Diskriminierung der Familienarbeit

Jürgen Liminski: http://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2014/wer-zahlt-was-muetter-leisten/   (28.5.):

… [Frau zum Beamten]: „Erst hab ich meine vier Kinder großgezogen, dann die drei Enkel, dann hab ich mich um Obdachlose und Arme gekümmert und schließlich meinen alten Vater bis zuletzt gepflegt.“ Die Antwort des Beamten: „Sie haben also nicht gearbeitet.“

Diese Diskriminierung der Familienarbeit, der „Arbeit in der Welt der Sorge“, wie Norbert Bolz das einmal nannte, ist ungebrochen aktuell. Die Diskussion um die Mütterrente hat es erneut gezeigt. Zuviel, unnötig, nur belastend für die junge Generation, Klientelpolitik. Das waren noch die harmlosen Urteile. Daß es bei dieser Rentenangleichung auch um Gerechtigkeit für die Mütter und damit für die Familien geht, das war in der Diskussion kein Thema.

Die Mütter sind es, die die Voraussetzungen schaffen, von denen der Staat lebt und die er selber nicht schaffen kann. Sie vor allem sind es, die das Humanvermögen bilden.

Die Arbeitswelt in Europa – Ernst Jünger qualifizierte sie einmal als totalitär – hat ein System geschaffen, in dem diejenigen am meisten von Kindern profitieren, die selber keine Kinder haben. Es ist ein Zukunftsthema, ob wir diesen Zustand der Ungerechtigkeit als schicksalhaft akzeptieren oder das Schicksal selber in die Hand nehmen wollen. …

***********************************************************************************

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Ehe und Familie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Diskriminierung der Familienarbeit

  1. LichtWerg schreibt:

    Hat dies auf LichtWerg rebloggt.

  2. Identitäten schreibt:

    Zunächst einmal, Carolus, meinen Dank für die Auswahl der Anlaßtexte. (so auch heute)
    Anfeindungen als auch Mißverständnis habe ich mit meiner wie auch immer freiwilllig oder nicht so ganz freiwilligen und wahrlich langen Familienphase reichlich geerntet.

    Die Anklage geht subtil vonstatten: Was arbeiten SIe? Gemeint ist: Welchen tollen Beruf üben Sie denn wo aus? In jeder med. Praxis, auf jedem „gesellschaftlichen Ereignis“…und abstrafend enthalten ist: Du Sozialschmarotzer….

    Es ging nicht darum, NICHT „ARBEITEN“ ZU WOLLEN…DIFFERENZIERUNG HAUSARBEIT/ERWERBSARBEIT (ich habe sowohl einst jeden Job angenommen, nach meinen QUALIFIZIERTEN AUSBILDUNGEN in Beschäftigungsverhältnissen *gearbeitet* und in der späteren Familienarbeit nicht gefaulenzt. . Was glauben die wohl, was ich da gemacht habe?
    Was glauben Sie wohl, WESSEN Kinder hierzulande GEFÖRDERT werden? Die „angestammten einheimischen“, die für die Steuern, Renten, Sozialsystem aufkommen ? oder die fremdsprachigen Migranten????? Sorry…was für eine politisch unkorrekte Meinung und sprachlicher Ausrutscher…)
    Ich muss nicht opusdeifundamentalistische oder altkatholische oder anders sektiererische Überzeugungen hochhalten, um für Kinder schädlich zu finden, was schädlich ist! WISSENSCHAFTLICH breit abgesicherte Erkenntnisse werden systematisch medien-und mainstreammäßig ignoriert.
    Besonders schlimm diffamierte eine Spezie und Altersgruppe („68er“) GEGEN „Nur-Hausarbeit“ …Dann die Spitze des Hasses der heute plus/minus Fünfzigjährigen, ab 40 sind die Frauen wieder gemäßgter, weil sie eingesehen haben, dass es (beides) NICHT GEHT! Und häufig bevorzugen die Töchter (Anfang 20) wieder ein „reaktionäres Protestmodell“. Aber dafür sind keine Rahmenbedinungen mehr vorhanden. Also bleibt der Nachwuchs aus.
    Heute 40jährige Frauen erkennen durchaus an, was es heißt, fünf Kinder großzuziehen! Und würden jenes „Modell“ gegen ihr eigenes gelebtes „von der Hand in den Mund“ mit befristeten „Brotjobs“ gern tauschen. Dass nämlich genügend SICHERE Arbeitsplätze (für Frauen) vorhanden sind, ist ein Märchen!

    Zur Anschlußverwendung „alter“ Frauen NACH Familie (oder, verschärft, wie so oft: auch noch NACH Trennung…)
    Für mich ebenfalls „unter aller Würde“ ist, analog zu jener Auswahl von Tätigkeiten-Ranking derer, die sich zu schade sind, „nur im Hause“ zu fungieren, nach 30 Jahren Kloputz nun als Raumpflegerin ausserhäuslich „arbeiten zu gehen“. Als ehemals Verbeamtete hatte und hätte ich nach all den Jahren unbezahlter Alternativarbeit nicht mehr die Chance zu ehemaligen „Konditionen“. (und die Einstellungskriterien in den Staatsdienst eines gewissen besonders schwarzen Bundeslandes abzuändern, hatte ich damals nicht die MACHT)
    Da feixten in einem Stadtmenschenforum jüngst unsolidarische Damen über vegane Hausfrauen und über eine schwedische Studien zur Zunahme entzündlicher Darmerkrankungen bei überstressten Frauen und dem Zusammenhang mit Fastfood/Lebensstil.
    Im Supermarkt wundere ich mich sowieso , was die Menschen in ihre Wagen einladen und dass sie von dem, was sie da vertilgen, nicht krank werden! ???? Und wie viel von dem Zeug und Millionen an Produkten prodzuziert und erfunden wird (und rückwärts wieder entsorgt…in die Tonnen, in die Kanalisation)

    SHIT..das ganze Gerede von Veränderung und Toleranz…Geringfügige Abweichungen bringen in Rage!
    Was erst , bei „angedrohter“ Vielfalt der Völker und deren Eigenarten?
    Solange die “Toleranz” dem eigenen Vorteil dient ….

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.