Caritas: „Neustrukturierung der Gesellschaft“ durch Kita-Genderismus

http://www.caritas.de/buchtipps/gender-mainstreaming-im-kindergarten:

… Um jedoch unserer Gesellschaft von Grund auf eine neue Struktur zu geben, muss bei den kleinsten Gliedern begonnen werden. Schon den Mädchen und Jungen sollten diese Strukturen so früh wie möglich vermittelt werden. Deshalb gehört Gender Mainstreaming schon und gerade in den Bereich der Frühpädagogik. …

http://www.medrum.de/content/caritas-gender-mainstreaming-gehoert-schon-in-den-kindergarten   (17.3.):

Kleinkinder sollen auf Grundlage einer Ideologie beeinflusst werden, die Papst Franziskus als „dämonisch“ bezeichnet

(MEDRUM) Mit Gender Mainstreaming könne nicht früh genug angefangen werden, lautet die Botschaft von Tanja Dräger,  Autorin des Buches „Gender Mainstreaming im Kindergarten“. Bei der Caritas fällt diese Vorstellung – ganz im Gegensatz zu Aussagen des Oberhauptes der Römisch-Katholischen Kirche – offenbar auf fruchtbaren Boden.

Wer unserer Gesellschaft eine neue Struktur geben wolle, müsse bei ihren kleinsten Gliedern anfangen. Schon den Mädchen und Jungen sollten diese Strukturen so früh wie möglich vermittelt werden, meint die Caritas und sagt: „Deshalb gehört Gender Mainstreaming schon und gerade in den Bereich der Frühpädagogik“. Mit dieser Auffassung wirbt die Caritas für das Buch von Tanja Dräger. Dieses Buch biete einen einführenden Überblick über die politische Strategie des Gender Mainstreaming und beziehe diese ganz konkret auf die Arbeit im Kindergarten. Dräger zeige konkrete Ansatzmöglichkeiten zur Umsetzung der Strategie des Gender Mainstreaming, so die Caritas.

Ein kritische Auseinandersetzung der Caritas mit der Anwendung des Gender Mainstreaming bei Kleinkindern fehlt ebenso sehr wie eine kritische Analyse von Drägers Buch, obwohl es dafür triftige Gründe gibt. Das hat nicht zuletzt die Kritik an der Gender-Theorie von Papst Franziskus und die von Papst Benedikt XVI. aufgezeigt. Wie Weihbischof Andreas Laun in seinem jüngsten Kommentar in kath.net schrieb, hat Papst Franziskus ebenso wie bereits sein Amtsvorgänger keinen Zweifel an der verheerenden Wirkung des Genderismus gelassen. Laun zufolge sagt Papst Franziskus: „Die ‚Genderideologie ist dämonisch!“ Für die Caritas ist das offenbar noch lange kein Grund, vom Versuch einer gegenderten Frühpädagogik Abstand zu nehmen. Vielmehr hat dort die global ansetzende Strategie, den Gendermenschen als einen neuen Typus Mensch zu schaffen, die gewünschte Wirkung offensichtlich nicht verfehlt. …

http://www.kath.net/news/45312   Deutsche Caritas missbraucht Papst für Gender-Ideologie   (19.3.):

Gender-Skandal bei der Deutschen Caritas: Pressestelle missbraucht als Rechtfertigung jetzt sogar Papst Franziskus – Caritas-Gender-Beauftragte Irme Stetter-Karp spricht von „Zubeißenwollen, das eben nicht friedlich ist.“

Die deutsche Caritas missbraucht für Rechtfertigung der Gender-Ideologie im eigenen Betrieb jetzt sogar Papst Franziskus. Nach dem gestrigen Bericht von kath.net gab es bei der Caritas etliche Proteste von Katholiken. In einem kath.net vorliegenden standardisierten Antwortschreiben der Pressestelle heißt es wörtlich: „‚Gender Mainstreaming‘ bedeutet, dass Angebote und Dienste so gestaltet werden, dass kein Geschlecht benachteiligt wird und die Interessen von Jungs und Mädchen/Männer und Frauen gleichberechtigt Berücksichtigung finden. Dies unterstützt Papst Franziskus in seinen Stellungnahmen zum Miteinander der Geschlechter. Auch der Deutsche Caritasverband sieht keinen Widerspruch zum christlichen Menschenbild.“

