Syrien: Christliche Armenier verfolgt und vertrieben

http://www.katholisches.info/2014/04/03/die-kinder-von-musa-dagh-heimatlos-das-schicksal-der-armenier-in-syrien/:

Am Wochenende vom 21. bis zum 23. März wurde die syrische Kleinstadt Kassab, an der türkischen Grenze, von radikalislamischen Anhängern der Al-Nusra-Front angegriffen. Armenischen Quellen zufolge spielt die türkische Regierung eine große Rolle bei der Unterstützung der Islamisten. Mittlerweile ist die Stadt von den Rebellen eingenommen und ein Großteil der Bewohner geflohen.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, soll die Vertreibung der letzten Armenier in Syrien verurteilen und zum Schutz der christlichen Flüchtlinge mäßigend auf die Regierung der benachbarten Türkei einwirken. Das haben armenische Vereine in Deutschland und weltweit in einem dringenden Appell an Ban Ki-Moon gefordert.

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Ergänzung 4.4.2014:

http://www.ewald-stadler.at/cms/index.php/de/themen/aussenpolitik/237-mord-an-armeniern-ewald-stadler-ruft-bundesminister-kurz-zum-sofortigen-handeln-auf   (2.4.):

REKOS-Abgeordneter Ewald Stadler rief den österreichischen Bundesaußenminister Sebastian Kurz zum raschen Handeln auf, weil in Syrien in Kessab Armenier Opfer eines Massenmords geworden sind. Offenkundig erhielten die Mörder Unterstützung von türkischer Seite. Stadler fordert Kurz dazu auf, die Anliegen Armeniens unverzüglich bei der OSZE vorzubringen, damit die Aggressionen gegen Armeniern verurteilt werden und humanitäre Hilfe entsandt wird. Zudem verlangte Stadler, dass Österreich die sofortige Beendigung der Beitrittsverhandlung der EU mit der Türkei im Rat der EU verlange.

Download: Offener Brief an Außenminister Sebastian Kurz (PDF)

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Ergänzung 6.4.2014:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/redaktion/vom-westen-unterstuetzter-syrischer-rebellenfuehrer-dschamal-maaruf-gibt-zu-an-der-seite-al-qaidas-.html   (4.4.):

Der vom Westen unterstützte Rebellenführer Dschamal Maaruf hat erklärt, an der Seite von al-Qaida zu kämpfen »stellt für uns kein Problem dar«. Seine Gruppe kämpfe Seite an Seite mit der Terrororganisation. Maaruf sagte gegenüber der britischen Tageszeitung The Independent, seine Gruppe, die Syrische Revolutionäre Front (SRF) führe gemeinsame Operationen mit der Al-Nusra-Front (Dschabhat al-Nusra, »Unterstützungsfront für das syrische Volk«), dem offiziellen Zweig al-Qaidas in Syrien, durch.

… Einige Tage vor diesen Äußerungen des Rebellenführers hatte Russland »extremistische Aktionen« in Syrien verurteilt, nachdem es zu einem Angriff auf die vorwiegend von armenischen Christen bewohnte Stadt Kasab gekommen war. »Der UN-Sicherheitsrat sollte sich mit der Lage in Kasab auseinandersetzen und zu einer grundlegenden Einschätzung kommen«, erklärte das Außenministerium. »Unserer Ansicht nach sollten die syrische Regierung und die Opposition ihre Anstrengungen bündeln, um Terrorismus in Syrien auszuschalten.« Darüber hinaus kritisierte das russische Außenministerium die Resolution des UN-Menschenrechtsrats zur Lage in Syrien als einseitig.

Einige Tage zuvor hatte Präsident Obama erwogen, die syrischen Rebellen mit Luftabwehrwaffen zu versorgen, berichtete die Nachrichtenagentur Associated Press (AP).

Die mit al-Qaida verbündeten Gruppen sind für ihr grausames Vorgehen in Syrien bekannt. Mehr als 94 alawitische Frauen und Kinder wurden von sunnitischen Rebellen aus Dörfern in der Küstenprovinz Latakia entführt. Und 13 griechisch-orthodoxe Nonnen wurden erst im Austausch gegen 138 Frauen aus Regierungsgefängnissen freigelassen.

Bisher sind bereits über 140 000 Menschen bei den Kämpfen in Syrien ums Leben gekommen. Millionen von Menschen mussten aus ihren Häusern und Dörfern fliehen und lösten so eine humanitäre Krise in der Region aus, die man nur als die schlimmste seit Jahrzehnten bezeichnen kann.

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Ergänzung 12.4.2014:

http://www.katholisches.info/2014/04/11/brutaler-dschihad-hinrichtung-von-christen-durch-islamisten-video/:

… Nach einigem Zögern veröffentlicht Katholisches.info zwei Videos, die diese Schrecken des syrischen Bürgerkrieges, besonders aber des Islamismus zeigen. Die Redaktion warnt sensiblere Leser ausdrücklich davor, sich das zweite Video anzuschauen. …

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