Stadtregierer, wehrt Euch gegen einen evt. Umzug der Muslimbrüder nach Graz!
Eine britische Zeitung berichtet, dass die ägyptische Muslimbruderschaft nach einer Ankündigung von Ermittlungen ihren Stützpunkt in London verlegen will.
Die ägyptische Muslimbruderschaft verlegt nach einer Ankündigung der britischen Regierung, ihre Aktivitäten in Großbritannien zu durchleuchten, laut einem Bericht ihr internationales Hauptquartier von London nach Graz. Die Zeitung „Daily Mail“ berichtete das am Samstag unter Berufung auf Informanten.
Der britische Premier David Cameron hatte Anfang April laut der regierungsnahen Zeitung „Times“ angekündigt, die Aktivitäten und Verbindungen der Gruppe zu Terroranschlägen prüfen zu lassen. Laut der Zeitung unterhielt die Bruderschaft bisher im Londoner Stadtteil Cricklewood ihr Hauptquartier. In Ägypten wurde die Bewegung nach dem Sturz ihres Präsidenten Mohammed Mursi im Vorjahr verboten.
Der Grund für die angebliche Wahl von Graz als Standort ist unklar. Der Blog „Global Muslim Brotherhood Daily Watch“ führt jedoch an, dass mehrere Anführer der Muslimbrüder in der Vergangenheit in Graz gelebt haben sollen. Laut einem Bericht des ägyptischen Nachrichtenportals „youm7“ werden auch in drei weiteren Ländern Europas Büros eröffnet.
Anmerkung der [Presse-]Redaktion:
Unter Berufung auf unsere Forenregeln wurde die Kommentarfunktion zu diesem Artikel deaktiviert.——————————-
Ergänzung 14.4.2014:
… Verbindungen nach Graz gibt es schon seit den 60er-Jahren.
… Doch warum ausgerechnet Graz? Tatsächlich gibt es einige Verbindungen der islamischen Politbewegung in die Steiermark, und sie reichen bis in die 60er-Jahre zurück. Youssef Nada, selbst ernannter Außenminister der Muslimbruderschaft, und Ahmed Elkadi, einflussreicher Vertreter der Organisation in den USA, lebten damals einige Jahre zur selben Zeit in Graz. Die Murmetropole ist auch die Heimat eines der wichtigsten Berater des inhaftierten früheren ägyptischen Staatspräsidenten Mursi. Dr. A. sitzt seit dem blutigen Umsturz im Sommer 2013 in Ägypten im Gefängnis, seine Frau und seine Kinder leben weiterhin in Graz (wir berichteten).
Unter Beobachtung
Verfassungsschützer beobachten die Aktivitäten der Muslimbruderschaft in Graz schon seit Jahren. Rund 1300 ihrer Vertreter sollen in Österreich leben, wenn auch nicht deklariert in Vereinen. Ihre Sympathisanten sind laut den Behörden jedoch in vielen Moscheen und Organisationen zu finden und verkehren in elitären Zirkeln. Nach außen hin würden sie durchwegs dialogbereit und gemäßigt auftreten, heißt es. Vermutlich auch deshalb hält sich das Innenministerium dabei zurück, die Muslimbrüder ins Terror-Eck zu rücken – im Gegensatz etwa zu Großbritannien.
Auch die Nahost-Kennerin und Autorin Petra Ramsauer warnte vor Kurzem im Interview mit der Kleinen Zeitung davor, die Muslimbruderschaft in die Illegalität zu drängen. Sie rät zum Dialog mit heimischen Vertretern.
Generell ist der Bericht der „Daily Mail“ mit Vorsicht zu genießen, bezieht er sich doch auf das Internetportal eines US-„Aufdeckers“. Dieses nennt als Quelle die ägyptische Tageszeitung „Youm7“, die sich wiederum auf „interne Quellen“ beruft.
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Ergänzung 14.4.2014:
http://www.pi-news.net/2014/04/muslimbrueder-hauptquartier-nach-oesterreich/ (13.4.):
… Warum die Terrorbande nun ausgerechnet Graz als Operationszentrum wählt, erklärt der Blog „Global Muslim Brotherhood Daily Watch“ unter Berufung auf das ägyptische Nachrichtenportal „youm7“ damit, dass bereits Youssef Nada, der viele Jahre „Außenbeauftragter“ der Bruderschaft war, da gelebt habe. Er galt lange Zeit als Finanzier und Mittelsmann der Organisation für den Geldtransfer nach Europa. Auch der Führer der US-Muslim-Bruderschaft, Ahmed Elkadi, soll in Graz gelebt haben. Ebenso wie Ayman Aly, früher einer der ersten Berater Mohammed Mursis und Chef des europäischen Zweiges. Außerdem sollen in drei weiteren Ländern Europas Büros eröffnet werden, berichtet „youm7“.
