BW Bildungsplan 2015: Ausbremsung der Biologie

Unglaublich, kein Faschingsscherz: BW will die Biologie stückweise abschaffen, wohl weil sie dem Genderirrsinn im Wege steht.

Ferdinand Knauß: http://www.wiwo.de/erfolg/campus-mba/baden-wuerttemberg-will-biologie-unterricht-abschaffen-stuttgart-in-der-hand-der-gender-ideologen/9499416.html   (18.2.):

Die geplante Abschaffung des eigenständigen Biologie-Unterrichts in Baden-Württemberg ist weit mehr als ein bildungspolitisches Ärgernis. Die Lehrplanreform offenbart die Macht der Gender-Ideologen. Denn die Biologie ist ihnen ein Greuel.

Die baden-württembergische Landesregierung will den eigenständigen Biologie-Unterricht abschaffen. Gemäß der Bildungsplanreform von Kultusminister Andreas Stoch (SPD), die im Jahr 2015 wirksam werden soll, wird das Schulfach Biologie in einem so genannten Fachverbund namens „Naturphänomene und Technik“ aufgehen. Was zunächst nur als eine schulpolitische Detailfrage erscheint, offenbart bei näherer Betrachtung möglicherweise etwas sehr viel Bedeutsameres. Im Stuttgarter Kultusministerium wird offensichtlich der Versuch unternommen, an den Schulen die Voraussetzungen zu schaffen, um einer Ideologie mit einem bestimmten Menschenbild den Weg zu ebnen.

Diese Ideologie ist die so genannte Gender-Theorie. Sie wird in mannigfaltigen Varianten in den so genannten Gender Studies an Universitäten unterrichtet. Ihre Lehre lautet – stark vereinfacht: Das (soziale) Geschlecht („Gender“) eines Menschen wird von der Gesellschaft konstruiert. Die Ur-Mutter dieser Theorie war Simone de Beauvoir mit ihrem berühmten Satz: Man ist nicht als Frau geboren, man wird es. Den körperlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern halten die meisten Gender-Forscher für weitgehend bedeutungslos. Radikale Vertreter wie Judith Butler schaffen es sogar, ihn ganz unter ihrem Denkgebäude zu begraben.

Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht überraschend, dass in Gender-Publikationen vor allem ein Gegner aufs Korn genommen wird: die Naturwissenschaften und im Besonderen die Biologie. Kein Vorwurf wiegt für einen Gender-Forscher schwerer als der des „Biologismus“. Auf die angegriffenen Biologen selbst (und auf die meisten anderen Menschen mit durchschnittlicher biologisch-naturwissenschaftlicher Allgemeinbildung) wirkt das befremdlich. Aber es ist doch verständlich, denn die Gender-Theorie vom sozial konstruierten Geschlecht passt hinten und vorne nicht zu den Erkenntnissen der Biologie.

… Die Diskurstaktik der Gender-Theoretiker ist üblicherweise, die Biologie zu dem zu erklären, was sie selbst sind: eine Ideologie. Das Mittel dazu ist die so genannte „Naturwissenschaftsforschung“, durch die die Forschungserkenntnisse der Biologie „dekonstruiert“ werden. Die Biologie wird da als eine von männlichem Machtwillen geprägte Disziplin dargestellt, deren Ansinnen es sei, die patriarchalische Geschlechterordnung zu untermauern.

Die meisten Biologen und auch andere Wissenschaftler außerhalb der Gender Studies nehmen derartige Theorien nicht besonders ernst. Solange sich Gender-Forscherinnen nur auf die philosophischen Fakultäten beschränken, bekommen Biologen davon nicht viel mit. Doch der Anspruch der Gender-Theorie ist nicht auf ein paar Lehrstühle beschränkt. Und wo könnte man die Biologie wirkungsvoller schlagen als an den Schulen. Wenn man keine Biologie-Lehrer mehr braucht, braucht man weniger Biologie-Lehrstühle an den Universitäten. Und wenn Kinder mit biologischen Erklärungen über den evolutionären Sinn der Zweigeschlechtlichkeit wenig oder gar nicht in Berührung kommen, sind sie umso empfänglicher für die Lehren von der sozialen Konstruktion des Geschlechts.

