Maalula: Kriminelle Gleichgültigkeit des Westens gegenüber islamistischen Kriegsverbrechen

http://www.katholisches.info/2014/04/24/gregorios-iii-kriminelle-gleichgueltigkeit-des-westens-syrische-christen-werden-sich-islamisten-nicht-beugen/:

Syriens Armee konnte die Christenstadt Maalula zurückerobern. Mehrere Monate befand sich das christliche Zentrum in der Hand islamistischer Rebellen. Der mit Rom unierte melkitische Patriarch von Antiochien Gregorios III. Laham besuchte die Stadt und sah die islamistischen Verwüstungen. Der Patriarch sprach gegenüber der Tageszeitung L’Orient le Jour von einem „echten Kriegsverbrechen“. Die Islamisten haben die christliche Bevölkerung vertrieben, verschleppt oder getötet. Gregorios III. spricht deshalb auch von einer „kriminellen Gleichgültigkeit“ des Westens, der „unter dem falschen Vorwand, die Demokratie zu verteidigen“ in Wirklichkeit „dieses Schauspiel der Zerstörung unterstützt“.

Was Islamisten den Christen antun, ist „echtes Kriegsverbrechen“

Der Patriarch besuchte in der Karwoche gemeinsam mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien, Johannes X. Yazigi, und Vertretern anderer orientalischer Kirchen die Stadt. „Uns hat sich ein apokalyptisches Bild geboten. Auch andere Kirchen in Syrien sind zerstört worden, aber so etwas habe ich noch nie gesehen“, so Gregorios III. Maalula ist mit seinen Kirchen und Klöstern ein wichtiger Wallfahrtsort für die Christen des Nahen Ostens. Alle Kirchen wurden Opfer der islamistischen Zerstörungswut. Von sechs verschleppten Christen fehlt noch immer jede Spur. …

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Ergänzung 9.5.2014:

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/michael-snyder/warum-schweigen-die-medien-zur-kreuzigung-von-christen-durch-radikale-dschihadisten-.html   (3.5.):

… Schon oft wurden Christen von Dschihadisten gekreuzigt, die dazu noch von den Regierungen der Vereinigten Staaten und Saudi-Arabiens unterstützt und finanziert werden. Es klingt unglaublich, aber unsere Steuergelder werden dazu benutzt, radikale Dschihadisten, die Christen enthaupten und kreuzigen, mit Waffen zu versorgen und auf andere Weise zu unterstützen. Und auch dies halten die großen Medienkonzerne nicht für berichtenswert. …

… Wie Schwester Raghida berichtete, traten die Muslime zu den beiden Jugendlichen und sagten: ›Ihr wollt also wie euer Lehrer sterben, auf den ihr vertraut? Ihr müsst euch bitte entscheiden: Entweder widerruft ihr (euren Glauben) oder ihr werdet gekreuzigt!‹

Die Jungen weigerten sich beide, ihren christlichen Glauben zu widerrufen, und starben als Märtyrer. Einer von ihnen wurde vor den Augen seines Vaters gekreuzigt, der dann ebenfalls getötet wurde. Im Radio schilderte die Nonne, dass die Dschihadisten in die Ortschaft Maalula (im Nordosten von Damaskus) eindrangen und damit begannen, Männer, Frauen und Kinder zu töten. Wie sie berichtete, … spielten sie sogar mit den Köpfen der von ihnen ermordeten Menschen Fußball. Schwester Raghida sagte weiter, die Mörder hätten schwangere Frauen herausgesucht, die ungeborenen Babys aus ihren Leibern herausgeschnitten und sie an ihrer Nabelschnur an einem Baum aufgehängt. …

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Ergänzung 7.12.2014:

http://www.kath.net/news/48571   «Sie haben gefeiert, als wir flohen»   (5.12.):

Im April 2014 wurde Maalula nach monatelanger Besatzung durch die Nusra-Front und andere Kampfverbände von der syrischen Armee befreit. Die Straßen sind gesäubert, die Versorgung mit Strom und Wasser und auch die Telefonverbindungen ist wiederhergestellt. Es fehlt an medizinischer Versorgung, doch eine Schule hat geöffnet, und rund 200 Familien sind zurückgekehrt.

Hoch über Maalula auf einem Felsen, auf der Kuppel des Klosters, das nach den Heiligen Sergius und Bacchus benannt ist, ragt ein Holzkreuz in den Himmel. Die Kuppel ist mit einer großen Plane des UN-Flüchtlingshilfswerks umwickelt, wie mit einem Verband. «Der Winter kommt, und wir wollen die Kirche vor Schnee und Regen schützen», sagt Majd Haddad. Früher hat der junge Mann als Fahrer gearbeitet. Seit über einem Jahr trägt er die Uniform der Nationalen Verteidigungskräfte. «Wir warten auf Hilfe und wünschen uns, dass das Holzkreuz endlich durch ein richtiges, schönes Kreuz ersetzt wird», sagt er. «Bald werden wir wieder all unsere Feste feiern können.»

Auf dem Balkon des Klosters sitzt Fares Shalhoub und lässt eine Perlenkette durch seine Hände gleiten, beliebt bei Christen und Muslimen in arabischen Ländern gleichermaßen. Nachdenklich blickt er ins Tal. Sein Vater und dessen Vater lebten in Maalula, erzählt er und zieht aus seiner Jackentasche einen verblichenen Ausweis: «Das ist alles, was ich im Haus noch gefunden habe.»

110 Jahre alt sei sein Vater geworden, sagt Shalhoub. Als er 1890 in Maalula geboren wurde, gehörte das Dorf noch zum Osmanischen Reich. «Wir haben hier viele Herrscher gehabt, doch Maalula spricht die Sprache von Jesus Christus, nicht die der Takfiris.» Als «Takfiri» werden Muslime bezeichnet, die andere Muslime und Andersgläubige der Gottlosigkeit bezichtigen und verfolgen.

Elf Monate lang lebte Shalhoub mit seiner Familie im «Tal der Christen», das sich unterhalb der Kreuzritterburg «Krak des Chevaliers» weit nördlich von Maalula erstreckt. Nun sei er zurückgekommen, um zu sehen, was von ihrem Haus übrig geblieben ist. …

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