Damit wird Österreich einmal mehr zur Drehscheibe des internationalen Terrors. Bereits 2005 hatte der Verfassungsschutz von einer „mittelfristiger Gefährdung“ Österreichs durch den islamischen Terror gewarnt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung hatte in seinem Bericht klar ausgedrückt, dass Österreich als Rückzugsgebiet und logistische Operationsbasis genutzt werde. Auch damals war die Konzentration auf das Land darauf zurückzuführen gewesen, dass man in anderen Staaten Europas den Ermittlungsdruck erhöht hatte.
Der französische Geheimdienst hatte im Oktober des vergangenen Jahres ebenfalls die zentrale Rolle Österreichs für den internationalen Dschihad unterstrichen, im Besonderen für den Kampf gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad.
Bisher beschränkte sich die Tätigkeit des österreichischen Innenministeriums aber offenbar darauf zu betonen, dass der Verfassungsschutz potenzielle Terror-Zellen in Wien ohnedies überwache. Ob das „Überwachen“, das de facto darin besteht, den mörderischen Aktionen solcher Vereinigungen zuzusehen, künftig ausreichen wird, bezweifelt wohl nicht nur der stellvertretende Bundesparteiobmann und FPÖ-Klubchef Mag. Johann Gudenus, der in einer Pressemitteilung so treffend formulierte:
Sämtliche Nester radikaler Islamisten müssen ausgehoben, Hassprediger und potenzielle Terroristen festgenommen, ausgewiesen und mit einem Einreiseverbot belegt werden! Geldflüsse, die Krieg oder Terror dienen, sind zu unterbinden! Dass Wien für extremistische Islamisten als sicherer Hafen fungiert, gefährdet nicht nur die eigenen Bürger, das schadet uns auch international enorm.
Sehr richtig! Und es gefährdet auch ganz Europa, wenn man dem Treiben dieser Mörderbanden nicht endlich ein Ende setzt und es ihnen stattdessen gestattet, sich in Österreich und Europa kuschelig einzurichten.
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Ergänzung 15.4.2014:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3603801/buero-muslimbruderschaft-nur-geruecht.story (14.4.):
Stadtpolitiker rufen Verfassungsschutz
Es gebe keine bestätigten Informationen, dass die ägyptische Muslimbruderschaft in Graz einen Stützpunkt eröffnen wolle. Die Politik reagiert trotzdem alarmiert.
… Regelrecht erschrocken reagierte die steirische Politik auf eine Meldung aus England, die Muslimbruderschaft würde ihr Büro von London nach Graz verlegen (wir berichteten). So erklärte Integrationsstadtrat Kurt Hohensinner (VP), dass der „Landesverfassungsschutz von uns ersucht wurde, einen Bericht zu übermitteln“. An Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP) wandte sich wiederum Nationalratsabgeordneter Mario Kunasek (FP). In seiner Anfrage möchte der Freiheitliche unter anderem wissen, ob die Bruderschaft bereits unter Beobachtung steht und wie man die Aktivitäten beurteilt. Der Austria Presse Agentur gegenüber erklärte die Landespolizeidirektion bereits, in Graz seien in der Vergangenheit keine Straffälligkeiten oder andere Auffälligkeiten vorgekommen, die auf radikalislamische Aktivitäten hinwiesen.
So oder so ließ die Grazer SP-Vize-Bürgermeisterin Martina Schröck in Vertretung von Stadtchef Siegfried Nagl klarstellen: „Wer gegen demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien agiert, ist nicht willkommen.“ Schließlich scheint „der Großteil“ des in der Bruderschaft „vertretenen ideologischen Gedankenguts unvereinbar mit den in europäischen Demokratien verankerten Prinzipien“, meinte der Grazer Nationalratsabgeordnete Bernd Schönegger (VP) am Montag besorgt. …
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Ergänzung 16.4.2014:
… Die Muslimbruderschaft hat einen Umzug ihres Stützpunktes in London nach Graz dementiert. „Ich kann mir nicht vorstellen oder es akzeptieren, Großbritannien für ein anderes Land zu verlassen“, sagte Ibrahim Munir, Generalsekretär der internationalen Organisation der aus Ägypten stammenden Muslimbrüder, der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. …
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Ergänzung 20.4.2014:
… „Eine Vereinigung, die eine Aufklärung von Terroranschlägen ablehnt, kann in keiner europäischen Stadt willkommen sein, auch nicht in Graz“, winkte auch der Klubobmann der FPÖ im Landtag, Georg Mayer, ab. Mayer und sein Grazer Kollege Armin Sippel verwiesen allerdings darauf, dass Graz sehr wohl schon öfters Schauplatz radikalislamischer Aktivitäten gewesen sei. Radikale Salafisten hätten Werbematerial verteilt, am Hauptplatz sei die Dschihad-Fahne geschwenkt worden und ein Islamlehrer habe seine Schüler für eine Pro-Mohammed-Mursi-Demonstration missbraucht. …
Der Präsident der Dschihadfahnenschwenker, Soleiman Ali, will nun die Grazer belehren:
http://www.kleinezeitung.at/steiermark/3609167/man-muss-den-dialog-suchen.story (19.4.):
Soleiman Ali, Chef der ägyptischen Gemeinde, versteht den Wirbel um Muslimbrüder in Graz nicht und findet Europas Haltung beschämend. …
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