Die Lehrplanreform in Stuttgart ist nicht die erste und längst nicht die einzige Offenbarung des enormen politischen Veränderungswillens der Gender-Ideologie, die aus einem akademischen Soziotop mittlerweile auf politische Schaltstellen übergegriffen hat. Im Kultusministerium in Stuttgart zeigt sich nichts anderes als ihre Macht und der Wille sie im Dienste ihrer Überzeugungen einzusetzen. Da sage noch einer, es gehe heute in der Politik nicht mehr um Ideologien. Gefährlich sind sie vor allem, wenn sie nicht als solche erkannt werden.

http://www.welt.de/debatte/kolumnen/Maxeiner-und-Miersch/article125257509/Die-Gruenen-stehlen-unseren-Kindern-Zukunftswissen.html   (27.2.):

Baden-Württemberg will das Fach Biologie abschaffen und stattdessen „Naturphänomene und Technik“ unterrichten lassen. Eine Schulreform, die bezeichnend ist für eine von Grünen dominierte Regierung. Von Dirk Maxeiner und Michael Miersch

Bios ist das griechische Wort für Leben. Die Kunde vom Leben heißt Biologie. Oft kann man lesen, Biologie sei die neue Leitwissenschaft. Nachdem im 20. Jahrhundert Physik und Chemie die Welt verändert haben, durchdringt der Mensch nun Schritt für Schritt die Textur des Lebendigen. Der gemeinsame genetische Code aller Organismen wird immer weiter entschlüsselt. Die Vielfalt und Vielgestaltigkeit der Organismen fasziniert Forscher und Laien. Neue Möglichkeiten, das Erbgut von Nahrungspflanzen zu verbessern, erleichtern die Landwirtschaft. Technische Eingriffe in die menschliche Fortpflanzung werfen ungeahnte ethische Fragen auf.

All dies, sollte man meinen, müsste auch in Schulen vermittelt und erklärt werden. Doch es gibt Menschen, die das für unnötig halten. Leider sitzen diese Wissensverächter in Kultusministerien oder stehen ihnen sogar vor. Vergangenes Jahr hielt die rot-grüne Regierung Niedersachsens im Koalitionsvertrag fest: „Das Projekt HannoverGEN wird beendet.“ Labore, die den Schulen die Möglichkeit gaben, praktische Einblicke in die Pflanzengenetik zu vermitteln, waren nicht mehr gewünscht. Der Protest vieler Schüler nützte nichts.

Baden-Württembergs grün-rote Regierung geht nun einen Schritt weiter und möchte den Biologie-Unterricht ganz abschaffen. Das Fach soll in einem Gemischtwarenladen namens „Naturphänomene und Technik“ aufgehen. Bedeutsame Themen wie Pränataldiagnostik oder Klonen kommen dann im Lehrplan nicht mehr vor.

… Was rauskommt, wenn man keine Ahnung, aber eine feste Überzeugung hat, sahen wir schon vor Jahren auf einer Anti-Gentechnik-Kundgebung in München. Demonstranten hielten dort ein Transparent hoch, auf dem stand: „Für das Leben! Gegen Gene!“

http://www.kultusportal-bw.de/bildungsplanreform2015:

… Neuer Fächerverbund „Naturphänomene und Technik“ in den Klassen 5 und 6

Im Sinne einer Stärkung der naturwissenschaftlichen Grundbildung wird als neues Element in den Klassen 5 und 6 in allen Schularten der Fächerverbund „Naturphänomene und Technik“ eingeführt werden. Dieser setzt sich zusammen aus den Fächern Physik, Chemie, Biologie und Technik. …

Dem Komiker Harald Eia gelang es, den Genderisten die Larve vom Gesicht zu reißen und ihre Ideologie als verlogenes Machwerk zu enttarnen:
Norwegen: Genderwahn auf dem Abstellgleis   (09/2012)

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Ergänzung 7.3.2014:

Hans Lachenmann: http://www.medrum.de/content/der-regenbogen-pseudowelt-und-wirklichkeit   (7.3.):

Gedanken zur Gegenrede von Kurt J. Heinz über Bildungsplan- und Erziehungsabsichten Ministerpräsident Kretschmanns