Kath.net hat gestern bei der Pressestelle nachgefragt, wo denn Papst Franziskus die Gender-Ideologie unterstützt, und um Nachweise erbeten. Eine Antwort der Pressestelle der Caritas gibt es bis heute nicht. Offensichtlich mit gutem Grunde. Denn Papst Franziskus selbst lehnt die Gender-Ideologie klar ab. Dies hat er zuletzt im Gespräch mit österreichischen Bischöfen deutlich gemacht und diese als Ideologie als „dämonisch“ bezeichnet. Weltweit haben sich in den letzten Monaten übrigens etliche Bischofskonferenzen sich klar von der Ideologie distanziert. Die polnische Bischofskonferenz hat in einem Hirtenbrief ihre Gläubigen und die Vertreter der kirchlichen Bewegungen und Verbände dazu aufgerufen, „mutig“ gegen diese Ideologie zu handeln.

Der Gender-Wurm ist bei der Caritas allerdings schon tief eingedrungen. Seit einiger Zeit gibt es mit Irme Stetter-Karp sogar eine eigene Gender-Beauftragte der Caritas. Die Vize-Präsidentin der Caritas behauptet in einem Interview mit der eigenen Caritas-Zeitung, dass die „kirchlich geprägten Strukturen“ einiges an Partizipation verhinderten. Die Rede ist dann von einem „Männernetzwerk“, das gut funktioniere. „Dieses Netzwerken müssen Frauen noch lernen.“ Ebenso lernen müssen die Frauen nach Ansicht von Stetter-Karp „das Zubeißenwollen, das eben nicht friedlich ist.“

Kath.net hat angesichts der Entwicklung jetzt die Deutsche Bischofskonferenz und die Apostolische Nuntiatur in Berlin um eine Stellungnahme ersucht und wird weiter berichten.

Siehe auch:
https://kreidfeuer.wordpress.com/2014/03/19/papst-franziskus-die-genderideologie-ist-daemonisch/

——————————————–

Ergänzung 2.4.2014:

http://www.kath.net/news/45483   Das trojanische Gender-Pferd bei der Deutschen Caritas   (2.4.):

Die Deutsche Caritas bewirbt auf der Homepage unkritisch ein gender-ideologisches Buch. kath.net hat sich das umstrittene Buch von Tanja Dräger genauer angesehen.

Beim Gender-Mainstreaming geht es nicht nur um Sprache und Gleichstellung. Das eigentliche Ziel ist die Abschaffung des biologischen Geschlechts überhaupt. Dies stellte Ende März die Autorin Gudula Walterskirchen in einem Kommentar in der Wiener Tageszeitung „Die Presse” fest.

Derzeit steht die Deutsche Caritas in der Kritik, weil sie auf ihrer Homepage das umstrittene Buch „Gender Mainstreaming im Kindergarten” der Autorin Tanja Dräger bewirbt. Die Caritas ist hier nicht zum Einlenken bereit, kritischen Anfragen wird mit Einheitsantworten, bei denen man sich sogar noch auf Papst Franziskus beruft, entgegnet.

Doch was steht eigentlich in dem Buch? Bevor man sich damit auseinandersetzt, sollte man sich nochmals vor Augen halten, dass Gender-Mainstreaming ein Trojanisches Pferd ist, wie Walterskirchen in der „Presse” schreibt. Niemand wird etwas dagegen haben, dass es Chancengleichheit im Beruf gibt oder Rücksichtnahme auf unterschiedliche Bedürfnisse von Mann und Frau genommen wird. Walterskirchen warnt wörtlich: „Die Ideologie des Gender-Mainstreamings meint keineswegs Geschlechtergerechtigkeit oder gar den geschlechtsspezifischen Zugang, sondern es geht um die Auflösung des Geschlechts überhaupt! Dahinter steht die Idee, dass es kein festgelegtes Geschlecht gibt, sondern dass dieses beliebig und damit austauschbar und wählbar ist. Geschlecht findet nur noch im Kopf statt, es hat keine natürliche Grundlage, ist rein ‚sozial hergestellt‘.“

