Gefahr Krippenbetreuung

Wenn schon die Mutter ihr Kind nicht betreuen kann, sollte wenigstens die Krippenqualität auf ein erträgliches Minimum angehoben werden.
http://www.bz-berlin.de/thema/schupelius/kinder-krippe-zu-wenig-zuneigung-und-bindung-article1819667.html   (24.3.):

Kinder unter drei Jahren brauchen feste Bindungen. Dafür sind die Krippen-Gruppen zu groß, meint Gunnar Schupelius.

Die SPD schenkte uns erst den kostenlosen Kindergartenplatz ab drei Jahren. Jetzt fordert Fraktionschef Raed Saleh die kostenlose Krippe ab null. Das klingt populär, geht aber am Problem vorbei. Bevor wir nämlich mit großen Summen die Eltern vom Krippengeld befreien, sollten wir die Betreuung in der Krippe verbessern. Das wird so teuer werden, dass sich die Eltern daran beteiligen müssen. Was meine ich?

In der U3-Betreuung (Krippe) kommen rund zehn Kinder auf zwei Erzieherinnen, manchmal bis zu 15. Bindungsforscher fordern aber, dass im Säuglingsalter nicht mehr als zwei, später höchstens drei Kinder von einer Erzieherin betreut werden. Das erklärte der Kinderpsychiater Karl Heinz Brisch kürzlich in der „Zeit„.

Zu große Krippengruppen führen zu einem Mangel an Zuneigung und vor allem an Bindung. Kinder unter drei Jahren brauchen aber nichts mehr als verlässliche Bindungen – „exklusive Beziehungen“, schreibt die Psychoanalytikerin Ann Kathrin Scheerer. Sie binden sich an die Mutter, den Vater oder auch an eine Erzieherin oder einen Erzieher. Wenn die Erzieher diese Bindung aber nicht umfassend erwidern können, weil sie zu beschäftigt sind oder wenn die Erzieher im Laufe des Tages und der Woche ständig wechseln, dann nehmen kleine Kinder schweren Schaden. Dann zeigen sie dieselben Stress-Level, wie sie bei vernachlässigten Kindern gemessen werden.

Andere Kinder aus der Krippen-Gruppe können verlässliche Bindungen nicht ersetzen. In diesem Alter spielen Kinder kaum miteinander, eher nebeneinander. Es gibt in diesem Alter auch keine Sozialisation in der Gruppe.

Ich beobachtete neulich eine Erzieherin mit acht U3-Kindern auf einem Spielplatz. Ein Baby trug sie auf dem Arm, nur dort wollte es schlafen. Indem sie das berechtigte Bedürfnis des einen Kindes befriedigt, hat sie aber keine Hand mehr frei für die anderen.

Wo man hinschaut, sind die Erzieher überfordert, weil sie dem einzelnen Kleinkind nicht gerecht werden können. Die Politik geht über das Problem hinweg. Auch Eltern tun es. Sie freuen sich, wenn sie einen Krippenplatz haben und wieder ihrer Erwerbsarbeit nachgehen können. Probleme werden dann gerne schöngeredet.

Sollten sie aber nicht. Eine umfangreiche amerikanische Langzeitstudie mit 1300 Kindern hat schon in den 90er-Jahren ergeben, dass mangelnde frühkindliche Bindung später zu emotionalen Störungen führt. Jugendliche, die in der Krippe keine Bezugsperson hatten, neigen stärker zum Streiten, Lügen, Schikanieren und zu Depressionen.

Das Gehirn unserer Kinder wird in den ersten drei Jahren programmiert. Dafür sollten wir Geld ausgeben, auch wir Eltern.

Die Antifa hat für politisch inkorrekte Meinungsträger nicht viel übrig:
https://linksunten.indymedia.org/node/108776   B: Gunnar Schupelius militant verwarnt   (19.3.):

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde das Fahrzeug von Gunnar Schupelius mit ein wenig Benzin und einem einfachem Zeitzünder abgefackelt. Schupelius ist der Hauskolumnist der B. Z. Er ist eine der führenden Figuren der rassistischen Pressekampagne, die zur Zeit von einigen Berliner Zeitungen, maßgeblich aus dem Hause Springer geführt wird. …

http://www.welt.de/regionales/stuttgart/article126105664/Zahl-der-Beschwerden-von-Kita-Eltern-angestiegen.html (23.3.):

Die Qualität der Betreuung hinkt zum Teil dem rapiden Kita-Ausbau hinterher. Und die Eltern sind sensibler als jemals zuvor. …

… Eltern monierten vor allem zu wenig Betreuungskräfte oder den Einsatz unvertrauter Erzieherinnen. Solche Kritik komme zuweilen auch von den Fachkräften selbst. …

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2 Antworten zu Gefahr Krippenbetreuung

  1. Hebel schreibt:

    Außerhäusliche Betreuung von Kleinstkinder wird beachtliche Probleme bringen, denn niemand kann sich an die ersten drei Lebensjahre direkt und konkret erinnern, da dort komplexe Reifungs- und Verschaltungsvorgänge in den Gehirnen ablaufen, in welche nur sehr behutsam eingegriffen werden sollte (Siehe auch in den hierzulande weitgehend unbekannten Studien über die „Betreuungs-Vorzeigeländer“ z. B. von Prof. Annica Dahlström, Uni Göteborg : Innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre einen Anstieg psychischer Erkrankungen bei schwedischen Mädchen um 1000 Prozent (Depressionen um 500 Prozent; Suizidrate finnischer Mädchen ist die höchste in Europa).
    Neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe, ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung als Basis des Denkens hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung. [Auch Migrantenkinder müssen das basale Denken in der jeweiligen Muttersprache beginnen zu lernen].
    Denn bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist.(siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

  2. heiliger Zorn schreibt:

    unqualifiziertes, stets wechselndes Personal (trotz Fisch am Auto) , das noch nie vorher mit einem sichtbar behinderten Schüler konrontiert war , Experimentierhasenstatus für mein Kind mit Down Syndrom…so war es auch in der I-Klasse der Regel-Grundschule…
    später dann in den geschützten „Weitertransportinstitutionen“: die FALSCHEN Konzepte!

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