(MEDRUM) Die Gegenrede von Kurt J. Heinz zu Ministerpräsident Kretschmanns Auslassungen zum Bildungsplan 2015 („Kretschmann leugnet Absicht zur Umerziehung von Schulkindern„, MEDRUM; 20.02.2014) ist eine wahre Wohltat: man kann wieder frei atmen. Die Atmosphäre in unserem Bundesland ist vergiftet durch die in sich widersprüchlichen Erklärungen der rot-grünen Initiatoren des Bildungsplanes 2015 und die verzerrten Darstellungen der Petition zum Bildungsplan in Presse und Fernsehen. Es ist das Mittel der Sprache, mit dem die Wirklichkeit zu einer Pseudowelt umgedeutet und für eigene Zwecke usurpiert wird. An zwei sprachlichen Neubildungen kann das deutlich werden: „Diskriminieren“ und „Homophobie“.

Diskriminieren

… Das Symbol der neuen Friedenszeit ist der Regenbogen … Von den zerstrittenen Religionen und Ideologien darf sich keine als unfehlbar zur Herrschaft über andere erheben. … Der in allen Farben strahlende Regenbogen ist das Symbol der Vielfalt.

Doch nun zeigt sich, dass auch dieser Friede zerstört werden kann, nämlich durch „Diskriminieren“. …

Im gegenwärtigen Konflikt erhält das „discrimen“ ein negatives Vorzeichen. Es erinnert den Unkundigen sogar an „Kriminalität“. Das „discrimen“ besteht nun darin, dass einer aus dem Reigen ausbricht, die Wahrheit für sich beansprucht, dem anderen jedoch abspricht, ihn allenfalls herabstuft zu einem Menschen minderen Wertes. Damit aber zerstört er den schönen Regenbogen.

Dem Friedensbrecher wäre nichts geschehen, er könnte seine christliche Konfession weiter leben, wie bisher, nämlich als eine Farbe – etwa violett – im Spektrum des Regenbogens. Er gehört dann dazu wie alle anderen: alle gleich, alle normal. Das Gebot „mehr Toleranz“ ist deshalb allen aufgetragen und schützt auch alle. Darum kann Ministerpräsident Kretschmann tönen, er wolle keine „Umerziehung“ von Schulkindern, das sei für ihn so weit entfernt wie der Mond. …

Im Augenblick, da einer den Regenbogen des Friedens verlässt, hat er sich selbst zum Feind der Gutmenschen erklärt und kann fortan nicht mehr erwarten, dass man ihn schont. Der Fall ist klar; eine Diskussion auf gleicher Augenhöhe erübrigt sich. Im öffentlichen Diskurs hat er nichts zu sagen. In den Medien, wird er totgeschwiegen oder verbal totgeschlagen. … Die Abfallkübel zum Entsorgen stehen schon parat, mit dem Etikett „Fundamentalist“, „Homohasser“, „Faschist“, „Nazi“.

Stutzig wird man, wenn das Ordnungsschema des Regenbogens auf die sechs Variationen der Sexualität angewendet wird. Die Formel lautet „LSBTTI“, nämlich lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen. In allen Jahrgängen und als Querschnittthema in allen Fächern soll dies den Kindern als normal und gesund beigebracht werden. Aber passt der Regenbogen überhaupt als Ordnungsstruktur zum Verstehen von Wirklichkeit? Das Verb discriminare bezieht sich ursprünglich auf die Kompetenz, lebensnotwendige Unterschiede zu erkennen. Wird der Pilzsammler die bunte Vielfalt der Pilze insgesamt für essbar erklären, kann er den Wiesenchampignon vom gelben Knollenblätterpilz nicht unterscheiden, also nicht „diskriminieren“, riskiert er sein Leben. …

Wie ist es denn wirklich mit den sexuellen Varianten? Man muss genau hinsehen. Im heterosexuellen Akt verbindet sich ein Spermium des Mannes mit der Eizelle im Leib der Frau, daraus entsteht neues Leben. Im homosexuellen Akt verbindet sich das Sperma eines Mannes mit den Ingredienzen eines Enddarms. Daraus entsteht kein Leben, vielmehr drohen Hepatitis, Syphilis, Aids, Ekzeme, vor denen man sich zu schützen versucht. Ist es wirklich ein Verbrechen, zwischen beiden zu „diskriminieren“? Ist es nicht verrückt, hier zu sagen; „alles gleich, alles gut“?