Diese Aussage sollte man gut im Hinterkopf bewahren, während man das Buch von Dräger liest. Denn auf einigen Seiten schreibt die Autorin im Zusammenhang über das „Gender Mainstreaming” in einer Weise, der man ohne Probleme zustimmen kann. Doch bereits am Beginn des Buches (Seite 14) lässt die Autorin die Katze aus dem Sack und drückt klar aus, was das eigentliche Ziel der Gender-Ideologie ist: „Allerdings wird in den meisten Gesellschaften das biologische Geschlecht von Anfang an als entscheidend angesehen, da die Einordnung in eine der beiden Kategorien, männlich oder weiblich, schon direkt nach der Geburt erfolgt und das, obwohl die Einordnung teilweise nicht eindeutig möglich ist.” Auf Seite 16 meint Dräger, dass die Verschiedenheit zwischen Männern und Frauen „eher gering” sei und durch „gesellschaftliche Zwänge” den Individuen auferlegt werde.

Diese klare Ideologie lässt sich im gesamten Buch orten. So behaupt Dräger auf Seite 17 ernsthaft: „Geschlecht ist keine Eigenschaft eines Individuums, sondern ein Element, das in sozialen Situationen entsteht.“ Mit Irrungen und Wirrungen geht es auf Seite 37 weiter: „‘Weiblich’ und ‘männlich’ sind soziale Konstruktionen, die im kulturellen System der Zweigeschlechtlichkeit immer wieder neu hergestellt werden.” Auf Seite 61 spricht die Autorin dann über Gender, dem ihrer Meinung nach „soziale(n) Geschlecht”: „Letztendlich geht es auch pädagogisch um eine Veränderung der Grundhaltung, da Gender Mainstreaming besagt, dass Gender, also das soziale Geschlecht, Bestandteil aller Prozesse und Überlegungen sein soll.“

Gegen Ende des Buches wird dann auf Seite 132 über ein „Offenes Kindergartenkonzept” nachgedacht. Der Autorin geht es offensichtlich gegen den Strich, dass Mädchen lieber mit Puppen und Burschen lieber mit etwas anderem spielen. So entsteht auf Seite 134 folgende „Idee”. Dräger möchte „geschlechtskonnotierte Spielecken” wie z. B. die Puppenecke mit Spiel- und Materialangeboten, die auch für Junge interessant sind, zusammenlegen. Dann fordert die Autorin: „Ebenso wichtig ist es jedoch, dass Spielmaterialen und Bücher unter Gender-Aspekten neu bewertet und wenn nötig aussortiert werden: „Bilder und Kinderbücher verschwinden aus den Regalen, wenn darin Frauen überwiegend in traditionellen Rollendarstellungen, Jungen ausschließlich als mutig und Mädchen als schmückendes Beiwerk dargestellt werden.”

Was sie unter „Offenes Konzept” versteht, erklärt sie dann auf den Seiten 135 bis 137. Es gehe darum, dass „pädagogische Angebote nicht nur von Erzieherinnen und Erziehern für Mädchen und Jungen, sondern mit diesen gemeinsam entwickelt werden”. „Mädchen und Jungen sollen am Prozess einer geschlechtergerechten Pädagogik beteiligt werden und diesen mitgestalten können, das heißt, sie sollen partizipieren.” Geschlechtergerechte Pädagogik soll nicht Angebot für Mädchen und Jungen sein, sondern sollte mit ihnen gemeinsam entwickelt werden. „Demokratie, verstanden als ‚das Prinzip der freien und gleichberechtigten Willensbildung und Mitbestimmung in gesellschaftlichen Gruppen‘ bedeutet im Kindergarten, dass Mädchen und Jungen an den anstehenden Entscheidungsprozessen in einer ihrem Entwicklungsstand angemessenen Weise beteiligt werden müssen. Hierfür müssen Erzieherinnen und Erzieher mit den Kindern in einen Dialog treten”, schreibt die Autorin.

