen Vorschlägen scheint die linke dialektische Diskriminierungs-Antidiskriminierungs-Sprachregelung bestens verinnerlicht zu haben. Daß durch ein Adoptionsverbot für Homosexuelle vielleicht die Homosexuellen gar nicht diskriminiert, sondern die Kinder geschützt werden, soweit scheint der Neo-Minister nicht vorzudringen oder vordringen zu wollen. Er begnügt sich mich simplen Zeitgeist-Floskeln.

Kritikern, die meinen, daß Rupprechters Homo-Agenda „nicht mit meinen christlichen Wurzeln vereinbar“ sei, setzte er Papst Franziskus entgegen. Er forderte sie auf, „nachzulesen, was unsere oberste Autorität auf der Erde, in meiner Glaubensgemeinschaft Papst Franziskus, zur Frage der Homosexualität sagt: Wer bin ich, daß ich darüber urteile. Und wenn der Heilige Vater das sagt, gilt das für mich“, so der Minister.

Daß die katholische Kirche zum Thema eine ganz andere Haltung hat, scheint den Minister nicht weiter zu interessieren. „Die oberste Autorität auf der Erde, in meiner Glaubensgemeinschaft“, das ist die katholische Lehre, wird vom Minister für seine eigene Gesinnung bestenfalls mißbraucht. Unterdessen erntet der Minister Kritik von seiner ÖVP und der nationalkonservativen FPÖ und Applaus von der SPÖ und den Grünen. Für einen trotzkistisch verirrten Katholiken eine durchaus zutreffende Gewichtsverteilung.

Minister Rupprechter ist das jüngste Beispiel für die Gefahren falscher Signale, die in den allgemeinen Sprachgebrauch übergehen (siehe eigenen Bericht Wie mißverständliche Signale des Papstes allgemeiner Sprachgebrauch werden).

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Ergänzung 11.3.2014:

http://www.unzensuriert.at/content/0014972-Katholisch-Konservative-gegen-Homo-Lobbyist-Rupprechter   (4.3.):

… Der neue Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter hat es als medialer Homo-Lobbyist aber nun doch geschafft, den Präsidenten der AKV und ehemaligen ÖVP-Staatssekretär Helmut Kukacka zu einer Reaktion zu bewegen. Fast vornehm bezeichnet man Rupprechters Adoptionswunsch für Homo-Partnerschaften als „weder politisch noch sachlich und ethisch überzeugend.“

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http://www.andreas-unterberger.at/2014/03/die-selbstzerstoerung-der-ovp/   (3.3.):

… Zwei signifikante Vorstöße aus den letzten Tagen, die nicht unterschiedlicher sein könnten: Der Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter verlangt in mehreren öffentlichen Erklärungen, dass Homosexuelle Kinder adoptieren können. Der Stronach-Abgeordnete Marcus Franz wagt es hingegen bei einem anderen, aber doch ähnlichen Thema in Sachen Abtreibung Mutiges auf Kirchen- und einstiger ÖVP-Linie zu sagen.

Franz will bessere Beratung, mehr Unterstützung für betroffene Familien, die Verpflichtung von Ärzten, dass es vor einer Abtreibung auch eine zweite Meinung geben müsse, und endlich die schon von Bruno Kreisky versprochenen Zahlen zu Abtreibungen. Franzens Schlüsselsätze: „Frauen sollen nicht bedrängt werden.“ Und: „Wir wollen eine Reduktion der geschätzten 30.000 bis 60.000 Abtreibungen durch sinnvolle Maßnahmen.“

Während die ÖVP Solches und noch Deutlichers einst selbst vehement vertreten hatte, ist seit vielen Jahren von ihr rund um den Komplex Abtreibung nichts Substantielles mehr zu hören. Oder wenn, dann hat man Zeitgeistig-Progressives nachgeplappert.

Auf zeitgeistig macht nun auch der Herr Rupprechter beim Thema Schwulenadoption. Was auch immer die Kompetenz des Landwirtschaftsministers dafür sein mag (normal ist er ja nur fürs Subventions-Kassieren zuständig), er will solche Adoptionen erlauben. Sein Argument: Er sei „nicht bereit, diese Menschen auszugrenzen“. …

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Eine Antwort zu Herz-Jesu-Minister befürwortet Homo-Adoption und Kinderkrippenausbau

  1. Nonnen schreibt:

    Im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.

    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde („Use it or lose it“).
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

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