„Diskriminieren“ bedeutet zunächst nur die Feststellung von Unterschieden wie zwischen Äpfeln und Birnen. Wenn das Grundgesetz der Bundesrepublik von 1949 erklärt, dass Ehe und Familie unter dem „besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“ stehen und dabei die Pflege und Erziehung des Kinder „zuvörderst“ das „natürliche Recht der Eltern“ ist, so geschieht das keineswegs zur Belohnung von Verlässlichkeit und Verantwortung in irgend einer „Lebensgemeinschaft“, sondern allein zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Staates. Das leistet nur die „Familie“ die auf die biologische Tatsache zurückgeht, dass jeder Mensch einen Vater und eine Mutter hat und es deren natürliche Pflicht ist, sich um ihr Kind zu kümmern und es ins Leben zu begleiten. In einem langen historischen Prozess kommt es deshalb zur „traditionellen Familie“. Soll das jetzt durch die „sexuelle Vielfalt“ abgelöst und ausgelöscht werden? Zerstören wir damit nicht die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft?

Im Unterschied zum Regenbogenmodell entspricht diese natürliche Ordnung genau der Wirklichkeit. Zu ihr gehört auch der Unterschied und die sich ergänzende Polarität der Geschlechter, sowie der Unterschied von Alten und Jungen als das Band der Generationen zum Schutz in den Jahren der Kindheit und des Alters. Soll nun dem Staat „die Luftherrschaft über die Kinderbetten“ und die Altersversorgung übertragen werden, damit wir unser Regenbogenleben ungeniert praktizieren können?

Homophobie

Phobie kommt vom Griechischen phobos und bedeutet „Furcht, Entsetzen“. Also eine krankhafte, panikartige Angst, etwa bei der Begegnung mit einem harmlosen Getier. „Homophobie“ ist die angstbesetzte, krankhafte Ablehnung von Homosexualität. … Am Christopher Street Day präsentiert man sich schrill, provokant und obszön in der Öffentlichkeit. Man reiht sich ein in die Schar der Streiter im Kampf gegen „homophobe“ Fundamentalisten und Heuchler.

Die Erfolge sind erstaunlich. Wir erleben es heute, wie das öffentliche Klima umschlägt, sich die neue pluralistische Sicht von Sexualität, Ehe und Familie bei uns und in der westlichen Kultur durchsetzt, sogar in den christlichen Kirchen. … Überall da, wo grüne und rote Regierungen im Land die Möglichkeit haben, tritt man an zum Gefecht um die Kinder, die so früh wie möglich zu der neuen Sichtweise der völligen Gleichheit der sexuellen Ausrichtungen und deren Praxis erzogen werden sollen. Wichtig ist, dass das möglichst früh geschieht, bevor sich „homophobe“ Komplexe bilden können.

Solche „homophoben Komplexe“ kennen wir alle als Schamgefühl. Nicht nur bei uns selbst, sondern schon bei unseren Kindern. Sie gehören zu unserem hochkomplexen und empfindlichen Immunsystem. Das Immunsystem hat die Aufgabe, uns vor den allgegenwärtigen Krankheitskeimen zu schützen. Es bildet sich in den ersten Lebensjahren und ist überlebensnotwendig. Dazu gehört ein psychisches Immunsystem. Im Evangelischen Gesangbuch steht das Lied von Johann Heermann, der als Pfarrer im 30-jährigen Krieg den totalen Zusammenbruch einer politischen und sittlichen Ordnung durchlebt und durchlitten hat und deshalb die christliche Ethik in ein Gebet gefasst hat. Schon die erste Strophe spricht das Thema an, um das es auch heute geht:

O Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben,
ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben:
gesunden Leib gib mir, und dass in solchem Leib
ein unverletzte Seel und rein Gewissen bleib.“

Schlimm ist es, wenn unsere Seele verletzt wird, wir seelenlos werden. Schlimm, wenn unser Gewissen zerstört wird, wir werden dann gewissenlos. Und schlimm ist es, wenn Schamgefühl und Ekelgrenzen ausfallen; wir werden dann schamlos und hemmungslos.