Am Schluss des Buches fordert die Autorin, dass man Genderwissen im Bereich des Kindergartens generieren müsse. Dazu müssten die Erzieher für Genderfragen „qualifiziert und sensibilisiert” werden. Dräger beklagt sich dann auch, dass vermutlich die Mehrheit der Bevölkerung mit der Gender-Theorie noch nichts anzufangen weiß. Ihr Satz „Hier ist noch sehr viel Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit notwendig” klingt fast als eine Bedrohung für alle, die diese Ideologie klar ablehnen. Und die Anhängerin der Gender-Ideologie bestätigt am Ende des Buches genau die These von Gudula Walterskirchen, dass es sich bei Gender um ein Trojanisches Pferd handelt. So heißt es: „Bei Gender Mainstreaming handelt es sich um eine Doppelstrategie, die Diskriminierungen verbietet und Benachteiligungen von Frauen und Männern und Mädchen und Jungen durch einen Förderauftrag abbauen soll, um so die tradierte Kultur der ‘Zweigeschlechtlichkeit’, die tief in den gesellschaftlichen Strukturen verankert ist, abzubauen.

—————————

Ergänzung 9.4.2014:

http://www.kath.net/news/45558   Deutsche Caritas nimmt umstrittenes Gender-Buch von ihrer Website   (9.4.):

Im Buch „Gender Mainstreaming im Kindergarten“ vertrat Tanja Dräger „Geschlecht ist keine Eigenschaft eines Individuums, sondern ein Element, das in sozialen Situationen entsteht.“ – Aber nach wie vor von Gender-Ideologie auf der Caritas-Website

Bonn (kath.net)

Die Deutsche Caritas hat das umstrittenen Buch „Gender Mainstreaming im Kindergarten“ von Tanja Dräger vom Netz genommen. Ursprünglich hatte sich der Buchhinweis hier befunden. Eine offizielle Begründung seitens der Pressestelle gab es dazu nicht. Die Caritas geriet dadurch in den letzten Tagen immer mehr in die Kritik. In dem Buch meinte die Autorin unter anderem: „Geschlecht ist keine Eigenschaft eines Individuums, sondern ein Element, das in sozialen Situationen entsteht.“

Zuletzt hatte auch die Apostolische Nuntiatur in Berlin mitgeteilt, dass diese Debatte „sehr genau wahrgenommen“ werde. Klar ist allerdings, dass die Caritas nach wie vor von der Gender-Ideologie durchsetzt ist. So gibt es auf der Website der Hilfsorganisation bei dem Thema mehr als 56 Einträge. Damit liegt das Thema nur knapp hinter dem Begriffe „Jesus“ (57 Einträge).

Die apostolische Nuntiatur in Deutschland hatte zwei Tage zuvor gegenüber kath.net auf entsprechende Nachfrage festgestellt: „Sie dürfen aber davon ausgehen, der Herr Nuntius nimmt sehr genau wahr, was in der Kirche in Deutschland bezüglich des Genderismus gesagt wird, so auch bei der Caritas“, kath.net hat berichtet.

**********************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Anthropologischer Umsturz abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Caritas: „Neustrukturierung der Gesellschaft“ durch Kita-Genderismus

  1. Nonnen schreibt:

    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Neben zu befürchtender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen]
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]

  2. heureka47 schreibt:

    „Kleinkinder sollen auf Grundlage einer Ideologie beeinflusst werden, die Papst Franziskus als „dämonisch“ bezeichnet“:

    Was die römische Kirche propagiert, ist aber ebenfalls Ideologie und entfremdet von der Wirklichkeit!
    Die Träger dieser Ideologie (die als „Religion“ auftritt) leben im „geschützten Bereich“ des menschlichen Bewußtseins-„Apparates“, der für KINDER bestimmt ist, nicht für Erwachsene.

    -> „Kollektive Zivilisations-Neurose“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.