Sudan: Christin wegen ihres Glaubens vom Strang bedroht

http://www.unzensuriert.at/content/0015525-Wegen-Scharia-droht-Christin-im-Sudan-der-Tod-durch-Erhängen   (5.6.):

… In einem Gefängnis in der Hauptstadt Khartum … wird eine … schwangere Frau in Ketten festgehalten. Nur, weil sie Christin ist. Mittlerweile hat sie ihr Kind zur Welt gebracht, in Gefangenschaft. Nach Auslegung der Scharia droht der 27-jährigen Meriam Jahia Ibrahim Ishag wegen der Heirat mit einem Christen aus dem Südsudan neben 100 Peitschenhieben der Tod durch Erhängen.

Die Freilassung hänge nun davon ab, ob ein Gericht die Berufung ihres Verteidigerteams annehme und zu ihren Gunsten entscheide, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Laut Insiderinformationen soll die Christin ihr Kind zwei Jahre lang in Gefangenschaft aufziehen dürfen und „erst dann würde das Todesurteil vollstreckt“.

Amnesty International berichtete, dass die Angeklagte standhaft blieb und sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören und zum Islam zu konvertieren. Da ihr muslimischer Vater die Familie im Kindesalter verließ, erzog die Mutter Ishag nach dem christlich-orthodoxen Glauben. …

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Unterstützen Sie bitte folgende Petition gegen die Hinrichtung:
http://citizengo.org/de/7340-exekution-fuer-schwangere-frau

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Ergänzung 6.6.2014:

http://www.kath.net/news/46241 Singhammer: Todesurteil gegen Christin im Sudan aufheben (3.6.):

… Im Fall der zum Tode verurteilten sudanesischen Christin Mariam Jahia Ibrahim Ishag (Foto) hat Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer eine Aufhebung des Urteils verlangt. In einem Schreiben an den Parlamentspräsidenten des Sudan, El Fateh Izzeddin, forderte Singhammer die Einhaltung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit. Auch der Sudan habe sich dazu bekannt. Das Recht umfasse die freie Wahl der Religionszugehörigkeit, heißt es in dem Brief, der der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) vorliegt.

Das Schicksal der 27-jährigen Frau, die ein Gericht wegen Glaubensabfalls vom Islam zum Tod durch Erhängen verurteilt hat, ist weiter ungewiss. Das sudanesische Außenministerium teilte am Sonntag mit, über eine Haftentlassung könne nur ein Berufungsgericht entscheiden. Am Samstag hatten Agenturen unter Berufung auf das Ministerium berichtet, die junge Frau, die erst vor wenigen Tagen ihr zweites Kind zur Welt brachte, solle aus dem Gefängnis entlassen werden.

Ishag wuchs als orthodoxe Christin auf, wird wegen ihres muslimischen Vaters von sudanesischen Behörden aber als Muslimin betrachtet. Im Mai verurteilte ein Gericht sie zunächst zu 100 Peitschenhieben wegen der Heirat mit einem christlichen Mann. Als bekannt wurde, dass sie einen muslimischen Vater hatte, verhängte das Gericht darüber hinaus die Todesstrafe. Nach islamischem Recht darf Ishag ihr Baby zwei Jahre lang aufziehen, bevor die Strafe vollzogen wird.

Ishags Ehemann Daniel Wani sagte laut Medienberichten, seine Frau sei während der Geburt ihres zweiten Kindes in der Krankenstation des Gefängnisses an den Beinen angekettet gewesen. Besorgt äußerte er sich über die Verfassung ihres gemeinsamen 20 Monate alten Sohnes. Der Junge habe sich in den Monaten der Inhaftierung seiner Mutter «sehr verändert». Das Kind lebt mit Ishag im Gefängnis, weil der zuständige Richter Wani aufgrund seines Christseins ein Sorgerecht absprach. …

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Eine Antwort zu Sudan: Christin wegen ihres Glaubens vom Strang bedroht

  1. heureka47 schreibt:

    Menschen sind als Seelen Kinder Gottes und also ebenso frei wie Gott, die All-Seele.
    „Strafen“ für Glauben und Gewissen usw. verbieten sich logischerweise von selbst!

    Im Gegenteil!
    Menschen sollten sich gegenseitig als göttliche Wesen erkennen, respektieren und ehren / wertschätzen. Andere Kulturen sind da wesentlich näher an der Wirklichkeit. Zum Beispiel dort, woman sich begrüßt mit „Das Göttliche in mir grüßt / erkennt das Göttliche in dir“.

    Aber auch die römisch-katholische Kirche hat ja mit der Inquisition eine schlimme Phase gehabt…

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