Es ist das Werk der Ideologien der Zeit, dass die uns eingetrichterte „Gesinnung“ Gewissen und Schamgefühl zerstören und so der biederste Mensch zum Unmenschen gemacht wird, zum Mörder bei den Nazis, zum Kommissar bei den Kommunisten – heute zum Verführer und Zerstörer von Kindern, die sich nicht wehren können.

Scheidung der Geister

Sigmund Freud hat weitere Folgen erkannt: „Der Verlust der Scham ist das erste Zeichen von Schwachsinn.“ Hier herrscht das logische Chaos. So gibt es zur Frage, ob die „sexuelle Orientierung“ durch unsere Erbanlage bestimmt und unveränderbar oder sekundär und veränderbar ist, zwei Versionen.

  • Von Schwulenverbänden wird jeder Versuch einer „Umpolung“ mit allen Mitteln bekämpft.
  • Aus dem radikalen Feminismus stammt die Idee von Judith Butler, das „soziale Geschlecht“ als „Gender“ vom biologischen zu unterschieden. Unsere sexuelle Orientierung gehört zum „Gender“ und kann nach eigener Wahl verändert werden. Die Frau kann sich vom Mann trennen und als „Lesbe“ mit einer Frau zusammenleben.

Nun versteht man, dass das Fach Biologie als Störgröße gesehen wird. Es würde die kühnen Konstrukte der verirrten Gehirne nur stören. Unverständlich auch, dass die Vielfalt der Orientierungen bei LSBTTI stehen bleibt. Was ist mit den Geschwisterehen, die Hans Christian Ströbele nennt, und die polyamore Verbindung von mehr als zwei Personen, die Katrin Göring-Eckardt im farbigen Regenbogen sehen möchte.

Plötzlich sollen, um den Missbrauch von Kindern zu verhindern, psychiatrische Hilfen eingerichtet werden, wo doch seit 1973 die nicht selten von Pädophilie begleitete Homosexualität aus der Liste der behandelbaren Störungen gestrichen sind? Schließlich ist zu fragen, weshalb unter den vielen Schulkindern und Mitmenschen, die „diskriminiert“ werden, ausgerechnet die mit drei Prozent geschätzte Zahl von Homosexuellen … den Bildungsplan so einseitig beherrschen soll.

… Die Diskussion über den Bildungsplan ist ein Zeichen des Kulturumbruches. Altes wird zerfallen, Neues erscheinen. Das gilt auch für die Kirche. Es kommt heute in ihr zur Scheidung der Geister. Man kann etwas davon erleben im so deutlich verschiedenen Auftreten der demonstrierenden Christen mit ihren Familien und ihren Feinden auf dem Stuttgarter Schlossplatz. Wird sich die Kirche anpassen an den heute sichtbaren und spürbaren Wandel? Oder wird sie sich selbst und die Menschen unserer Zeit an dem Aufbruch ausrichten, an dessen Anfang und Ende Gott steht und der kommende Christus? Das Bildungsprogramm, das von hier ausgeht, kann man in einen Satz aus dem Epheserbrief fassen:

Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in der Liebe in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

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2 Antworten zu BW Bildungsplan 2015: Ausbremsung der Biologie

  1. Gassenreh schreibt:

    Die einseitig theoretisierende Gender Mainstreaming-Ideologie begeht den fundamentalen Irrtum, die als entscheidende menschliche Gegebenheit vorliegenden neurophysiologischen Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann völlig auszuklammern bzw. fälschlicherweise zu behaupten, diese festgelegten Gegebenheiten um– bzw. dekonstruieren zu können.
    Deshalb die Angst dieser Ideologen vor der Biologie.
    [Einzelheiten bezüglich unüberbrückbarer Unterschiede in den Gehirnen von Frau und Mann und über „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ sind in dem Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014 nachzulesen]

    • Carolus schreibt:

      Die Genderisten unterliegen leider keinem Irrtum, sondern führen einen unerbittlichen Kampf gegen Vernunft und Wahrheit; sie versuchen die Biologie als „biologistisch“ zu diskreditieren, weil diese ihre Ideologie entlarvt. Harald Eia hat hier beste Arbeit geleistet und damit zur Schließung eines Gender-Instituts beigetragen.
      Siehe oben Link zum Artikel mit Video.

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