Ukraine-Berichterstattung: Vernichtende Kritik an Leitmedien

Die mehrfach ausgezeichnete Osteuropa-Expertin Gabriele Krone-Schmalz beanstandet in einem sehenswerten Interview die russophobe Ukraine-Berichterstattung der deutschen Medien und bringt interessante Fakten:
https://www.youtube.com/watch?v=22VfEe1RkH8   (24 min):

Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gebe es „entlarvende Automatismen“, erklärt die Dozentin für Journalistik Gabriele Krone-Schmalz.
NDR/ZAPP – 16.04.2014

Davon unabhängig, aber überaus passend zitiert LePenseur ein ironisches Kommentarposting in der NZZ:

… wie froh bin ich, dass unsere Medien hier so viele Aspekte der komplexen Vorgänge aufzeigen und investigativen Journalismus von Washington über Brüssel bis hin zu den kleinsten Städten am Donbas [Donezbecken in der Ostukraine] betreiben. Wir bekommen stets ein differenziertes Bild ohne Vorurteile aufgrund einer geprüften Faktenlage und keine einseitigen Informationen. Dazu werden uns auch die Sichtweisen aller Akteure anhand von Reportagen und Interviews vor Ort gezeigt. Niemals schreiben unsere Medien gleichlautende Artikel und sind allen Anschuldigungen gegenüber äußerst skeptisch.

————————–

Ergänzung 20.4.2014:

http://de.ria.ru/politics/20140416/268289146.html Ukraine-Konflikt: Argumente Russlands scheitern im Westen an Zensurwand:

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Konfliktes wirft der Kreml westlichen Medien Zensur vor. Sämtliche Versuche Russlands, seine Haltung mit Argumenten zu untermauern, schaffen es nicht durch die Zensurwand des Westens, so Präsidentensprecher Dmitri Peskow.

Die Menschen im Westen seien der freien Informationswahl beraubt, konstatierte Peskow am Dienstag gegenüber dem Nachrichtensender Vesti24. Präsident Wladimir Putin, Regierungschef Dmitri Medwedew, Außenminister Sergej Lawrow, aber auch Parlamentarier nähmen jede Gelegenheit wahr, um die russische Haltung zu erklären und Gerüchte zu zerstreuen. „Doch gehen diese Erklärungen nicht durch. Und das nicht, weil sie etwa haltlos wären. Im Gegenteil: Die Position Russlands ist durchaus konsequent und argumentiert. Sie stößt aber an die Betonwand der Zensur. So etwas haben wir noch nie erlebt und auch nie gedacht, dass so etwas überhaupt möglich ist.“

——————–

Ergänzung:

http://www.faz.net/aktuell/politik/krim-krise-in-deutschen-medien-was-geht-bloss-in-diesen-koepfen-vor-12865042.html   Meinungsschlacht um die Krim   (26.3.):

In den Kommentarspalten der Nachrichtenportale schlagen die Leser eine Schlacht um die Deutung der Krim-Krise: Putin als „scharfsinniger Stratege“, die Majdan-Mitglieder als „Putschisten Merkels“. Ist das russische Propaganda? Moskau kommt die Debatte nicht ungelegen.

Als Journalist muss man zurzeit einiges aushalten, wenn man in die Kommentarspalten der großen deutschen Nachrichtenportale blickt. „Was soll dieses hartnäckige Propagandageschwurbel“, wird ein Autor bei FAZ.NET namentlich beschimpft. In dem Artikel über die Entwicklungen in der Ukraine würden „gewollt wichtige Details und ganze Sinnzusammenhänge“ unterschlagen. …

————-

Paul Schreyer: http://www.heise.de/tp/artikel/41/41507/1.html   Auf Kriegsfuß mit den Lesern   (15.4.):

Die Leitmedien verlieren in der Russland-Berichterstattung den Kontakt zur Bevölkerung – und wundern sich nun darüber. Was steckt hinter dem seltsamen Bruch mit dem eigenen Publikum?

Zwei Machtblöcke prallen in der Ukraine derzeit aufeinander. Zugleich tobt in den deutschen Medien ein Kampf um die Deutung des Konflikts. Der Graben scheint dabei weniger zwischen einzelnen Zeitungen oder Sendern zu verlaufen, als vielmehr zwischen den Journalisten der Leitmedien insgesamt und ihren Lesern bzw. Zuschauern. …

———————————-

Ergänzung 26.4.2014:

Malte Daniljuk: http://www.heise.de/tp/artikel/41/41586/1.html   Meinungskluft um die Ukraine   (25.4.):

Der Umgang mit der Krise um die Ukraine entwickelt sich zur Götterdämmerung des deutschen Auslands-Journalismus. Die nicht abreißende Kritik von großen Teilen des Publikums fordert von Journalisten neue Bewältigungsstrategien

Niemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik wurden die etablierten Medien zum Gegenstand derart breiter Kritik wie im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise. Seit mehreren Wochen sehen sich Medienmacher in den Kommentarfunktionen ihrer eigenen Online-Angebote, auf Blogs und in Internet-Foren massiven öffentlichen Anfeindungen ausgesetzt. Einig scheinen sich große Teile des Publikums in ihrer Einschätzung, dass die meisten Medien nicht ausgeglichen über die Ukraine informieren, sondern parteiisch im Sinne von EU- und NATO-Interessen agieren. Egal ob auf den Online-Präsenzen der Tagesschau, des Spiegel oder auf Zeit.de: Die Zahl der Kommentare unter Artikeln zum Ukraine-Konflikt beläuft sich schnell auf die Hunderte. Beiträge, welche die journalistische Linie der Autoren unterstützen, genießen dort inzwischen Seltenheitswert.

Anders als in den ersten Wochen der Ukraine-Krise scheint der Unmut von Leserinnen und Lesern inzwischen auch in einigen Chefredaktionen ernst genommen zu werden. Im medienpolitischen Magazin Zapp …

———————————-

Ergänzung 10.5.2014:

http://freies-oesterreich.net/2014/05/07/ein-kritischer-denker-vaclav-klaus-zur-ukraine-krise-2/:

… Ein gewisser Teil des europäischen politischen Mainstream, der im Einklang mit den Vereinigten Staaten agiert, versucht jedenfalls, Russland zu einem “Schreckgespenst” im Osten zu machen, was durchaus im amerikanischen strategischen Interesse liegen mag. Die Ukraine ist dabei lediglich Werkzeug zu diesem Zweck. Unser Interesse kann dies jedoch nicht sein und es ergeben sich daraus auch keinerlei Vorteile für uns.

*********************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter NWO abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Ukraine-Berichterstattung: Vernichtende Kritik an Leitmedien

  1. Pingback: Ukraine-Berichterstattung: Vernichtende Kritik an Leitmedien | CatInfor.com

  2. jsbielicki schreibt:

    siehe Kritik der Journalistin Gabriele Krone-Schmalz and der Gehinrnwäsche / Gaslihghting der deutschen Medien:auf: http://psychosputnik.wordpress.com/2013/12/24/dyktatura-gowniarzy-dictatorship-of-the-squirts-oder-grimms-marchen-reloaded/

  3. Pingback: Süddeutsche Zeitung meldet Verschwörung bei Leserkritik | Freie Zeitung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.