„Transformation“ der Länder in Osteuropa

Henryk M. Broder: http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_u_boot_namens_juncker   (31.5.):

Juncker und Schulz unterscheiden sich voneinander etwa so wie ein Milchkaffee von einem Café au lait.

Wenn die Kanzlerin also am Ende darüber entscheidet, wen das Parlament zum Präsidenten der EU-Kommission “wählt”, so sagt das alles über die Macht des Parlaments und die Intelligenz und Integrität seiner Bejubler aus, namentlich der in Brüssel stationierten Korrespondenten. Wozu werden etwa 350 Millionen Wähler umworben, wozu werden überhaupt Wahlen veranstaltet, wenn es nur darauf ankommt, wie sich die Kanzlerin entscheidet? So war es auch bei den Wahlen zum Obersten Sowjet der SU. Das letzte und entscheidende Wort hatte der Generalsekretär des ZK der KPdSU. Und die EU ist das größte Schwindelunternehmen seit dem Untergang der SU. Es wäre wirklich einfacher und ehrlicher und im Ergebnis vermutlich besser, die ganze Causa gleich der Kanzlerin zu übertragen. Ihr Wille geschehe, in Deutschland und in Europa.

Derweil dreht sich das Riesenrad in Brüssel weiter, als wäre in den letzten Wochen nichts passiert. Der für Erweiterung und Vertiefung der EU zuständige Kommissar [Stefan Füle] möchte die Ukraine, Moldawien und Georgien als Vollmitglieder in die EU aufnehmen, um diese drei Kronjuwelen dem russischen Bären zu entreißen – ungeachtet des überaus glücklichen Ausgangs der Assoziierung der Ukraine an die EU. Wenn wir Ernst damit machen wollen, die Länder in Osteuropa zu transformieren, dann müssen wir auch ernsthaft das mächtigste Instrument, das wir haben, zur Umgestaltung nutzen: die Erweiterung. So was nennt man “learning by doing”.

Der vollkommen selbstlose Wunsch, die Länder in Osteuropa zu transformieren, kommt vermutlich daher, dass alle Hausaufgaben, die die EU eine Weile vernachlässigt hat, inzwischen gemacht wurden. Griechenland ist saniert, die Jugendarbeitslosigkeit gehört der Vergangenheit an und die Flüchtlingsproblematik wurde einvernehmlich gelöst, so dass Italien nicht mehr die Hauptlast tragen muss. So können die frei gewordenen Energien in neue Herausforderungen umgeleitet werden – die Transformation der Länder in Osteuropa zu Kolonien der EU. Der Lebensraum ruft und wir kommen.

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2 Antworten zu „Transformation“ der Länder in Osteuropa

  1. Attila Varga schreibt:

    Geschichte wiederholt sich nicht?!?!?!? Noch Anfang der 1980er predigten die Moskauer Betonköpfe den Sieg der Weltrevolution, der Planet würde zum sozialistischen Paradies werden, wenn erst einmal alle Staaten die marxistische Heilslehre übernehmen. Für diesen Blödsinn verpulverte der Ostblock Blut und Geld in Asien, Afrika und Lateinamerika. Jetzt haben die USA und die EU dieses Stadium erreicht. Der Zusammenbruch jedes Imperiums beginnt mit der Weigerung, die Realität wahrzunehmen…

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